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(A-Radio) Libertärer Podcast Dezemberrückblick 2025

Das A-Radio Berlin präsentiert den neuen Libertären Podcast mit dem Dezemberrückblick 2025: unser ernster und satirischer Blick auf die Geschehnisse des Vormonats. Mit News aus aller Welt, unserem Audiobeitrag für Silvester zum Knast, einem satirischen Blick auf die Weltpolitik, Gedanken von CrimethInc zum aktiven Widerstand, ein Interview zur Situation in Georgien, Wo herrscht Anarchie, Musik u.v.m.

2. Erklärung : Offener Brief zum Anschlag am 3.1. auf das Gaskraftwerk und den Folgen - An die vom Stromausfall Betroffenen -An die Linke

 

Dies ist unsere zweite Erklärung.

Verschickt am 8.1. um 16.00 Uhr an RBB24, Radio Eins, RBB Fernsehen, Funke Mediengruppe, Spiegel, taz.

Mehr Erklärungen haben wir nicht veröffentlicht!

Zweiter Beitrag https://knack.news/14834 

Erster Beitrag https://knack.news/14715

 

Wir versuchen auch im Nachhinein der Verantwortung gerecht zu werden, die wir mit der Sabotage des Gaskraftwerkes eingegangen sind. Mit der Aktion haben wir nicht nur der fossilen Wirtschaft und dem Wirtschaftsstandort Berlin ein Problem bereitet, sondern in das Leben vieler Menschen eingegriffen. Die Aktion war kein geplanter Angriff auf die Stromversorgung Berlins. Diese Behauptung ist falsch.
Die Tragweite der Auswirkung auf ungefähr 40.000 private Haushalte war von uns weder beabsichtigt noch einkalkuliert. Den toten Villenvierteln allerdings weinen wir keine Träne hinterher. 
 
Beginnen wir mit dem Vorwurf des Terrorismus:

 

Graffiti in Solidarity with victims of state violence.

 

Call killers by there names, ICE, Frontex, Police.

 

Solidarity with all victims of state violence no matter if they die on the EU-/US Borders or are Shot by ICE or the Police or die and get hurt by them in other ways.

 

 

Offener Brief zum Anschlag am 3.1. auf das Gaskraftwerk und den Folgen - An die vom Stromausfall Betroffenen - An die Bewegung

Wir versuchen auch im Nachhinein der Verantwortung gerecht zu werden, die wir mit der Sabotage des Gaskraftwerkes eingegangen sind. Mit der Aktion haben wir nicht nur der fossilen Wirtschaft und dem Wirtschaftsstandort Berlin ein Problem bereitet, sondern in das Leben vieler Menschen eingegriffen. Die Aktion war kein geplanter Angriff auf die Stromversorgung Berlins. Diese Behauptung ist falsch.
Die Tragweite der Auswirkung auf ungefähr 40.000 private Haushalte war von uns weder beabsichtigt noch einkalkuliert. Den toten Villenvierteln allerdings weinen wir keine Träne hinterher. 
 
Beginnen wir mit dem Vorwurf des Terrorismus:

ANTWORT AUF DIE „DISTANZIERUNG“ DER EHEMALIGEN Vulkangruppe

Wir haben die Erklärung derer zur Kenntnis genommen, die sich einst Vulkangruppe nannten und nun aus dem Ruhestand heraus versuchen, die Deutungshoheit über einen Kampf zu erlangen, den sie vor über einem Jahrzehnt aufgegeben haben. Dass ihr euch gerade jetzt meldet, nach unserem erfolgreichen Schlag gegen das Gaskraftwerk Lichterfelde, nach den Aktionen gegen Tesla und die Infrastruktur der Zerstörung, ist bezeichnend. Es ist der Reflex derjenigen, die ihren Frieden mit den Verhältnissen gemacht haben und nun fürchten, dass der Ruß unseres Feuers ihre bürgerliche Fassade beschmutzt. Ihr sprecht von „Missbrauch“ des Namens. Wir sprechen von notwendiger Evolution. Ihr sprecht von „Verantwortung“. Wir nennen es Feigheit vor der Konsequenz.

