Alle reden von der Krise. Ob Wirtschaft, Klima oder Krieg. In all den Diskussionen geht es um Machtansprüche von Staaten, das unbedingte Aufrechterhalten des Status quo oder um Geld und Profite. Selten geht es aber um unser Schicksal – das der arbeitenden Menschen, die keine Millionen auf der Bank haben und in den direkt oder indirekt betroffenen Teilen der Welt leben. Das ändern wir!
Wenn wir im internationalen Spiel der verschiedenen Staaten und Anzugträger nicht zermalmt werden wollen, kommen wir nicht darum herum, unsere Position als Abhängige unserer Arbeit zu stärken und weltweit massenhaft einzugreifen!
Um das Potential unserer kollektiven Macht als Lohnabhängige zu stärken, beteiligen wir uns am Anarchistischen Block bei den Sozialprotesten in Leipzig. Am Freitag reihen wir uns in die entstehende Bewegung der Schüler*innen gegen die Wehrpflicht ein, um der Militarisierung in diesem Land noch etwas entgegensetzen zu können. Am Samstag beteiligen wir uns kritisch an den bundesweiten Protesten des DGB gegen die Kürzungspolitik. Dabei lehnen wir die Strategie des DGB ab, immer nur als Bittsteller um ein paar Prozente zu kämpfen und dann doch nachzugeben. Da diese beiden Themen ineinandergreifen und Teil derselben Entwicklung sind, begrüßen wir die Initiative für einen anarchistischen Block an beiden Tagen und rufen dazu auf, mit uns Präsenz zu zeigen.
Am Samstag, dem 26.09., wird Elke Hannack eine Rede halten. Sie ist nicht nur DGB-Vizechefin, sondern auch Mitglied im Vorstand der CDA (Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft) und seit Jahren aktiv an der Politik der CDU beteiligt. Nachdem uns ihr Parteichef und seine Kollegen wöchentlich mit neuen Beleidigungen überziehen, sollen wir uns jetzt auch noch von seiner Delegierten in Sachen Kürzungspolitik verhöhnen lassen? Wer soll einen Aufruf zum Protest von einer CDU-Politikerin schon ernst nehmen? Wer soll diesem Schauspiel noch glauben, wenn wir als Gewerkschaftsmitglieder nur in kontrollierten Bahnen Forderungen stellen sollen, sodass der Unmut eingeplant und von Anfang an ins Nichts gelenkt werden kann? Das werden wir am Samstag nicht einfach hinnehmen!