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Bremen: LKWs der Bundeswehr abgefackelt

Anlässlich der Nato-Sicherheitskonferenz in München haben wir in der Nacht zum 17.02.2019 in Bremen zwei Schwerlasttransporter der Bundeswehr abgefackelt. Wir zündeten beide Fahrzeuge an den vorderen Reifen an. Umstehende zivile LKW befanden sich in ausreichender Distanz.

Bremen: LKWs der Bundeswehr abgefackelt

Anlässlich der Nato-Sicherheitskonferenz in München haben wir in der Nacht zum 17.02.2019 in Bremen zwei Schwerlasttransporter der Bundeswehr abgefackelt. Wir zündeten beide Fahrzeuge an den vorderen Reifen an. Umstehende zivile LKW befanden sich in ausreichender Distanz.

Neonazi-Burschenschaft „Normannia“ vor der Auflösung

Normannia beim Basteln von "Roter Baron"

Vom 22. bis zum 24. Februar wollen sich Mitglieder der neonazistischen Burschenschaft "Normannia" in Jena und Kahla treffen, um formell die (vorläufige) Einstellung aller Aktivitäten zu beschließen. Die "Normannia" galt lange als Bindeglied zwischen rechtskonservativen Studierenden und der Neonaziszene. 

Solidarität mit #Lausitz23 - lieber Haft als Kohlekraft

Regionen: 
Leipzig
Themen: 
Freiräume
Globalisierung
Ökologie
Repression
Soziale Kämpfe
Am heutigen Morgen, des 20.Februar 2019, haben wir in Form einer Kleingruppen-Aktion einen Bagger im Mitteldeutschen Braunkohle Revier besetzt. Mit unserer direkten Aktion möchten wir nicht nur Kohle-Infrastruktur blockieren, wir zeigen uns vor allem solidarisch mit den immer noch 3 inhaftierten Aktivisti der #Lausitz23 und Eule. Es ist uns wichtig klar zu zeigen, dass weder ansteigende Repressionen, noch eine verschobene öffentliche Debatte unseren Kampf für Klimagerechtigkeit eindämmen können. Repression schwächt uns nicht. Im Gegenteil sie deckt die Absurdität von Straflogik auf und bestätigt uns in unserem Handeln.

Stille SMS: Bundesverfassungsschutz pingt im Geheimen

Das Bundesinnenministerium hält erstmals unter Verschluss, wie oft der Bundesverfassungsschutz die "Stillen SMS" versendet

Stelldichein zwischen Verfassungsschutz und Kapital direkt am Rosenthaler Platz

Stelldichein zwischen Verfassungsschutz & Kapital direkt am Rosenthaler Platz

Am 27. März treffen sich führende Extremismustheoretiker_innen, inklusive dem neuen Präsident des Bundesverfassungsschutzes Thomas Haldenwang, und Vertreter_innen kapitalistischer Großunternehmen wie RWE, BASF und der Telekom mitten in Berlin, um über eine steigende Gefahr für Sicherheit und Reputation von Unternehmen durch Extremismus zu sprechen. Am 26. März gibt es ab 19 Uhr ein gemütliches Stelldichein der Lobbyist_innen und Staatsschützer_innen nahe dem Rosenthaler Platz im Sodom und Gomorra (Torstr. 164, 10115). 

 

Solidarietà arresti Torino e Trentino

Complicity against your borders

Solidarity to all the arrested in Torino

Demo gegen den Polizeikongress 2019

Rund 1500 Menschen beteiligten sich am Sa, den 16. Februar 2019 an der Demonstration gegen den europäischen Polizeikongress.
Eine Fotoseite unter: https://umbruch-bildarchiv.org/demo-gegen-den-polizeikongress/

(HDH) Haus von Günter Wagner markiert

In der Nacht vom 18. auf den 19.02 haben wir in Heidenheim das  Wohnhaus von Günter Wagner im Eichenweg 24 mit Farbe markiert.

Günter Wagner ist der Geschäftsführer der  Congress&Event Heidenheim GmbH, welche nun schon zum zweiten mal die Stadthalle an die AFD für Ihren Landesparteitag vermietet. Er scheint mit dem AFD Parteitag keinerlei Probleme zu haben, er ist vielmehr Stolz darauf dass das Congress Center schon im letzten Jahr ein „guter Dienstleister“ gewesen sei und  freut sich „über die zufriedenen Kunden“.

