Repression

3 Podcasts der Sendung „Wie viele sind hinter Gittern, die wir draußen brauchen“ – Ausgabe März 2026

Sendung vom Dienstag, den 3. März 2026 von 19-20 Uhr mit folgenden Beiträgen:

 

Interview mit Andreas Krebs

Anna und Arthur halten das Maul!

Das neue Gefangenen Info 458 ist erschienen

 

Free Hanna - Solifeuerwerk am Franst zum Frauenkampftag 2026


Am Abend des heutigen Frauenkampftages 2026 sind wir in München zur JVA Stadelheim gegangen, um unsere Genossin und Antifaschistin Hanna mit einem Feuerwerk zu grüßen. Ihr wurde im letzten Jahr der Prozess wegen des sogenannten „Budapest-Komplexes“ gemacht. In diesem wurde sie zu fünf Jahren Haft verurteilt. Nun wartet sie hier auf das Ergebnis des Revisionsverfahrens, bevor sie verlegt werden kann.

Zuvor fand eine Demonstration für die Befreiung der Frau und gegen die kapitalistische Unterdrückung statt, an welcher sich mehrere tausend Menschen beteiligten. Sie war geprägt von internationaler Solidarität.

Gerade für uns – als Antifaschistinnen – ist der 8. März ein besonders wichtiges Datum im Jahr. Denn uns ist klar: Ohne den Sturz des Patriarchats und des Kapitalismus ist eine tatsächliche Befreiung nicht möglich und die Gefahr des Faschismus weiterhin präsent. Gerade jetzt, wo der Rechtsruck wieder an Wind aufnimmt, macht sich das besonders bemerkbar. So trauten sich heute neben Zionisten auch Faschisten der „Identitären Bewegung“, während des feministischen Aktionstags auf den Marienplatz, wurden aber kurzerhand bestimmt weggeschickt.

Der feministische Befreiungskampf ist auch ein antifaschistischer. Dabei vergessen wir unsere Genoss:innen in Haft nicht. Sie sind ein wichtiger Teil unserer Bewegung und unser Kampf um die Befreiung wird weitergehen. Drinnen und draußen!

Frauen kämpfen gegen Faschismus, Krieg und Kapital!

 

Prozessbericht: 2026.03.04 / 21. Pozesstag / Antifa-Ost-Komplex

Der Prozess beginnt gegen 9:40 Uhr mit der Reaktion der GBA auf Anträge der Verteidigung, die in den Wochen zuvor gestellt worden waren. Unter den Zuschauer*innen befinden sich circa 20 solidarische Menschen.

Von der Nebenklage sind die Anwält*innen Schneiders und Thomas anwesend.

Prozessbericht: 2026.02.17 / 20. Prozesstag / Antifa-Ost-Komplex

Zum heutigen Prozesstag waren ca. 15 solidarische Begleiter*innen gekommen und der Prozess startete verspätet gegen 10:10 Uhr. Inhaltlich ging es um die Tatkomplexe Eisenach I und den Angriff am Bahnhof Desslau-Roßlau. 

 

Ausblick: Prozesstage 24 und 26 (10. und 12.03.2026) // Antifa-Ost-Komplex

Prozesstag 24 (Di., 10.03.2026)
Als Zeuge ist der Neonazi Robert Schwaab geladen. Es ist nicht das erste Mal, dass er vor dem OLG Dresden vernommen wird. Bereits im Verfahren gegen Lina und drei weitere Antifas war er am 35. Prozesstag als Zeuge vor Gericht.

[LE] Knastprofiteur SPIE: Auto abgefackelt

 

In der Nacht von dem 06. auf dem 07. März ging in Kleinzschocher ein Auto des Knastprofiteurs SPIE in Flammen auf.

 

 

Schwerin: Militärkritische Satireplakate vor Gericht, Di. 10.3. 13:30 Sitzungssaal 3

Wegen angeblicher Beleidigung des Militärs stehen am 10. März um 13:30 Uhr in Schwerin zwei Menschen vor Gericht. Der Anlass: Letztes Jahr kritisierten Antimilitaris*tinnen auf satirischen Plakaten im Bundeswehr-Design die rechtsextremen Netzwerke im Militär und in den Veteranenverbänden. Was in Demokratien eigentlich eine selbstverständlich erlaubte Meinungsäußerung sein sollte, hält die Staatsanwaltschaft Schwerin für eine „Beleidigung“. Kai N. Krieger, Sprecher*in des Antimilitaristischen Aktionsnetzwerks, das die Plakate zur Verfügung stellte, sagt dazu: „Wir freuen uns, dass unsere Plakate so viel Aufmerksamkeit bekommen. Aber statt die beleidigte Leberwurst zu spielen und unschuldige Leute zu verknacken, könnten staatliche Institutionen die Kritik auch ruhig mal annehmen!“

Armutsstrafrecht in Aktion: Amtsgericht verhandelt wegen 180gr Cannabisblüten

Es ist ein sonniger Märzmorgen als wir zu zweit auf den Zuschauer:innen-Stühlen von Saal 6 im Freiburger Amtsgericht sitzen. Ein Rechtsreferendar, der zur Zeit bei einem Anwalt seine Praxisstation absolviert und ich. Sonst interessiert sich scheinbar niemand für Demba Kamaras Prozess. Unerlaubtes Handeltreiben mit Cannabis wird ihm vorgeworfen.

„Die Bullenschweine verlassen nicht den Park,

sondern ihr, weil es ist nach 22 Uhr."

Anquatschversuch in Nordbrandenburg

Hier veröffentlichen wir den Bericht eines Anquatschversuches durch den Verfassungsschutz am 25.02.2026

Am 25.02.2026 kam es zu einem Anquatschversuch durch den Verfassungsschutz in Nordbrandenburg bei den Eltern eines Genossen. Um circa 16:50 klopfte es mehrmals an der Haustür des Einfamilienhauses. Ein älterer und ein jüngerer Mann fuhren mit einem Auto vor (Kennzeichen beginnt mit K), stellten sich als „vom Verfassungsschutz“ vor, inklusive Vorlage eines Ausweises, und wollten mit dem Bewohner über eines seiner (erwachsenen) Kinder sprechen. Sie seien gerade in der Gegend gewesen. Auf Rückfrage sagten sie, sie kämen aus Berlin und hießen Herr Kölsch (der ältere) und Herr Struckhoff. Herr Kölsch übernahm weitestgehend die Gesprächsführung. Die Nachfrage, ob dem Genossen etwas passiert sei, wurde verneint, aber es wurden vermeintliche Details seines vergangenen politischen Wirkens benannt mit dem Zusatz, das sei ja „nicht ganz ohne“. Weiter fragten sie nach dem Wohn- und Aufenthaltsort des Genossen, welcher ihnen nicht genannt wurde, und insistierten, sie wären an einem Gespräch sehr interessiert, dafür wollten sie sich gerne verabreden. Der Vater fragte nach einer Visitenkarte und Telefonnummer (hatten sie nicht) und sie fragten nach der Festnetznummer der Eltern. Da diese öffentlich einsehbar ist, verwies der Vater des Genossen darauf.

 

Seiten

Repression abonnieren