Deutschland

Ab jetzt sollte immer Tag (((i))) sein!

 

Im August 2017 hatte das Bundesinnenministerium die - von 2009 bis zum Verbot - zweite deutsche Subdomain von indymedia - nämlich linksunten.indymedia verboten. Diejenigen, die damals von den verbots-begleitenden Haussuchungen betroffen waren und die die Verbotsverfügung von der Staatsmacht überreicht bekamen, hatten damals Klage gegen das Verbot erhoben.

Die mündliche Verhandlung vor dem - zuständigen - Bundesverwaltungsgericht in Leipzig über diese Klage wird in der kommenden Woche endlich stattfinden. Aus diesem Anlaß wird bereits heute - Samstag, den 25.01.2020 - unter dem Motto "Tag (((i)))" eine Demonstration in Leipzig stattfinden.

Bereits in der vergangenen Woche hatten Unbekannte ein - anscheinend komplettes - Archiv von linskunten wieder ins Netz gestellt. Da der hiesige Artikel darüber schon jetzt nicht mehr in der ge-highlight-en Artikel-Gallerie (und insgesamt nicht mehr auf der Startseite) ist, erlaube ich mir, einen neuen Artikel - zum gleichen Thema - zu beginnen - statt einen Kommentar unter dem alten zu posten.

(B) UBER plätten! – Erweiterte Kampagnenerklärung für ein aktionistisches 2020!

Es ist inzwischen 2020 und einiges ist passiert. Trotz längerer Aktualisierungspause auf unserem Blog ueberplaetten.blackblogs.org haben wir das Jahr 2019 mit geplätteten Leihrädern und demolierten E-Scootern ausklingen lassen. Damit sind wir nicht allein. Innerhalb und außerhalb der Kampagne “UBER plätten” üben immer mehr Menschen eine aktionistische Kritik an den elektronischen Gefährten (und dem dahinterliegenden Geschäftsmodell). Auch UBER selbst scheint den wachsenden Widerstand zu registrieren. Mit einiger Verwunderung fanden wir eine Nachricht vom UBER-Pressesprecher Oliver Klug in unserem Postfach (s. Screenshot). Das Unternehmen sucht vermeintlich einen Dialog, in dem „grobe Missverständnisse“ geklärt werden sollen. Doch unsere Kritik am UBER-Geschäftsmodell ist kein Missverständnis. Damit auch der Oliver das begreift, haben wir die letzte Zeit genutzt, um neben physischem Aktionismus einen ausführlichen Aufruf für unsere Kampagne zu schreiben. Dort werden die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen von Firmen wie UBER als Ausdruck einer wachsenden ‘gig economy’ des Plattformkapitalismus und unser Widerstand dagegen thematisiert. Der Text ist auf indymedia, sowie in der aktuellen Ausgabe des Autonomen Blättchens erschienen.

Rundreise Deckname Jenny

Deckname Jenny

Deckname Jenny – ein politischer Spielfilm in Deiner/Eurer Stadt?

Wir wollen unsere Rundreisen mit „Deckname Jenny“ langsam runterfahren. Jetzt also nochmal die Chance, den Film im Winter/Frühling 2020 in eure Stadt zu holen.

„Deckname Jenny“ ist so gut wie ohne Geld entstanden und in der jüngeren Filmgeschichte etwas einmaliges. Nicht nur, weil Ihr einen politischen Film zu sehen bekommt, der sich in nicht-denunziatorischer Art und Weise mit militantem Widerstand auseinandersetzt. Um die 20 professionellen Schauspieler*innen, über 100 Kompars*innen, 40 Aktivist*innen und um die 60 kritischen Filmemacher*innen haben ganz schön was auf die Beine gestellt. Die anarchistische Szene hat mit Essen, mit Orten und anderen Unterstützungen den Film mit ermöglicht (Dank von Herzen nochmal!).

Das „Hannibal“-Netzwerk – eine faschistische Geheimarmee?

Das „Kreuz“-Netzwerk – fanatische FaschistInnen, militärisch gedrillt, tödlich ausgebildet und mit dem Ziel, am Tag „X“ eine linke Opposition zu liquidieren. Die Parallelen zu den Gladiostrukturen aus den Zeiten des Kalten Krieges sind mehr als naheliegend. Eine Vorabveröffentlichung.

"Deckname Jenny – Film im Widerstand" jetzt in Deiner/Eurer Stadt?

Deckname Jenny

Second Call: Jetzt also nochmal die Chance, den Film im Winter/Frühling 2020 in eure Stadt zu holen : Kontext des Filmes sind der Rechtsruck, Nazimorde, G20 und Repression, Migration und die Abschottung Europas. Die militanten Aktivist*innen in einer Stadt irgendwo in Ost- oder West-Deutschland suchen einen Umgang damit. Und streifen dabei die Geschichte westdeutscher Stadtguerillagruppen.

