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2026.06.17 / 52. Prozesstag / Antifa-Ost-Komplex

2026.06.17 / 52. Prozesstag / Antifa-Ost-Komplex

Demo & Straßenfest gegen den Veteranen-Tag!

Am Veteranentag sollen wir alle "den Leistungen und Opfern unserer Bundeswehr-Veteranen gedenken und lobpreisen" und in ganz Deutschland werden teure Feste veranstaltet.

Nur welche Opfer und Leistungen sind damit gemeint? Werden die Kriegsverbrechen der Bundeswehr in Mali und Afghanistan jetzt auch noch gefeiert?

Wir sagen Nein!
Denn wir lassen uns nicht an die Waffe zwingen und weigern uns, diesen Saftladen auch noch zu feiern!

GEGEN DIE ERKLÄRUNG ZUM NATURSCHUTZGEBIET / AGAINST THE NATURE RESERVE AND ITS WORLD [DEU/ENG]

GEGEN DIE ERKLÄRUNG ZUM NATURSCHUTZGEBIET UND DIE WELT AUS DER SIE KOMMT

Kürzlich versammelten sich einige Bürokrat*innen, um zu versuchen über die Zukunft des Hambi zu entscheiden. Und sie reden davon, hier ein Naturschutzgebiet einzurichten! Offensichtlich haben diese Leute zu viel Zeit in ihren stickigen Büros verbracht und reden jetzt autoritär über Dinge, von denen sie nichts wissen. Habt ihr denn nicht gehört? Der Hambi ist SCHON LÄNGST ein Naturschutzgebiet! Im Jahr 2012 wurde er besetzt, um zu verhindern, dass er durch Europas größte Giftgrube zerstört wird. Die letzten 14 Jahren schützten wir diesen Ort: vor RWE, vor der Forstwirtschaft, vor Jägern – was immer kam. Aber wir sprechen nicht die Sprache des Staates und das wollen wir auch gar nicht. Deshalb tun die Bürokrat*innen gerne so, als wären wir überhaupt nicht da.

Hast du sie sagen hören, sie wollten den Hambi frei von menschlichen Eingriffen? Das ist der Klang von Lügen, die sie dir in dein Gesicht sagen. Macht euch nichts vor: Es geht nicht um die Wahl ob Menschen hier Einfluss haben oder nicht. Es geht nur darum WELCHE Menschen den Einfluss haben. Da könnt ihr entweder die Menschen haben, die hier Jahr und Tag leben, die diesen Ort lieben und respektieren und die weiterhin mit allem, was sie haben, dafür kämpfen ihn zu verteidigen. Oder ihr könnt da eine Gruppe von Bürokrat*innen und Beamt*innen haben, die wenig oder gar nichts über diesen Wald wissen, sondern nur ihre abstrakte Welt aus Statistiken und Lehrbüchern kennen.

Wir werden dem Staat niemals mit der Umsetzung dieses „Naturschutzgebiets“ vertrauen. Werden sie gesunde Bäume fällen, nur weil sie diese als nicht heimisch in dieser Region einstufen? Werden sie Rehe und Wildschweine ausrotten, die hier leben? Werden sie die Schotterwege entfernen, die RWE hier einplanierte und die der Wald bereits zurückerobert? Werden sie für ihren Radweg asphaltierte Straßen und Schneisen durch den Wald bauen? Die Besetzung aufzugeben hieße, uns machtlos zu machen in all diesen und weiteren Fragen.

Wenn der Staat hier den Begriff „Naturschutzgebiet“ verwendet, ist das in Wahrheit nur ein Codewort für zwei Dinge. Zum Einen die Fortführung der Ausbeutung dieses ohnehin schon verwüsteten Waldes. Ausgerechnet als Mittelpunkt eines Ecotourism-Resorts unter der Leitung der Neuland Hambach (die nichts als eine Marionette von RWE ist). Zum Anderen der Versuch, Legitimität für eine weitere Räumung der Waldschützer*innen zu konstruieren. Schließlich haben die Bürokraten GROSSE PLÄNE für diese Region. Rechenzentren, ein Solarpark und ein Yachthafen, ganz zu schweigen von einer Oase mit Seeblick für neokoloniale Tech-Firmen in Morschenich-Alt.