Wie in weiten Teilen der Heidenheimer Stadtverwaltung  scheint auch bei Ihm eine kritische Auseinandersetzung mit der AFD völig auszubleiben. Ob er allein aus betriebswirtschaftlichen oder ideologischen Gründen diesen Parteitag gerne bei sich haben möchte, ist zweitrangig. Für uns steht fest, das alle die versuchen an der AFD und dem gesellschaftlichen Rechtsruck  zu verdienen, mit unserem Widerstand zu rechnen haben.

Diese Aktion ist auch als Warnung an alle zusehen welche die AFD bei den kommenden Kommunal- und Europawahlen unterstützen.

Keine Ruhe der AFD und ihren Unterstützern!

Den Wahlkampf der AFD sabotieren!

Das Ende einer Besetzung

Am 15. Januar 2019 wurde das “Black Triangle” im Leipziger Süden geräumt. Seit Juni 2016 war es besetzt.Zu den dortigen Konflikten wurde in diesem Demonstrationsaufruf einiges geschrieben, dies soll hier nicht vertieft werden. Auch eine Reaktion auf den Aufruf, die es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt, sei hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Vielmehr möchte dieser Text in Erinnerung rufen, in welcher Zeit das “Black Triangle” entstanden ist.

[rmk] besuch beim rechten hetzer stephan schwarz

heute haben wir dem rechten hetzer stephan schwarz, der seit 2013 im vorstand des afd-kreisverbands und seit 2014 im regionalparlament sitzt, einen besuch zuhause abgestattet. stephan ist wohnhaft in schwaikheim und stellvertretender sprecher der jungen alternative in baden-württemberg. er hatte aber schon als sachbearbeiter im jobcenter freude daran nach unten zu treten. vor rund 1 woche hat er dann einen parteiinternen afd-vortrag moderiert, bei dem sich die rassisten & chauvis gegen angebliche maßnahmen des sogenannten “verfassungsschutzes” vorbereitet haben – zusammen mit dem in solchen fragen erfahreren rechtsanwalt und ex-bundesvorsitzenden der “republikaner” rolf schlierer.

 

 

 

(B-BB) Brandenburg Calling! Gegen den rechten Aufmarsch in Templin am 25.02.

Am Montag den 25.02. rufen völkische NationalistInnen zum Aufmarsch nach Templin.
Gegen die zunehmende Hetze der AfD, nächtliche Farbanschläge und den rechten Aufmarsch setzt sich ein lokales antifaschistisches Bündnis zur Wehr. Wir werden die Genoss*innen vor Ort bei ihrem Kampf gegen die Rechten unterstützen und reisen gemeinsam nach Brandenburg.

Treffpunkt: 25.02, 17:20 Uhr Parkplatz Kurpark Templin (Feldstraße Ecke Schreberweg)

Treffpunkt für die gemeinsame Anreise mit dem Zug aus Berlin: 25.02, 15:40 Uhr am Bahnhof Ostkreuz (Gleis 14)

Der Gegenaufstand wird scheitern. Ein Interview zu der Bewegung in Frankreich

Das Interview mit den Gefährten aus Paris:

Wie ist die Situation im Moment?

Die gelben Westen sind stärker denn je.

Könnt ihr uns einen kurzen Überblick über die letzten Wochen in Paris geben?

Am 22. Dezember zog eine Demo von Montmartre in Richtung der Champs-Elysées, schaffte es geschickt durch die Polizeilinien und randalierte dort. Trotz dieses taktischen Sieges wurden die offiziellen Zahlen für diesen Tag sehr niedrig angesetzt, und die Menschen neigten dazu, den Zahlen des Staates und seiner Medien zu glauben, auch wenn sie nicht stimmten. Es sollte dann eine Demo zum Jahreswechsel geben, aber es gab zu viele Touristen, und sie wurde an diesem Tag von Tausenden von Menschen auf den Champs-Elysées förmlich ertränkt. Dies veranlasste die politischen Entscheidungsträger, arrogant zu behaupten, dass die Bewegung im Sterben liege, dass ihre Anzahl schrumpfte und so weiter. Aber die Intensität der Mobilisierung am 5. Januar überraschte alle. Es war ein neuer Höhepunkt der Gewalt, mit heftigen Auseinandersetzungen im noblen Viertel St. Germain – ein Weihnachtsmarkt wurde zerlegt und in Barrikaden umgewandelt, der berühmte Boxer Christophe Dettinger verprügelte einen Polizisten auf einer Brücke nahe der Nationalversammlung, etc. Der Polizeiapparat versagte, aber es gab auch viele, viele Verletzte.

