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Das war der 40. autonome 1. Mai in Wuppertal

Spontandemo zum 40. autonomen 1. Mai in Wuppertal

Der Autonome 1. Mai in Wuppertal startete viel zu früh um 9:30 beim DGB. Dort wurde auf der Demonstration ein lauter und antiautoritärer Block gebildet, aus dem antifaschistische, anarchistische und kommunistische Parolen gerufen wurden. Auf Transparenten wurde „Lifestyle Teilzeit für Alle!“, „Antifaschismus verteidigen“ und „Free all antifas“ gefordert.
Die Demo zog zum Laurentiusplatz, einige Autonome waren jedoch noch nicht fertig mit demonstrieren und so zog eine kleine Sponti direkt weiter durch das Luisenviertel und bis zum Schusterplatz auf den Ölberg. Untermalt wurden die Forderungen mit buntem Rauch und kämpferischen Parolen für den Erhalt des AZ, gegen den sozialen Angriff und für ein besseres Leben für Alle.
Anwohner*innen erzählten später, sie seien kurz danach eine halbe Stunde von Schweinen festgehalten worden.

Um 13 Uhr startete auf der Trasse am Mirker Bahnhof das Autonome Radrennen mit einem glitzernden Startschuss um 13:12h.
Motiviert und kämpferisch radelten einige Autonome in Richtung des Ottenbrucher Bahnhofs. Manche hatten jedoch ihr Fahrrad vergessen und liefen als Demozug mit Transparenten wie „40. Autonomer 1. Mai Wuppertal“ über die Trasse. Zur allgemeinen Freude hingen an diversen Orten weitere Transparente, „Hände weg von unseren sozialen Errungenschaften!“, „Merz leck Eier!“, und „Wir sterben nicht für Deutschland“ wurde darauf gefordert und mit buntem Rauch in Szene gesetzt.

1. Mai: Wir kündigen deine Chefs

Normalerweise sind es die Chefs, die Kündigungen austeilen und abhängige Arbeitnehmer*innen darunter leiden lassen. Doch das muss nicht immer so sein. Am 1. Mai ist schließlich alles möglich.

In und um Leipzig bekamen 5 Chefs, bzw. Vorsitzende von großen Konzernen auf mysteriöse Weise zum selben Datum Kündigungsschreiben ausgestellt. Davon betroffen ist DHL Hub Express in Schkeuditz, das dadurch unangenehm aufgefallen ist, einen gewerkschaftlich aktiven Mitarbeiter, der an einer Demo gegen Waffenlieferungen teilnahm, zu kündigen.
Außerdem betroffen ist der Chef von Porsche Leipzig, der auf dem riesigen Unternehmensgelände Wildpferde hält. #free the ponys, kann mensch da nur sagen. Ein Kündigungsschreiben haben auch der Chef von Amazon in Leipzig und der Vorsitzende der AfD im Leipziger Stadtrat bekommen. Auch Sven Schwarzat, der größte Miethai Leipzigs, wurde zum 1. Mai 2026 gekündigt. Es wird gemunkelt,  dass dieser nun mit weihnachtlichen Pfefferkuchenhäusern statt Immobilien handelt.

Kaum zu glauben und zu schön, um wahr zu sein? Auch die Medienhäuser dürften verwirrt gewesen sein, als sie am 1. Mai reihenweise Pressemitteilungen von gekündigten Chefs bekamen, die die Vergesellschaftung ihrer Unternehmen ankündigten.
Eine Verbindung zu dem Clown Bolkow Brödelshrimp, der dieses Jahr auf der Demo sein Unwesen trieb, ist nicht auszuschließen. Aber vielleicht war es auch einfach der Zauber des 1. Mai… 

Revolutionäre 1. Mai Demo blockiert!

Die 1. Mai Demo in Berlin wurde von besoffenen Jugendlichen blockiert, die nicht einmal gemerkt haben, dass sie mitten auf der Demoroute stehen.

Das Argument ist immer wieder, dass der 1. Mai zu gewaltvoll sei. Migrantifa und mit uns viele andere, die an der Demo teilnahmen, sprechen von „(...)einer der gefährlichsten 1. Mai Demos der letzten fünf Jahre(…)“. Denn wie wir spätestens seit der Loveparade 2010 wissen; einen erstickenden Menschenandrang sollte man nicht unterschätzen. Wer zur Demo wollte, musste durch ein Meer aus besoffenen Vape-rauchenden Tiktok-Teenies und hatte Glück, wenn er noch Luft bekommen hat. Man wurde nicht nur von besoffenen kleinen Jungs angetanzt, sondern hat auch ein Gedränge erlebt, dass gefährlich nah an einem Crowd Crush war.