Die aktuellen Verlautbarungen sind eine reine Absichtserklärung (die wieder jede Gelegenheit nutzt die Vorherrschaft von RWE zu sichern), hier bis 2035 ein Naturschutzgebiet einzurichten. Aber welchen Wert hat eine solche Vereinbarung, die von der Institution stammt, die selbst die Gesetze erlässt? Dass Politiker*innen jetzt über die Wiedereinführung der Kernenergie diskutieren, beantwortet diese Frage. Ein Regierungswechsel, ein weiterer militärischer Konflikt oder eine Energiekrise würden schon reichen, damit der vermeintlich sichere Kohleausstieg erneut verschoben oder gänzlich aufgegeben wird. Über riesigen Vorkommen von fossilem Brennstoff gewachsen, wird der Hambi niemals sicher sein solange der Kapitalismus herrscht.

Wir kämpfen hier nicht nur gegen eine Kohlemine. Und auch nicht nur gegen die Yuppifizierung der Region unter dem Vorwand von Ökologie. Wir stehen gegen die autoritäre Weltordnung im Allgemeinen, das heißt auch gegen die Denkweise, ein Wald könne überhaupt „besessen“ werden. Lasst euch nicht täuschen, der Hambi gehöre RWE. Alles, was sie haben, ist ein Stück Papier, auf dem ihr Name mit etwas verbunden ist, über das sie schon lange die Kontrolle verloren haben. Der Wald gehört allen und niemandem. Vergesst das, was sie „öffentliches Eigentum“ nennen – der Hambi steht bereits allen offen, die ihn und seine Bewohner*innen respektieren.

Staat und RWE würden tatsächlich soweit gehen, den Rhein zu entwässern für ihre unsinnigen Pläne für das rheinische Braunkohlerevier. Viel Glück mit eurem giftigen See! Vorher müsstet ihr uns erst einmal loswerden! Und ihr wisst aus Erfahrung, dass wir nicht ohne Kampf zu Boden gehen.

IMMER NOCH WILD, IMMER NOCH FREI!!!
einige Wald-verteidiger*innen


AGAINST THE NATURE RESERVE AND ITS WORLD

Recently a bunch of bureaucrats got together to try and decide the future of the Hambi. And they talk of establishing a nature reserve here! Clearly these people have been spending too much time in their stuffy offices, talking authoritatively of things they don’t know about. Didn’t you hear? The Hambi is ALREADY a nature reserve. In 2012 it was occupied to stop it getting destroyed by Europe’s largest toxic pit. For the last 14 years, we have been protecting the place: from RWE, forestry, hunters, you name it. But we don’t speak the language of the state and we don’t want to. So the bureaucrats like to pretend we’re not even here.

Did you hear them say they want the Hambi free of human interference? That’s the sound of them lying to you. Make no mistake, it isn’t a choice between whether or not humans will be involved here. It is a question of WHICH humans will be involved. Either you can have the humans who have been living here through the seasons, who love and respect it, and continue to fight with everything they have to defend the place. Or else you can have a bunch of officials who know little or nothing of this forest, only of their abstract world of statistics and textbooks.

We will never trust the state to implement their “nature reserve”. Will they cut down healthy trees, on the basis that they are classified as non-native to the region? Will they exterminate the deer and the wild boar who roam here? Will they remove the gravel paths which RWE dumped here, and the forest has since reclaimed? Will they build tarmac roads through the forest for their cycle route? To give up the occupation is to make ourselves powerless on all of these issues and more.