In der Organisation im Vorfeld der Demonstration am Samstag, den 12. Januar, entstand eine Art Spaltung innerhalb der Gilets Jaunes. Die eine Seite forderte, dass die Menschen nach Bourges, das sich genau in der Mitte Frankreichs befindet, kommen sollten, um alle an einem Ort zusammenzubringen, während die anderen forderten, dass die Menschen wieder nach Paris zurückkehren sollten. Glücklicherweise gingen viele zu den beiden Orten: Achttausend Menschen kamen in Bourges an, wo ein Riot stattfand, und zwanzigtausend Menschen kamen in Paris an den Start. Die offiziellen Zahlen besagen, dass der 12. Januar die bisher höchsten Zahlen für die Bewegung sah (zehntausend Menschen kamen zum Beispiel in Toulouse zusammen).

Adbusting gegen den Europäischen Polizeikongress 2019

Als Protest gegen den Europäischen Polizeikongress erschienen heute Morgen in Nähe des bcc-Gebäudes mehrere Adbustings.
Auf den Postern ist Folgendes zu lesen:

 

  "EU POLIZEIKONGRESS - EIN TREFFEN ZUM AUFRÜSTEN UND ABSCHOTTEN"

Kalifat und Barbarei (dritter Teil)

Diese Übersetzung hat aus diversen Gründen länger gedauert als geplant. Der Text wurde ursprünglich im Juli 2016 geschrieben und ist somit nicht mehr brandaktuell.

Dieser Text folgt auf den Text „Kalifat und Barbarei“ und verlängert ihn, einen Text, der in zwei Teilen im November und Dezember 2015 auf dem Blog DDT21 [und in Buchform bei bahoe books 2016] veröffentlicht worden ist, es geht dieses Mal weniger um den Islamischen Staat selbst und mehr um das Schicksal seiner unmittelbaren Nachbarn, die syrischen Rebellen, die kurdischen Kräfte oder Bewohner, die aus dieser Zone des Chaos fliehen wollen.

Das andere Chiapas

Wenn von dem südmexikanischen Bundesstaat Chiapas die Rede ist, denken viele an die ehemalige Guerillagruppe EZLN oder die indigenen Gemeinden der Tzo Tziles, der Maya-Bevölkerung in den Bergen. Doch Chiapas ist mehr und es teilt, egal ob MehrheitsmexikanerIn oder Indigena, häufig ein gemeinsames Schicksal: Armut und Verlassen-Sein. re:volt-Autorin Jazmin Martinez mit einem Einblick über ihre Heimat, Mythen und Realitäten.

Ein Abend in der Rigaer

 Die Demo gegen den Europäischen Polizeikongress war ein gelungener Auftakt für einen Sommer, in dem wir noch öfter durch diese Straßen ziehen werden, verabredet, organisiert oder autonom.

Die offensichtliche Deeskalationstaktik der Bullen war eine der möglichen Strategien, die wir seit mehreren Monaten auch hier in der Rigaer Straße beobachten.

Hoch motiviert mit der Energie, die Menschen von der Demo mit nahmen, hat es einige in den düsteren Straßenzug zwischen Dorfplatz und Zellestraße verschlagen, wo die Laternen pünktlich ausgingen.

 

 

 

 

Die Modernisierungskralle am Hals

Dieser Text ist unserem Nachbarn Hartmut Urbach gewidmet, der am 13.02.2019 leblos in seiner Wohnung aufgefunden wurde!

Die Modernisierungskralle am Hals

Unser Haus einfach erklärt

Unser Haus - ein überdimensioniertes Schlafsilo, erbaut 1965 - hat eine lange Vorgeschichte, die niemanden interessiert. Was sich aktuell zuträgt, aber vielleicht schon. Nach Jahren des Dahinvegitierens als Schrottimmobilie und meist bietend verscherbelt, soll aus einer grottenhäßlichen Ente ein schöner Schwan werden. Vor Urzeiten nannte man einen solchen Vorgang Zauberei, heute ist das eine Modernisierung. Selbst wenn hier fünfstellige Summen im oberen Bereich investiert werden würden, wäre das Haus immer noch ein Fall für die Abrißbirne, weil nur zwei Aufzüge und ein Fluchttreppenhaus bei 118 Wohnungen!

