Repression

(B) Angriff auf KI-Überwachungstechnologie

In den frühen Stunden des 28. April besuchten wir den REWE Supermarkt an der Ecke Schönhauser Allee/Milastr. in Berlin und zerstörten mit Hammer und Steinen die Scheiben.

Es ist nicht irgendein Supermarkt, sondern eines der Testlabore des Lebensmittelhändlers REWE, wenn es um die Einführung neuer Kassentechnologien geht. Vor der Tür steht ein Schild mit einer ungewöhnlichen Info: Dieser Markt nutze keine Gesichtserkennung. Im ersten Moment ist nicht klar, warum dieses Schild dort auf der Straße steht, immerhin sollte das bei den meisten Supermärkten der Fall sein. Doch wer in diesem Supermarkt einkaufen geht, wird die Bedeutung des Schildes schnell erkennen.

Tausende Menschen im antiautoritären/ anarchistischen Block auf der revolutionären 1.Mai Demo 2026 – Widerständige Pyroparty auf der Oranienstraße & regierungsfreundliches Framing in den Medien

 

Heute ist kein Feiertag, heute ist Kampftag! Mit zwei Stunden Verspätung setzte sich der antiautoritäre/ anarchistische Block kraftvoll um 20 Uhr in Bewegung. Es zeigt sich, dass autonome Konzepte ein ungebrochener großer Anziehungspunkt für tausende junge und ältere Menschen sind und eine Alternative zu den dogmatischen Ideologien von K-Gruppen, ethnisch oder religiös geprägten Gruppen bilden. Als es nach langer Wartezeit endlich losging, wurde ein großer schwarzer Block gebildet, der voll vermummt und gut organisiert dem autoritären Normalzustand eine Absage erteilte. Mit Regenschirmen und durchgehenden Seitentransparenten wurde sich erfolgreich vom Partyvolk abgegrenzt, welches zum Teil die Demostrecke blockierte. Auf der Oranienstraße entwickelte sich durch nur ein langsameres Vorankommen eine massive Pyroparty mit dutzenden Bengalos, Rauchfackeln, Silvester-Batterien und Böllern. Als der Block nach 1 ½ Stunden den Rio-Reiser-Platz erreichte, war die Nacht schon hereingebrochen und es gab den ersten Kontakt mit den Polizeischergen der Hundertschaften. Die Bullen wurden mit reichlich Hass empfangen und kurz mit Böllern eingedeckt. Durch die massive Blockierung von Suff- und Partytouristen und Aufziehen eines massiven Polizeispaliers wurde der breite und massive Frontblock auf dem Weg zum Görlitzer Bahnhof in die Länge gedrückt und stand ab dem Görlitzer Bahnhof unter polizeilicher Kontrolle. Die Polizei versuchte hektisch mit Kameras Straftaten einzufangen, scheiterte jedoch an dem professionellen Sichtschutz des Blocks. Durch die starken Verzögerungen wurde die Demoroute durch Neukölln auf dem Weg zum Südstern stark verkürzt. Erst gegen Mitternacht, nach 5 Stunden, erreichte der Block seinen geplanten Zielort. Am Südstern versuchten die Bullen durch den Klau von den Seitentransparenten verzweifelt eine letzte Eskalation hervorzurufen. Vor den Kameras der Medienschaffenden versuchten sie mal eine Rechtfertigung für ihre Gewalt zu provozieren. Die Bullen hatten sich jedoch während der Demo im Vergleich zu anderen Jahren auffällig zurückgehalten. Im Vergleich zu anderen Jahren gab es fast keine Festnahmen. Auch ein auflösender Angriff auf den Frontblock wurde im Gegensatz zu anderen Jahren nicht durchgeführt. Als vorläufige Bilanz kann, gesagt werden, dass die Pyro-Party auf der Oranienstraße und die Zusammenkunft eines so großen schwarzen Blocks ein voller Erfolg waren. Die Szenerie war unglaublich schön und kraftvoll, auch wenn die Hauptstadt-Presse zu beschränkt war, die Bilder angemessen einzufangen. Die Kraft dieses Moments zeigt, dass es möglich ist, sich dem massiven Polizeiaufgebot und polizeistaatlichen Überwachungsmaßnahmen entgegenzusetzen.

Gefängnis- und Psychiatriekritik gehören zusammen

Österreich steht seit Jahren wegen der Unterbringung im Maßnahmenvollzug (§ 21 StGB) unter massiver Kritik, weil sie nicht menschenrechtskonform ist.

