Bayern München

Die Politiker aus dem Kampf gegen Umweltzerstörung verjagen?

Es scheint gerade en vogue zu sein unter Politikern, Wissenschaftlerinnen, Industriellen und allen die es noch werden wollen, auf der Welle der Proteste gegen Umweltzerstörung und vor allem Klimawandel mitzuschwimmen und vor allem, sich hier und dort als deren Sprecher*innen aufzuspielen, sich mit medial in Szene gesetzten, symbolischen Aktionen ebenso wie mit einem in den Medien geäußerten Verbalradikalismus rücksichtslos und auf dem Rücken anderer zu inszenieren und vor allem dann, wenn sich Leute entscheiden, dieses lächerliche Politikspiel nicht mitzuspielen und stattdessen dort anzugreifen, wo die Umweltzerstörung tatsächlich stattfindet, dort wo sich der Angriff nicht bloß gegen ein paar einfache Feindbilder richtet, sondern auch all die Heuchler*innen trifft, die es verstehen, sich als “klimafreundlich” zu inszenieren, während sie die Umwelt härter abfucken, als jemals zuvor, bereitwillig in die Bresche springen und diese Angriffe verurteilen, als fehlgerichtet erklären oder sich gar in Denunziation üben.

[Muc] Knastspaziergang am Silvesterabend

 

Am Silvesterabend versammelten sich knapp 30 Personen an der JVA Stadelheim, um die Gefangenen dort zu grüßen und zogen von dort mit einer Spontandemonstration weiter zum Frauengefängnis. Begleitet von Pyro, Graffiti und lautstarken Parolen wurde folgende Grußbotschaft überbracht:

 

Farbe für Burschenschaft

Gestern Nacht wurde das Haus der schlagenden Burschenschaft Sudetia in der Augustenstraße 109 in München mit Farbkugeln und dem Spruch „Sexisten & Nazis“ versehen. Die Sudetia ist eine von 7 schlagenden Burschenschaften in München und hat unter dem Motto Ehre, Freiheit, Vaterland auch am sogenannten Volkstrauertag teilgenommen. Burschenschaften sind ein Hort reaktionären Potenzials und vertreten und bewahren rückschrittliche Werte. Gleichzeitig sind sie durch ihre Infrastruktur und durch ihre gute Vernetzung gesellschaftlich einflussreich. Schlagende Burschenschaften vertreten offen rechte und rassistische Ideologie und haben in München immer wieder organisierten Faschisten Unterschlupf und Wohnraum geboten. Doch nicht nur das: Die reinen Männerbünde stehen ausschließlich Männern offen und tolerieren Frauen meist nur zu bestimmten Anlässen, bei diesen Festen sind sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen an der Tagesordnung.

Burschenschaftler haben ein extrem rückschrittliches und feindliches Rollenbild von Frauen. Zum Anlass des Tages gegen Gewalt an Frauen wurde deshalb die Fassade der Sexisten und Rechten mit Farbe verschönert.

Sexisten und Rechten keine Ruhe – Burschenschaftler angreifen!

 

Nazi vor Wunsiedel zuhause besucht und bloßgestellt

 

Gestern Nacht haben Antifaschist:innen vor der Wohnung von Karl Heinz Statzberger eine „Girlande“ mit umgedrehten Wahlplakaten des dritten Wegs aufgehängt, auf die die Parole „3. Weg hängen“ geschrieben steht.

 

Karl Heinz Statzberger ist Leiter des sogenannten Stützpunktes Oberbayern und war „Spitzenkandidat“ der Kleinstpartei bei der Bundestagswahl. Während des Wahlkampfs hatten die Nazis mit der Aufschrift „Hängt die Grünen.“ geworben und diese unter anderem in der Nähe der Synagoge aufgehängt, auf deren Grundsteinlegung u.a. Statzberger einen Anschlag geplant hatte.

 

Am Samstag den 13.11. ruft der Dritte Weg zum sogenannten „Heldengedenken“ in Wunsiedel auf. Das „Heldengedenken“ ist eine seit Jahren stattfindende überregionale Nazimobilisierung. Mittlerweile wird die Mobilisierung fast ausschließlich vom „Dritten Weg“ getragen. Wie in jedem Jahr gibt es dagegen breiten Protest, zu dem wir mit unserer kleinen Aktion einen Auftakt geben wollen.