What the state calls a “nature reserve” is a codeword for two things. Firstly, further exploitation of this already ravaged forest by making it the centrepoint of an eco-tourist resort, under the direction of Neuland Hambach (which is anyway a puppet of RWE). Secondly, trying to establish legitimacy for yet another eviction of the forest-defenders. After all, the bureacrats have BIG PLANS for this region. Data centers, a solar park, and a yacht harbour, not to mention a lakeside haven for neocolonial tech firms in Morschenich-Alt.

The recent news amounts to a statement of intent (which takes every opportunity to affirm the supremacy of RWE) to establish a nature reserve here by 2035. But what worth is such an agreement, when issued by the institution which makes the laws? The fact politicians are discussing reinstating nuclear power at the moment answers that question. All it would take is a change in government, or another military conflict or energy crisis, for the supposed coal-exit to be extended again or else completely renounced. Sitting on top of massive reserves of fossil fuels, the Hambi will never be safe for as long as capitalism continues.

We are not only fighting against a coal mine. Nor against the yuppification of the region in the name of ecology. We take issue with the authoritarian world-order generally, including the mentality that a forest can be “owned” in the first place. Don’t be fooled into thinking the Hambi belongs to RWE. All they have to their name is a scrap of paper with their name linked to something they lost control of long ago. The forest belongs to everyone and no one. Forget about what they call “public ownership”, the Hambi is already open to all who respect it and its inhabitants.

The state and RWE will go so far as draining the Rhine to realise their nonsense plans for the region. Good luck with your toxic lake! You will have to get rid of us first. And you know from past experience that we won’t go down without a fight.

STILL WILD, STILL FREE!!!

some forest defenders

 

Anarchistische Buchmesse: 7.-9. August 2026 / KuZeB, Bremgarten AG, CH

Save the Date: Anarchistische Buchmesse vom 7.-9. August 2026 im KuZeB in Bremgarten AG, Schweiz

[Italien] In Zeiten des Krieges - Über die antianarchistische Razzia vom 16. Juni

IN ZEITEN DES KRIEGES

Über die antianarchistische Razzia vom 16. Juni

Am Dienstag, den 16. Juni, traf in Rom und anderswo eine weitere Razzia die anarchistische Bewegung: sieben Haftbefehle gegen ebenso viele Mitstreiter*innen, mehrere Beschuldigte auf freiem Fuß, Durchsuchungen in halb Italien und die Räumung des besetzten römischen Raums Bencivenga. Die Hauptanklage ist die üblichen „Vereinigung mit dem Ziel des Terrorismus“ (§270‑bis). Außerdem wurden zwei Mitstreiter*innen mit dem neuen Delikt des „Terrorismus der Worte“ (geändertes §270‑quinquies durch das vorletzte Sicherheits‑Paket) festgenommen, wegen des Besitzes einiger bei der Durchsuchung gefundener Flugblätter.

Sexualisierte Gewalt und Folter - Repression gegen Frauen - eine Veranstaltung mit Nekane

Weltweit spielt Repression gegen Frauen eine Rolle, wenn sich kämpfende Bewegungen entwickeln und Frauen sich erheben. Sexualisierte Gewalt und Folter sind dabei Methoden, mit denen Staaten den Willen von Frauen brechen und ihren Widerstand unterdrücken wollen.

 

 

 

 

Flaggen Spiel

 

Während die Männer-Weltmeisterschaft die Aufmerksamkeit der Welt fesselt, sehen wir, wie nationalistische Flaggen überall gehisst werden. Sie erscheinen als Zeichen des Stolzes, doch in Wirklichkeit sind sie oft Symbole von Ausgrenzung und Unterdrückung. Diese Flaggen ziehen Grenzen, teilen Menschen und vermitteln den falschen Eindruck, dass unsere Identität allein durch eine Nation oder deren Symbol definiert wird.

 

 

Eine Warnung: Der CSD Bochum und sein Bolschewismus

In wenigen Tagen findet wieder der CSD Bochum statt. Der CSD prahlt mit seinem „Politisch-sein“ und gibt nach außen hin damit an wie radikal und implizit links er ist. Doch was steh inhaltlich eigentlich dahinter?