Das Schisma von 2013: Analyse einer Kapitulation

Es ist notwendig, das Gedächtnis aufzufrischen, da ihr euch in neblige Nostalgie flüchtet. Die Trennung im Sommer 2013 war kein Zufall und kein bloßes Auseinanderleben. Es war eine politische Zäsur. Schon damals zeichnete sich ab, dass der isolierte Blick auf „Bundeswehreinsätze“ und „Waffenexporte“ zu kurz greift. Ihr wolltet den Krieg bekämpfen, aber die Maschinerie, die den Krieg erst ermöglicht – den kapitalistischen Normalvollzug, die Energieversorgung, die Logistik, die digitale Überwachung – wolltet ihr unangetastet lassen. Als wir 2013 forderten, den Begriff der „militärischen Infrastruktur“ auf die zivil-militärischen Mischformen auszuweiten – auf die Datenknoten, die Energienetze, die Logistikzentren –, da seid ihr zurückgeschreckt. Ihr wolltet die „reine Lehre“ des Antimilitarismus, sauber getrennt vom Alltag der Menschen. Ihr wolltet „Störung“, aber bloß nicht so sehr, dass es wehtut. Ihr wolltet Applaus aus der linken Szeneblase, aber keine Konfrontation mit der Systemfrage. Die Spaltung war die Folge eurer Weigerung, anzuerkennen, dass der Kapitalismus nicht nur in Panzern an die Front rollt, sondern durch die Stromleitungen, die Serverfarmen und die Pipelines jeden Tag einen Krieg gegen diesen Planeten und seine Bewohner führt. Ihr seid gegangen, um „Bücher zu lesen“ und euch in Diskussionszirkeln zu verstecken. Wir sind geblieben, um die Lunte neu zu legen.

Gegen die Lüge der „Unschuldigen Infrastruktur“

Eure Argumentation, Infrastruktur sei kein „Spielfeld“, sondern müsse geschützt werden, ist naiv und gefährlich. Sie spielt genau jenen in die Hände, die wir bekämpfen. Ihr behauptet, eure Angriffe galten nur dem Militär. Aber wer liefert den Strom für die Kasernen? Wer transportiert die Panzer? Wer liefert die Daten für die Drohnenmorde? Es ist dieselbe Infrastruktur, die auch die Villen in Zehlendorf heizt und die Tesla-Fabrik am Laufen hält. Die Trennung zwischen „ziviler“ und „militärischer“ Nutzung ist im Zeitalter der hybriden Kriegsführung und der totalen Vernetzung eine Illusion von gestern. Das Internet, das Stromnetz, die Verkehrswege – sie sind dual-use. Wer die Infrastruktur des Kapitals schont, schont auch seine Fähigkeit, Kriege zu führen und die Biosphäre zu vernichten. Ihr werft uns vor, wir würden die „gesellschaftliche Grundversorgung“ angreifen. Wir sagen: Eine Gesellschaft, deren „Grundversorgung“ auf der Verbrennung von fossilen Energien, auf der Ausbeutung des globalen Südens und auf der Zerstörung der klimatischen Lebensgrundlagen beruht, hat kein Recht auf ungestörten Schlaf. Die „Normalität“, die ihr bewahren wolltet und deren Störung ihr nur „symbolisch“ meintet, ist genau das Problem. Diese Normalität tötet. Täglich.

Der Ukraine-Vorwand und die Bankrotterklärung der Analyse

Dass ihr den Angriff Russlands auf die Ukraine 2014 und 2022 als Grund anführt, warum Sabotage heute „falsch“ sei, ist der Gipfel der politischen Verwirrung. Ihr übernehmt die Rhetorik der Herrschenden 1 zu 1. Weil Putin Infrastruktur bombardiert, dürfen wir die Infrastruktur des deutschen Imperialismus und der fossilen Zerstörung nicht mehr anfassen? Das ist die Logik des Burgfriedens. Ihr stellt euch schützend vor das System, nur weil es gerade in Konkurrenz zu einem anderen autoritären System steht. Das ist genau die Falle, vor der wir immer gewarnt haben. Wir lassen uns nicht erpressen von der geopolitischen Lage. Der deutsche Standort-Nationalismus, der sich jetzt „Verteidigung der Demokratie“ nennt, ist genauso unser Feind wie der russische Imperialismus. Die Klimakatastrophe wartet nicht, bis der Ukraine-Krieg vorbei ist. Das Artensterben macht keine Pause, nur weil ihr Angst habt, mit Putin verwechselt zu werden. Eure Haltung ist ein Freibrief für RWE, Vattenfall, Stromnetz Berlin und Tesla, weiterzumachen wie bisher, geschützt durch die moralische Erpressung des Krieges. Wir lehnen diese Erpressung ab. Wir sabotieren hier, weil hier die Täter sitzen, die unsere Lebensgrundlagen vernichten. Ob Putin das gefällt oder nicht, ist für unsere Analyse irrelevant. Wir sind keine geopolitischen Schachfiguren, wir sind der Widerstand gegen die Vernichtung.

