Soziale Kämpfe

(Berlin) Auf den Busch klopfen, um zu sehen was sich bewegt Über die Razzien am 24.3.2026

[english below]

 Folgender Text ist das erste Statement unseres auf den Ideen von Solidarität, Selbstorganisierung und Freiheit von Unten aufbauenden politischen Kollektivs. Im Laufe unseres Entstehungssprozesses hatten wir eigentlich beschlossen, mit einem Text auf der Bildfläche zu erscheinen, in dem wir uns vorstellen, unsere Ideen mitteilen und den Prozess, durch den wir zusammengekommen sind, reflektieren würden. Dieser Text kommt nun anders als erwartet, stellt er doch auch ein Statement bezüglich des kürzlichen Repressionsschlages gegen anarchistische Strukturen und all jene wie uns, die Teil sozialer und Klassenkämpfe sind, dar. Mit den Razzien bei etlichen Leuten, der Repressionswelle im allgemeinen, und dem direkten Anvisieren einer unserer Genoss*innen, sehen wir zum einen die Notwendigkeit, unsere praktische Solidarität durch diesen Text auszudrücken. Zum anderen wollen wir die letzten repressiven Ereignisse in den Kontext der Anstrengungen des deutschen Staats stellen, der durch den Versuch der Auslöschung jeder Form des Widerstandes die Militarisierung der Wirtschaft und Gesellschaft vorantreibt. Zum jetztigen Zeitpunkt das erste mal als Kollektiv aufzutreten heißt für uns: dem staatlichen Angriff entgegnen und einen Schritt vorwärts machen, da wir glauben gemacht werden sollen, dass es nur die Option des Rückzugs gibt.

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 The following text is the first statement of our political collective which is based on the ideas of solidarity, self-organisation and freedom from below. In the course of forming our collective, we intended to step forward with a text that would introduce who we are, share our ideas and reflect on the process through which we came together. Now this text comes in another way than we expected, since it is at the same time also a statement regarding the recent crackdown on anarchist structures and anyone who is part of social and class struggles, including us. As several people are being targeted by the raids and this recent wave of repression, including one of our comrades who is directly targeted, we, first of all, see the necessity of showing our practical solidarity through this text. Secondly we want to put the latest repression in the context of the german states' efforts of militarizing the economy and society by attempting to eliminate any form of resistance. Coming out at this point as a collective means for us countering the state's attacks and taking a step forward when we should be made to believe that there is just the option of retreat.

 

Solidarität mit Daniela Info Nr. 51 / 10.5.2026

  „Die Solidarität lässt für sie, so sagt Daniela, die Sonne aufgehen“

Hallo,

wir möchten noch einmal auf die letzten 3 Prozesstage hinweisen:                                     

Dienstag, 12. Mai um 10 Uhr: Plädoyer des Anwaltes der Nebenklage, anschließend wird Daniela ihr Plädoyer halten und dann beginnen ihre Verteidiger mit ihren Plädoyers

Mittwoch, 13. Mai um 9 Uhr: Plädoyers der Anwälte, Fortsetzung

Mittwoch, 27. Mai 10 Uhr: Urteilsverkündung

 

Am 12. Mai findet während des Prozesstages in unmittelbarer Nähe des Eingangsbereiches (Weitzmühlener Straße 48, Verden-Eitze) ein Kundgebung statt.                                                                                                                                     Auch bei der Urteilsverkündung gibt es eine Kundgebung mit anschließender Demo in die Innenstadt von Verden.

Gruppe: Solidarität mit Daniela

solidarisch-mit-daniela@t-online.de / www.solidarisch-mit-Daniela.de

 

Görlitzer Park: Experimentierfeld für kreativen Ungehorsam

Der Görli entwickelt sich vom Testfeld für staatliche Kontrolle immer mehr zum Experimentierfeld für kreativen Ungehorsam.

(A-Radio) Libertärer Podcast Aprilrückblick 2026

Das A-Radio Berlin präsentiert den neuen Libertären Podcast mit dem Aprilrückblick 2026: unser ernster und satirischer Blick auf die Geschehnisse des Vormonats. Mit Kurznews, unserer Politik-Satire, einem Gespräch zur aktuellen Situation im Iran, Eindrücke einer Buchvorstellung zu Resilienz und Utopien, Wo herrscht Anarchie, Musik u.v.m.

Zum 50. Todesstag von Ulrike Meinhof: presente!

Vor  50  Jahren - am 9. Mai 1976 - wurde sie ermordet. Sie starb in der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 1976 im Knast Stuttgart-Stammheim. . Menschen, die damals die staatlich verordnete „Selbstmord“-Version in Frage stellten, wurden kriminalisiert.

Ulrike ist 1934 geboren . Sie engagierte sich seit 1957 politisch und war Mitglied der verbotenen KPD. Sie wurde durch ihre Kolumnen und Artikel vor allem in der Zeitschrift „Konkret“ eine bedeutende linke Persönlichkeit in der BRD. 

