Weltweit

(Berlin) Bericht von der Demo Women* Breaking Borders

Radio Aktiv Berlin

Am letzten Donnerstag vor der Bundestagswahl 2017 zogen ca. 150 Menschen unter der Parole "Feministische Kämpfe gehen uns alle an!"durch den Berliner Bezirk Kreuzberg. Ziel der Demo war es, die Solidarität mit Geflüchteten und Papierlosen auszudrücken, und alle Wähler*innen daran zu erinnern, keine Stimme an Parteien zu geben, die die Abschottung Europas, Abschiebungen und zwangsweise Lagerunterbringung einfordern. Aus dem Aufruf: "Die Politiker_innen ändern die Asylgesetze wöchentlich und machen es immer schwerer, Europa zu erreichen. Gleichzeitig versuchen sie, so viele wie möglich von uns abzuschieben. Dabei riskieren Sie Verletzungen und sogar den Tod von Flüchtlingen (...) " und weiter: "wir (...) bitten euch, mit uns auf die Straße zu kommen und laut und klar herauszuschreien, dass keine Grenze hoch, tief, lang oder massiv genug sein wird, um uns zu stoppen, wenn wir sie gemeinsam durchbrechen!"

Scout Schultz von Bullen ermordet

Am veganenem Samstag-Abend (16.9.) wurde der*die Anarchist*in, Antifaschist*in und Vorstand der queeren Hochschulgruppe Georgia Tech Pride Alliance Scout Schultz von der Georgia Tech Police auf dem Campus ermordet. Scout identifizierte sich als nicht-binär, bisexuell und intersex.

In Solidarität wurden Blumen in die Nähe der Todesstelle gelegt, es gab diverse Bannerdrops und eine Mahnwache wurde am Montag Abend abgehalten.

Als Reaktion darauf, dass die Mahnwache von Organisationen vereinnahmt wurde und wenig Raum für Angehörige und Genoss*innen von Scout gab, entwickelte sich eine Spontandemonstration mit über 100 Teilnehmenden über den Campus der Georgia Tech University, die mit lauten Parolen, Trommeln und Feuerwerk auf sich aufmerksam machte. Als die Demonstration auf eine Gruppe Bullen traf, eskalierte die Situation und es kam es zu vier Festnahmen, mehrere Bullen wurden verletzt und ein Bullenauto wurde angezündet.

Gegen die Festgenommenen wurden Verfahren eingeleitet. Im Falle einer Verurteilung gäbe es bei einem Teil Mindesthaftstrafen von mehreren Jahren.

Spendet für Repressionskosten der Festgenommenen!

Macht Soliaktionen!

Kein Vergeben, kein Vergessen!

Quelle, weitere Infos und Updates: https://itsgoingdown.org/

#Free Juventa: Solidarität mit Jugend rettet!

In einer gestrigen Anhörung und anschliessenden Pressekonferenz in Trapani/Italien hat der Verein „Jugend rettet“, welcher mit dem Schiff „Juventa“ in Seenot geratene Geflüchtete auf dem Mittelmeer vor dem Ertrinken bewahrt, den Vorwurf der Schlepprei entschieden zurückgewiesen.

Athen: Gedenken an Pavlos Fyssas mit Feuer in den Straßen

 

Nach der überraschenden Freilassung von Panagiotis Z. in der letzten Woche, gingen die nächtlichen Unruhen im Stadtteil Exarchia sofort zurück, brachen aber in der letzten Nacht umso heftiger wieder aus.

 

[Frankreich]: Ein stürmischer Herbst für Macron

Der französische Präsident im Ausland — und landesweit hunderttausende wütende Französinnen und Franzosen auf der Straße. Dieses Bild illustriert sehr gut die aktuelle Situation in Frankreich. Der Lack ist ab: Emmanuel Macron zeigt auf welcher Seite er steht, die Arbeiter*innen — oder zumindest ein Teil von ihnen — und die Jugend rebellieren wieder. Es wird ein schwieriger Herbst für Macron, so viel steht schon jetzt fest. Und das realisiert Stück für Stück auch die bürgerliche Presse. „Martinez [1] hat gewonnen, doch Macron hat nicht verloren“, resümierte etwa die sozialdemokratische Tageszeitung Libération einen Tag nach dem ersten Aktionstag. Die soziale Bewegung, da sind sich die französischen Medien einig, hat einen Mobilisierungserfolg gegen die regressive Arbeitsmarktreform erreicht. 223.000 waren es laut französischem Innenministerium, der Gewerkschaftsverband CGT spricht von 400.000 Menschen, die in verschiedenen französischen Städten auf die Straßen strömten, während Macron 7000 Kilometer entfernt auf Guadeloupe weilte. Sie alle eint die Wut auf die neuen Reformen der Regierung Macron - von Conrad Schwerdt [re:volt magazine]

Unterstützt Markéta und Mirek im türkischen Knast

Als die zwei Aktivist*innen Markéta Všelichová und Miroslav Farkas am 13. November 2016 den Grenzübergang „Ibrahim Khalil“ von der Türkei in den Irak überqueren wollten, wurden sie verhaftet. Bei ihrer Festnahme wurde ihnen vorgeworfen, sich an einer terroristischen Vereinigung in Nordsyrien beteiligt zu haben.

Proposal to create an International Anarchist Defence Fund

In summer of 2017 a few activists discussed the idea of creating an International Anarchist Defense Fund.

Why is it needed?
Basically, it is a Fund that is supposed to financially help anarchist who got in trouble for their activism (either repression or medical problems). It’s true, there are a bunch of ABC chapters or other support groups all over the world, but in many places there are still not enough money or activists to maintain a solidarity campaign on their own. Thus, this fund is seen as a way to complement the work existing solidarity groups and to provide support to individuals with no or little support.

Brief von Panagiotis Z. und erneute Zusammenstöße in Athen

MAT im Einsatz auf der Stournari Straße

 

Erklärung des anarchistischen Gefangenen Panagiotis Z.

 

 

 

 

 

Ich habe irgendwo gelesen, dass es auf der ganzen Welt, unter all den Millionen, keine zwei gleichen Jungen oder Mädchen gibt, wie es zwei gleiche Tropfen Wasser gibt. Genauso ist es mit Revolutionär*innen. Jede/r trägt in seiner/ihrer Teilnahme die eigenen Träume, die eigenen Vorlieben. Ihr/sein eigenes Ich, das eigene „Ich kann“. Also wenn es anders wäre. Wären wir entweder Maschinen oder Amöben.

 

Und die Geschichte diese Hure, so wie sie von den beiden geschrieben wird, von den Bürgern und den Kommunist*innen: horizontal, platt. Sie sprechen über Leute, sie sprechen über Massen. Niemand von ihnen könnte je die Intensität, die Leidenschaft, den Höhepunkt fühlen und den Zusammenbruch ganzer Welten, in nur einem Tag vom Leben des Revolutionärs.“

 

Großartig, du wurdest früh getötet

 

Chronis Missios

 

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