Ende 2005
Erneuerung der Lüftungsanlage, ausgeführt von der Firma Alba. Wie sich später herausstellte, handelte es sich dabei um eine Asbestsanierung in ca. 100 Wohnungen, die die damalige Hausverwaltung GSW gegenüber den Mietern nicht ankündigte.

Anfang 2013
Verrostete Säulen des Eingangsbereiches mit Tonnen schwerer Überdachung. Fotodokumentierte Mängelmeldung wurde einen Monat von der Hausverwaltung ignoriert. Einschaltung des Bauaufsichtsamtes, Verkehrssicherheit des Eingangsbereiches wurde daraufhin innerhalb einer Tagesfrist wieder hergestellt, erst Monate später wurden die Stahlsäulen saniert.

09.10.2018
Ortstermin mit Gesundheitsamt wegen rattenverseuchter Fassade bis zum 15. Stockwerk.

01.11.2018
Horrormäßige Modernisierungsankündigung von DW in den Briefkästen. Zig Posten wurden als umlagefähige Modernisierungsmaßnahmen deklariert, sind aber als Instandsetzungsmaßnahmen zu betrachten - eben der weitverbreitet praktizierte Etikettenschwindel. Viele Mieter haben trotz großangelegter Asbestsanierung in allen Wohneinheiten (Strangsanierung) keinen Anspruch auf eine Umsetzwohnung über die gesamte Bauzeit. Zugestanden werden in der Ankündigung lediglich "temporäre Ausweichquartiere" - etwa in billigen, verranzten Absteigen? Unterm Strich haben wir es mit einer Komplettsanierung zu tun, da wie oben schon angedeutet, im Haus über Jahre hinweg gar nichts gemacht wurde, außer der üblich anfallende Kleinkram.

27.11.2018
Erster Feuerwehr- und Polizeieinsatz wegen großflächigen Rißbildungen an tragenden Betonstrukturen im Tiefkeller. Wäre auf akut erkannt worden, dann sofortige Evakuierung und Unterbringung aller Mieter in Notunterkünfte.

04.12.2018
Von DW einberufene Mieterversammlung. Ein Mieter wurde während der Veranstaltung von einem Anzugträger als "frech und unverschämt" beleidigt, weil er es wagte in Zweifel zu ziehen, daß die angekündigte Bauzeit zur Fertigstellung ausreicht. Alle Baustellen von DW werden gnadenlos überzogen, weiß mittlerweile jeder Depp. Eine andere Mieterin wurde von einem Security-Gorilla am Eingang des Veranstaltungsortes brüsk abgewiesen, weil sie von der Arbeit kommend, eine viertel Stunde zu spät eintraf. Selber schuld, die beiden... wer rennt auch zu so abgewichsten Verkaufshows und läßt sich von aalglatten Profitmaximierern die Tasche voll labern? Ganz nach Großgrundbesitzermanier war selbst eine verläßliche Aussage zu Mietminderungsansprüchen nichts zu vernehmen.

"Wir gewähren, ihr habt zu akzeptieren!"

Ach, ja... während der "Veranstaltung" stellte sich heraus, daß die Pläne zur Modernisierung schon seit dem 01.01.2002 in den Schubladen des Planungsbüros SPP GmbH liegen.

21.01.2019
Stadtweiter Versand unseres "Offenen Briefes an die GSW Immobilien GmbH und Deutsche Wohnen". Im letzten Abschnitt heißt es:

"Abschließend die unmißverständliche Erklärung an Sie, daß ab sofort und ohne Vorwarnung die zuständigen Behörden eingeschaltet werden, sollte weiterhin festgestellt werden, daß Sie Ihren Pflichten nicht nachkommen, Mängelanzeigen ignorieren oder im Zuge der Modernisierung Mietparteien auf ungebührliche Weise schikanieren sollten."

23.01.2019
Bohrarbeiten ohne jegliche Schutzmaßnahmen in 15 Etagenfluren ausgeführt. Von DW beauftragte Firmenmitarbeiter verweigerten ein klares Statement zu der einfachen Frage, ob im Haus Asbestbeprobungen stattfinden. Folge: zweiter Polizeieinsatz wegen Verdachts der Asbestkontamination des gesamten Haus.