1970 gründete sie mit anderen die bewaffnet und illegal kämpfende politische Gruppe ROTE ARMEE FRAKTION (RAF). Die Entscheidung für den bewaffneten Kampf begründet sich vor allem in den Erfahrungen mit der post-faschistischen BRD-Gesellschaft, dem US-Krieg in Vietnam und dem Willen, die 68er-Revolte weiter zu entwickeln.

1972 wurden viele Mitglieder aus der RAF verhaftet und am 15. Juni in Hannover auch Ulrike durch Verrat. Die Gefangenen aus der RAF wurden von einander und von anderen Gefangenen isoliert. Ulrike kommt für acht Monate in einen geräuschisolierten toten Trakt in Köln-Ossendorf. Drei kollektive Hungerstreiks ändern nur wenig an der Isolation, aber zeigen den Gefangenen, dass sie zusammen handeln können.

Wichtig ist es, Ulrike als kämpferische Linke zu begreifen, die keinen „Selbstmord“ begangen hat und die RAF nicht als „Terrorgruppe“ darzustellen.

Wir wollen wir nicht nur ihre historische, sondern auch ihre heutige Bedeutung für die Kämpfe thematisieren. 

 

Fotos: Revolutionäre 1. Mai Demonstration 2026 in Berlin

Revolutionäre 1. Mai Demonstration 2026 in Berlin

Mehrere 10.000 Menschen beteiligten sich an der revolutionären 1. Mai-Demonstration in Berlin, die dieses Jahr vom Oranienplatz startete und mit einigen Hinternissen zu kämpfen hatte.

Theodor Heuß-Kaserne markiert

 

Letzte Nacht haben wir der Theodor Heuß-Kaserne der Bundeswehr in Canstatt einen Besuch abgestattet. Die Kaserne wurde schon für die vergangenen zwei Weltkriege genutzt und steht nun auch für die zukünftigen deutschen Kriegspläne zur Verfügung. Massive Aufrüstung und die immer näher rückenden Zwangsrekrutierung von uns Jugendlichen? Dem haben wir was entgegenzusetzen!

 

Das haben wir klar gemacht und die Bundeswehrkaserne mit Farbe markiert sowie die Schriftzüge „Stoppt die Wehrpflicht“ und „Krieg dem Krieg“ hinterlassen.

 

Während Deutschland Krieg und Genozid mitfinanziert und durch Waffenlieferungen vorantreibt, stellen wir uns klar gegen den Kriegskurs des deutschen Staates.

Ein Staat, der seinen Rüstungswahn damit finanziert, an Sozialem zu sparen und uns möglichst bis zum Umfallen schuften zu lassen. Das ist keine Zukunftsperspektive für uns!

Noch weniger wollen wir an Orten wie dieser Kaserne in Zukunft von irgendwelchen Bundeswehrleuten begafft, begrabscht und begutacht werden um dann anschließend für Deutschlands Großmachtpläne irgendwo auf der Welt zu Töten und zu Sterben.

Die Pläne aller Parteien, die sich einzig darin unterscheiden wer oder wie lange oder wann genau in der Bundeswehr „dienen“ muss, zeigen uns die Begrenztheit dieses ach so tollen demokratischen Systems.

 

Wir werden das alles nicht einfach über uns ergehen lassen! Wir rufen alle dazu auf, sich gegen die Kriege von Morgen zu vernetzen und sich für einen Systemwechsel zu organisieren! Den während die Reichen für uns keine Perspektive bieten, können wir uns sehr wohl gemeinsam eine erkämpfen!

 

Morgen ist Tag der Befreiung vom Faschismus und zudem bundesweit Schulstreik gegen die Wehrpflicht. Nutzen wir diesen Tag um klar zu machen, dass wir nicht für Deutschland in den Krieg ziehen werden!

 

Frieden wird erkämpft! Krieg dem Krieg – Überall!

 

Video: https://streamable.com/2e197t

 

19. Prozesstag gegen die 6 angeklagten Antifaschist:innen im OLG Düsseldorf

19. Verhandlungstag – 28.04.2026May 3, 2026

 

Am 19. Prozesstag standen Zeugenaussagen, die Abwesenheit zentraler Beteiligter sowie die Bewertung ungarischer Beweismittel im Mittelpunkt. Zudem wurden Videoaufnahmen eines mutmaßlichen Angriffs in Budapest und fragwürdige polizeiliche Auswertungen präsentiert.

 

20. Prozesstag gegen die 6 angeklagten Antifaschist:innen im OLG Düsseldorf

20. Verhandlungstag – 29.04.2026May 3, 2026

 

Heute sagte Sabine Brinkmann als Zeugin aus, die mit ihrem Nazi-Freund Robert Fischer aus Melle/Niedersachsen beim so genannten „Tag der Ehre“ in Budapest war. Außerdem wurden zahlreiche Videos aus Budapester Straßenbahnen und Fotos aus einem Auftrag des BKA gesichtet.

 

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