Rheinland

Bericht einer Anarchistin vom Wochenende im Hambacher Forst

Passend zum Rodungsstopp bei der Hambacher Forst Besetzung veröffentlichen wir nun den ersten Teil eines Berichtes einer unserer Aktiven, welcher zuerst in der aktuellen Gaidao (https://fda-ifa.org/) erschienen ist. Lest mal rein der Bericht gibt einen guten Eindruck aus erster Hand über die Kämpfe die vor Ort stattfinden, auch wenn der Text zeitlich mittlerweile ein bisschen veraltet ist und einige erwähnte Orte in dem Text bereits geräumt sind.

 

Fahrzeuge von Wasel (RWE-Supporter) abgefackelt

English Version Below

Wenn ihr den Hambi räumt, wenn ihr die Bäume fällt, die Häuser zerstört, wenn ihr Menschen festnehmt und unsere Leute in den Knast steckt, dachtet ihr wirklich das wir uns nicht rächen werden?

Die Firma Wasel wurde gestern Nacht angegriffen, mit sechs Brandsätzen auf sechs Fahrzeuge, weil sie RWE ihre Maschinen zur Verfügung stellen, weil sie es möglich machen, dass die Bullen den Wald räumen, weil sie ein Teil des Systems sind, dass wir so hassen.

Wir werden dazu gezwungen in einer verrotteten Realität zu Leben, in einer Realität aus Gewinnern und Verlierern, in der die Karten nie fair verteilt werden, wo reiche Leute reicher werden, während Ökosysteme sterben, es macht uns krank, dass sich das nie ändert. Unsere einzige Antwort darauf ist es aufzustehen und zu kämpfen, um zu zeigen, dass es auch anders geht, um zu revoltieren und alles kaputt zu machen was uns kaputt macht.

Der Wald wird vielleicht fallen, aber wir werden es nicht. Der Kampf gegen Autorität und den Mord an unserer Umwelt ist nicht vorbei. Es gab Menschen vor uns und es wird Menschen geben, die kämpfen, wenn wir nicht mehr sind. So lange unserer Drang nach Freiheit nicht erfüllt wird werden die, die die uns die Freiheit nehmen nicht in Sicherheit sein.

Carpe noctem.

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When you evicted the Hambi, when you cut those trees, when you destroyed this houses, when you arrested people, when you took our mates to jail, did you really think we won’t revenge?

The company Wasel got attacked yesterday night, with six incendiary devices placed on six vehicles, because they gave their machinery to RWE, because they made it possible for the police to evict the forest, because they are part of a system we hate.

We are forced to live with a rotten reality, on a reality of winners and losers where the cards are never mixed on our favor, where rich people get richer while ecosystems die, that makes us sick, that never changes. So our only answer can be to stand up and fight, to prove there’s something different to be done, to revolt and destroy everything that destroys us.

This forest might fall, but we won’t. The struggle against authority and ecocide will not be over. There were other people before us and there will be people when we will be gone. As long as our will of freedom wouldn’t be satisfied, the ones that are stealing it will not be safe.

Carpe noctem.

Orcs greifen den Hambacher Forst an

Saruman von der Leyens Orcs-Armee, die Horst Saurons Sieg erringen soll, braucht Energie, dazu befielt er die Abholzung des Hambacher Forst. Werden die fürchterlichen bayrischen Orcs aufzuhalten sein?

Wenn düstere Fantasy real wird, kann Parodie Enthüllung sein!

[Ko] Farbe fuer Boels! #HambiBleibt

Vergangene Nacht besuchten wir die Firma Boels in Muehlheim Kaerlich, weil diese allerlei Geraete fuer die Raeumung des Hambacher Forst zur Verfuegung stellt.

Farbattacke auf RWE Ausbildungszentrum

Wir haben in der Nacht zum 20.09.18 eine Lehrstunde zum Thema Widerstand und Umweltschutz gehalten am Ausbildungszentrum von RWE in Plaidt (RLP). – Genauer gesagt, bei Westnetz, einer Tochterfirma von innogy, welche wiederrum Tochterfirma von RWE ist.

