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Veteranentag-Adbustings: Diese Behörden sind stinksauer

Gefälschtes Bundeswehrplakat: "Deutscher Mix: Nazis Patronen Einzelfälle. Nein zum Veteranentag"

Gleich in mehreren Städten schlagen Behörden Alarm wegen bundeswehrkritischer Plakate und verfolgt die angeblichen Übeltäter:innen. Bundesweit kritisierten Aktivist:innen zum ersten „nationalen Veteranentag“ mit sogenannten Adbustings Nazi-Strukturen im  Militär. Nun ermittelt die Polizei in Schwerin, Stralsund, Tübingen und Dresden. Im Mecklenburg-Vorpommern war die Aktion sogar Thema im Innenausschuss des Landtages. „Wir freuen uns, dass die Polizei unseren Plakaten so viel Beachtung schenkt“, sagt Kai N. Krieger, Sprecher:in des Antimilitaristischen Aktionsnetzwerks: „Schön wäre nur, wenn sie den Inhalt beherzigen und etwas gegen Nazis in Polizei und Militär tun würden. Doch leider verfolgen die Behörden mal wieder lieber Meinungsäußerungen, die ihr nicht passen.“

[B] Rassistischer Vorfall in Neukölln

In Neukölln kam es vor knapp zwei Wochen zu einem rassistischen Vorfall. In den letzten Tagen sind in der Gegend Sonnenallee/ Weserstraße/ Kanal nun Plakate und Flyer aufgetaucht, die den Kiez darüber informieren .... Mit einer interessanten und nachdenklichen Wendung.

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Offener Brief an den LAP COFFEE Gründer Ralph Hage (B, HH, M)

Lieber Ralph Hage!

Sowohl vor zehn Tagen direkt über den „Tagesspiegel“ als auch jetzt nach
der farblichen Umgestaltung der Lap-Filialen in Berlin öffentlich über
die „BZ“ hast Du kommuniziert, dass Du gerne mal mit uns persönlich
reden möchtest.

Wir finden reden grundsätzlich immer eine gute Sache. Wir reden auch
sehr gerne mit Dir. Damit ein sinnvolles Gespräch eine Chance hat,
hätten wir allerdings ein paar Vorbedingungen.

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[HH] Gegen die Bezahlkarte - Profiteur*innen aus der Deckung holen!

Weißes Transparent mit gesprühtem lila Text "Bezahlkarte drangsaliert, Firma Nortal macht mit!" und einem A im Kreis. Aufgehängt ist es über ein paar Fahrrädern, im Hintergrund ein Gebäude, in dem die Firma seinen Hamburger Sitz hat

Stell dir vor der Staat sagt dir, du darfst nur noch 50€ pro Monat in bar besitzen. Wirst du dein portioniertes Bargeld in deinem Lieblings-Kiosk, in deiner Lieblings-Bar oder auf dem Flohmarkt ausgeben?

Fotos: Patriarchat sterben lassen!

"Polizeistaat lass ma! Patriarchat sterben lassen" Demonstration am 25.10.2025 in Berlin

Unter dem Motto „Patriarchat sterben lassen“ gingen am 25. Oktober 2025 rund 300 Menschen in Berlin-Lichtenberg auf die Straße, um gegen Patriarchat, Faschismus, Staat und Kapital zu protestieren. 

Fotos: Bierpinsel für alle!

Bierpinsel für alle! Besetzungsaktion am 18.10.2025 in Berlin

Aus Protest gegen Leerstand und fehlende Freiräume im Kiez besetzten am 18. Oktober rund 50 Aktivist*innen kurzzeitig den Bierpinsel in Berlin Steglitz.

Besetzung auf dem MFG-5-Gelände in Kiel

Aktivisti präsentieren von einer Holzplattform zwischen drei Baumkronen aus mehrere Banner. Eines sagt: "Vom Voßbrook bis zur Waterkant. MFG 5 bleibt in aller Hand!" Auf einem weiteren Banner steht: "Klimagerechtigkeit erkämpfen! Wehrdienst verweigern!" Auch eine Pride-Flagge ist zu sehen.

Kiel. In der Nacht vom 27. auf den 28.10.2025 errichteten Aktivist*innen der Turboklimakampfgruppe (TKKG) auf dem MFG5-Gelände in Kiel-Holtenau auf Bäumen eine Plattform, die sie seit dem besetzt halten. Sie protestieren mit der Aktion gegen den drohenden Verkauf des Geländes durch die Stadt Kiel an die Bundeswehr. Sie setzen sich dafür ein, dass das Gelände als allen Menschen zugänglicher und vielfältiger Ort erhalten und entsprechend gestaltet wird.