Es muss sich etwas verändern - wir dürfen alle die unter solchen autoritären Institutionen leiden nicht vergessen. Gegen Gefängnisse und eine Gesellschaft die sie benötigt ! Für ein Leben in Freiheit und Solidarität!

Größte revolutionäre 1.Mai Demo in Stuttgart mit 2300 Teilnehmenden

600 bei Antikapitalistischem Block auf DGB-Demo +++ Polizei hält sich mit Großaufgebot im Hintergrund +++ Pyrotechnik am Rande +++ Solidarität mit Cuba, Rojava und Palästina +++ militante Aktionen im Vorfeld

Der Tag begann mit einem kämpferischen antikapitalistischen Block auf der DGB-Demo. 600 Menschen aus verschiedenen Betrieben und Branchen, machten klar dass Sozialpartnerschaft keine Perspektive hat. In kurzen Redebeiträgen berichteten verschiedene Beschäftigte von den Auswirkungen des Sozialabbaus auf ihre Jobs und andere Bereiche des Lebens. Sie verharrten dabei nicht in Zustandsbeschreibungen, sondern zeigten sich kampfbereit: gegen ihre Profite! Klar wurde: trotz der sozialpartnerschaftlichen Führung lohnt es sich, die Gewerkschaften, allen voran die Basis, nicht aufzugeben!

INFO: Gesa-Trasse am Görli, Zivibullen Mobs, Absperrgitter, Bodycams und Drohnen gegen die Revolutionäre 1. Mai Demo

Gefangenen-Sammelstelle-(Gesa)-Trasse am Görli?

Einen Tag vor dem 1. Mai verdichteten sich Hinweise, dass die Bullen womöglich vorhaben eine Massen-Abfertigungs-Stelle für Festgenommene zwischen Spreewaldplatz bis zum 1. Eingang zum Görli einzurichten. Ein komplettes Areal ist da mit großen Gittern eingezäunt worden. Dahinter sind weitere Absperrgitter – Hamburger Gitter – deponiert. Und bayrische Bullen bewachen den eingezäunten Bereich.

Geleakt wurde, dass dieser abgesperrte Bereich für die Öffentlichkeit als „Pufferzone“ tituliert werde, in dem die Bullen Personalien von „auffälligen Demonstranten“ würden.

Zusätzlich sind inzwischen fast alle Eingangstore zum Görli entlang der Demostrecke in der Wiener Straße von den durch eine von den Bullen beauftragte Handwerks-Firma zusätzlich abgezäunt worden: am Eingang Ohlauer Straße, am Eingang Liegnitzer Straße und am Eingang Glogauer Straße. (FOTOS SIEHE UNTEN)

Zivibullen Mobs am 1.Mai?

Schon im Vorfeld der queer-feministischen Demo am 30.04. hatte sich laut dem Aktionsticker ein großer Mob von circa 30 Zivibullen in möglichst unaufälliger Durchschnittsbürger*innen-Bekleidung am Hermannplatz zur Einsatzbesprechung versammelt. Und das waren jetzt nicht die bekannten Gesichter jener Zivibullen, deren Fotos sowieso schon überall kursieren.

Diese Zivibullen sind dazu da, tatsächlich möglichsts unauffällig in den Massen am Rande oder inmitten mitzulaufen, um Personen zu verfolgen und zu identifizieren mit dem Ziel der Festnahme. (FOTOS SIEHE UNTEN)

Absperrgitter auf der Demostrecke – aber nur am Anfang?

Die gestapelten – auch als „Hamburger Gitter“ bekannten – mobilen Absperrgitter, die ineinander verhakt werden können um teils ganze Straßenzüge abzusperren, wurden überwiegend zum Beginn der Demostrecke am Oranienplatz, an den Kreuzungen über die Oranienstraße und die Wiener Straße bis zum Görlitzer Park an der Abkreuzung Ohlauer Straße gesichtet.

(FOTOS SIEHE UNTEN)

Wie die Bullen am 1.Mai die Absperrgitter in der Oranienstraße aufstellen will, wird sich zeigen, denn ein Sprecher der Bullen ließ bereits in der Presse vermelden, dass es schwierig werde, in diesen engen Straßen Demonstrationsteilnehmer*innen und Bevölkerung auseinanderzuhalten.