Warum wir den Namen behalten

Ihr sagt, der Name „Vulkangruppe“ gehört euch? Ein Name gehört niemandem. Ein Vulkan ist kein eingetragener Verein mit Satzung und Vorstandsitzung. Ein Vulkan ist ein Naturereignis, das ausbricht, wenn der Druck zu groß wird. Wir haben diesen Druck 2011 gespürt, wir haben ihn 2013 gespürt, und wir spüren ihn heute, im Jahr 2026, stärker denn je. Ihr habt den Namen abgelegt wie ein altes Kleidungsstück, das nicht mehr passt, weil ihr bürgerlich geworden seid. Wir haben ihn mit neuem Inhalt gefüllt. Wir haben die Analyse geschärft: Vom reinen Antimilitarismus hin zum Kampf gegen die Totalität der Zerstörung – Klima, Kapital, Kontrolle. Wenn heute von der Vulkangruppe die Rede ist, denkt niemand mehr an eure symbolischen Brandplättchen an Bundeswehr-LKWs von 2011. Man denkt an brennende Stromtrassen, an stillgelegte Tesla-Fabriken, an den dunklen Himmel über Lichterfelde. Man denkt an wirksamen Widerstand, nicht an moralische Appelle. Wir haben den Namen nicht gestohlen, wir haben ihn vor der Bedeutungslosigkeit gerettet.

Zurückweisung der Bevormundung

Eure „Distanzierung“ ist uns herzlich egal. Sie dient nur dazu, euer eigenes Gewissen zu beruhigen und euch vor der Repression zu schützen, die ihr so sehr fürchtet. Ihr wollt saubere Hände behalten, während die Welt brennt. Ihr schreibt: „Die Welt wird brennen, langsam, dann schneller.“ Und eure Antwort darauf ist Rückzug? Das ist zynisch. Das ist der Defätismus derer, die ihre Schäfchen im Trockenen haben. Wir akzeptieren das Brennen nicht als Schicksal. Wir legen Feuer an die Zündschnüre dieses Systems, um den großen Brand zu verhindern oder zumindest die Maschinerie zu stoppen, die das Öl ins Feuer gießt. Ihr sprecht von „Sichtbarkeit von Verantwortung“. Wir sprechen von der materiellen Unterbrechung der Zerstörung. Das ist der qualitative Unterschied zwischen euch und uns. Ihr wolltet reden, wir wollen stoppen. Die technische Entwicklung unserer Mittel – von einfachen Brandsätzen hin zu komplexen Sabotagen an 110kV-Leitungen und Kabelbrücken – spiegelt die Notwendigkeit der Zeit wider. Die „Smart City“, die ihr in eurer Erklärung nicht einmal erwähnt, ist der Versuch, jede Regung des Widerstands digital zu ersticken. Wer diese Infrastruktur nicht angreift, hat den Kampf schon aufgegeben. An die Medien, die diese Distanzierung der „Alten“ nun nutzen werden, um uns als „wahnsinnige Abweichler“ darzustellen: Versucht es ruhig. Es ändert nichts an den Fakten. Es ändert nichts an den 64 Rohren unter der Kabelbrücke. Es ändert nichts an der Verletzlichkeit eures Systems.

Schlusswort an die Ehemaligen

Bleibt in euren Sesseln. Schreibt eure Memoiren. Diskutiert in euren Altbauwohnungen über die Moral der Sabotage, während draußen das Wasser steigt und die Wälder sterben. Aber steht uns nicht im Weg. Ihr habt eure Wahl 2013 getroffen. Wir haben unsere getroffen. Wir tragen die Konsequenzen unseres Handelns. Wir verstecken uns nicht hinter einer "früheren Identität". Wir sind die Vulkangruppe. Hier und Jetzt.

Vulkangruppe: Die Glut ist heißer als je zuvor Gegen die Resignation der Alten - Für die Wut der Jungen Kein Frieden mit den Zerstörern - Weder 2011 noch 2026 Infrastruktur ist kein Tabu - Sie ist die Waffe des Gegners Switch off das System der Angst.

Wir machen weiter.

 

Gegen Vereinnahmung und falsche Kontinuitäten - Distanzierung

Diese Erklärung ist notwendig, weil unser Name in einen Zusammenhang gestellt wird den wir nicht tragen. In Veröffentlichungen, Bekennerschreiben und medialen Kurzschlüßen wird eine Kontinuität behauptet, die es nicht gibt. Unser früheres Handeln wird benutzt, um aktuelle Angriffe zu legitimiren, zu erkären oder politisch aufzuladen. Das weisen wir zurück.

B: Einladung zur 3. offenen Versammlung nach der Wiedereröffnung der Meuterei

 

*** English below ***

Nach der kurzzeitigen Wiedereröffnung der Kollektivkneipe Meuterei am 29.5.2025 in Berlin Kreuzberg trafen wir uns bereits mehrfach, um die repressiven Folgen der Aktion, Solidarität zu- und untereinander sowie mögliche Perspektiven zu besprechen.

