Hannover

(H) Die Ausgangssperre ist zurück - Wir sind es auch! Neunte linksradikale Demonstration gegen die Ausgangssperre

Pünktlich zum Inkrafttreten des Infektionsschutzgesetzes und der damit beginnenden Ausgangssperre versammelten sich 150 Menschen ab 21 Uhr an der Lutherkirche in der Nordstadt von Hannover. Ab 22 Uhr zogen diese lautstark durch die nächtlichen Straßen

Nach der Besetzung ist vor der Besetzung! [H]

 

Erneut haben sich Menschen in Hannover zusammen getan und leerstehenden Wohnraum besetzt, um damit Wohnungslosen ein menschenwürdiges Zuhause und damit Schutz vor der Pandemie und dem Winter zu ermöglichen.

HAUSBESETZUNG - Jetzt besetzen wir !

 

Pressemitteilung der Kampagne „Sonst besetzen wir!“ vom 05.12.20

 

 

 

Es wurde gesagt es geht nicht, und dann kamen welche und haben es einfach gemacht“

 

 

 

Wir hatten der Stadtverwaltung eine Frist bis Ende November gestellt, um allen Wohnungslosen in Hannover eine würdige Unterkunft zur Verfügung zu stellen. Diese Frist ist abgelaufen. Was hat die Stadt gemacht? So gut wie nichts! Und was heißt das für uns?

 

 

 

Wir tun was wir sagen und haben heute parallel zur Demonstration „Jetzt besetzen wir“ Häuser der Roten Siedlung in der Schulenburger Landstraße 158 besetzt.

 

 

 

Seit nunmehr über eineinhalb Jahren stehen die Häuser in der Schulenburger Landstraße 158, welche sich im Besitz der Landeshauptstadt Hannover befinden, weitgehend leer. Trotz vollmundiger Ankündigungen der Stadt, die Häuser zu sanieren und für wohnungslose Menschen zur Verfügung zu stellen, ist bisher nichts passiert. Vor dem Hintergrund des eingebrochenen Winters mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und den Bedrohungen durch die Corona-Pandemie sind wir als Betroffene von Wohnungslosigkeit und Aktivist*innen aus sozialen Bewegungen nicht länger bereit uns auf das geheuchelte Wohlwollen der Stadtoberen und deren Versprechungen für eine ungewisse Zukunft zu verlassen. Stattdessen nehmen wir unsere Interessen selbst in die Hand und haben die Häuser mit Unterstützung vieler solidarischer Menschen besetzt. Mit ihren kleinen Häusern und der offenen Geländestruktur bietet die Rote Siedlung ausreichend Raum, um unseren Forderungen nach einem selbstbestimmten Wohnen in sicheren Räumen sowie genügend Platz zum Schutz vor einer Ansteckung mit Covid-19 zu gewährleisten. In den kommenden Tagen und Wochen werden wir die Häuser nach unseren Vorstellungen gestalten und bewohnbar machen.

 

 

 

Wir fordern die Stadt Hannover und die Polizei hiermit erneut eindrücklich dazu auf, sich mit repressiven Maßnahmen gegen die Bewohner*innen und Besetzer*innen zurückzuhalten. Hausbesetzungen sind nicht illegal, solange die Besitzer*innen, in diesem Fall die Stadt Hannover, nicht eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch stellt. Es liegt also ganz allein in der Hand der Stadt Hannover, ob sie durch eine Anzeige eine weitere Kriminalisierung und Ausgrenzung von Wohnungslosen vorantreibt und somit den Konflikt weiter befeuert. Von Wohnungslosigkeit betroffene Menschen aus diesen Räumen erneut zu vertreiben und zu kriminalisieren verstehen wir als eine weitere Kampfansage der Stadt gegen die arme Bevölkerung und werden hierauf mit weiteren offenen und heimlichen Besetzungen von Gebäuden, Wohnungen und Plätzen reagieren. In den vergangenen Wochen und Monaten und insbesondere während der heutigen Demonstration und Besetzung haben wir viel praktische Solidarität durch die Stadtbevölkerung erhalten. Dies hat uns darin bestärkt, dass wir nicht allein kämpfen. Wir werden nicht nachgeben!

