Freiräume

[LE] +Miethaifahrzeug eingefärbt+

Das Jagdhorn blies vor 2 Wochen zum Start der Jagdsaison zur Bekämpfung der fortlaufenden Gentrifizierung.

Wir gehen rein – und die Dokumente gehen raus / Übersichten, Adressen, PDFs und alles was das Herz begehrt!

Angesichts der akuter werdenden Räumungsbedrohung gegen die Rigaer94 diesen Sommer, möchten wir in Solidarität mit dem bedrohten Projekt noch einmal auf ein paar Kleinigkeiten aufmerksam machen. Im August letzten Jahres sind wir in das Büro von Leonid Medved, dem möchtegern-Eigentümer der Rigaer94 eingebrochen, haben alles an Dokumenten mitgenommen was wir tragen konnten und einen Feuerlöscher im Büro entleert. Wenig später haben wir die erste Runde an Dokumenten veröffentlicht und konnten somit Informationen über den ursprünglichen Kauf des Hauses, Leonids Anwält:innen, Verstrickungen mit Politik und Justiz und weiteres ans Licht bringen. In der zweiten Runde konnten wir dann auch ein paar Dokumente über ihre dubiosen Spielautomaten-Geschäfte beisteuern.

Hausdurchsuchungen / Raids in Berlin / March 2026 / Statement Houseproject Wedding

*German below*

On 24 March at 6 a.m. the cops attacked our self‑organized house. Besides us, the anarchist library Kalabal!k in Kreuzberg, the L5 Späti in Neukölln and several apartments in Berlin, Hamburg, Düsseldorf and Kyritz (Brandenburg) were raided.

Stellungnahme des TÜWI Vereins zu den anonymen Vorwürfen unter dem Namen "Punkbeislbande" am 01.06.2026 - 23:55 auf de.indymedia.org

Transparenz ist uns ein wichtiges Anliegen. Daher äußern wir uns zu den anonym erhobenen Anschuldigungen, die am 01.06.2026 unter dem Namen „Punkbeislbande" auf Indymedia gegen den TÜWI Verein veröffentlicht wurden. Wir möchten festhalten, dass die Vorwürfe ohne Einholung unserer Sichtweise veröffentlicht wurden. Eine Kontaktaufnahme hätte eine Richtigstellung vor Veröffentlichung ermöglicht. 

Das Berliner ASOG, eine Hommage an die Stasi

stasi kamera alexanderplatz

Im Wettstreit des Kalten Krieges um die Legitimation der eigenen Bevölkerung zu erlangen, war eines der wichtigsten Argumente der West-BRD, die Freiheit des Bürgers (damals noch nicht gegendert). Im Gegensatz zur DDR, so das Narrativ von 1949 bis 1990, würden die Westdeutschen nicht von ihrem Staat bespitzelt und überwacht, weil dieser demokratisch sei. Entsprechend oft tönte es aus den Mündern von Politiker*innen und Journalist*innen, die Stasi der DDR sei besonders verwerflich, weil sie ihre Bevölkerung offen und verdeckt überwache, technisch und durch inoffizielle Mitarbeiter. Die DDR solle sich gefälligst wegmachen mit ihrem Unrechtsstaat. Noch Jahre nachdem Egon Krenz und Konsorten diesem Wunsch nachgekommen sind, schreibt Peter Wensierski 2014 einen Artikel für den Spiegel unter dem Titel „Geheimes Staatsfernsehen Video-Spitzel am Alexanderplatz“

Aufruf zum Boykott des TÜWI: Solidarität gegen Täter-Opfer-Umkehr!

Wir rufen ab sofort zum konsequenten Boykott des TÜWI (Wien) auf. Ein Ort, der sich selbst als linker, emanzipatorischer oder kritischer Freiraum versteht, hat in den vergangenen Vorfällen bewiesen, dass patriarchale Dynamiken und institutionelle Gewalt dort schlussendlich reproduziert werden, anstatt ihnen solidarisch zu begegnen.

Was ist passiert?

Nach einem patriarchalen Übergriff / Männerangriff in den Räumlichkeiten des TÜWI hat sich eine FLINTA*-Person gegen den Angreifer gewehrt. Anstatt der betroffenen Person im Sinne einer konsequenten Awareness-Arbeit beizustehen und den Angreifer zur Verantwortung zu ziehen, passierte das Gegenteil:

  • Täter-Opfer-Umkehr: Gegen die FLINTA*-Person, die sich gegen die Gewalt gewehrt hat, wurde ein Hausverbot verhängt.

  • Falschbehauptungen: Der Vorfall wurde durch maßlos übertriebene und verdrehte Darstellungen im Nachhinein so umgedeutet, dass die Selbstverteidigung als Aggression denunziert wurde.

  • Kooperation mit den Bullen: Als wäre die Ausgrenzung der betroffenen Person nicht genug, zeigt das TÜWI immer wieder die Tendenz, bei Konflikten die Polizei zu rufen. Wer in vermeintlich linken Räumen die Cops ruft, bricht mit den fundamentalsten Prinzipien von Antirepression und kollektiver Selbstorganisation. Die Polizei schützt keine von patriarchaler Gewalt betroffenen Personen – sie gefährdet sie.

Unsere Forderungen und Konsequenzen

Ein Raum, der sich mit linker Kultur schmückt, aber im Ernstfall FLINTA*-Personen kriminalisiert, Falschbehauptungen vorschiebt und die Repressionsbehörden involviert, hat seinen Anspruch als „Safe Space“ oder solidarischer Ort komplett verspielt.