Eine Version mit Screenshots findet ihr auf unserem Blog: boautoritaer.noblogs.org

Programm für die Aktionstage in Berlin veröffentlicht! 10. bis 12. Juli: Gegen den Start der Waffenproduktion bei Rheinmetall in Berlin.

Aktionen. Demonstrationen. Diskussionen. Infoveranstaltungen. Konzerte. Theater. Chöre.

https://keinewaffenproduktionberlin.noblogs.org/aktionstage#programm

Ab Donnerstag, 9. Juli, werden wir unsere Infrastruktur auf der zentralen Wiese des Volkspark Humboldthain aufbauen – keine 500 Meter entfernt vom Rheinmetall‑Werk. Die zentralen Orte werden das Zirkuszelt und unser Workshopzelt sein. Es wird auch Infotische geben, um mit den Nachbar*innen ins Gespräch zu kommen. Einer der Infotische wird rund um die Uhr besetzt sein.

Schlafplätze

Bitte meldet euch unter folgender E‑Mail-Adresse bbgw_bettenboerse@proton.me, falls ihr in Berlin einen Schlafplatz benötigt. Wir vermitteln euch dann passende Unterkünfte. Auch wenn ihr selbst Schlafplätze anbieten möchtet oder Fragen zur Übernachtung habt, schreibt uns gerne an diese Adresse.

Kinderbetreuung

Während der Aktionstage gibt es am 10. und 11. Juli eine Kinderbetreuung vor Ort. Diese gestalten wir gemeinsam mit KiKo Berlin. Wir würden uns wünschen, dass ihr euch vorher bei uns per E‑Mail anmeldet für eine bessere Einschätzung unserer Kapazitäten.

Essen

Wir laden zum gemeinsamen Essen ein:

  • Freitag um 9:30 Uhr Frühstück
  • Freitag um 13:30 Uhr Mittagessen
  • Samstag um 13:00 Uhr Mittagessen 

Ausstellungen

Es wird verschiedene mobile Ausstellungen vor Ort geben. Unter anderem zu Zwangsarbeit bei Rheinmetall im Zweiten Weltkrieg.

Das Programm wird laufend erweitert.

Achtet auf weitere Ankündigungen.

https://keinewaffenproduktionberlin.noblogs.org

Das Gefangenen Info #459 ist erschienen!

Liebe Leserinnen und Leser,

das Gefangenen Info ist erschienen. Schwerpunkt ist Aussageverweigerung:

 

Es gab bisher ca. 50 Vorladungen im Zusammenhang mit der Festnahme von Daniela Klette und der internationalen Fahndung nach den Genossen Burkhard Garweg und Volker Staub.

Daraus resultierten viele juristische sowie politische Fragen, Unsicherheiten und Ängste, die wir in diversen Beiträgen thematisieren werden. Deshalb wollen wir auch nochmals auf die Kampagne der Roten Hilfe „Anna und Arthur halten das Maul“ aufmerksam machen. 

 

Nachtrag zum Feuer bei Kategorie C

Nachtrag zum Feuer bei Kategorie C

(KI) Nazi Schmierereien gecrossed…

 

In Kiel tauchen vermehrt rechte Schmierereien auf. Dies reiht sich ein in eine zunehmende rechte Raumnahme in unserer Stadt. Ob regelmäßige AfD-Stände in der Innenstadt, Sticker, pöbelnde Rechte oder wohlgemerkt recht peinliche Versuche an der Dose. Der Rechtsentwicklung und dem Erstarken von Faschist:innen müssen wir auf allen Ebenen entgegentreten.

Also auf gehts: Bildet Banden, keine Räume den Rechten! Kiel bleibt rot!

 

 

Fotos: Stop Geas! Bleiberecht für alle!

Kundgebung am 12.6.2026 vor dem Roten Rathaus in Berlin

Seit dem 12. Juni gelten die menschenrechtsfeindlichen Regelungen des „Gemeinsamen Europäischen Asylsystems“ (GEAS). Gegen die massive Verschärfung des Asylrechts demonstrierten an diesem Tag mehrere hundert Menschen vor dem Roten Rathaus in Berlin.