Während in Palästina und im Libanon im großen Stil mit deutschen Waffen vertrieben und vernichtet wird, die Deutsche Regierung das fleißig unterstützt und nebenbei den „Sozialstaat“ abbaut, Kürzungen im Gesundheitswesen und der Kulturbranche vornimmt und wieder faschistische Ideale in den Vordergrund stellt, meinen viele wirklich es gäbe noch etwas zu feiern. Ein Schlag ins Gesicht für die vielen Palästinenser, für die von den Protesten das Leben ihrer eigenen Familie abhängt. Und für die Menschen aus der Unterschicht und Arbeiterklasse, die sich für Hungerlöhne abschuften. Oder Menschen mit Behinderung und chronischen Krankheiten, die in noch größere Systemlücken fallen.
2003 ging die ganze Scheiße los, mit dem Myfest als Party-statt-Randale-Strategie. Es findet nicht mehr statt, doch die Menschen gehen trotzdem weiter nach Kreuzberg. Es ist halt „angesagt“.

Dieses Jahr hat die Partei Die Linke nicht weit von der eigentlichen Demo Ikkimel und Co. eingeladen und somit die Logik des Myfests übernommen. Kreuzberg wurde im Massensaufen und Techno-Geballer vergraben.
Wir beobachten schon lange eine Institutionalisierung der linken Szene. Die Szene wird absorbiert und assimiliert bis zum geht nicht mehr. Nirgendwo war das bisher so deutlich zu spüren wie beim diesjährigen 1. Mai.

Die Demoteilnehmer saßen stundenlang fest und wurden von Feiernden am Demonstrieren gehindert. Nachdem sich die Blöcke Stück für Stück mühsam durchquetschten, waren sie getrennt und erschöpft. Konterrevolution par excellence. Aber haben sie es jetzt endgültig geschafft?
Nicht wenn wir aus den Geschehnissen lernen und unsere Strategie verbessern. Man sollte mal wieder in einer anderen Gegend laut werden (z.B. Wedding/Mitte). Ihr mögt an die Utopie glauben, diese besoffenen Zombie-Tiktoker noch irgendwo abzuholen und fasst sie lieber mit Samthandschuhen an. Aber sie checken es halt nicht und die Verblödung nimmt zu. Wenn man vor den feiernden auf großer Leinwand Videos von Israelis zeigen würde, wie sie beispielsweise in den Trümmern einer zerstörten Schule in Gaza tanzten (True Story), würden diese Menschen das auch noch feiern. Sind wir doch mal ehrlich; Sie wollen temporäre Freiheit, wir wollen langfristige Befreiung. Sie wollen vor der Realität flüchten, wir wollen uns den Umständen in den Weg stellen. Sie wollen dem Staat gehorchen, wir wollen ihn umkrempeln/abschaffen. Wir müssen niemanden abholen, der die Logik des Staates unterstützt. Abgrenzung ist der letzte Lichtblick.

„Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten, die Intoleranz nicht zu tolerieren“
- Karl Popper -

Klar, die Partei Die Linke, der Senat und die Bullen haben zu dem Chaos beigetragen , aber sie allein dafür verantwortlich zu machen, würde den Menschen die uns blockiert haben ihr eigenständiges Denken und ihre generelle Eigenverantwortung absprechen. Auch dieses Verhalten darf man kritisieren, und es ist sogar wichtig.
Dass die Party-statt-Randale-Strategie nun endgültig funktioniert hat heißt de facto, dass der Staat garnicht mehr selber eingreifen muss, um uns zu repressieren. Er schickt einfach ein paar Marionetten, lässt sie ungestört konsumieren und schon sind wir blockiert. Rechtsgesinnte und Senat lachen sich gemeinsam schlapp.
Die Partei Die Linke ist längst unterwandert, weil sie unfähig ist, sich von neoliberalen, kapitalistischen und rechten Ideologien abzugrenzen. Ist das noch Links oder kann das weg?
Klassenkampf ist gefragter denn je in dieser verrohten Gesellschaft. Bonzen und Spießer haben die Straßen Stück für Stück besetzt und zersetzt als ob die Stadt Krebs hat. Wo früher Grünflächen oder besetzte Häuser standen, steht längst psychisch belastende Architektur. Berliner checken.
Wo wir früher Freunde auf der Straße getroffen haben, sehen wir uns jetzt vor lauter Zugezogenen und Touris garnicht mehr. Orte, wo wir uns getroffen haben, wurden verdrängt. Die Vereinsamung nimmt gewaltig zu.
Und am meisten davon betroffen sind die Unterschicht und die Arbeiterklasse. Vor allen Frauen, BIPOC und Behinderte aus dieser Klasse. Und vor denen jene, auf die mehrere dieser Kategorien zutreffen.
Wir driften auseinander. Diesen 1. Mai literally. Die Demo-Blöcke wurden blockiert und getrennt, ein Sinnbild für unsere Gesellschaft. Auf der einen Seite Kapitalismus, Drogen, Party und TikTok, auf der anderen Menschen, die die aktuellen Zustände nicht länger hinnehmen wollen und btw für ein besseres Leben all derjenigen die im Weg standen kämpfen. Ist unsere Wut so süß und lieb geworden, dass sie sich mittlerweile trauen, saufend im Weg rumzustehen? Oder woran liegt es? Hätten sich letztes Jahrhundert auch Tausende saufende Jugendliche dem schwarzen Block in den Weg gestellt? Und wieso nicht? Den Rest müsst ihr euch denken. Wacht auf.