 

Auf nach Wunsiedel – Heldengedenken stören – Dritten Weg Angreifen

 

 

Solidarität mit Jo und Dy – Spontane Demonstration in München zur Urteilsverkündung

 

Heute am Mittwoch, den 13.10.21, wurden unsere Genossen Jo & Dy zu 4,5 und 5,5 Jahren Haft verurteilt. Ihnen wird vorgeworfen, an einer physischen Auseinandersetzung mit Faschist:innen beteiligt gewesen zu sein. Um unserer Solidarität Ausdruck zu verleihen und als offensive Antwort auf die Repression gegen Antifaschist:innen haben wir uns spontan mit ca.30 Menschen in München die Straße genommen und mit lauten Parolen, Bengalos und einem Soli-Graffity, gemacht aus der Demo heraus, unserer Wut Ausdruck verliehen.

Nachtrag IAA: BMW Niederlassung am Frankfurter Ring angegriffen

Schon am 8. September hat die SUV-Abteilung der BMW-Niederlassung am Frankfurter Ring großflächig Farbe abbekommen. Wir haben BMW während ihrer Greenwashing-Messe IAA als das geoutet was sie sind: Klimakiller und Ausbeuter. Die Bullen konnten ihre Ankündigung alle Autohäuser der Stadt zu schützen nicht einhalten. Auch Streifen im Minutentakt und patroullierende Securitys um die Prestigebauten BMW-Welt, Autohaus und Werk konnten die Aktion nicht verhindern.
BMW selbst hat noch am frühen morgen eine Hebebühne anschleppen lassen um die Fassade neu zu streichen. Trotzdem konnten eine Menge Pendler*innen sehen, dass trotz Belagerungszustand über München Angriffe auf Autokonzerne möglich sind und wir hoffen überstürzte Reinigung und das Streichen hat BMW ordentlich extra gekostet.
Autokapital enteignen!

Millionenschaden in Gräfelfing: Flammen auf 350 Metern Länge

Bei einer Kies-Firma brennt ein Förderband, das sich durchs Gelände zieht. Handelt es sich wieder um einen Anschlag? Das Unternehmen baut auch im umkämpften Forst Kasten Kies ab.

(MUC) Autonom fahrendes Auto fährt nicht mehr...

...weder autonom noch sonst irgendwie, weil alles seine Reifen platt sind.

[MUC] Sponti in Solidarität mit den Antifaschist*innen im Knast

Am Mittwoch, 04.11., wurde Mittags ein Aktivist in Stuttgart festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, an einer Auseinandersetzung mit Mitgliedern der Scheingewerkschaft „Zentrum Automobil“ im Mai beteiligt gewesen zu sein. Bereits seit dem 2.07. sitzt der Antifaschist „Jo“ aufgrund derselben Vorwürfe im Knast.

Im Zuge des Verfahrens wurde mehrfach auf die Bedeutung von Spekulationen und Getratsche für die Ermittlungen eingegangen. Jetzt gilt erst recht: Anna und Arthur haltens Maul!

Am Donnerstag wurde dann in Leipzig die Antifaschistin „Lina“ verhaftet. Ihr wird vorgeworfen „Anführerin“ einer Gruppe von Menschen zu sein, die im thüringischen Eisenach eine Nazikneipe und ihren Besitzer angegriffen haben soll.

Der Staat tobt sich mal wieder an Antifaschist*innen und Linken aus, während bei Nazis LKW-Ladungen von Waffen beschlagnahmt werden und sich Rechte und Coronaleugner von Polizei ungestört in Leipzig mit Pyrotechnik und Angriffen auf Journalist*innen ausleben können.

Für uns keine Überraschung, denn dieser Staat ist nicht antifaschistisch und steht nicht auf unserer Seite.

Entsprechend haben wir die Cops auch nicht von unserer Demo am Samstagabend informiert. Mit ca. 30 Personen ging es durch den Stadtteil Neuperlach, mit Rauchtöpfen und lauten Parolen gegen Faschismus und Repression. Dafür gab es Applaus von den Balkonen.

Unsere Solidarität geht an die Genoss*innen im Knast! Lasst die Leute nicht allein: Schreibt Briefe, organisiert Spenden und Öffentlichkeit.

Repression hat zum Ziel, uns zu spalten, zu vereinzeln und so schlussendlich antifaschistischen Widerstand als Ganzes zu schwächen. Heute hat es den Aktivisten getroffen, gestern wurde im bayrischen Landtag das Verbot der Roten Hilfe gefordert und morgen trifft es andere. Lassen wir das nicht zu und stellen dem unsere Solidarität gegenüber. Antifaschismus bleibt notwendig!

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