25.01.2019
Dritter Polizeieinsatz, diesmal trat das LKA/Dezernat Umweltdelikte auf den Plan. Wie kann man eigentlich ohne Laboranalysen überhaupt stichhaltige Aussagen treffen? Oder haben die vielleicht doch Proben mitgenommen? In meinen Beisein zumindest nicht. Aber wollen wir mal darauf vertrauen, daß keine Zeugenvorladungen versandt werden.

29.01.2019
Eine vom Bezirksamt bestellte Peacemaker-Klitsche übermittelte "Verhandlungsbereitschaft" von DW mit uns. Bei soviel Dreistigkeit verbleibt der postwendende Mittelfinger als einzig angemessene Reaktion.

30.01.2019
Vierte Mieterversammlung abgehalten. Es erwies sich, daß sich der rationale Moment gegenüber dem emotionalen durchsetzen konnte. Die Stimmung war nicht euphorisch, aber zum ersten Mal sah man keine deprimierten Gesichter. Hier weiß nun ein Großteil der Mieter ganz genau, mit was sie es zu tun haben. Das adäquate Gegenmittel: zusammen Allgemeininteressen durchsetzen, die Durchsetzung von Eigeninteressen wird dann für jeden sehr viel einfacher zu bewerkstelligen sein.

31.01.2019
Ankündigung von Wohnungsbegehungen! zum Fensteraufmaß durch eine Fensterbaufirma, obwohl Dutzende von Mietparteien die Unterzeichnung der Duldungserklärung vom 30.10.2018 ablehnen. Deshalb die Empfehlung an alle, den Zutritt zu den Wohnungen konsequent zu verweigern. Denn die Gewährung des Zutritts in die Wohnung hätte umgehend die Unterstellung einer "stillschweigenden Duldung" zur Folge.

07.02.2019
Prüfbericht einer eingesandten Probensammlung an ein zertifiziertes Labor erhalten. Analyseresultat fällt zum Glück negativ aus - keine gefährlichen WHO-Asbestfasern wegen dem 23.01. nachweisbar. Nachdem "Verhandlungsgesprächen" eine Abfuhr erteilt wurden, folgten völlig unvermittelt telefonische Zusagen von Umsetzwohnungen über die gesamte Bauzeit. Das Problem dabei: DW reichte dazu nicht autorisiert private Telefonnummern von Mietern an die SPP GmbH weiter, worauf Betroffene teils äußerst ungehalten reagierten. Rechtliche Schritte dagegen werden wir uns gegenüber DW ausdrücklich vorbehalten.

09.02.2019
Kleiner Spaziergang bei sattem Sonnenschein um die Mittagszeit zur U-Bahnstation X, um zur U-Bahnstation Y zu fahren. Im U-Bahnhof X angekommen... mindestens 15 Obdachlose lagen mit ihren ärmlichen Habseligkeiten auf dem eiskalten Betonfußboden, ein unerträglich apokalyptisches Bild. Wir stiegen in die U-Bahn Richtung Station Y ein, das Abteil mal wieder so überfüllt wie eine Sardinenbüchse. Während der Fahrt bat ein junger Bettler, dessen Verfassung als kritisch zu erkennen war, die Fahrgäste höflich um Geld, um sich etwas zum Essen kaufen zu können. Eine Frau gab ihm 20 Cent, worauf der Bettler meinte, daß er damit nicht weit kommen würde. Die Frau reichte ihm daraufhin ein Gummibärchen. Nun schlug die Höflichkeit des Bettlers in blanken Haß der Verzweiflung um:

"Ich habe Hunger und Sie wollen mir ein Gummibärchen andrehen? Wenn ich jetzt eine Knarre hätte, würde ich Sie auf der Stelle erschießen."

Wir waren fassungslos und uns drängte sich augenblicklich eine frappierende Analogie zu dieser grotesken Szene auf. Frankreich gegen Ende des 18. Jahrhunderts: zwei Mißernten in Folge, die Grundversorgung in Paris kommt nahezu zum Erliegen, die Menschen sind dem Hunger ausgeliefert. Als die Monarchin Marie Antoinette davon erfuhr, daß die Menschen beginnen aufzubegehren, kommentierte sie dies mit:

"Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen."

Wie Marie Antoinette's Biographie endete, dürfte allgemein bekannt sein.