Wer Täter schützt, Betroffene ausschließt und mit staatlichen Organen kooperiert, muss mit kollektivem Widerstand rechnen. Die jüngsten direkten Aktionen gegen dieses täterschützende Verhalten haben gezeigt, dass die Ignoranz der Verantwortlichen nicht unbeantwortet bleibt – und sie waren möglicherweise erst der Anfang, wenn kein radikales Umdenken einsetzt.

Wir fordern:

  1. Die sofortige Rücknahme des Hausverbots gegen die FLINTA*-Person.

  2. Eine öffentliche Richtigstellung der Falschbehauptungen und eine transparente Aufarbeitung des Vorfalls.

  3. Ein klares, verbindliches und konsequentes Bullen-Verbot im TÜWI – Konflikte und Vorfälle müssen intern, emanzipatorisch und ohne staatliche Repressionsorgane gelöst werden.

Boykottiert das TÜWI!

Bis diese Punkte nicht erfüllt sind und ein grundlegendes Umdenken stattgefunden hat, bleibt das TÜWI für uns kein Raum mehr, den wir unterstützen, besuchen oder unkritisch belassen können.

  • Tragt den Protest hinein: Redet mit den Leuten, die dort arbeiten oder verkehren. Macht den Vorfall öffentlich.

  • Meidet den Konsum vor Ort: Unterstützt keine Strukturen, die patriarchale Gewalt durch Hausverbote gegen Betroffene decken.

Solidarität mit allen, die sich gegen patriarchale Angriffe wehren! Gegen Täter-Opfer-Umkehr und Cop-Kooperation in vermeintlich linken Räumen!

Solidarität mit Florentine - Stellungnahme zu den Vorwürfen gegen Henning

Zu den Vorwürfen gegen Henning und dem Statement seiner Freundinnen. Wir positionieren uns solidarisch an der Seite von Florentine und allen Betroffenen sexualisierter Gewalt.

Stellungnahme gegen die Verleumdung von Henning

Wir sind Frauen, die sich Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahren politisiert haben und seither und bis heute in den verschiedensten Projekten, Gruppen und Organisierungen linke Politik machen. Wir lehnen die Vorwürfe des anonymen, auf Indymedia veröffentlichten Schreibens gegen Henning mit aller Entschiedenheit ab.

Farbangriff auf LAP (München)

Aus Wut auf die bestehende Gesamtscheiße haben wir am Samstag den 16.05., aus der Krachparade heraus, die LAP-Filale in der Klenzestraße mit roter Farbe angegriffen. LAP steht symbolisch für die immer weiter fortschreitende Gentrifizierung & Aufwertungsprozesse in München. Aus logischer Konsequenz steigen die Mieten seit Jahren ins Exorbitante. Doch dafür das München die Stadt mit den höchsten Mieten in ganz Deutschland ist und nur noch diejenigen die genug Kohle haben, sich das Leben hier leisten können, lassen wir uns all das, schon viel zu langen gefallen.

 

Seit Jahren befinden wir uns als autonome Bewegung an einem historischen Tiefpunkt. Aus Zeiten der Ohnmacht & Vereinzelung gilt es sich endlich zu befreien und neue Kraft für kommende Kämpfe zu schöpfen. Wir haben aus den Erfolgen & Fehlern der 2000ern und 2010ern gelernt. Nun heißt es raus aus der Defensive, rein in die Bewegung und verdfammt nochmal handlungsfähig zu werden. Ob München, Berlin, Frankfurt, Hamburg, Leipzig oder anders wo. Die Nacht ist unsere Freundin, also schließt euch mit Gefährt*innen zusammen und färbt die Yuppie-Läden in euren Kiezen ein, sorgt für klirrende Scheiben und lodernde Feuer.

 

Zeigen wir den Herrschenden, dass die Jahre der Ruhe vorbei sind. In dem Sinne: Viva la Revolte!

 

Antiolympisches Schanzenfest Hamburg

Das Schanzenfest findet am 23. Mai vor dem Referendum zu Olympischen Spielen in Hamburg statt. Neben Ständen von Anwohner:innen und Initiativen gibt es eine Livebühne, Kundgebungen und inhaltliche Veranstaltungen gegen Gentrifizierung, Überwachung und Vertreibung und die Folgen olympischer Spiele. Zudem kündigen wir bereits zum jetzigen Zeitpunkt für den Fall, dass eine Olympiabewerbung nicht bereits durch das Referendum mit einem Nein verhindert werden sollte, ein Schanzenfest zu den Eröffnungsfeiern der Spiele 2036, 2040 oder 2044 an.

Als direkt betroffene Anwohner:innen von Sicherheitsarchitekturen und Umstrukturierungen wird unser Protest und Widerstand gegen olympische Spiele weitergehen. Insgesamt 20 der 33 geplanten Wettkampfstätten liegen direkt im Hamburger Stadtgebiet, 17 davon – also 85 Prozent – in einem Radius von nur sieben Kilometern rund um das Heiligengeistfeld. Was euphemistisch als Spiele der kurzen Wege beworben wird, bedeutet für alle, die hier leben, wochenlange Polizeieinsätze, Hochsicherheitszonen, Kontrollen, Aufenthaltsverbote, Kameras, Hubschrauber- und Drohneneinsätze. Die Wirklichkeit ist weit davon entfernt, ein olympisches Dorf zu sein. Und wir werden dieses nicht in Hamburg willkommen heißen.

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