Kurz vor dem Jahreswechsel veröffentlichten der Instagram-Account Lotta Antifascista und die antisemitische Gruppe Handala ihren haarsträubenden Demoaufruf gegen linke Orte und Personen in Connewitz. Diese Einschüchterungsaktion – changierend zwischen Opfergehabe und Eroberungsfantasie – wollten viele (darunter auch wir) nicht hinnehmen, und brachten dafür Ressourcen auf, die an anderer Stelle sinnvoller hätten eingesetzt werden können. Die Folge war die größte Mobilisierung im Kiez seit Jahren. Mit diesem Text, der einen Einblick in unsere laufende Gruppendiskussion gibt, blicken wir zurück auf einen Tag, von dem, trotz erfolgreicher Gegenproteste, vor allem ein fieser Emokater geblieben ist. Wir wollen deshalb einen solidarischen Diskurs darüber anregen, was sich bei ähnlichen Anlässen ändern sollte, damit antiautoritäre und emanzipatorische Demos ihren eigenen Ansprüchen gerechter werden.