Reportage (de+eng): Anti-NATO-Tage in Souda, Kreta

Das kleine Örtchen Mouzourás nördlich der Start-und Landebahnen des Flughafens von Chania war am Samstag Schauplatz einer Demonstration von Natogegnern, die einer panhellenischen Mobilisierung hauptsächlich anarchistischer Gruppen gefolgt waren. Ein Kampf am Zaun mit den aufgestellten Rioteinheiten der Polizei blieb wider Erwarten und ohne Not aus. Die Mobilisierung hinterlässt Fragen und Aufgaben, denen sich die anarchistische Bewegung stellen muss, da ihr schwergewichtiger, aber tatenloser Auftritt ansonsten zum Stigma der Niederlage zu werden droht. Ein Bericht, dessen Verfassen eine Positionierung unumgänglich macht.

Berlin (HH, M): Alle (!) Lap-Coffee-Filialen neu eingefärbt

Schon öfter haben wir auch hier auf Indymedia über die neue äußerst sympatische Café-Kette "LAP COFFEE" berichtet (u.a. hier und hier). Nun gibt es einige Neuigkeiten.

Wie zuerst das Qualitätsjournalismusblatt “BZ” und dann diverse Medien übereinstimmend berichten, sind anscheinend in einer einzigen Nacht alle 15 Filialen von Lap Coffee in Berlin neu eingefärbt worden.

 

[K] Anquatschversuch im Raum Köln

Hiermit möchten wir von einem versuchten Anquatschversuch durch die Schergen des Staates berichten.

 

Operation Inflation gegen Querfront-Kongress auf Ordensburg in Liebstedt bei Weimar (TH)

mit Masken vermummte mit Fahnen der "Antiverschwurbelten Aktion"

"Operation Inflation" stürmt eine Schwurbelburg im Weimarer Land, in der ein "Friedenskongress" stattfindet. Bürgermeister, Feuerwehr und Kirche sind in die putinistische Querfront-Veranstaltung involviert. Einen Tag zuvor wurde aus der Burg eine Diskussion mit Höcke ausgestrahlt. Burg und Sender gehören dem Millionärs-Paar Böhm-Schneider, sowie ein Firmen-Netz an Spas. Unser Gegenprotest gegen die Konferenz provoziert Positionierungen zu Grenzen der Toleranz.

Strafverfahren wegen Polizei-Adbustings schon wieder eingestellt!

Plakat: Rassismus? Schieben wir ab!

Das Amtsgericht Tiergarten hat erneut ein Strafverfahren wegen Adbusting mit gefälschten Polizei-Plakaten eingestellt. Ein Strafbefehl war bereits ausgestellt, ein Gerichtstermin für den 6.11. angesetzt. Jetzt ist Verfahren ist eingestellt, es lief über zwei Jahre. Zur Innenminister:innenkonferenz in Berlin im Februar 2023 hatte die Kommunikationsguerilla „Gegen deutschnationale Polizeigewalt (GdP)“ rekordverdächtige über 100 Werbevitrinen der S- und U-Bahn-Stationen gekapert.

[BURE] Zur Verteidigung des Bahnhofs LA GARE:

 (übersetzt von bureburebure.info)

Seit dem 11. Oktober ist der Bahnhof illegal besetzt. Wir haben die ersten anstrengenden Tage voller Angst und Hoffnung, Furcht und Freude hinter uns, die eine solche Situation mit sich bringt. Die Festsetzung eines neuen Verhandlungstermins auf den 5. November verschafft uns eine kleine Atempause und die Möglichkeit, wieder zu Atem zu kommen. Wir wissen noch nicht, ob wir ab dem 6. November (erneut) rechtmäßig geräumt werden können oder ob das Urteil zu einem späteren Zeitpunkt gefällt wird. Die aktuelle Situation schützt uns auch nicht vor der realistischen Möglichkeit einer illegalen Räumung, ganz zu schweigen von der Gefahr von Angriffen und den seit einigen Tagen zunehmenden Provokationen durch die Ordnungskräfte. Es gibt also noch viel zu tun, sowohl für uns vor Ort als auch für Sie, die uns unterstützen möchten! Im Folgenden möchten wir Ihnen einen kurzen (sicherlich unvollständigen) Überblick über die Situation geben...

 

Volkshochschule sagt Workshop wegen Beteiligung der Amadeu-Antonio-Stiftung ab!