„Lieber stehend sterben, als auf den Knien leben.“
- Emiliano Zapata -

(Anmerkung:
Wir sind Demoteilnehmer und haben mit anderen Demoteilnehmern gesprochen. )

Sielwallhaus bleibt! - Keine Kürzungen bei der offenen Jugendarbeit! - Gegen den Rechtsruck!

Der rot-grün-rote Senat will das Geld für die offene Kinder- und Jugendarbeit zusammenstreichen. Das bedeutet weniger Angebote für alle. Das selbstverwaltete Sielwallhaus könnte sogar ganz dicht gemacht werden. Dabei ist das Haus ein wichtiger Raum für seine Nutzer*innen: offen, selbstorganisiert und nicht kommerziell. Wir wehren uns gegen die Kürzungen des Senats. Statt Schließung verlangen wir Zukunft.

Kommt mit uns zur Frauen JVA in Chemnitz – Zusammen gegen Knäste, Staat und Patriarchat!

Wir wollen am 31. Mai gemeinsam zur JVA nach Chemnitz fahren, um den Menschen im Knast zu zeigen, dass sie nicht alleine und nicht vergessen sind.

Knast bedeutet Isolation, Fremdbestimmung und Gewalt. Knast soll strafen, abschrecken und disziplinieren, damit Menschen sich wieder in die vorgegebene Gesellschaft einfügen. Knast ist dabei ein Mittel des Staates, die kapitalistische, rassistische und patriarchale Gesellschaftsordnung aufrechtzuerhalten, die soziale Probleme und gewaltvolles Verhalten erst hervorbringt.

Streiken - Desertieren - Sabotieren! Hinein in den Anti-Autoritären Block!

Am 8. Mai ist wieder bundesweiter Schulstreik gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Wir wollen uns als soziale Anarchist*innen und Räte-Kommunist*innen daran beteiligen und rufen zu einem anti-autoritären Block auf. Kommt mit uns um 12 Uhr am Augustusplatz auf die Straße. Wir sammeln uns bei der schwarzen Flagge.

Buchvorstellung: Indigene Kämpfe in den Americas

Radiointerview mit Michael Koch vom Tokata e.V. aus der Rhein/Main Region über Indgene Kämpfe in den Americas

Chaostage Kiel

Das ehemalige MFG 5 Gelände in Kiel Holtenau soll an die Bundeswehr verkauft werden 
Seit rund 12 Jahren ist dieser ort für die Zivilbevölkerung zugänglich und in dieser Zeit ist hier durch Eigeninitiative Ehrenamt und Zusammenhalt etwas anderes entstanden, das Kiel dringend braucht: Freiräume. 

Eine Baumbesetzung. Ein Jugendtreff. Ein Wagenplatz. Ein Skatepark. Orte für Familien, für Geflüchtete, für Jugendliche. 
Rückzugsorte, Safe Spaces, gemeinschaft. Ein stück Stadt, das nicht aus Beton und Konsum besteht, sondern aus Menschen. 

Jetzt muss all dies der Bundeswehr weichen. eigentlich sollten auf diesen Gelände über 2000 wohnungen gebaut werden, die Kiel dringend bräuchte

Die Stationierung von Offensivtruppen und die mitten in der Stadt befindliche Produktion schwerer Kriegswaffen, die immer weiter ausgebaut wird, gefährdet nicht nur die Zivilist*innen in Kiel. Krieg beginnt hier. Während sich Deutschland gegenüber denen abschottet, die vor der mörderischen Gewalt fliehen, töten und bedrohen Waffen aus Kiel Menschen weltweit. Sowohl die Türkei, als auch Israel begehen schwerste Menschenrechtsverletzungen bis hin zum Genozid – und dennoch liefert Deutschland weiter Waffen. 

