Berlin

Film & Diskussion: Zwischen Legitimation und Konfrontation – über das Lavieren im Stadtteilkampf

Aktuelle Konflikte in Berlin belegen die Probleme für Projekte, Initiativen und solidarische Nachbarschaften, dem Angriff Immobilienunternehmen, Eigentümer_innen und deren Vertreter_innen in Behörden und Politik zu begegnen.

Bedrohte Projekte wie Friedel54, Syndikat, Potse oder L34 begehren oft nur kurz auf, bevor sie meistens doch verschwinden. Mieter_innen werden mit wenig Mühe flächendeckend ausgewechselt. Woran das liegt ist unbekannt, Erfahrungswerte mit Herrschaftsstrategien und Spaltungsversuchen wurden in dieser Stadt schon häufig gemacht. Indes der Widerstand nur sporadisch aufflackert um dann im Lavieren der Betroffenen zwischen der Suche nach gesellschaftlicher Legitimation und einer Konfrontation ohne Erfolgsversprechen zu versanden.

Campus Viva II verschönert

Campus Viva II entglast und mit Farbe verziert

(B) Brandanschlag auf RWE-Niederlassung

RWE kaputt

 

Wir haben gestern Nacht im Eingangsbereich der Gaußstraße 11 in Berlin-Charlottenburg mehrere Brandsätze gezündet. Dieses Feuer der Solidarität gilt der dort ansässigen RWE-Innogy-GmbH und ist Ausdruck unserer Verbundenheit, die wir mit den Besetzer*Innen im Hambacher Forst verspüren. Trotz vorläufigem Rodungsstopp ist uns nicht nach feiern. Die zerstörerischen Machenschaften von RWE und sonstigen Energiekonzernen gehen an anderen Stelle ungestört weiter. Sie liefern den Treibstoff der den globalen Kapitalismus am laufen hält, dessen Existenz auf der Ausbeutung, Kontrolle und Vernichtung von Mensch und Natur beruht.

 

Kein Nazi-Aufmarsch am 9. November in Berlin!

Am 9. November, dem 80. Jahrestag des Beginns der Novemberpogrome von 1938, wollen Neonazis und rechte Hooligans gemeinsam mit rassistischen Wutbürgern und AfD-Anhänger*innen durch Berlin marschieren um ihren Rassismus und Antisemitismus offen zur Schau zu stellen. Das extrem rechte Bündnis „Wir für Deutschland“ um Enrico Stubbe und Kay Hönicke ruft für diesen Tag zu einem sogenannten „Trauermarsch für die Opfer von Politik“ auf. Starten soll der rechte Aufmarsch um 18:30 am Washingtonplatz vor dem Berliner Hauptbahnhof.

[B] Naziübergriffe in Nord-Neukölln

FIGHT BACK!

Naziübergriffe in Neukölln!

In der Nacht zum Samstag den 29.09. sowie gestern Nacht (05.10.) sammelten sich Nazi-Gruppen von 15-20 männlichen Personen zwischen 18-35 Jahren im Schillerkiez und am U-Bahnhof Boddinstraße.

[B] #besetzen: Herbst der Besetzungen geht weiter: Laden in Kreuzberg und Haus in Moabit besetzt!

Besetztes Haus in der Berlichingenstraße 12 in Moabit

 

 

Im Rahmen der Kampagne #besetzen wurden heute wieder zwei Objekte in Berlin besetzt. Kommt vorbei, seid laut und solidarisch! Heute (Samstag, 6. Oktober) wurden Ladenräume in der Skalitzer Str. 106 in Kreuzberg und ein Haus in der Berlichingenstraße 12 in Moabit besetzt.

 

 

 

 

Auszugsparty bei Schnitzmeiers am Dorfplatz (Berlin)

Barbara Snitchmeier

 

Liebe Anwohner der Rigaer- und Liebig Straße,

 

wir geben auf. Aber wir wollen im Guten von Euch gehen. Deshalb geben wir aus Anlass unseres Auszugs eine kleine Party. Ihr seid alle herzlich eingeladen, auch diejenigen, die mit ihrem Terror unseren weiteren Verbleib hier unmöglich gemacht haben.

 

Uns ist klar geworden, dass unsere Falschaussagen im Prozess gegen Isa hier im Kiez keine Mehrheit finden, für eine Verurteilung haben sie auch nicht gereicht, lediglich in unserem Anklagepunkt wurde Isa freigesprochen.

 

 

 

Büro von Beatrix von Storch jetzt schwarz rot angemalt

Am Abend des 03.10.18 haben wir uns auf den Weg zum Büro von Beatrix von Storch gemacht und viel schwarz rote Farbe an den Hausfassaden gelassen.
Unnötig zu schreiben, warum der 03.10.18 alles andere als ein Feiertag ist. Dass gerade an diesem Tag etliche Faschos durch Berlin gezogen sind, wundert in diesen Zeiten leider auch kaum. Deswegen ist es aber nochmal umso wichtiger, sich jederzeit gegen Faschist*innen zu stellen. Poteste gab es gestern in Berlin einige ....

Trotzdessen scheinen wir als Szene vergessen zu haben, jedenfalls haben wir diesen Eindruck, dass Faschos nicht nur an bestimmten Tagen durch die Citys marschieren, sondern jederzeit und überall präsent sind. Sie leben in unseren Kiezen, Städten und Dörfern, sie haben Räume zum vernetzen, Büros und Kneipen usw. Wenn wir uns gegen Faschos konsequent stellen wollen finden wir es wichtig, all ihre Räume dauerhaft anzugreifen und bestenfalls zu zerstören - zum Beispiel auch das Büro von Beatrix von Storch.

#besetzen: Video aus der Weide63 von der Räumung

Exklusives Videomaterial aus der Weide63 von der Räumung: https://vimeo.com/292885258

Seiten

Berlin abonnieren