Auch in der südbadischen Provinz zeigt die Hetze von AfD & CDU und anderen rechten Akteur:innen gegen die Amadeu-Antonio-Stiftung ihre Wirkung. Kurzfristig wurde ein Workshop der sich mit Desinformation beschäftigen sollte, abgesagt. Im vorderster Reihe die CDU-Bürgermeisterin und Vorstandsvorsitzende der vhs, Fränzi Kleeb.

Anna und Arthur halten das Maul - Absage Gorleben Archiv

Ein Dialog, der an einem Polizisten scheitert, war nie einer. Kein Ersatz, kein Jurist, kein Wille – nur Kulisse.

 

Antwort auf den Text "Der 'Antifa-Prozess-Dresden' – Herausforderungen und Widersprüche unserer Solidaritätsarbeit"

Wir haben uns lange gefragt, ob wir uns zu dem Text "Der 'Antifa-Prozess-Dresden' – Herausforderungen und Widersprüche unserer Solidaritätsarbeit" äussern wollen. Wir halten nichts davon, interne Auseinandersetzungen öffentlich zu machen, sehen uns in diesem Fall aber dazu gezwungen: weil hier auch in unserem Namen ein Text veröffentlicht wurde, den wir inhaltlich nicht nachvollziehbar und in der Aussenwirkung (wenn auch ungewollt) unsolidarisch finden. Wir waren nicht an der Entstehung des Textes beteiligt und halten sowohl den Zeitpunkt der Veröffentlichung, wie auch die Art und Weise der darin betriebenen Auseinandersetzung für falsch.

[KA] Frauen in die Offensive – Kriegspropaganda verhindern!

In der Nacht vom 21. 10. auf den 22. 10. haben wir die Glasfassade der Schwarzwaldhalle mit der Parole „Krieg dem Krieg“ verschönert.

Am 22. 10. fand in der Schwarzwaldhalle eine Berufsinfomesse statt, bei der die Bundeswehr Junge Menschen für die deutsche Kriegsindustrie rekrutieren wollte.

Wir haben klar gemacht, wer Kriegstreiber einlädt, wer Jugendliche an die Front schickt, wer den deutschen Imperialismus stärkt der wird für dieses Handeln Konsequenzen erfahren. Und auch, wenn ihr vieles davon am morgen eifrig wieder weggeputzt habt - dass ja keiner mitbekommt, auf welcher Seite ihr steht - werden wir überall dort angreifen, wo Krieg vorbereitet und normalisiert wird!

Rigaer94: Nichts weniger als alles fordern - In Erinnerung an Kyriakos Xymitiris

 

 

[english below]

Am 31.10. ist ein Jahr vergangen seit dem Tag im Jahr 2024, an dem unser Freund und Gefährte Kyriakos Xymitiris am Nachmittag in einem Apartment in der Arkadias Straße, Athen, sein Leben verliert. Als anarchistischer Revolutionär, der den bewaffneten Kampf wählte, stirbt er, durch die Explosion einer Bombe in seinen Händen.

 

 

Nein zum Krieg! Kriegsdenkmal am Lousberg in Aachen bemalt!

Schriftzug "Nein zum Krieg" auf Kriegsdenkmal

 

Nein zum Krieg!

Kriegsdenkmal am Lousberg in Aachen bemalt!

 

 

Zivi-Bus angezündet – Revolutionäre Herzen brennen ewig

 

„Und wenn einige nie zurückgekehrt sind,
so leben sie doch in jedem Atemzug der Freiheit unter uns.
Und wenn einige im Kampf gefallen sind,
so stehen sie uns bei jeder Aktion zur Seite.
Und wenn einige früh gegangen sind,
so gehen sie voran und ebnen unseren Weg.“

 

 

Fotos: A 100 – Kein Meter weiter!

Tausende Menschen auf Fahrrädern, Inlineskates und zu Fuß protestierten am 18. Oktober 2025 unter dem Motto „Kein Meter weiter!“ auf dem 16. Abschnitt der Berliner Autobahn A100.

Outcall: „Gonzo“ - ein "feministischer" Sprüher aus Erfurt?

Content Note:
Sexuelle Nötigung & Psychische Gewalt;                        

(1) "Gonzo" ist nicht der echte Name des Täters, sondern einer seiner Graffiti-Namen.

[B] Gerichtsvollzieherin in der Habersaathstraße - Cops brechen unsere Tür auf

Gerichtsvollzieherin in der Habersaathstraße – Cops brechen unsere Tür auf

Hannover: Ihr braucht uns nicht jagen - wir kommen zu euch!