Auf dem Teil der Demostrecke über die restliche Wiener Straße am Görlitzer Park vorbei und dann in der Glogauer Straße und der Pannierstraße bis zur Sonnenallee sind keine Hamburger Gitter abgestellt.

Abgestellte Gitter-Stapel wurden dann erst wieder massiv an zwei Hotspots in der Sonnenallee, nämlich an den Kreuzungen der Sonnenallee mit der Pannierstraße und der Reuterstraße gesichtet, und ein einsamer Stapel auf der Höhe Sonnenalle Nummer 25.

Aber im weiteren Verlauf der Demoroute in der gesamten Karl-Marx-Straße, bis zum Hermannplatz und über die Hasenheide bis zum kompletten Areal des Abschlussorts der Demo, dem Südstern, sind ebenfalls keine Bullen-Absperrgitter abgestellt worden.

Auf dem Hermannplatz, etwas abseits der konkreten Demostrecke, stehen lediglich zwei kleine Stapel links und rechts vor dem Haupt-Eingang von Galeria Kaufhof.

Warum die Bullen ihr Absperrgitter-Arsenal nicht bis zum Abschlussort der Demo am Südstern durchgeplant haben, entzieht sich jeder Kenntnis, denn in der Vergangenheit waren sie immer sehr fixiert auf Festnahmen und Prügeleien bei den Abschlusskundgebungen, insbesondere am Südstern.

Auf zum anarchistischen 1. Mai!

An vielen Orten wird der 1. Mai von roten Gruppen dominiert, doch dieser Tag ist untrennbar mit der anarchistischen Bewegung verbunden. Es waren Anarchisten, die nach den Haymarket Riots verurteilt und erhängt wurden, weil sie für den 8-Stunden-Tag kämpften. Sie verstanden, was morgen auf vielen Demos wieder vergessen wird: Der Kampf der Arbeiterklasse ist auch unser Kampf! Nur gemeinsam können wir das bestehende System herausfordern und Freiräume schaffen.

[BRD] Kabinettsbeschluss heißt Widerstand muss sichtbar werden!

Heute hat das Kabinett der Bundesregierung die Überwachungsgesetze auf den parlamentarischen Weg gebracht. Datenabgleiche mit dem Internet, d.h. mit jedem Foto darin sollen dann den Ermittlungbehörden und Geheimdiensten erlaubt sein. Dafür wollen Sie Bild- und Stimmen-Biometrie nutzen und es ist davon auszugehen, dass Palantir und andere BigTechs hier Milliarden scheffeln während sie Bewegungsprofile von uns erstellen und unser Leben überwachen.
Doch es gibt den Versuch einen breiten Widerstand aufzubauen. Im Netzwerk Sicherheit ohne Überwachung finden sie bereits jetzt einige Organisationen, die aus diversen Hintergründen die Sorge vor dem Überwachungsstaat eint. Am 13.06.2026 wird es in Berlin eine Demo gegen die digitiale Aufrüstung der Polizei geben.
Es ist Zeit lautstark auf die Straße zu gehen! 

[HRO] Nanuk ist frei!

Wir feiern, dass unser Genosse Nanuk vorerst aus U-Haft entlassen wurde.

Another crack in the concrete: Solidarity to the comrades facing trial on April, 30th in the Matrozou case in Athens!

On April 30, in front of the Appeal Court in Athens, Greece, a comrade will stand trial again for the militant defense of the house of the Koukaki Squatting Community - after having been sentenced to 77 months in the first instance.  

Was tun gegen Over-tourism? Teil 5 der BRACELONE-SAGA!

Staffel-Finale bei BRACELONE-DIE SAGA! Wir waren in Barcelona. Auf der "Ban Fossil Ads"-Konferenz. Da sind wir in eine Adbusting-Aktion gegen den Flughafen-Ausbau geraten. Dabei falteten wir mit vielen anderen Menschen Papierflugzeuge aus Werbepostern und platzierten diese in Werbevitrinen. Zwei Leute wurden verhaftet, drei kontrolliert, eine Bar von den Cops gerockt und im Hostel alle Daten der Konferenz-Teilnehmerinnen abgegriffen. Anlass genug, uns und unser Verhalten selbst zu hinterfragen. Bei der Verhaftung fragten die Cops genervt, ob die Betroffenen solchen Unsinn auch zu Hause machen würden (siehe Teil 1 der BRACELONE-SAGA). Hier folgen unsere Gedanken zu Over-Tourism und genervten Cops die wegen Mietenwahnsinn keine Wohnung finden.

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