Die Aktion stellte ein Zeichen in Gedenken an den gefallenen, bewaffneten Kämpfer Kyriakos Xymitiris dar und machte ein mal mehr deutlich, dass wir die Räume, die wir lieben und in denen wir zusammengefunden haben, nicht einfach hergeben und vergessen.

Im Nachgang der Öffnung der, immer noch im Renovierungszustand befindlichen ehemaligen Räume der Meuterei wurden zahlreiche Personen von den Bullen kontrolliert, in Gewahrsam genommen, körperlich angegriffen und teils verletzt.

Schon wenig später trudelten diverse Vorladungen von Bullen bei den kontrollierten Personen ein.

Wir möchten uns ein weiteres mal treffen, um die Aktion nicht im leeren Raum stehen zu lassen und gemeinsam gegen die anhaltende Repression zu stehen.

[TÜ] Gegen den US-Imperialismus! Hände weg von Venezuela!

Nach Monaten der Provokation, der Piraterie und des Mordens unschuldiger Menschen, alles unter dem Vorwand des "Kampfes gegen die Drogen", hat der US-Imperialismus Venezuela angegriffen und Präsident Maduro entführt.

[S] Solidemo für Venzuela gegen den imperialistischen Angriff

Gestern Abend haben wir uns spontan und selbstbestimmt mit c. 70 Personen die Straßen in Stuttgart genommen, weil wir genug haben von diesem imperialistischen System, in welchem die westlichen Staaten ihre Kapitalinteressen mit Gewalt durchsetzen können, ohne dafür Konsequenzen fürchten zu müssen. Weil wir genug haben vom westlichen Imperialismus und seinen Angriffen auf souveräne Nationen.

Fossile Kraftwerke abschalten ist Handarbeit. Nur Mut. Militante Neujahrsgrüße 2026. Erklärung und Ergänzung. 4.1.2026

Unten stehende Erklärung haben wir gestern, 3.1.2026, an Spiegel, taz, RBB24, RBB Fernsehen und Radio Eins geschickt. Unsere Erklärung ist bis heute aus politischem Kalkül nicht öffentlich gemacht worden, bzw. nur um 5:30 kurz auf Radio Eins. Danach verschwanden alle Zitate auf Intervention. Dies ist nicht im Interesse der politischen Verantwortlichen bei Stromnetz Berlin, der Stadt Berlin, der Wirtschaft, der Polizei und anderer politischer Kräfte. In diesem Sinne handeln die angeschriebenen Medien, um eine inhaltliche Auseinandersetzung zu verhindern.

Stromnetz Berlin hat anfänglich den Schaden durch den Brand an der Kabelbrücke  heruntergespielt. Zwar gelang Stromnetz Berlin in circa 50.000 Haushalten die Sabotage des Kraftwerks vermutlich mit dem Zukauf teuren Stroms zu kompensieren. Warum dies bei circa 40.000 Haushalten in Nikolassee, Wannsee, Zehlendorf und Teilen von Lichterfelde nicht gelang, ist die Frage, die Stromnetz der Öffentlichkeit schuldet. Der Ball liegt bei Stromnetz Berlin.

Für die Unannehmlichkeiten des nicht wohlhabenden, auf Hilfe angewiesenen Teils der Bevölkerung möchten wir uns noch einmal ausdrücklich entschuldigen. Sie waren nicht Ziel der Aktion. Wir bitten die Bevölkerung um gegenseitige solidarische Hilfe. Insbesondere bitten wir um Unterstützung für pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige, den mittellosen Menschen dieser Stadtteile und den zurückgezogenen, mit der Situation überforderten Menschen.
Für die Besitzer:innen der vielen Villen, für die Immobilienfirmen, die Botschaften und andere elitäre Reiche in der Gegend hält sich unser Mitleid wie schon erwähnt in Grenzen. Die Reichen und ihre egozentrische, unsoziale Lebensweise zerstören gerade den Planeten. 

Die Sabotage des Gaskraftwerks ist u.a. eine notwendige Maßnahme gegen den Ausbau der fossilen Gaskraftwerke in Deutschland. In unserer Erklärung führen wir die Zusammenhänge zwischen Reichtum, imperialer Lebensweise und der Zerstörung unserer Lebensgrundlage auf, der wir alle etwas entgegen setzen müssen.  

Die Anwohner:innen der Bremer Straße bitten wir um Verschwiegenheit. Zur weiteren Authentisierung: Unter der Kabelbrücke befanden sich um die 64 Rohre, die zu einem großen Teil mit Starkstromkabeln belegt waren. Mit vier Baustellenspießen haben wir diese miteinander verbunden, um einen Kurzschluss zu gewährleisten

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