Feminismus

Antisemitismus und Querfront – Das Zaytoun Kollektiv und ihre falschen Freunde

Seit Sommer 2025 versucht sich das Zaytoun Kollektiv als „feministische“ und „palästinasolidarische“ Gruppe in Dortmund zu etablieren. Das Kollektiv hat nach seiner Gründung versucht politischen Anschluss in offenen Strukturen in Dortmund zu finden. Dort waren sie aber zunächst nicht willkommen, unter anderem auf Grund der Tatsache, dass das Zaytoun Kollektiv mit einer Person bei einem offenen Treffen aufgetaucht ist, die einige Wochen zuvor noch auf Nazidemos mitgelaufen ist.

Seit den Geschehnissen auf der feministischen Vorabenddemo am 07.03.2026 in Dortmund sind die Berührungsängste bei Teilen der Dortmunder Linken allerdings verschwunden, wie man beispielsweise bei der „Kein Dorstfeld den Faschisten“-Demo am 29. Mai 2026 oder durch die Solidaritätsbekundungen auf Instagram sehen kann.

Diese Recherche ist eine Reaktion auf die zunehmend feindliche Stimmung gegenüber antisemitismuskritischen Linken in Dortmund im Allgemeinen und dem antisemitischen Aktivismus der Gruppe Zaytoun Kollektiv im Speziellen. Im Folgenden werden exemplarisch Inhalte und Kooperationspartner*innen der Gruppe herausgestellt.

30.Prozesstag gegen die 6 angeklagten Antifaschist*innen im OLG Düsseldorf

30. Verhandlungstag – 08.07.2026Jul 12, 2026

 

Der heutige Verhandlungstag war unspektakulär. Der geladene Neonazi Liptak ist nicht vor Gericht erschienen. Stattdessen wurden ein BILD-Artikel und weitere Videos ins Verfahren eingebracht.

 

29.Prozesstag gegen die 6 angeklagten Antifaschist*innen im OLG in Düsseldorf

29. Verhandlungstag – 07.07.2026Jul 9, 2026

 

Der 29. Verhandlungstag war vor allem durch die Vernehmung eines Polizeibeamten des LKA Sachsen geprägt, der die Videoaufnahmen aus der Kazinczy Utca 8 in Budapest ausgewertet hatte. Anschließend zog sich der Prozesstag durch Mittags- und Beratungspausen bis 15:20 Uhr, ohne dass noch etwas Spannendes passierte.

 

28.Prozesstag gegen die 6 angeklagten Antifaschist*innen im OLG in Düsseldorf

28. Verhandlungstag – 01.07.2026Jul 6, 2026

 

Heute wurde KOK Schiebel vom LKA Sachsen verhört, der für die polizeiliche Tätergrößenbestimmung im Fall des Angriffs auf den Thor-Steinar Laden in Erfurt verantwortlich war. Die von ihm ermittelte Körpergröße passt nicht zu der Körpergröße der Beschuldigten Emmi.

 

27.Prozesstag gegen die 6 angeklagten Antifaschist*innen im OLG in Düsseldorf

27. Verhandlungstag – 24.06.2026Jun 28, 2026

 

Am heutigen Verhandlungstag hat ein weiterer ehemaliger Schüler zu dem Angriff auf Beuthe und Raßbach in Erfurt ausgesagt. Die größte Erkenntnis war dabei die Demonstration, wie wenig belastbar Zeug*innenaussagen 3,5 Jahre nach einem solchen Vorfall sind.

 

26.Prozesstag gegen die 6 angeklagten Antifaschist*innenn im OLG Düsseldorf

26. Verhandlungstag – 23.06.2026Jun 26, 2026

 

Paula ist frei und Anklage wegen versuchten Mordes kann nicht aufrecht erhalten werden

 

Der Realität ins Auge blicken. Für eine Erweiterung des (Analyse-)Werkzeugkastens der radikalen Emanzipation

Rhetorik und Repression

Im Herbst 2025 begann zunächst auf dem rechten Hetzportal Nius, dann auch in weiteren bürgerlichen Medien wie der Welt und dem Spiegel eine Kampagne gegen einen Aktivisten aus Köln, der als eine Art Mastermind hinter diversen militanten Aktionen dargestellt wurde, die ökologische und technologiekritische Ziele verfolgten. Ein zentrales Argument in dieser offensichtlich von Bullen und Geheimdiensten veranlassten Berichterstattung ist, dass der Verdächtigte in ihm zugeordneten Publikationen und Vorträgen wiederholt den Begriff technologischer Angriff verwendet, welcher in Erklärungen zu besagten militanten Aktionen ebenfalls auftaucht.