Kommt nach Kiel am 30.05.2026

Es wird ein Protestcamp geben, organisiert und unterstützt durch ein breites Bündnis.

Werdet kreativ, verteidigt Freiräume, erkämpft ein Christiania 2.0 

Die Fläche liegt übrings dierket am Meer, also ein toller Ort um "Urlaub" zu machen.

Mit kämpferischen Grüßen 
Autonome Antifa 

 

 

 

 

 

Wütende Sponti am Abend des 1. Mai in Hamburg-Altona

Am Abend des 01. Mai ist in Hamburg-Altona eine wütende Spontandemonstration durch die Straßen gezogen.

SPD-Büro in Hamburg-Altona markiert!

Zur Feier des 1. Mai haben wir in Hamburg Ende April der SPD in Hamburg-Altona einen Besuch abgestattet.

Warum engagierst du dich eigentlich politisch?

Auf die Frage des Titels folgen zumeist Antworten wie „Weil der Kapitalismus/ whatever überwunden werden muss!“. Es gibt viele gute Gründe sich politisch zu engagieren, aber wir denken, dass das Wahrnehmen von Missständen wie dem Kapitalismus nur einen Teil der Frage beantwortet. Immerhin gibt es zahllose Menschen, die ebenfalls von dem herrschenden System oder Teilen von diesem abgefuckt sind, aber höchstens Wählen gehen. Was braucht es also noch, um politisch aktiv zu sein? Und warum ist das auch abseits von Mobilisierung und Organisierung relevant?

(B) Angriff auf KI-Überwachungstechnologie

In den frühen Stunden des 28. April besuchten wir den REWE Supermarkt an der Ecke Schönhauser Allee/Milastr. in Berlin und zerstörten mit Hammer und Steinen die Scheiben.

Es ist nicht irgendein Supermarkt, sondern eines der Testlabore des Lebensmittelhändlers REWE, wenn es um die Einführung neuer Kassentechnologien geht. Vor der Tür steht ein Schild mit einer ungewöhnlichen Info: Dieser Markt nutze keine Gesichtserkennung. Im ersten Moment ist nicht klar, warum dieses Schild dort auf der Straße steht, immerhin sollte das bei den meisten Supermärkten der Fall sein. Doch wer in diesem Supermarkt einkaufen geht, wird die Bedeutung des Schildes schnell erkennen.

subMedia

Sub.Media ist ein internationales, anarchistisches Medienkollektiv, das auf mehreren Kontinenten aktiv ist. Mit unseren hunderten Videos, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden, tragen wir dazu bei, Kämpfe weltweit zu verbinden und zugänglich zu machen.

Ab sofort sind wir auch auf Deutsch verfügbar.

Tausende Menschen im antiautoritären/ anarchistischen Block auf der revolutionären 1.Mai Demo 2026 – Widerständige Pyroparty auf der Oranienstraße & regierungsfreundliches Framing in den Medien

 