»Das war von Anfang an die Marschrichtung«

Daniela Klette vor Gericht in Verden, Mai 2026

Über die Plädoyers und das Urteil im RAF-Verfahren gegen Daniela Klette wegen der Post-RAF-Raubüberfälle

Şehîd namirin - Azad Şergeş - Asya Kanîreş - Koçer Medya

Vor drei Jahren, am 15. Juni 2023 sind die drei Freund:innen Azad Şergeş, Asya Kanîreş und Koçer Medya im Kampf für ein Leben in Freiheit gefallen. Als Teil der kurdischen Befreiungsbewegung waren sie auf dem Rückweg von einer erfolgreichen militärischen Aktion gegen die türkische Armee als sie durch feindliche Angriffe in der Region Xakurkê gefallen sind.

Thomas, bevor er seinen Kampfnamen Azad Şergeş angenommen hat und sich den Reihen der PKK anschloss, verbrachte seine Kindheit und Jugend hier in Süddeutschland. Als Teil der Revolutionären Bewegung kämpfte er gegen faschistische Umtriebe und die deutsche Kriegspolitik. 

Thomas war ein Mensch der Tat. Mit tiefer Überzeugung das eine andere Welt möglich ist. Ein Mensch der Initiative. Jemand der nicht lange zu redet sondern handelt. Immer auf der Suche nach Wegen und Mitteln im revolutionären Aufbau voranzukommen. Und immer das Ziel einer sozialistischen Gesellschaft vor Augen.

Wir sind Thomas tief verbunden. Seinem Leben, seinem Mut, seiner Entschlossenheit, seiner Entscheidung dort hin aufzubrechen, wo die Revolution pulsiert, an die Frontlinie des Krieges für ein freies Leben für alle Menschen. Wenn man sich fragt, was die tiefe Bedeutung von Internationalismus und Genossenschaftlichkeit ausmacht, dann steht Thomas Leben dafür: Den Kampf für eine freie Gesellschaft als einen globalen Kampf zu begreifen, der nicht gebunden ist an die Grenzen von Familie, Freund:innen, Ländern oder Kontinenten. Füreinander einzustehen. Die Bereitschaft aufzubrechen und Wagnisse einzugehen, selbstlos zu sein, Solidarität und Menschlichkeit zu leben – selbst unter Einsatz des eigenen Lebens. Angetrieben von der Wut auf die Verhältnisse und Sehnsucht nach einem Leben in Freiheit.

Mit den Wandplakaten in Stuttgart wollen wir an Azad, Asya und Koçer erinnern. Sie und alle anderen Şehîds werden uns immer begleiten und uns Kraft geben auf unserem Weg des Kampfes, wo immer wir ihn gehen, wo immer wir uns aufhalten. Die Gefallenen sind unsterblich. Şehîd namirin.

Gedenkbroschüre Download

 

Update im sog. Parkbankverfahren - Bewährung für die dritte Gefährtin

Lange war nichts von uns zu hören und zu lesen, die Jahre ziehen ins Land und vermutlich haben viele gedacht, das Verfahren wäre schon abgeschlossen.
Doch dem war nicht so. 
Heute wurde die Haftstrafe unserer Gefährtin ein weiteres mal zur Bewährung ausgesetzt - hoffentlich wars das nun auch endlich!

