Freiräume

(B) Für die Räumungsbilanz, noch ne Luxuskarre draufgelegt

rummelsbucht

Schön ist's an der Rummelsburger Bucht zu wohnen, in den schicken Eigentumshäusern trübt nichts die Idylle am See. Die lästigen Camps der Obdachlosen mit ihren Zelten und provisorischen Hütten werden nach und nach zwischen Zäunen eingepfercht, weggebaggert, mobile Videomasten am Ufer passen auf. Sabot Garden auch schon lange weg, war da mal was unkontrollierbares, unkommerzielles in der Bucht?

Entschlossen zum langen Aktionswochenende im Danni

Seit fast zwei Wochen hat die Rodungssaison für den Ausbau der A49 um den Dannenröder Wald – im Herrenlos Wald und Maulbacher Wald – begonnen. Die Hessischen Grünen als Regierungspartei versuchen mit Hilfe eines unfassbaren Aufgebots an Bullen, die Rodung für kapital Interessen durchzusetzen. Gleichzeitig versuchen sie die Verantwortung für die Zerstörung der Wälder von sich zu weisen. Wir werden es nicht zulassen, dass ein ökologisch wertvoller Mischwald wie der Danni für die Interessen von Konzernen abgeholzt wird.

(Tübingen) Gegendarstellung zu den Vorwürfen in der Gartensia / Gartenstraße 7

Den Aktiven (v.a. Frauen) in der Gartenstraße 7 wird Duldung sexistischen Verhaltens und Täterschutz durch die "Awareness-Crew Tübingen" vorgeworfen (https://de.indymedia.org/node/109857). Damit steigt die Awareness-Crew voll auf die Instragram-Kampagne "Konsequenzia" ein, die von zwei Personen, die aus der G7 flogen, betrieben wird. Dass Konsequenzia allerdings selbst 7 Personen aus dem Haus G7 gemobbt (durch Anschreihen, Beschimpfen, emotional Verletzen, teilweise auch handgreiflich Provozieren) hat, 6 Mediationsangebote von den Aktiven im Haus abgelehnt hat und dann am Ende selbst wegen Verstoß gegen den Hauskonsens aus dem Haus flog, bleibt verdeckt. Die Awareness-Crew deckt und entschuldigt mit diesem einseitigen Posting das Mobbing und rassistische und chauvinistische Aussagen ("der soll sich quälen bis er sich umbringt") und Forderungen ("die scheiß Ausländer sollen raus") von Konsequenzia in diesem Zusammenhang. Alles was Konsequenzia nach dem sexualisierten Übergriff durchgezogen hat, auch wenn der zwischenzeitlich auch nach Konsequenzias Aussage als geklärt galt, weil die Täterperson (ein minderjähriger obdachloser Bettler) rausgeworfen wurde, sei okay. Weil: Definitionsmacht.
Dieses Vorgehen durch die Awareness-Crew ist fatal. Es zieht das Konzept der Awareness durch den Cacao. Wenn Definitionsmacht so ausgeweitet und entstellt wird, gibt es einer jeden Person schier unbegrenzte Macht in die Hand, die sich traut eine Situation als Übergriff zu definieren. In diesem Fall war der Übergriff ein längeres Angaffen. Sicher kann das als Übergriff wahrgenommen werden, und auf keinen Fall soll dann darüber diskutiert werden müssen! Aber mehr als die Täterperson kann mit diesem Argument nicht rausgeworfen werden, es darf nicht eine entgrenzte Macht rauszuwerfen und zu mobben verleihen. In einem Projekt wie die Gartenstraße 7, welches als einziges der sonst tendenziall weiß-deutsch-akademischen Tübinger Hausprojekte auch obdachlosen Bettlern, meist aus Osteuropa, offen steht, kann nicht jede*R die*der nach so einem Übergriff nicht sofort einsichtig ist als Täterschützer rausgeworfen werden!
Das kann und wird im Epplehaus gemacht, was auch gut ist, dass es solche Räume gibt. Aber es ist auch wichtig, dass es endlich mal ein Hausprojekt schafft den gesellschaftlichen rassistischen Sozial-Chauvinismus nicht zu reproduzieren, und eben auch bettelnden Menschen Wohnraum verschafft. Die Gartensia hat trotzdem immer versucht den feministischen Grundkonsens so gut wie möglich umzusetzen: die Übergriffe wurden sofort auf dem Plenum thematisiert, der Konsequenzia wurde sofort unterstützt, nur die Forderung nach 100 Euro von der Täterperson wurde kritisiert. Als es dann zum Wunsch nach Rauswurf der Täterperson kam, wurde diese auch relativ schnell umgesetzt.
Was die Awareness-Crew hier betreibt ist Victim-Shaming gegenüber den Aktiven (vor allem Frauen) in der G7, welche jetzt trotz aller Bemühungen, trotz Organisierung von 6 Moderationen, die allesamt von Konsequenzia abgelehnt wurden, zu den "bösen Sexisten" stilisiert werden. Daher folgt hier nun die Gegendarstellung der Gartenstraße 7.

(B) Solidarische Grüße und erste Gedanken zur Liebig34 Räumung

Am Freitag den 09.10. wurde das anarcha-queer-feministische Hausprojekt Liebig34 geräumt. Damit geht ein weiteres Stück Stadtgeschichte zu Gunsten der Immobilienwirtschaft zu Grunde.

(Hamburg) Rache für Liebig 34

Wir sind wütend über die Räumung von der Liebig 34 in Berlin und haben dies als Anlass genommen, einen Angriff auf die Stadt der Reichen zu wagen. Wir suchten den Luxusneubau für Reiche Studierende „The Fizz Hamburg", an der Ecke Kieler Straße/Stresemannstraße in Altona, mit Hämmern heim. Wir schlugen einige Scheiben von Türen und von noch unbewohnten Wohnungen sowie von zwei Luxusautos ein, die davor geparkt waren: einen Porsche Cayenne und einen Mercedes AMG SUV.

Solidarität mit Liebig34 aus Oldenburg! Queerfeministische Freiräume erkämpfen!

https://www.dailymotion.com/video/x7wttlo

 

Am 09.10.2020 wurde die Liebig34 in Berlin für die Kapitalinteressen eines Großinvestors geräumt.

Für den Staat eine willkommene Gelegenheit, um einen widerständigen, emanzipatorischen und queeren Freiraum anzugreifen.

Über 40 FLINT*Personen verloren dadurch mitten in der globalen Pandemie ihre Unterkunft.

Vonovia-Büro markiert für die Liebig 34

Farbe und Soligrüße für die Liebig 34 hinterlassen

Farbbomben auf Bullen-Neubau in Dornbirn

In der Nacht auf den 14. Oktober haben wir den Neubau der Bullen in Dornbirn mit Farbbomben angegriffen.

(B) bullen auf dem prüfstand

VONOVIA/DEGEWO KARREN ANGEZÜNDET

Fotos: Liebig 34 geräumt

30 Jahre lang war die Liebigstraße 34 ein kollektiver Schutzraum für Feminist*innen, Queers, Anarchist*innen und Antifaschist*innen. Am letzten Freitag wurde sie von einem martialischen Polizeiaufgebot geräumt.
Fotos: https://umbruch-bildarchiv.org/liebig-34-geraeumt/

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