Kultur

Wenn die AfD pfeift, springt die HU - ein Aufruf zur Intervention!

Seit Anfang vergangenen Jahres geht die Humboldt-Universität massiv gegen ihre Studierenden vor. Der Anlass? Eine Anfrage der AfD. Aufruf zur Kundgebung gegen die Begehung der Exzellenzinitiative an der HU Berlin.

[B]: Fassadenarbeiten an der Friedel54

 

Gestern Nacht haben wir die Fassade der Friedel 54 verschönert. Mit Bitumen und Farbe machten wir deutlich: wer hier mietet, mietet Ärger.

 

Im Juni 2017 wurde im Erdgeschoss der Friedelstraße 54 der Kiezladen Friedel54 geräumt. Danach stand der Laden über ein Jahr lang leer. Seit kurzem hat der Eigentümer, die Briefkastenfirma Pinehill S.a.r.l., die Räume sanieren lassen. Der ehemalige Kiezladen wurde geteilt: im hinteren Bereich befinden sich zwei Einzimmer-Wohnungen, im vorderen ein Büro-Gewerbe. Vor wenigen Wochen hat Aden-Immo die Räume zur Miete für 16-19€/m² angeboten.

 

 

(A-Radio) Libertärer Podcast Januarrückblick 2019

Seit dem 12.02.2019 ist der neue Libertäre Podcast mit dem Januarrückblick 2019 online: unser ernster und satirischer Blick auf die Geschehnisse des Vormonats. Mit einem Interview zu "Deutsche Wohnen enteignen", News zum Polizeigesetz in Sachsen, Infos zur Räumung des sozialen Zentrums "Klinika" in Prag, einem Aufruf zum Widerstand gegen den Faschisten Bolsonaro in Brasilien, einem Interview aus Argentinien mit dem Kollektiv für Santiago Maldonado, Wo herrscht Anarchie, Musik u.v.m.

Gǎi Dào Nr. 98, Februar 2019 erschienen

Liebes Jahr 2019, Wir wünschen uns von dir, dass du besser, wenigstens nicht schlimmer als 2018 wirst. Bis jetzt sieht es noch nicht so aus. Wir nehmen uns aber fest vor, dir dabei zu helfen.

[MA] Broschüre und Veranstaltungen zur Räterepublik Kurpfalz

 

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Räterepublik Kurpfalz im Februar diesen Jahres, richtet die Revolutionäre Linke Mannheim eine Veranstaltungsreihe zur Thematik Novemberrevolution aus.

 

 

Exklusivinterview von Claas Relotius mit dem Berlin Busters Social Club

Aktionskunst ist hip und pop. Passend zum Trend hat der Berlin Busters Social Club nun das Buch “Unerhört. Adbusting gegen die Gesamtscheiße” veröffentlicht. Das Buch zeigt linksradikale Adbusting der letzten Jahre größtenteils aus Berlin. Dabei gehen sie über Konsumkritik weit hinaus. In den vermittelnden Texten wird explizit Wert auf Kapitalismuskritik gelegt. Der Berlin Busters Social Club hat sich mit dem preisgekrönten Spiegel-Reporter Claas Relotius für ein Exclusive-Interview getroffen, um darzustellen, was sie mit ihrem Projekt bewirken wollen. Leider verhinderten die aktuellen Ereignisse, dass der Spiegel es druckt, deshalb sei es hier auf Indymedia veröffentlicht.

EG in der Friedel54 bleibt unvermietbar!

Seit der Räumung unseres Kiezladens am 29.06.2017 steht der Teil des Erdgeschosses in der Friedelstraße 54 leer. Nach vielen Monaten, in denen nichts passierte, haben umfangreiche Bauarbeiten stattgefunden und die Fläche wurde in 2 Wohneinheiten im hinteren Teil und eine winzige Gewerbeeinheit vorne umgewandelt. Der Umbau fand nicht unbemerkt und unwidersprochen statt, so hat sich bspw. in der Nacht zum 04.11.18 ein Poltergeist den Räumlichkeiten bemächtigt und dort allerlei angerichtet.