 

Versammlungsfreiheit und Infektionsschutz sollten nicht im Widerspruch stehen Prozesse wegen Bußgeldern eingestellt [H]

 

Am 2. November kam es am Amtsgericht Hannover zur Hauptverhandlung gegen Aktivist*innen, welche Einspruch gegen Bußgeldbescheide eingelegt haben. Am Ende wurde das Verfahren eingestellt: Die Beschuldigten müssen also ihre Anwaltskosten selbst tragen, aber nicht für die Prozesskosten aufkommen.

 

 

Solidaritaet mit Moria: Angriff auf Auslaenderbehoerde und CDU in Hannover

In der Nacht vom 27.09.2020 waren das Buero der CDU und die Auslaenderbehoerde Ziel unserer Wut auf die menschenverachtende Fluechtlingspolitik in Europa und hier in Deutschland. Die Fassade des Gebaeudes der CDU Region Hannover in der Walderseestrasse wurde mit Farbe angegriffen und die Scheiben der Auslaenderbehoerde in der Maschstrasse im Bereich des Eingangs zerschlagen.

Moria Sponti Hannover List

Am 15.09 haben wir in Hannover im Stadtteil List eine spontane Demonstration durchgeführt, um unsern Ärger über den Umgang der Europäischen Union mit den Geflüchteten in Moria kund zu tun und uns mit den Geflüchteten zu solidarisieren.

Die Situation in Moria ist schon seit Jahren untragbar. Anstatt diejengen aufzunehmen, die vor Krieg und Hunger fliehen, macht Europa seine Grenzen dicht und pfercht Menschen in Lagern ein, oder lässt sie im Mittelmeer ertrinken. Seenotretter*innen, die sich für die Rettung der Geflüchteten einsetzten werden dafür kriminalisiert und sind Repressionen ausgesetzt. Jetzt wo Moria brennt und tausende von Menschen auf der Straße schlafen müssen weigern sich die europäischen Staaten immer noch alle Menschen aufzunehmen. Statt dessen wird darüber diskutiert, ein paar wenige Menschen aufzunehmen. Diese Selektion ist ekelhaft. Alle Menschen müssen aufgenommen werden.

Die unmenschliche Politik der EU wollen wir nicht länger hinnehmen. Darum haben wir uns entschlossen auf die Straße zu gehen. Wir wählten dabei die List, als bürgerlichen Stadtteil, um die Bürgis in ihrer Wohlfühlzone zu stören und im Feierabendverkehr zum Nachdenken anzuregen. Wir haben uns dagegen entschieden die Demonstration anzumelden, weil wir uns die Straße nehmen, wenn wir das wollen und dabei nicht die Erlaubnis einer blöden Versammlungsbehörde brauchen. Während der Demonstration haben wir Pyrotechnik gezündet um unserem Protest noch mehr ausdruck zu verleihen.

Nehmt euch die Straße und solidarisiert euch mit Moria!

Refugees Welcome!

Fight Nations, Fight Borders!

Vonovia Autos entglast (H)

Vandalismus in den Straßen! Für eine widerständige Praxis, die sich auch immer wieder in kleinen und großen Sachschäden im Alltag zeigt.

1. Mai Hannover - letzte Infos

Dieses Jahr findet wegen der aktuellen massiven Einschränkungen der Demonstrationsfreiheit keine Demo statt. Dafür gibt es eine "Kundgebung", die per Internet-Livestream in der ganzen Stadt zu hören sein soll - und die Möglichkeit eure zugeschickten Aktions-Berichte Live in die Sendung zu bekommen. Hier die letzten Infos.

Unangemeldeter Protest in Hannover / Teil 2

Nachdem vor 2 Wochen um die 70 Menschen in Hannover auf die Straße gegangen waren (https://de.indymedia.org/node/76767), trafen sich an diesem Samstag erneut Menschen auf den Straßen der Stadt. Dieses Mal war die Strategie eine andere. Statt die Straßenbahn zu blockieren und sich mit dem anrükenden BFE auseinanderzusetzen, galt es dieses Mal dynamisch und schneller als die Bullen unterwegs zu sein. Hierfür gab es mehrere Treffpunkte, an denen Transparente gezeigt, Flyer verteilt, mit Kreide auf den Boden gemalt, gesprüht und gestickert wurde.

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