Ein Himmelstoß für die General-SA – Prozesstermine im Zündlumpen-Verfahren für November/Dezember angekündigt

Man könnte von einem M. C. Escherschen Treppenwitz sprechen, wenn man sich den Gang der Dinge im Münchner Zündlumpen-Verfahren über die letzten vier Jahre ansieht. Ohne jeden Zweifel drehte sich die Justiz das letzte Jahr im Kreise. Endlich jedoch soll voraussichtlich im November und Dezember diesen Jahres, kaum 1 1/2 Jahre nachdem uns Eva Firoozis Typoskript ihres Kammertheaterstücks „Wer das liest ist doof“ in einer Vorabfassung vorgelegt wurde, die Uraufführung des Repressionstheaters rund um den Zündlumpen stattfinden. Mit dem Richter Himmelstoß und seiner richterlichen Vereinigung als Protagonisten auf der Bühne. Jene Darsteller also, die zuletzt, nachdem sie das Machwerk Firoozis mit dem Rotstift zusammengestrichen hatten, ganze Akte entfernt und sogar das Genre geändert hatten, ihre Proben auf Eis gelegt hatten, um Eva Firoozi an das Amtstheater zu verweisen, werden nun also von der obersten Theateraufsicht genötigt, das Stück dennoch aufzuführen.

Stellungnahme zu den aktuellen Debatten rund um das AZ und Positionierung im sogenannten Israel-Palästina-Konflikt

Im und um das AZ herum haben in den letzten Monaten viele Konflikte stattgefunden. Uns war es wichtig, die Geschehnisse, in deren Rahmen sich mehrere Gruppen aus dem AZ zurückgezogen und es schlussendlich verlassen haben, erstmal intern aufzuarbeiten. Zudem wollten wir nicht mehr als nötig zu einer seit Monaten und weiter fortlaufend stattfindenden Spaltung der linken Szene (in Aachen) beitragen, indem wir uns öffentlich äußern und kritisieren. Leider hat dies aber auch dazu geführt, dass der gesamte Diskurs sehr einseitig skizziert wurde. Unsere Besucher*innen und politische Gruppen beschäftigen diese Konflikte weiterhin und dementsprechend fühlen wir uns verantwortlich, uns doch dazu zu äußern.

Feurige Abrüstungsmaßnahme bei der Telekom!

Rüstung sei ein neues Geschäftsfeld, das die Telekom erschließen wolle, und er sehe darin hohes Wachstumspotenzial“

Was der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, Tim Höttges, hier als Wachstumspotenzial bezeichnet, bedeutet nichts anderes als: Krieg ist ein lukratives Geschäft und der Konzern will ein Stück vom Kuchen.

 

+++ Fundi-Karren fahrunfähig gemacht +++

Am 30. Mai 2026 haben wir am Rande des christlich-fundamentalistischen „Schweigemarsch fürs Leben“ in Annaberg-Buchholz mehrere Autos von Jesus-Fans sabotiert.

Der „Schweigemarsch“ wird jährlich vom Lebensrecht Sachsen e.V. organisiert. In Annaberg-Buchholz demonstrieren christliche Hardliner und Faschisten für ein vollständiges Abtreibungsverbot. Abtreibung ist Mord – diese zutiefst antifeministische Erzählung zielt darauf ab, die Körper von gebärfähigen Menschen zu kontrollieren und sie auf ihre reproduktive Funktion zu reduzieren. Frauenfeindlichkeit und Queerfeindlichkeit waren schon immer der kleinste gemeinsame Nenner aller rechten Akteure, und dies gilt es zu bekämpfen!

 

Save the date – Waffenmesse DSEI Germany in Hannover 09.-12.03.2027

Die Waffenmesse „Defence & Security Equipment International“ (DSEI) findet seit über 20 Jahren in London statt und ist eine der größten Europas mit etwa 1.600 Aussteller*innen und 45.000 Besucher*innen in 2025. Neben Tokyo expandiert die Messe jetzt auch nach Hannover und wird vom 09.-12.03.-2027 auf dem Messegelände ausgerichtet.

[HB] Solidarität mit den Betroffenen

  

Knastwerbung auf dem Open Airport Freiburg

Freiburger Gefängnis macht kackdreist Werbung auf örtlichem Flughafenfest!

+++ AKTUELLES: Mahnwache in Brunsbüttel +++

++++ 

Aus Protest gegen den gefährlichen Atommülltransport nach Brokdorf findet heute Vormittag seit 9.30 Uhr in Brunsbüttel eine Mahnwache statt. Treffpunkt ist Hamburger Straße Ecke Fährstraße.