Am 23.10.2025 rief Murad Dadaev über seinen Instagram-Account zu einem Treffen in seiner DMS-Villa auf, um Antifaschist:innen in Hannover zu "jagen" und setzte ein Kopfgeld auf Linke aus. Hintergrund: Vor einigen Wochen wurde die Villa von Antifaschist:innen mit Farbe und Steinen angegriffen. Eine Gruppe von 50 Antifaschist:innen erleichterte dem AFD Mitglied heute die Jagd und stellte sich vor Beginn des Treffens vor die Villa. 

Di. 28.10. Workshop Adbusting: Militär-Werbung mit minimalinvasivem Vandalismus bekämpfen

Dienstag, den 28.10.2025 ist die Werkstatt für Antifaschistische Aktionen (w2a) vom AStA der Technischen Universität in Berlin eingeladen. Um 18h veranstalten wir dort im Plenarium im AStA-Gebäude den Workshop: „Adbusting: Militär-Werbung mit minimalinvasivem Vandalismus bekämpfen“. Der Workshop ist auch eine gute Gelegenheit, die Aktiven der Werkstatt für antifaschistische Aktionen (w2a) und ihre politische Arbeit näher kennen zu lernen, falls du mit Kommunikationsguerilla gegen Militär und Polizei kreativ aktiv werden möchtest.

 

Wir sind die Töchter und das ist unsere Antwort, Friedrich Merz! #WirSindDieTöchter

https://innn.it/toechter

Herr Merz, auf die Frage, was das „Problem im Stadtbild“ sei, sagen Sie, man solle mal die Töchter fragen. Hier sind wir und das ist unsere Antwort:

Wir sind die Töchter und lassen uns von Ihrem Rassismus nicht einspannen, Herr Merz! Sie sprechen nicht für uns.

Wir sind die Töchter mit und ohne Migrationsgeschichte. Die Töchter, die in Ihrem „Stadtbild“ vorkommen – als „Problem“, als „Fremde“, als „Feindbild“. Die Töchter, deren Freund*innen angespuckt, geschlagen und ausgegrenzt werden.

Wir sind die Töchter, deren Freund*innen aus einem sicheren Leben gerissen wurden, weil sie abgeschoben wurden – mitten in der Nacht, aus Schulen, Kirchenasyl.

Wir sind die Töchter, die Deutsche sind, hier geboren und aufgewachsen und trotzdem von Ihnen, Herr Merz, niemals als Deutsche gesehen werden.

Wir sind die Töchter, die sagen: Rassismus ist keine Meinung – er ist Gewalt. Hören Sie auf, ihn salonfähig zu machen!

Herr Merz, wenn Sie sich wirklich um die Sicherheit von uns Töchtern sorgen:

Wir haben ein strukturelles Problem mit Gewalt gegen Frauen – fast immer im eigenen Zuhause. Die Täter sind nicht irgendwelche Menschen im „Stadtbild“, sondern Ehemänner, Väter oder (Ex)Partner. Wenn von „Beziehungsdramen“ die Rede ist, wissen wir, dass eigentlich von Femiziden die Rede sein sollte!

Denn wir alle kennen die Zahlen. Strukturelle Gewalt gegen Frauen ist das Problem. Das sollten Sie auch benennen, Herr Merz!

Wir fordern: Erklären Sie Schutz vor häuslicher Gewalt zur Chefsache und erkennen Sie Femizide endlich als eigene Straftat an.

Sind Sie unser aller Bundeskanzler? Ihre Worte haben Gewicht – und Ihre jüngsten Aussagen werden der Verantwortung dieses Amtes nicht gerecht. Im Gegenteil: Sie schaden unserer Demokratie und spalten „das Volk“.

Wir sind das Stadtbild.
Wir sind die Töchter.

… aber wir sind auch Söhne, Enkel, Eltern, Kinder und Großeltern – und wir antworten: So nicht, Herr Merz!

Jede Unterschrift ist eine Mahnung.
Jede Stimme eine klare Antwort gegen Rassismus!

Cesy Leonard, Gründerin von Radikale Töchter

https://innn.it/toechter

Kritik Together-We-Resist-Kongress in Basel

CN: sexualisierte Gewalt und Antisemitismus
Ich werde einige Aussagen wiedergeben, die sexualisierte Gewalt verharmlosen und antisemitisch sind.