Heute ist kein Feiertag, heute ist Kampftag! Mit zwei Stunden Verspätung setzte sich der antiautoritäre/ anarchistische Block kraftvoll um 20 Uhr in Bewegung. Es zeigt sich, dass autonome Konzepte ein ungebrochener großer Anziehungspunkt für tausende junge und ältere Menschen sind und eine Alternative zu den dogmatischen Ideologien von K-Gruppen, ethnisch oder religiös geprägten Gruppen bilden. Als es nach langer Wartezeit endlich losging, wurde ein großer schwarzer Block gebildet, der voll vermummt und gut organisiert dem autoritären Normalzustand eine Absage erteilte. Mit Regenschirmen und durchgehenden Seitentransparenten wurde sich erfolgreich vom Partyvolk abgegrenzt, welches zum Teil die Demostrecke blockierte. Auf der Oranienstraße entwickelte sich durch nur ein langsameres Vorankommen eine massive Pyroparty mit dutzenden Bengalos, Rauchfackeln, Silvester-Batterien und Böllern. Als der Block nach 1 ½ Stunden den Rio-Reiser-Platz erreichte, war die Nacht schon hereingebrochen und es gab den ersten Kontakt mit den Polizeischergen der Hundertschaften. Die Bullen wurden mit reichlich Hass empfangen und kurz mit Böllern eingedeckt. Durch die massive Blockierung von Suff- und Partytouristen und Aufziehen eines massiven Polizeispaliers wurde der breite und massive Frontblock auf dem Weg zum Görlitzer Bahnhof in die Länge gedrückt und stand ab dem Görlitzer Bahnhof unter polizeilicher Kontrolle. Die Polizei versuchte hektisch mit Kameras Straftaten einzufangen, scheiterte jedoch an dem professionellen Sichtschutz des Blocks. Durch die starken Verzögerungen wurde die Demoroute durch Neukölln auf dem Weg zum Südstern stark verkürzt. Erst gegen Mitternacht, nach 5 Stunden, erreichte der Block seinen geplanten Zielort. Am Südstern versuchten die Bullen durch den Klau von den Seitentransparenten verzweifelt eine letzte Eskalation hervorzurufen. Vor den Kameras der Medienschaffenden versuchten sie mal eine Rechtfertigung für ihre Gewalt zu provozieren. Die Bullen hatten sich jedoch während der Demo im Vergleich zu anderen Jahren auffällig zurückgehalten. Im Vergleich zu anderen Jahren gab es fast keine Festnahmen. Auch ein auflösender Angriff auf den Frontblock wurde im Gegensatz zu anderen Jahren nicht durchgeführt. Als vorläufige Bilanz kann, gesagt werden, dass die Pyro-Party auf der Oranienstraße und die Zusammenkunft eines so großen schwarzen Blocks ein voller Erfolg waren. Die Szenerie war unglaublich schön und kraftvoll, auch wenn die Hauptstadt-Presse zu beschränkt war, die Bilder angemessen einzufangen. Die Kraft dieses Moments zeigt, dass es möglich ist, sich dem massiven Polizeiaufgebot und polizeistaatlichen Überwachungsmaßnahmen entgegenzusetzen.

STELLT EUCH VOR

Themen: 
Globalisierung
Ökologie
Weltweit

Gefängnis- und Psychiatriekritik gehören zusammen

Österreich steht seit Jahren wegen der Unterbringung im Maßnahmenvollzug (§ 21 StGB) unter massiver Kritik, weil sie nicht menschenrechtskonform ist.

Es muss sich etwas verändern - wir dürfen alle die unter solchen autoritären Institutionen leiden nicht vergessen. Gegen Gefängnisse und eine Gesellschaft die sie benötigt ! Für ein Leben in Freiheit und Solidarität!

Größte revolutionäre 1.Mai Demo in Stuttgart mit 2300 Teilnehmenden

600 bei Antikapitalistischem Block auf DGB-Demo +++ Polizei hält sich mit Großaufgebot im Hintergrund +++ Pyrotechnik am Rande +++ Solidarität mit Cuba, Rojava und Palästina +++ militante Aktionen im Vorfeld

Der Tag begann mit einem kämpferischen antikapitalistischen Block auf der DGB-Demo. 600 Menschen aus verschiedenen Betrieben und Branchen, machten klar dass Sozialpartnerschaft keine Perspektive hat. In kurzen Redebeiträgen berichteten verschiedene Beschäftigte von den Auswirkungen des Sozialabbaus auf ihre Jobs und andere Bereiche des Lebens. Sie verharrten dabei nicht in Zustandsbeschreibungen, sondern zeigten sich kampfbereit: gegen ihre Profite! Klar wurde: trotz der sozialpartnerschaftlichen Führung lohnt es sich, die Gewerkschaften, allen voran die Basis, nicht aufzugeben!

Spontandemonstration durch die Bonner Altstadt am 01.Mai

Nach der 01. Mai Demonstration vom DGB haben sich 80 Internationalist:innen und Revolutionär:innen mit einer spontan Demonstration die Straße genommen. Wir brauchen nicht den Staat oder die Bullen, die uns sagen wie wir am 01.Mai zu Demonstrieren haben!

 

der post: Warum engagierst du dich eigentlich politisch?

der post: 

Warum engagierst du dich eigentlich politisch?