Im Elbehafen von Brunsbüttel, wo das Schiff PACIFIC GREBE seit gestern entladen wird, sind gegen 10.15 Uhr Kranbewegungen sichtbar. In der Nacht haben die Entladearbeiten offenbar pausiert. Wann der Straßentransport mit Ziel Brokdorf abfahrbereit ist, ist derzeit unklar. Das Gelände ist nicht einsehbar und wird von der Polizei abgeschirmt. +

   

[LE] +Miethaifahrzeug eingefärbt+

Das Jagdhorn blies vor 2 Wochen zum Start der Jagdsaison zur Bekämpfung der fortlaufenden Gentrifizierung.

Neue Verschärfung gegen den Gefangenen Andreas Krebs

Der Knastrebell Andreas teilte uns am Mittwoch , den 11.Juni mit, dass seine

Post von  dem  Vollzugsdienstleister jetzt selbst kontrolliert wird!

Das  betrifft alle Briefe, die ein- und ausgehen.

Das betrachten wir  als Willkür, Verschärfung  und schlussendlich als Zensur, denn Gefangene haben selbst keinen Zugriff zum Internet, kaum  Zugang zu selbstbestimmten, also staatsfernen Medien.

Was Andreas an Infos jetzt erhält, entscheiden die, die ihn einsperren!

 

2026.06.10./ 50. Prozesstag / Antifa-Ost-Komplex

Schwerpunkt des heutigen Prozesstags war die Vernehmung der Zeugin PKZ 10. PKZ 10 war mit dem Mobilen Einsatzkommando (MEK) Dresden beteiligt an der Umfeldobservation des Brian Engelmann am 08.06.2020 in Leipzig. Der Neonazi und inzwischen rechter Szene-Anwalt hätte laut Anklage durch die vermeintliche Vereinigung angegriffen werden sollen.

München: Polizeigewerkschaft mal wieder Opfer

Angriff auf Gewerkschaftsbüro in Haidhausen: Unbekannte zerstören Fensterscheiben

In Haidhausen haben Unbekannte mehrere Scheiben eines Gewerkschaftsbüros zerstört. Durch die kaputten Fenster warfen sie eine Flüssigkeit ins Innere.

Au-Haidhausen – In Haidhausen haben Unbekannte zwischen Mittwoch, 15., und Donnerstagmorgen, 16. April, 8 Uhr, mehrere Fensterscheiben eines Gewerkschaftsbüros zerstört. Wie das Polizeipräsidium München mitteilt, brachten die Täter durch die kaputten Scheiben eine „übelriechende“ Flüssigkeit in die Räume. Mitarbeiter entdeckten die Beschädigung am Donnerstagmorgen und alarmierten die Polizei über den Notruf 110.

Fensterscheiben zerstört in Haidhausen: Täter bringen übelriechende Flüssigkeit ins Gewerkschaftsbüro

Die Feuerwehr rückte ebenfalls aus und konnte eine Gesundheitsgefährdung durch die Substanz ausschließen. Die Polizei führte umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen durch. Das Kriminalfachdezernat 4 der Münchner Kriminalpolizei ermittelt nun wegen des staatsschutzrelevanten Delikts. 

 

Das schrieb die Presse. Dabei kommen die Opfer selbst nicht zu Wort. Wir wollen ihnen endlich eine Stinme geben:

Die Landesgeschäftsstelle der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) Bayern ist Ziel eines Anschlags geworden. Bislang unbekannte Täter warfen in der Nacht zum Donnerstag mehrere Scheiben des Verwaltungsgebäudes ein und brachten vermutlich Buttersäure in die Räumlichkeiten ein. Es entstand erheblicher Sachschaden.