Ich war vom 11.-14.09.2025 beim feministischen Together-We-Resist-Kongress in Basel und möchte hier nachträglich noch ein paar Gedanken, Feedback und Kritik äußern.
Ich schreibe hier nur woran ich mich als Einzelperson (nicht jüdische, weiße Person) subjektiv erinnere. Ich bemühe mich alle Aussagen inhaltlich korrekt wiederzugeben, aber ich kann mich nicht an genaue Wortlaute erinnern, daher sind die Aussagen paraphrasiert und durch meine subjektive Erinnerung geformt.
Genau genommen kam es zu zwei Vorfällen, die mir noch negativ nachhängen, genauso wie der Umgang damit.

 

Mit Farbe und Hammer gegen Kühne Immobilien

 

Während die Bullen in der Nacht des 17.10. beschäftigt waren, auf der Eisi Proteste gegen die Räumung mehrerer Hausbesetzungen in Leipzig anzugreifen, nahmen wir uns den Sitz der Kühne Immobilien Gruppe vor. Im Rahmen der Autonomen Besetzungstage machten wir es uns zur Aufgabe den Firmensitz von Kühne Immobilien, in der Käthe-Kollwitz-Straße 58c, mit Farbe und Glasschäden an Tür und Kamera zu verschönern. Das Unternehmen legt auf seiner Website neben der Vermietung und dem Verkauf von hochpreisigen Neubauwohnungen und -Häusern auch einen großen Fokus auf den Verkauf von Immobilien als Investment oder Kapitalanlage. Welch hohe Rendite mit dem ein oder anderen Objekt erzielt werden kann, wird unverhohlen präsentiert. Uns kotzt es nur noch an, zu sehen, mit welcher Normalität Mietschweine wie Kühne mit etwas so existenziellem wie Wohnraum umgehen. Unser Dach über dem Kopf sollte nicht euer Gewinnobjekt sein, welches ihr nach belieben kaufen und verkaufen könnt wie beim Monopoly! Solange es Menschen wie euch gibt, die Profit aus den Häusern ziehen, in denen wir wohnen, werden wir euch immer wieder zum Ziel unserer Angriffe machen. Mit unserem Besuch in der Käthe-Kollwitz-Straße möchten wir uns auch mit allen Genoss*innen solidarisieren, die aus den besetzten Häusern während der Autonomen Besetzungstage geräumt wurden. Ihr habt den leerstehenden Häusern, wenn auch leider nur kurzfristig, einen neuen Sinn gegeben und dafür danken wir euch.

 

 

Burkhard Garweg: Das falsche Primat

Mit ihrem letzten Anschlag, der Sprengung der JVA Weiterstadt, einem der modernsten Gefängnisbauten der BRD, der auch als Abschiebegefängnis genutzt werden sollte, suchte die RAF wieder einen Schritt zu den sozialen Bewegungen hin zu machen (Weiterstadt bei Darmstadt, 28.3.1993)

Die Rote Armee Fraktion setzte in den 1980er Jahren in Reaktion auf die Niederlage im »Deutschen Herbst« fälschlicherweise auf die militärische Konfrontation mit dem Staat. Über Attentatspolitik und nicht aufzulösende Widersprüche.

Dies ist eine Dokumentation eines Briefs von Burkhard Garweg (jW, 17.10.2025) auf den Artikel von Caroline Braunmühl (ak, 25.05.2025).
Hintergrund: Caroline Braunmühl, die Tochter des 1986 von der Roten Armee Fraktion (RAF) erschossenen Diplomaten Gerold von Braunmühl hatte im Januar 2025 auf eine Stellungnahme des ehemaligen RAF-Militanten zur Verhaftung Daniela Klettes (Taz, 21.12.2024) reagiert. Darin distanzierte sie sich von Äußerungen ihres Bruders Patrick und anderer Angehöriger von RAF-Opfern, die die Attentate der RAF entpolitisierten und lediglich aus einer strafrechtlichen Perspektive betrachteten. Obwohl sie um ihren Vater trauere, erkenne sie an, dass die Motivation der RAF »radikale(r) Widerstand gegen soziale Ungleichheit, Ausbeutung und Unterdrückung« gewesen sei (ND, 17.1.2025). Garweg antwortete darauf öffentlich und kritisierte die Geschichte der RAF, die sich nach dem sogenannten Deutschen Herbst 1977 zu sehr auf eine militärische Konfrontation eingelassen und sozialrevolutionäre Kämpfe vernachlässigt habe (ND, 24.3.2025).

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