Wie wir nun erfahren haben, werden die beiden Wohneinheiten, sowie die Gewerbeeinheit beim selbstgenannten “Kiezmakler” Aden Immo angeboten. Aus unserem, in jahrelanger, liebevoller Arbeit gestalteten, sozialem Zentrum wurden unpersönliche 08/15 Räume, für die unverschämte Preise aufgerufen werden. So sollen potenzielle Mieter*innen für eine Wohnung 16€ kalt pro qm² bezahlen, für die andere Wohnung sogar 18€. Der winzige Teil vorne, der “ideal für ein Büro” sein soll, kostet stolze 19€ kalt pro qm².

Digital Awareness - Rechte Medienangriffe und Möglichkeiten antifaschistischer Gegenstrategien

Spätestens seit der Wahl Donald Trumps ist klar: Das Internet ist zu einem der wichtigsten politischen Schlachtfelder geworden und nach wie vor tun sich Linke und Antifaschist_innen schwer auf diesem Feld adäquate Handlungsmöglichkeiten und Gegenstrategien zu finden. Die strategische Nutzung von sozialen Medien war und ist von entscheidender Wichtigkeit für die Alt-Right Bewegung in den USA, für Rechtspopulisten und die Neue Rechte in Europa, sowie für die sich neu formierenden rechten und neofaschistischen Kräfte weltweit. Eine PEGIDA-Kundgebung, egal wie klein, ohne diverse Livestreams ist kaum vorstellbar. Hierbei geht es den rechten Medienmacher_innen von Alt-Right bis AfD vor allem um Deutungshoheit und Diskurs-Bestimmung. Doch zunehmend lässt sich in sozialen Medien und ganz speziell auf YouTube noch eine andere Strategie beobachten. Rechte YouTuber_innen und Parteien nutzen ihre vorgebliche 'Berichterstattung' als Waffe, um politische Gegner_innen einzuschüchtern, zu diffamieren, bloßzustellen oder auszuspionieren. Diese neue 'YouTube-Anti-Antifa' mischt vermeintlichen Journalismus, Satire und Mutprobe mit aggressiver Einschüchterung politischer Gegner_innen. Rechtsradikale YouTuber_innen schlendern mit Selfie-Stick über linke Stadtteilfeste in Berlin, mischen sich unter Demonstrant_innen bei den G20-Protesten oder setzen sich auf offene Antifa-Treffen um später über ihre 'Inside-Antifa'-Erfahrungen zu berichten. Die AfD schickt inzwischen regelmäßig professionelle Kamerateams in den Gegenprotest vor ihren Veranstaltungen, um Antifaschist_innen zu Diskussionen, Interviews oder zumindest Statements vor der Kamera zu bewegen und diese hinterher, teils grotesk zusammengeschnitten und mit Zirkusmusik unterlegt, auf den eigenen Facebook-Seiten und YouTube-Kanälen zu präsentieren. In einem aktuellen Fall aus Berlin Reinickendorf hetzte die AfD wochenlang gegen den Teilnehmer einer Protestkundgebung, bis er und seine Familie nicht nur im Internet, sondern auch in der direkten Nachbarschaft massiv persönlich bedroht wurden.

 

Buch-Rezension "Unerhört. Adbusting gegen die Gesamtscheiße"

Das Autor*innenkollektiv „Berlin Busters Social Club“ hat ein Buch im Themenfeld Kommunikationsguerilla heraus gebracht. Es heißt "Unerhört: Adbusting gegen die Gesamtscheiße". Es dokumentiert linksradikale Adbusting-Aktionen aus dem Berlin der letzten Jahre. Um schicke Hochglanz-Bilder der Aktionen sind inhaltliche Texte angeordnet. Zusätzlich gibt es einen Flyer, auf dem erklärt wird, wie sich Nachschlüssel für Werbevitrinen aus Kram aus dem Baumarkt herstellen lassen. Zusätzlich beschäftigt sich das Buch mit der Frage, was Werbung ist, und beantwortet diese diskurstheoretisch.

Buch-Neuerscheinung: "Unerhört! - Adbusting gegen die Gesamtscheiße"

Aktuell ist der Bildband "Unerhört! - Adbusting gegen die Gesamtscheiße" im Selbstverlag des "Berlin Buster's Social Club (BBSC)" erschienen. Er versammelt neben zahlreichen Fotos gesellschaftskritischer Adbustings aus dem Berliner Straßenbild auch Analysen zu den politischen Möglichkeiten der Aktionsform. Der Book Release findet am 4.2.2019 um 20h im Buchladen "Schwarze Risse" in den Mehringhöfen/Berlin statt (s.u.).

Seiten

Kultur abonnieren