Hamburg

Die Auseinandersetzung um ein Transparent an der Flora- … oder auch: Katalonien und unser Verhältnis dazu als Linke in Deutschland.

…Es ist der 2. Anlauf um unsere Solidarität mit der Bewegung in Katalonien in Form eines Banners an der Roten Flora auszudrücken. Das 1. Transparent wurde nach einem Tag wieder abgehangen wegen des von Etlichen so verstandenen „nationalistischen Ausdrucks“ durch die dort als Untergrund der Parole gemalten 4 roten Streifen auf gelbem Hintergrund mit außen 2 roten Sternen.

Sonderausschuss G20 in Hamburg - 1. Sitzung

Videos der ersten Sitzung des Sonderausschuss "Gewalttätige Ausschreitungen rund um den G20-Gipfel in Hamburg" vom 09.11.2017 u.a. mit Olaf Scholz.

[HH] feministische Plakat-Aktion zum Reformationstag

Da sich am Reformationstag die breite Masse völlig unkritisch auf den sexistischen & antisemitischen Luther bezieht, haben wir einige seiner Zitate an Kirchen angebracht.

United we Stand! - Wochenrückblick bis 12.11.

Hier ist sie wieder, die Rückschau auf die vergangene Woche in Sachen G20-Repression und ein Ausblick auf die kommende Woche.

Erklärung von Fabio V. anlässlich der Sitzung am 07. November 2017 im Amtsgericht Hamburg-Altona

Frau Richterin, Frau Schöffin, Herr Schöffe, Frau Staatsanwältin, Herr Jugendgerichtshelfer,

Sie müssen heute über einen Mann urteilen. Sie haben ihn als „aggressiven Kriminellen“ und als „respektlos gegenüber der Menschenwürde“ bezeichnet. Mich persönlich kümmert es nicht, mit welchen Attributen Sie mich benennen. Ich bin nur ein Junge mit einem starken Willen.

Zunächst einmal möchte ich sagen, dass die Herrschaften Politiker, Polizeikommissare und Staatsanwälte wahrscheinlich glauben, dass sie den Dissens auf den Straßen aufhalten können, indem sie ein paar Jugendliche festnehmen und einsperren. Wahrscheinlich glauben diese Herrschaften, dass das Gefängnis ausreicht, um die rebellischen Stimmen aufzuhalten, die sich überall erheben. Wahrscheinlich glauben diese Herrschaften, dass die Repression unseren Durst nach Freiheit aufhalten wird. Unseren Willen, eine bessere Welt zu erschaffen.

bambulix (zum 15jährigen der Bambule-Räumung)

Am 04.11.2002 wurde der Wagenplatz Bambule im Hamburger Karoviertel geräumt. Nur ein Thema, dass der schwarz-schill Senat ausgepackt hat um Viele zu entzürnen.

G. Klaut hat aus Fotos, Videos und Radioberichten einen wilden Mix erstellt, der die Zeit Ende Oktober 2002 bis Mai 2004 beleuchtet in der zwar "Bambule, Schill muß weg" eine Parole war, die Themenfelder allerdings immer größer wurden (Regierung stürzen, Gelöbnix, Nolympia, Krieg, Drogeneinrichtungen, Polizei -welche unter diversen Senatszusammensetzungen bis heute aktuell blieben).

Aktuelles zum Stand der Repressionnach G20 - 30.10.2017 bis 5.11.2017

Am Dienstag, den 7.11.2017 gehen die Prozesse gegen Fabio (9 Uhr Altona, 8:30 Kundgebung) und Konstantin (13 Uhr Mitte, 12 Uhr Kundgebung) weiter. Begleitet werden beide von Kundgebungen – kommt vorbei und zeigt den Beiden, dass sie nicht alleine sind!
Auch am Donnerstag, den 9.11.2017 gibt es einen weiteren G20-Prozess, Prozessbeginn ist hier um 9 Uhr (ab 8 Uhr Kundgebung Amtsgericht Mitte). An diesem Termin leitet die Verhandlung wieder der als rechter Hardliner bekannte Richter Krieten, der schon im ersten G20-Prozess das von der Staatsanwaltschaft geforderte hohe Strafmaß sogar noch überschritt (Prozessbericht) und sich im Verfahren gegen Konstantin unter die Besucher_innen mischen wollte.
Am Freitag, den 10.11. wird mit einem dritten Termin ab 9 Uhr in Altona das Verfahren gegen einen russischen Genossen fortgesetzt. Das Verfahren begann am 27.10. Auch hier ist eine solidarische Begleitung erwünscht.
Im Gängeviertel könnt ihr am Donnerstag in der breit|breiter|breite Kneipe solidarisch zusammenkommen, das gleiche gilt für „Repression wegbassen!“ im Hafenklang am Freitag – beide Events sind Soli für G20-Gefangene.

Freiheit für die G20 Gefangenen - Aktion gegen den Fraktionsvorsitzenden der SPD in Hamburg

"Während der Verbannung durch die Gefangenschaft sind es wenige Dinge, die dich zum Lächeln bringen, einen angenehmen Gedanken oder erfreuliche Gefühle bieten. Trotzdem kann ich sagen, dass diese Tage im Juli, als Hamburg kapitulierte vor dem Chaos der Riots, während des G20, den Zusammenstößen mit den Bullen, den brennenden Barrikaden, den Plünderungen, der Zerstörung und dem in Brand setzen von Herrschaftssymbolen, meinen Gedanken einen Aufschwung gaben. Sehr viel Dank, sowie lebhafte Emotionen überwältigten mich und ein Lächeln erhellte mein Gesicht."
(Panagiotis Argyron, inhaftiertes Mitglied der Feuerzellen/FAI-IRF, Griechenland im September 2017)

500 Jahre evangelischer Antisemitismus

Anlässlich eines Jubiläumsgottesdienstes für 500 Jahre Reformation in der St. Michaeliskirche in Hamburg bekletterten heute morgen zwei Kletter*innen die Fassade des „Michels" und hinterließen eine kleine Erinnerung daran, wie der allseits gefeierte Martin Luther zu Lebzeiten wirklich war. "Wie es unmöglich ist, dass die Aglaster ihr Hüpfen und Getzen lässt, die Schlange ihr Stechen: So wenig der Jüde von seinem Sinn, Christen umzubringen wo er nur kann", stand auf ihrem Transparent.

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