11.02.2019
Wegen von DW nicht korrekt angekündigter Wohnungsbegehung zum Fensteraufmaß verweigerten am 6.02., 08.02. und 11.02. Dutzende Mieter einer großen Fensterbaufirma den Zutritt zur Wohnung. Bei DW liegen nun offensichtlich die Nerven blank, den zuständigen Mitarbeitern unterläuft ein Fehler nach dem anderen. Dies zeugt sehr deutlich von aufkommender Nervosität und Hektik. Auf der am 04.12.2018 von DW einberufenen Mieterversammlung ein ganz anderes Bild - dort hat man noch den unnahbaren Souverän heraushängen lassen, der sich gönnerhaft "mit allen einigen wird". Abends um 19.00 Uhr ausführliches Interviewgespräch mit einem Journalisten von Deutschlandradio. Gesendet wird am 28.02.2019, 18.40 Uhr. Mal sehen wie DW das schmeckt, wenn ansonsten sehr umgängliche Menschen Tacheles reden.

Der Befund noch vor dem eigentlichen Baubeginn: Wir haben die Modernisierungskralle am Hals, aber uns juckt gewaltig der Arsch und wir finden es so cool, auch zu einem monströsen Sozialdrama dazu zu gehören, von dessen häßlicher Fratze keiner behaupten kann, ihr jemals begegnet zu sein.

Immobilienhaie fressen sich durch das gesamte Stadtgebiet und provozieren flächendeckend Argwohn und Unbehagen, DW produziert serienmäßig Negativschlagzeilen in der Lokalpresse. Die schon seit eh und je aufsässigen Berliner steuern mit Protestnetzwerken dagegen, gehen zum Möbelrücken auf BVV-Versammlungen und organisieren bundesweite Demonstrationen gegen schamlosen Mietwucher, Zwangsräumungen, skrupellose Zerstörung von Sozialstrukturen und Vertreibung. Indes: Politiker und Behörden beantworten unsere Beschwerden und Anfragen entweder gar nicht, nur zögerlich oder verweisen weiter. Das Haus steht jetzt zwar auf der Beobachtungsliste aller relevanten Stellen, aber auch nur, weil wir permanent stressen. DW begnügt sich damit, im Elfenbeinturm herumzulungern und verteilt immer neue Fristen zur Unterzeichnung der Duldungserklärung und lockt gleichzeitig mit der Honigfalle "Verhandlungsgespräche". Was für Drogen fressen die eigentlich?

Wir aber wollen verklagt! werden, weil es so megascharf wäre, ein Gerichtsgebäude wieder mal von innen zu sehen. Denn auch die Freßfeinde fangen sich oftmals eine schallende Ohrfeige mit weitreichenden Folgen ein (Bremer Vonovia-Urteil), und dann kann man sich beim Verlassen der heiligen Hallen ganz fett einen grinsen.

Berlin einfach erklärt

Und weshalb dieser unsägliche Schwachsinn...? Ja, da war doch mal was. Fing wohl mit diesen schwarzen Geldgeiern an, die die Berliner Finanzen vor die Betonwand klatschten und dafür zu keinem einzigen Tag Knast abgeurteilt wurden. Und dann ging das weiter mit dem pinkfarbenen Pseudo-Underdog: weil Berlin so arm, aber sexy war, verscherbelte er 2004 die landeseigene GSW, die mit 1,6 Milliarden in der Kreide stand, für schlappe 410 Mio. an antisoziale, gierige und verantwortungslose Heuschrecken. Ganz vorne mit dabei der jetzige regierende Bürgermeister Michael Müller.

Hmm... Gustav Noske ließ in die Menge schießen, weil er ja der Bluthund sein wollte. Woowii richtete mit dem Kugelschreiber einen unvergleichlich größeren Schaden an, denn Tote werden nicht von irdischen Sorgen geplagt.

Unsere Stadt mutierte darauf so ganz nebenbei zu einem 892 km² großen Straßen-strich, auf dem die Investoren aus aller Welt flanieren und dabei alles nageln, was ihnen in die Griffel kommt. Jetzt ist das Lustobjekt Berlin nicht mehr arm, aber sexy, sondern hoffnungslos ausgebucht, ausgelutscht und abgefüllt bis zum Erbrechen.