 

wurde fälschlicherweise gelöscht - wir bitten darum den beitrag noch mal zu posten

 

das aktuelle mod-kollektiv 

Neurodivergenz im Gespräch mit dem Anarchismus

 Der vor Ihnen liegende Artikel wird aus der Perspektive einer jungen weißen, autistischen, psychisch kranken Trans-Person vorgetragen. Diese Person hat Erfahrungen mit Behindertenfeindlichkeit, Missbrauch und Vernachlässigung in der Kindheit, Queerphobie, etc. Ich bin diese Person, die erklären wird, was Neurodiversität für uns in Gesprächen über neurodivergente Akzeptanz und Behindertenfeindlichkeit bedeutet und warum die Idee des Anarchismus ein möglicher Schlüssel zu einer anti-ableistischen Gesellschaft ist. Ich werde auch die Intersektionalität der Erfahrungen anderer Menschen diskutieren und warum die neurodivergente Erfahrung jedes Mal anders sein wird. In diesem Beitrag versuche ich zu erklären, warum die anarchistische Philosophie das richtige Modell ist, um das ableistische System, in dem wir heute leben, abzubauen, indem ich das Konzept der Neurodiversität erkläre, Beispiele für Behindertenfeindlichkeit und Diskriminierung anführe und dann darstelle, was die Philosophie des Anarchismus wirklich ist.

 

SzeneRotz Ausgabe 16 ist raus!

Eine neue Ausgabe des antiautoritären Magazins für Hannover und darüber hinaus ist raus! Zu lesen auf https://szenerotz.noblogs.org/ oder direkt als PDF im Anhang an diesen Beitrag.

Die barrierefreie Version der Ausgabe erscheint demnächst auf der Website.

[B] Offene Versammlung gegen die KI-Videoüberwachung in unserer Stadt // Open Assembly against the AI video surveillance of our city

8. Mai 2026 – 18 Uhr

Rigaer Straße 94 (bei Kadterschmiede klingeln)

 

In den nächsten Monaten soll in allen „kriminalitätsbelasteten“ Orten, den sogenannten kbOs, in Berlin KI-Überwachung installiert werden, die die Menschen in Schach halten soll und bei „verdächtigem“ Verhalten automatisch die Cops alarmiert.

INFO: Gesa-Trasse am Görli, Zivibullen Mobs, Absperrgitter, Bodycams und Drohnen gegen die Revolutionäre 1. Mai Demo

Gefangenen-Sammelstelle-(Gesa)-Trasse am Görli?

Einen Tag vor dem 1. Mai verdichteten sich Hinweise, dass die Bullen womöglich vorhaben eine Massen-Abfertigungs-Stelle für Festgenommene zwischen Spreewaldplatz bis zum 1. Eingang zum Görli einzurichten. Ein komplettes Areal ist da mit großen Gittern eingezäunt worden. Dahinter sind weitere Absperrgitter – Hamburger Gitter – deponiert. Und bayrische Bullen bewachen den eingezäunten Bereich.

Geleakt wurde, dass dieser abgesperrte Bereich für die Öffentlichkeit als „Pufferzone“ tituliert werde, in dem die Bullen Personalien von „auffälligen Demonstranten“ würden.

Zusätzlich sind inzwischen fast alle Eingangstore zum Görli entlang der Demostrecke in der Wiener Straße von den durch eine von den Bullen beauftragte Handwerks-Firma zusätzlich abgezäunt worden: am Eingang Ohlauer Straße, am Eingang Liegnitzer Straße und am Eingang Glogauer Straße. (FOTOS SIEHE UNTEN)

Zivibullen Mobs am 1.Mai?

Schon im Vorfeld der queer-feministischen Demo am 30.04. hatte sich laut dem Aktionsticker ein großer Mob von circa 30 Zivibullen in möglichst unaufälliger Durchschnittsbürger*innen-Bekleidung am Hermannplatz zur Einsatzbesprechung versammelt. Und das waren jetzt nicht die bekannten Gesichter jener Zivibullen, deren Fotos sowieso schon überall kursieren.

Diese Zivibullen sind dazu da, tatsächlich möglichsts unauffällig in den Massen am Rande oder inmitten mitzulaufen, um Personen zu verfolgen und zu identifizieren mit dem Ziel der Festnahme. (FOTOS SIEHE UNTEN)

Absperrgitter auf der Demostrecke – aber nur am Anfang?

Die gestapelten – auch als „Hamburger Gitter“ bekannten – mobilen Absperrgitter, die ineinander verhakt werden können um teils ganze Straßenzüge abzusperren, wurden überwiegend zum Beginn der Demostrecke am Oranienplatz, an den Kreuzungen über die Oranienstraße und die Wiener Straße bis zum Görlitzer Park an der Abkreuzung Ohlauer Straße gesichtet.

(FOTOS SIEHE UNTEN)

Wie die Bullen am 1.Mai die Absperrgitter in der Oranienstraße aufstellen will, wird sich zeigen, denn ein Sprecher der Bullen ließ bereits in der Presse vermelden, dass es schwierig werde, in diesen engen Straßen Demonstrationsteilnehmer*innen und Bevölkerung auseinanderzuhalten.

