Freiräume

"Graffiti is not a crime"

Diskussion und Workshop

Wider dem reaktionären Zeitgeist! – Eine kurze und leicht polemische Kritik an dem anti-emanzipatorischen und rassistischen Artikel "Die Linke als Konsumraum" in der aktuellen Ausgabe der SWING

 

 

 

Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten!

 

- Oscar Wilde

 

 

 

 

In der aktuellen Ausgabe der SWING – Autonomes Rhein-Main-Info (Nr. 124, S. 12-14) findet sich ein Artikel, welcher vorgibt eine Kritik an Drogenkonsum in der linksradikalen Szene am Beispiel der Stadt Marburg formulieren zu wollen. Dieser Artikel wurde ursprünglich auf dem Blog "Metadiskursiv" veröffentlicht. (1) Vorangegangen war dem Artikel eine Hausdurchsuchungsaktion der Polizei in mehren Ortschaften, in dessen Zuge auch ein Teil des alternativen Wohnprojektes "Bettenhaus" in Marburg betroffen war. Beim "Bettenhaus" handelt es sich um eines der größten selbstverwalteten linken Wohnprojekte in Hessen. (2) Auf die genauen Geschehnisse soll hier nicht eingegangen werden, es sollte aber klar festgehalten werden, dass das kolportierte Bild, aus dem Projekt sei ein Drogenhandelring betrieben worden völlig aus der Luft gegriffen ist. Was als – wenn auch unangenehmes - Problem hätte innerhalb des Projektes gelöst werden können, wird von Manchen nun missbraucht, um das Projekt (ob abischtlich oder nicht) zu diskreditieren und ihre eigenen puritanistischen Ansichten, die in Teilen auf rassistische Argumentationsmuster beruhen, stark zu machen.

 

 

Aufruf zur Identitätsverweigerung bei der Besetzung am 28.9.

In den letzten zwei Jahren ging es in Sachen Besetzungen in Berlin wieder hoch her. Es gab viele Besetzungen und viel Zuspruch dafür. Die Stadt setzte aber auf ihre altbekannte Repression und entsprechend gab es viele Räumungen und eine Welle an Repression. Wir sehen besetzen immer noch als richtiges Mittel, um Eigentum praktisch in Frage zu stellen, neue (Frei)-räume zu schaffen und der Stadt der Reichen entgegen zu treten.

Deswegen werden wir am 28.9. im Rahmen der TuMalWat-Aktionstage wieder besetzen. Und, aus Rückschlägen haben wir gelernt: wir wollen mit euch einige neue Ansätze ausprobieren!

Solikundgebung Rozbrat bleibt! [B]

 

Am gestrigen Montag den 02.09.2019 um 16.00 fand eine Solikundgebung, für den Erhalt des autonomen politischen Zentrums "Rozbrat" [Poznan] ,vor dem Polnischen Institut Berlin ,statt

 

(B) Soli-Splitter fürs Syndikat

Letzte Nacht wurde der Sitz der Rechtsanwaltskanzlei Steffen Gross mit Steinen und Farbe attackiert. Die Kanzlei führt für Pears Global die Räumungsklage gegen die Neuköllner Kiezkneipe Syndikat. Etwas versteckt liegt die Kanzlei Großkotz in einem ehm. Arbeiter*innenpalast am Strausberger Platz Nr. 1. Die Steine und Farbgläser schafften es dennoch bis ins 2. Geschoß. An der Wand wurde "Syndikat bleibt!" hinterlassen und folgender Text an die Nachbar*innen verteilt.

[B] Der Senat, die Medien und die Rigaer

 

Die Liebig34 und die Rigaer94 sind räumungsbedroht. Parallel wird ein neuer Anlauf genommen medial und politisch das undifferenzierte Bild einer von der Rigaer Straße ausgehenden allumfassenden Bedrohung auszubauen. Eine real steigende Gefahr für alle, die nicht „linke Chaoten“ sind? Ein zeitlicher Zufall? Wir glauben nicht.

 

Wir als Wagengruppe DieselA verlassen die Buchtbrache

Die letzten Monate waren für uns unsichere Zeiten: Unser Wohnraum wurde von der Stadt Berlin an die Investa GmbH übergeben, wir haben eine Räumungsaufforderung erhalten und es war für uns ständig unklar, ob die Cops heute, morgen, oder vielleicht in drei Monaten vor der Tür stehen. Diese Situation war uns von Anfang an klar: Der Bebauungsplan Ostkreuz wurde ja schon im April dieses Jahres von der Politik einvernehmlich beschlossen. Es war also deutlich, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis wir verdrängt werden. Nachdem wir also aus Protest gegen die Scheißpolitik die Brache in der Bucht besetzt haben, und für drei Monate erfolgreich gehalten haben, machen wir uns jetzt wieder auf die Suche nach einem Ort, an dem die Wagengruppe DieselA dauerhaft ein Zuhause finden kann. Wir haben keine Lust, länger passiv zu verharren und auf die Cops zu warten, und nehmen die Sache wieder selbst in die Hand. DieselA als Kollektiv verlässt heute also die Rummelsburger Bucht.

Neonazi Steffen Hupka in alternativen Strukturen

Steffen Hupka ist seit fast 40 Jahren führendes Mitglied der Neonaziszene. Aktuell versucht er, in alternative Strukturen einzusickern.

Steffen Hupka has been a leading member of the Neo Nazi scene for almost 40 years. Currently, he is trying to set foot in the alternative scene.

Exarchia – Mon amour

 

Die kommenden Wochen werden den umfassenden Angriff des Staates auf Exarchia bringen. Darin sind sich in Athen alle einig. Mit den ersten Räumungen, darunter zwei großen von Migranten*innen und Flüchtlingen besetzen Projekten, mit der ständigen Präsenz von Riotcops und zivilen Aufklärungseinheiten, mit den Angriffen der letzten Tage auf ein Musikfestival und das K*VOX, einem der wichtigsten und legendärsten Besetzungen im Viertel, ist die Linie vorgegeben. Es gibt keine Tabus mehr, der Geist des faschistischen Obristenregimes darf wieder an die Oberfläche. Faschistische Kader, die sich ansonsten nicht einmal in die Nähe von Exarchia wagen, wurde im Viertel in vertrauten Austausch mit Bullen gesichtet. Innerhalb nur weniger Tage haben die Bullen schon zwei Mal die Knarre gezogen.

 

Danke, Xelil!

Xelîl - Michael - Wir werden dich vermissen!

 

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