Und was macht der farblose, schmallippige Neue? Der kommt mir nichts dir nichts mit Trostpflaster angedackelt und möchte mit unseren Steuergeldern! wieder zurück kaufen, er hat sogar das Unwort "Enteignung" in den Mund genommen. Kaum ausgesprochen, fangen die Wirtschaftsverbände hysterisch zu jaulen an. Dieses Schmierentheater kennt man übrigens schon seit den Zeiten unserer Ururgroßeltern.....

Häääääää, wie war das?

Na klar doch, ein zweites Tempelhofer Feld darf es nicht geben, Alter! Wo kommen wir denn hin, wenn wir nochmal nach Volkes Pfeife zu tanzen hätten? Außerdem müssen wir den Wählern mal wieder klar machen, daß sie ihr ganzes Leben auf uns angewiesen sind, andernfalls werden wir demnächst per Wahlkreuz endgültig im Müllhaufen der Geschichte verscharrt.

Und was sagt meine türkische Nachbarin zu all dem?

Dünya dönüyor, şerefsiz dünya. (Die Welt dreht sich, die ehrlose Welt.)

(B) AfD Bezirksverband Mitte trifft sich im Restaurant Neumann's

Und schon wieder wurde uns eine Location gemeldet, in der sich die AfD aktuell trifft. Nach dem Rauswurf aus den Räumlichkeiten des Marinehauses in Mitte, wurde nun ein neues Restaurant gefunden, dass die rechten Menschenfeinde beherbergt: In Berlin Mitte trifft sich die AfD seit einiger Zeit im Keller des Restaurant Neumann’s (Alt-Moabit 126, 10557 Berlin). 
Die Treffen des Bezirksverbands Mitte finden dort regelmäßig immer am 2. und am 4. Donnerstag des Monats statt.

Leipzig: loslegen: Gert Pasemann

Gert Pasemann

Leipzig, 15. Februar 2019: In der Nacht zum Freitag, den 15.Februar, brannte in Leipzig das Fahrzeug des Stadtratskandidaten Gert Pasemann.

Alles allen - Krieg dem Krieg - Demonstration gegen sog. Sicherheitskonferenz in München

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Während am Samstag im Bayerischen Hof die PolitikerInnen, KapitalistInnen und VertreterInnen von Rüstungskonzernen auf der sogenannten “Sicherheitskonferenz” getagt haben, sind wir gemeinsam mit tausenden anderen durch Münchens Straßen gezogen, um unseren Protest gegen die deutsche Kriegspolitik kundzutun. Knapp 4000 Menschen haben sich der Demonstration gegen die NATO-Kriegskonferenz angeschlossen. Etwa 400 Menschen haben sich dieses Jahr am internationalistischen und antikapitalistischen Block beteiligt.

Die gelbe Weste und Wir

Die Gelbwesten-Bewegung: Vorbild oder schlechtes Beispiel? Einige umherschweifende Gelbwesten aus Frankfurt haben uns ein Papier eingesandt, in dem Sie ein Plädoyer für einen Antifaschismus ergreifen, der die soziale Frage zum Ausgang nimmt und althergebrachte Antifa-Konzepte kritisch hinterfragt.

 

Gedenken an Johann "Rukeli" Trollmann in Marzahn

Am 09. Februar 2019 haben wir am Otto-Rosenberg-Platz eine Gedenkundgebung für den ermordeten Sinto und deutschen Boxmeister Johann „Rukeli“ Trollmann abgehalten. Die Gedenkkundgebung fand am Otto-Rosenberg-Platz statt, da dort das ehemalige Marzahner „Zigeuner Lager“ stand. Viele Freund*innen und Familienangehörige von Trollmann waren in diesem Lager inhaftiert und litten jahrelang unter dem strukturellen Antiziganismus des Naziregimes.

Die erste Ankettblockade eines Kohlezuges bleibt straffrei - Angeklagte hoffen ab Kohleausstieg und Freisprüche

Es war die erste Ankettblockade eines Kohlezuges. Im August 2012 kettete sich eine Gruppe von fünf Aktivisten mit Unterstützung weiterer, unbekannt gebliebener Personen, auf der damaligen Hambachbahn fest und legte so für mehrere Stunden die Transportstrecke für Braunkohle vom Tagebau in das Kraftwerk Niederaußem lahm. Sechseinhalb Jahre zog sich ein Strafverfahren hin - ohne jegliche Verhandlung. Jetzt machte das Amtsgericht Kerpen Schluss - auf Staatskosten.