Auf dem Teil der Demostrecke über die restliche Wiener Straße am Görlitzer Park vorbei und dann in der Glogauer Straße und der Pannierstraße bis zur Sonnenallee sind keine Hamburger Gitter abgestellt.

Abgestellte Gitter-Stapel wurden dann erst wieder massiv an zwei Hotspots in der Sonnenallee, nämlich an den Kreuzungen der Sonnenallee mit der Pannierstraße und der Reuterstraße gesichtet, und ein einsamer Stapel auf der Höhe Sonnenalle Nummer 25.

Aber im weiteren Verlauf der Demoroute in der gesamten Karl-Marx-Straße, bis zum Hermannplatz und über die Hasenheide bis zum kompletten Areal des Abschlussorts der Demo, dem Südstern, sind ebenfalls keine Bullen-Absperrgitter abgestellt worden.

Auf dem Hermannplatz, etwas abseits der konkreten Demostrecke, stehen lediglich zwei kleine Stapel links und rechts vor dem Haupt-Eingang von Galeria Kaufhof.

Warum die Bullen ihr Absperrgitter-Arsenal nicht bis zum Abschlussort der Demo am Südstern durchgeplant haben, entzieht sich jeder Kenntnis, denn in der Vergangenheit waren sie immer sehr fixiert auf Festnahmen und Prügeleien bei den Abschlusskundgebungen, insbesondere am Südstern.

Frauen bildet Banden!

Am Vorabend zum 1. Mai haben wir uns in Heidelberg mit Pyrotechnik und feministischen Parolen selbstbestimmt die Straße genommen.

Als Frauen erfahren wir täglich Gewalt und werden so in patriarchale Rollen gezwängt. Dieser Rolle im Kapitalismus müssen wir uns zur Wehr setzen. 

Wir lassen uns nicht kleinhalten! Es gilt, sich zusammenzuschließen, um zu protestieren wann wir wollen und wie wir wollen!

Frauen bildet Banden - Ziele sind vorhanden!

Für den Sozialismus, Frauen heraus zum 1. Mai!

[KA] Übung „Orange Road“ zu unserem Schutz? Transpis aufgehängt.

Im Gebiet zwischen Karlsruhe und Heidelberg verlief vom 10. bis 30.04. die Bundeswehrbübung „Orange Road“ der Feldjäger. Die Übung erfüllt auch den Zweck der Gewöhnung an militärische Präsenz. Der Kriegsfall soll schrittweise normalisiert werden. Deshalb haben wir Transparente mit der Aufschrift „Bundeswehr raus aus Karlsruhe“ und „Schulstreik gegen Wehrpflicht – Fick die Bundeswehr“ aufgehängt.

Hambi Update, 30. April 2026 [DEU/ENG]

 

EIN UPDATE AUS DEM WALD:

 

Kürzlich hatte die Besetzung des Hambacher Waldes ihren 14. Geburtstag. Feierlich brannten zu dieser Gelegenheit die Barrikaden und es wurde (wie früher) ein paar Runden „Chaos Ball“ gespielt.

 

Die Geburtstagsfeier fand statt inmitten der Hambi (Re)Building Days. Das 10-tagige Event war ein Anlass der viele von uns zurück in den Wald brachte, lange waren wir hier nicht mehr so viele. Während der Tage wurden Strukturen abgebaut, andere renoviert und ein Container voll Müll entsorgt, der nicht im Wald verbleiben soll. Wir senden einen warmen Dank an alle die auf die eine oder andere Art an diesem großartigem Beitrag beteiligt waren. Vielleicht ist dies der Anfang einer neuen Zeit für diesen Ort.

 

In Zeiten geopolitischer Krisen und einer sich immer weiter zuspitzenden Energiekrise ist die deutsche Ökonomie unter erneutem Druck lokale fossile Energien bereitzustellen. Wir hören also die Regierung (wieder einmal) über das Verzögern des Kohleausstiegs. Die einzig sinnvolle Reaktion darauf ist es die Barrikaden hoch zu stapeln, unsere Baumhäuser dick genug zu dämmen, so dass sie noch viele Winter standhalten. Mit dem Hambi besetzen wir ein riesiges Reservoir Braunkohle und so lange der Kapitalismus andauert wird der Wald niemals sicher sein.