Die DPolG Bayern verurteilt diesen Angriff in aller Schärfe. "Gewalt und Sachbeschädigung sind keine Mittel der demokratischen Auseinandersetzung. Wer versucht, durch solche vermutlich politisch motivierte Straftaten Einschüchterung zu erzeugen, stellt sich außerhalb des rechtsstaatlichen Diskurses!" stellt der DPolG-Landesvorsitzende Jürgen Köhnlein klar. "Wir lassen uns von solchen Angriffen auch nicht beeindrucken. Wir sind eine sicherheitsrelevante Einrichtung und damit ist dies ein Angriff auf den Rechtsstaat. Die DPolG Bayern steht für die Interessen der Beschäftigten der Polizei und für einen starken Rechtsstaat. Daran wird sich nichts ändern"!

Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an. Die DPolG Bayern setzt auf eine konsequente Aufklärung durch die zuständigen Behörden.

Unabhängig von unterschiedlichen politischen Auffassungen gilt: Der demokratische Diskurs lebt vom Austausch von Argumenten - nicht von Gewalt gegen Sachen oder Personen.

 

Unsere Stimme dazu: ACAB

 

[LE] Halbzeit: Chronik der autonomen Aktivitäten in Leipzig zur Jahreshälfte!

Nach den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 möchten wir im Rahmen der 1. Liga für Autonome veranschaulichen, welche erfolgreichen Aktionen Leipziger Militante bereits umgesetzt haben. Mit diesem indymedia-Post nominieren wir außerdem die Städte Bremen, Hannover, Aachen, München, Berlin und Hamburg, ebenfalls eine Chronik der durchgeführten direkten Aktionen in ihrer Stadt zu veröffentlichen. 

Das sächsische Landesamt für Verfassungsschutz schrieb in seinem Januar-Monatsbericht über das Vorhaben Leipziger Genoss*innen, in diesem Jahr den verliehenen Titel des Randalemeisters (https://de.indymedia.org/node/621749) zu verteidigen, folgendes: "Auch wenn die „Randalemeisterschaft“ als „humoristische“ Aktion verharmlost wird, so ist nach Einschätzung des LfV Sachsen davon auszugehen, dass Leipziger AUTONOME beabsichtigen, sich den „Titel“ mit einem gesteigerten Aktionsniveau auch für 2026 zu sichern. (...) Da Aktionen in das Ranking einfließen, zu denen ein Tatbekenntnis veröffentlicht wurde, ist davon auszugehen, dass in diesem Jahr vermehrt klandestine Aktionen von einem Tatbekenntnis flankiert werden."

Unsere Motivation liegt überraschenderweise weniger im Sieg einer fiktiven Indymedia-Liga, da es für uns doch eine ganze Welt zu gewinnen gibt :^). Jedoch werden Leipziger Autonome die zweite Jahreshälfte selbstverständlich nutzen, um anhaltend zahlreiche direkte Aktionen durchzuführen (und mit etwas Glück erneut zum "Randalemeister" gekürt zu werden..). 

 

Aber scheiß′ drauf - Sponti ist nur einmal im Jahr

Ein anonymer Autor hat eine Kritik an der Sponti-Kultur in Großstädten veröffentlicht und damit aber vorallem Leipzig gemeint. In der Form des Kundenfeedbacks wird sich gewünscht, dass der Adrenalinkick bitte seltener, aber dafür intensiver serviert werden soll. Außerdem wären andere Praktiken deutlich sinnvoller, auch wenn die leider langweilig sind. Nun ist Kritik,  unabhängig von ihrer Form, an sich ja erstmal etwas sinnvolles. Zumal sie nun einmal die Runde gemacht hat und auch in unserem Umfeld nicht nur auf taube Ohren gestoßen ist. Wir nehmen sie hier zum Anlass um miteinzusteigen in die Diskussion um Spontis, den neuen heißen Trend in der radikalen Linken - oder vielmehr was die (angenommenen) 15-30 übriggebliebenen Menschen, die noch an Spontis teilnehmen oder sie organisieren, denn bitteschön besseres mit ihrer Zeit anfangen könnten? Wie auch immer. Die restlichen 200 Autonomen in Leipzig (VS Angaben für 2025)  wollen wohl was geboten bekommen.

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