Rechter Terror in Deutschland: Name it, face it – Rechten Terror bekämpfen

 

»Der Unwillen, die Bedrohung durch rechten Terror wahr- und ernst zu nehmen, zementiert den gesellschaftlichen Ausschluss der Betroffenen.«

Irgendwo in Deutschland, Herbst 2019

 

 

Name it, face it – Rechten Terror bekämpfen

Mit Blick auf den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU), sagte Zschäpe-Anwältin Anja Sturm 2017 in ihrem Plädoyer, dieser könne nicht als terroristische Vereinigung eingestuft werden, da seine Taten nicht zur Einschüchterung der (Gesamt-)Bevölkerung dienten. In dieser Wahrnehmung gilt Gewalt nur dann als Terror, wenn sie auf die Dominanzgesellschaft[1] abzielt. Bei aller linken Abwehr dieser Argumentation, spricht Rechtsanwältin Sturm damit lediglich aus, was sich am NSU als gesamtdeutscher Konsens entlarvt hat. Weil die Anschlags- und Mordserie nicht auf weiße Deutsche[2] verübt wurde, sondern rassistisch Markierte[3] in Angst versetzen sollte, wollte niemand den Terror erkennen: nicht die Polizei- und Verfassungsschutzbehörden, nicht die Medien, nicht die Zivilgesellschaft und auch nicht die radikale Linke. Statt gezielte Attentate eines neonazistischen Netzwerkes zu sehen, suchte die deutsche Öffentlichkeit deren Hintergründe akribisch bei den Betroffenen. Die rassistische Wahrnehmung machte den rechten Terror unsichtbar.

Der Unwillen, die Bedrohung durch rechten Terror wahr- und ernst zu nehmen, zementiert den gesellschaftlichen Ausschluss der Betroffenen. Ob rassistisch Markierte, Jüdinnen* Juden, Wohnungslose oder andere, die im Visier rechter Gewalt stehen – ihnen wird gesagt „ihr gehört nicht dazu“ und „euer Leben ist nicht so viel wert wie unseres“ – die Dominanzgesellschaft macht sie damit vogelfrei, anstatt sie zu schützen. Mit den folgenden Thesen wollen wir dazu beitragen, die Strukturen neonazistischer Gewalt sichtbar zu machen, ihre Verstrickung in die sich autoritär formierende Gesellschaft[4] offen zu legen und rechten Terror als solchen zu benennen.

Deckname Jenny - Film im WIderstand - Auch in Deiner/Eurer Stadt?

Jennys Bande

„Deckname Jenny“ ist so gut wie ohne Geld entstanden und in der jüngeren Filmgeschichte etwas einmaliges. Nicht nur, weil Ihr einen politischen Film zu sehen bekommt, der sich in nicht-denunziatorischer Art und Weise mit militantem Widerstand auseinandersetzt.

Probleme im Prozess zum überregionalen antikapitalistischen Zusammenschluss

Seit einigen Jahren gibt es Anläufe, um einen überregionalen Zusammenschluss der antikapitalistischen antiautoritären Linken aufzubauen. Aber die Prozesse haben mit zahlreichen Problemen zu kämpfen. Eine Problemanalyse von Emanuel Kapfinger.

An alle aus dem Norden und dem Rest der Republik!

Nach vielen anderen Bundesländern soll nun auch Hamburg ein neues Bullengesetz bekommen. Wir alle wissen was das bedeutet. Nämlich noch mehr Befugnisse und Mittel für die Cops die jetzt schon völlig außer Kontrolle geraten sind. Ob es nun gegen Geflüchtete, Fussball Fans oder Linke Aktivisten geht. Sie alle wissen was es heißt von den Bullen drangsaliert zu werden. Mit diesem Gesetz das solche Dinge nur noch häufiger passieren lässt werden nicht nur unsere Hamburger Brüder und Schwestern angegriffen, sondern wir alle, und das dürfen und werden wir nicht akzeptieren. Deswegen rufen wir alle dazu auf am 15. November nach Hamburg zu kommen und deutlich zu machen was wir von diesem Gesetz halten. 

Lasst uns gemeinsam diesem Abend die Freiheit verteidigen. Lasst uns gemeinsam an diesem Abend ein kämpferisches Zeichen setzen. Lasst uns gemeinsam an diesem Abend entschlossen auftreten und jeden Angriff der kam und kommen wird rächen. 

Denn es geht um viel mehr als nur dieses Gesetz.

 

Deswegen kommt alle am  Freitag den 15. November nach Hamburg zu Demo.

17 Uhr Hansaplatz (St. Georg) (5 Minuten vom Hauptbahnhof) 

Hinein in den Antikapitalistischen Block! 

„Das sind Feiglinge“ Talib Kweli über die linke Kulturszene in Deutschland & den BDS

Nach Konzertabsagen: US-Rapper Talib Kweli rechnet ab – mit Deutschlands Kulturszene und ihrer Ignoranz gegenüber dem weltweit grassierenden Rassismus.

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