Auf den ersten Blick reiht sich die Geschichte in die lange Reihe der Kriminalisierungen ein, mit denen linksradikalen Aktivist:innen seit jeher das Leben schwer gemacht wird. Also: Solidarität mit den Betroffenen und weiter geht’s?

Wenn der Knast in die Seele einer Besucherin kriecht: Dickpics eines Ex-Schließers!

Am Anfang stand eine WhatsApp-Nachricht. Dann folgten sexualisierte Botschaften. Schließlich schickte Franz Schiller (alle Namen geändert), jahrzehntelang Justizvollzugsbeamter in einer süddeutschen Justizvollzugsanstalt, Fotos von seinem unbekleideten Unterleib („Dickpicks“) an Irene Müller über 70 Jahre alt und seit vielen Jahren Besucherin eines Inhaftierten.

Irene hatte dem ehemaligen Schließer nie auch nur ansatzweise Interesse dieser Art signalisiert. Eigentlich dachte sie, es sei ein „netter Beamter“. Er saß vor seiner Pensionierung öfters an der Pforte des Gefängnisses, und anlässlich seines Ausscheidens aus dem Beruf, hatte sie vorgeschlagen, sich zum Kaffee zu treffen, einfach nur um sich zu unterhalten. Und sie dachte er sei verheiratet.

Stattdessen folgten kurz nach der Kontaktaufnahme via Whatsapp diese Übergriffe, eine weit verbreitete Form sexualisierter Gewalt. Einer Gewaltform, die hier auch deshalb besonders gravierend ist, weil sie aus einem institutionellen Machtverhältnis heraus geschehen sind, selbst wenn der Ex-Schließer kurz zuvor pensioniert wurde.

 

Welche Pflanzen gießt das Inihaus? Über politische Verantwortung, das Inihaus und „Flora für Alle“

 

Selbstverwaltete Zentren sind mehr als bloße Veranstaltungsorte. Mit jeder Einladung entscheiden sie mit darüber, welche politischen Projekte wachsen können und welche nicht. Sie stellen nicht nur Räume zur Verfügung, sondern auch Öffentlichkeit, Legitimität und Vertrauen. Anders gesagt: Sie entscheiden mit, welche Pflanzen sie gießen.

Gerade deshalb irritiert uns die Ankündigung des Inihauses Bad Oldesloe, am 9. Juli die Hamburger Kampagne „Flora für Alle“ zu einem Vortrag mit dem Titel „Die politische Raumfrage, Antideutsche Hegemonie und die Obdachlosigkeit der Palästina-Solidaritätsbewegung am Fall Hamburg“ einzuladen.

 

 

IB-Banner abgezogen

 

Vergangenen Samstag kam es am Startpunkt des Münchener CSD zu einem versuchten Bannerdrop der Lederhosenrevolte (bayrischer Ableger der Identitären Bewegung (IB)). Das Banner hing jedoch nicht mal eine Sekunde, bevor es von motivierten Antifas runtergerissen wurde.

 

Ganz aufgeschreckt von dem unerwarteten Widerstand blieb Pierre-Louis Jean-Ralph Rene Klotz und dem anderen IB- „Aktivisten“ nichts anderes übrig, als ihr 1,99 Euro Lidl Feuerwerk zu zünden und ihre Plastik Deutschland-Fahne aus der Arschtasche zu kramen. Dabei wurden die beiden Lappen von mehreren Flaschen und Wasserbomben getroffen. Im Nachgang trauten sich die zwei Angsthäschen nicht, zu den unten wartenden Antifaschist*innen herunterzukommen und warteten lieber bis die Bullen sie vom Baugerüst eskortierten.

 

Im Nachgang inszenierte die Lederhosenrevolte in gewohnter IB-Manier ihre Aktion auf Social Media als Erfolg. Doch ihre Aktion zeigt das sie abseits des Internets nur kleine Lappen sind.

Ihr habt in München nichts zu suchen, verpisst euch aus unserer Stadt!!

Gegen Homo- und Queerfeindlichkeit - München bleibt Antifa!!

 

*Auch die letzte Aktion der Identitären Bewegung in München auf dem Oktoberfest 2025 scheiterte aufgrund von antifaschistischer Intervention vor Ort - also Augen weiterhin aufhalten! Schlagt die Faschisten, wo ihr sie trefft!

 

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