 

Trotz aller Höhen und Tiefen des Ortes ist der besetzte Wald nie einen Kompromiss mit dem Staat eingegangen. Der Wald bleibt eine der größten autonomen Zonen, die wir als antikapitalistische & radikal ökologischen Bewegung ausleben können. Tausende von uns haben über die Jahre für den Hambi gekämpft. Lasst uns immer fortfahren mit dieser einzigartigen Möglichkeit uns hier zu treffen, nah mit den Bäumen zu leben und den Kampf in den kommenden Jahren weiter gehen zu lassen.

 

Mit diesen Worten laden wir euch ein zu den Hambi (Re)Building Days #2, 18.-24. Juni 2026.

 

Lang lebe der Hambi!

Einige Waldwesen

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UPDATE FROM THE FOREST:

 

Recently the occupied Hambacher Forest celebrated its 14th birthday. The occasion was met with flaming barricades and a few rounds of a game which the people here call “chaos ball”.

 

The birthday took place in the middle of the Hambi (Re)Building Days, and there were more of us here during the 10-day event than in quite some time. Structures were deconstructed, others were renovated, and one container was filled with old trash. We extend a warm thank you to everyone who contributed to this great effort in one way or another. Maybe it will be the beginning of a new phase for the place.

 

During times of ever-spiraling energy crises and geopolitical conflicts, the German economy faces renewed pressures for inputs of local fossil fuels. We hear the government talking (yet again) about extending the coal-exit. The only sensible response is to stack our barricades high, and insulate our treehouses thick enough for many more winters to come. Sitting on top of huge reserves of brown coal, the Hambi will never be safe for as long as capitalism continues.

 

Amidst the ups and downs of this place, the occupied forest never compromised with the state. It remains the largest autonomous space which the broader anti-capitalist/radical ecological movement in the German territory has to play with. Thousands of us have fought over the years to defend and maintain the Hambi. Let’s continue to enjoy this precious opportunity to come together, live close to the trees, and keep up the fight for years to come.

 

In this spirit, we invite you to the Hambi (Re)Building Days #2, June 18-24, 2026.

 

Long live the Hambi!

Some forest critters.

[S] Stadtverschönerung in Stuttgart

Wir haben gestern im Suttgarter Süden auf den 1. Mai aufmerksam gemacht

In Aue stinkt's gewaltig! Immobilien der Freien Sachsen vor dem 1. Mai angegriffen

Gestern Nacht haben wir zwei Immobilien der faschistischen Freien Sachen in Aue mit literweise Buttersäure angegriffen. Unser Hauptziel war die Kneipe "Sachsentreff zum Kronprinz" sowie der anliegende Wettiner Platz, auf dem morgen die Abschlusskundgebung der Nazidemo der Freien Sachsen mit einem Konzert und "Bürgerfest" enden soll. Dabei blieb auch das neue kleine Häuschen der Faschopartei am Brünlasberg nicht verschont.

 

Staatskritik

Gegen den Staat zu sein, erscheint aus linker Perspektive kinderleicht. Wir müssen uns aber eingestehen, dass es nicht mehr so einfach ist den Staat zu kritisieren wie zum Zeitalter des Manchesterkapitalismus von 1780 bis 1920. Einen Staat der Kinderarbeit erlaubte, Menschen verhungern ließ und der jeglichen Widerstand, in Form von Protesten und Streiks, niedergeschossen hat, war offensichtlich dazu da die Reichen zu schützen. Die Analyse ist heute, nach zwei weiteren industriellen Revolutionen und mehreren politischen Reformbewegungen, nicht mehr ganz so einfach formulierbar.[1] Nach all diesen Veränderungen ist es schwierig eine vollumfassende und geradlinige Staatskritik auszuarbeiten, ohne einseitig zu wirken und Widersprüche wegfallen zu lassen. Wir glauben aber, dass es fortwährende Probleme gibt, die der Struktur des Staates zu Grunde liegen, also durch diesen verursacht werden. Mit diesem Text wollen wir einen Input geben, der über die wirtschaftliche Kritik am Staat hinaus geht, die in Teilen der linken Szene vorherrscht.

 

Den Text findet ihr als Broschüre weiter unten.

[S] Turkish Airlines markiert - Heraus zum 1. Mai!

In der Nacht auf den 30. April haben wir den Sitz von "Turkish Airlines" am Kronprinzplatz in der Stuttgarter Innenstadt, der auch Startpunkt der diesjährigen revolutionären 1. Mai Demo ist, in den Farben gelb, rot und grün markiert: Die Farben der kurdischen Befreiungsbewegung und des revolutionären Projekts Rojava in Nord-Ost Syrien, das für Frauenbefreiung, Selbstorganisation und für ein multi-ethnisches Zusammenleben steht. 

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