Kameras am Bahnhof Buir zerdeppert!

Heute haben wir am S-Bahnhof Buir ein paar Kameras, die jeden Tag ungefragt Leuten beim auf den Zug warten zugucken, zerdeppert. Wir sind nachts, bewaffnet mit Hammer und Bolzenschneider dahin und haben alle sechs zerstört. Das hat Spaß gemacht!
Manche Menschen würden jetzt behaupten, dass diese Kameras uns Sicherheit vor Terror usw. geben, aber das stimmt nicht. Im Gegenteil, sie sind Teil des Alltagsterrors in diesem Staat, der von vorne bis hinten am liebsten unser ganzes Leben ausleuchten und erforschen will, um uns gefügig zu machen. Wenn die Kamera sieht, dass eins etwas tut, was der Staat nicht will, schlagen die Repressionsbehörden zu. Sprich: Polizei, Strafverfolgung, Knast. In der absurden Annahme, das wir danach "einsichtig" sind und uns wieder unterwerfen!? Wir haben niemanden gebeten, für unsere Sicherheit zu sorgen. Nicht am Bahnhof in Buir und auch nicht anderswo. Wir wollen nicht ständig auf unseren alltäglichen Wegen beobachtet werden. Wenn der Staat es trotzdem tut, wehren wir uns dagegen und stechen ihm seine Augen aus.
Natürlich gibt es Orte, an denen die Überwachung noch viel krasser ist und wo auch dringend etwas zu tun ist. Zum Beispiel am Bahnhof Berlin-Südkreuz, an dem gerade ein System mit automatischer Gesichtserkennung getestet wird. Weil wir da aber gerade nicht so leicht rankommen, haben wir erstmal vor der eigenen Haustür gekehrt.
Freiheit stirbt mit Sicherheit!

Amtsgericht Kerpen mit Buttersäure angegriffen

Heute haben wir, eine autonome Kleingruppe, das Amtsgericht Kerpen mit Buttersäure angegriffen. Wir haben die Buttersäure in Spritzen gefüllt und sie durch den Türschlitz gespritzt. Buttersäure (die übrigens trotz des Namens vegan ist) stinkt abartig! Und das hat das Amtsgericht Kerpen auch verdient!
Gerichte sind ein wichtiger Bestandteil des staatlichen Repressionsapparates und sorgen zusammen mit Polizei, Konzernen, Knästen und Regierungen dafür, dass alles so bleibt wie es ist. Das heißt: Die Herrschaft von Menschen über Menschen, die Ausbeutung und Zerstörung der Natur, Klimawandel, Hunger, Krieg und so weiter.
Das Amtsgericht Kerpen ist im speziellen dafür verantwortlich, dass nach einer Barrikadenräumung im Januar 2018 vier Menschen, die der Polizei ihre Namen nicht nennen wollten (über weitere fünf hat das Amtsgericht Düren entschieden), einige Wochen im Knast saßen. Außerdem sitzt seit einer weiteren Barrikadenräumung im März 2018, bei der die Bullen drei Menschen gejagt und mitgenommen hatten, immernoch ein Mensch im Knast. Auch dieser Mensch hat sich des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung ermächtigt und die Angabe der Personalien verweigert und wird deshalb von den Repressionsbehörden UP III genannt. UP III wird die Kommunikation mit solidarischen Menschen außerhalb des Knastes massiv erschwert, indem die meisten Briefe abgefangen werden und kaum Besuche ermöglicht werden. Wir sind verdammt wütend!

Burn all Prisons! Hambacher Forst verteidigen! Free UP III!

Bericht von den Aktionen beim Klimacamp im Rheinland August 2017

Versuch einer Zusammenfassung der Aktionen rund um das Klimacamp im Rheinland 2017

*Nach Ausnahmezustand & Hetze: Solidarität mit Ende Gelände!*

/Ende Gelände ist das erste Zusammenkommen nach der Repression und
Hetze von Hamburg und einige von uns machen sich deshalb sorgen um
das mögliche Ausmaß der Polizeigewalt und Repression im Rheinland.
Darum ist dies ein Aufruf zur Solidarität./

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