2038 ist kein Konsens - Für Klimagerechtigkeit in Chemnitz

Am Freitagmorgen wurde das Parkhaus der Galeria Kaufhof in Chemnitz mit einem Banner verschönert.

ANARCHIE UND DEMOKRATIE DIE GLEICHSETZUNG DES UNVEREINBAREN

Anarchie und Demokratie werden immer wieder so miteinander verbunden, dass sie in Form direkter oder Basisdemokratie die innere Organisierungsform der Anarchie bilden. Diese Auffassung ist im deutschsprachigen Raum weitgehend unbestritten und wird auf den meisten Treffen auch praktiziert. Übersehen wird dabei, dass die beiden Begriffe aus zwei völlig unterschiedlichen Ideologien stammen: Einmal der Organisierung von Herrschaft (Demokratie) und einmal der Herrschaftsfreiheit (Anarchie).
Wie kommt es dann aber, dass sich für viele Menschen Basisdemokratie und Anarchie als dasselbe anfühlen, sie also an beidem hängen? Warum sind Entscheidungsmethoden der Basisdemokratie in anarchischen Zusammenhängen weit verbreitet und werden in vielen einschlägigen, sich anarchistisch nennenden Zeitungen, Gruppen und Strömungen, ebenso in Büchern und Broschüren als Entscheidungsmethode „der“ Anarchie propagiert?
Das ist umso verwunderlicher, als in der Praxis Plena, endlose Debatten und formsteif ausgeführte Konsensabstimmungen viele Menschen eher nerven. Doch die Lustkurve geht bei all dem zwar regelmäßig nach unten, trifft aber offenbar auf ein Bedürfnis nach Gemeinschaftskultur und formalisierte Klarheiten. Zeigt sich hier die Auswirkung der Sehnsucht vieler Menschen nach neuen, künstlichen Geborgenheiten angesichts des Losgelöstseins in der Natur (siehe Kapitel zum Mensch in der Textsammlung "Freie Menschen in freien Vereinbarungen")? Muss mensch leiden für das Gute?
Eine kritische Reflexion über (Basis-)Demokratie und Anarchie fehlt bislang. 

Call for Papers – Proletarische Welten

Im gesamten Land diskutiert die (radikale) Linke eine “Neue Klassenpolitik”. (1) Endlich, jetzt nach dem die Rechten an Einfluss gewinnen, soll die Linke die lange von ihr selbst für tot erklärte ArbeiterInnenklasse ansprechen. Viel neues kommt bei der Diskussion aber nicht rum. Was praktisch folgt bleibt unklar. Es zeigt sich, dass die akademisch geprägte Linke – welche jahrzehntelang die Existenz von Klassen verleugnet hat – durch ihre bürgerliche Herkunft nicht fähig zu sein scheint, auch nur annähernd die (zum Teil existentiellen) Probleme der proletarischen Klasse zu verstehen und daraus eine Praxis zu entwickeln. Basisorganisierung, wird zum Allheilmittel verklärt. Zu groß scheinen die Gräben zwischen den Lebenswelten.

Münster 22.02.19 AfD-Veranstaltung verhindern - Massenblockaden

Solidarisch gegen den Rechtsruck

Am 22. Februar 2019 möchte die AfD erneut einen „Neujahrsempfang“ im Münsteraner Rathaus abhalten. Als Redner soll der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen auftreten. Beim letzten AfD-„Neujahrsempfang“ vor zwei Jahren protestierten dagegen 10.000 Menschen. Auch in diesem Jahr werden wir ein starkes Zeichen gegen den Rechtsruck und für eine solidarische Gesellschaft setzen.

[HH] §129 generationsübergreifend

 

Am vorletzten Mittwoch, den 06 Februar, fiel ein weiteres Urteil in einem §129b Prozess. Diesmal gegen Musa Aşoğlu in Hamburg. Wie bereits in vergangen Prozessen war auch hier nur ein Jusitztheater mit Verurteilung zu hohen Strafen zu erwarten. Dennoch soll hier einmal auf 42 Jahre §129 geschaut werden, und ein Vergleich mit dem Stammheim-Prozess aufgezeigt werden.

 

 

Anarchistisches Wochenblatt Zündlumpen Nr. 001 erschienen

Am 15.02. ist in München zum ersten Mal das anarchistische Wochenblatt Zündlumpen erschienen.

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