München: Buttersäure & Bitumen gegen Danubia
Nach dem Gerichturteil gegen Maja wurde die Burschenschaft Danubia in München in der Nacht vom 11.2. auf den 12.2.26 mit Bitumen-Flaschen und Buttersäure angegeriffen.
Die Aktion steht im Rahmen der Aktionen für die Freiheit von Maja, für die Freiheit aller sozialer Gefangener und die Abschaffung aller Knäste. Es geht uns nicht um Appelle an einen Staat von dem wir nichts zu erwarten haben, dem es seit jeher nicht um die Bekämpfung faschistischer Bewegungen geht und im Sinne der Aufrechterhaltung der bestehenden Unterdrückungs- und Ausbeutungsstrukturen auch nicht gehen wird.
Wichtig bleibt die konsequente Fortsetzung einer militanten Haltung gegen Nazistrukturen, aber auch gegen jene, die Antifaschist:innen vor den Gerichten denunzieren und mit hohen Strafen aburteilen. Es ist die Haltung für welche die aktuell Inhaftierten und Angeklagten stehen. Es geht darum Nazistrukturen überall anzugreifen und deren Strukturen, wo immer möglich, den Rückzugsraum zu nehmen. Sie sollen in der Gewissheit leben immer und überall angegriffen zu werden, egal ob mit Hämmern, Buttersäure oder anderen Mitteln.
Zur Danubia
Die Burschenschaft Danubia steht schon lange für eines der zentralsten und renommiertesten Objekte faschistischer Organisierung in München. Sie ist Teil der völkischen Burschenschaftlichen Gemeinschaft (BG). Die 42 deutschen und österreichischen Burschenschaften bekennen sich im Gründungsprotokoll der BG „zum volkstumsbezogenen Vaterlandsbegriff“ und fordern „die geistige und kulturelle Einheit aller, die dem deutschen Volke angehören und sich zu ihm bekennen“. Die BG bezieht sich positiv auf ein „Großdeutschland“ in den Grenzen vom 1. September 1939. Bereits 1919 waren Mitglieder der Danubia an der gewaltsamen Niederschlagung der Münchner Räterepublik in Bayern beteiligt, auch gehörten viele Danuben dem Freikorps Epp an.
In den letzten 2 Jahrzehnten gab es zahlreiche Veranstaltungen mit Antisemiten, Revisionisten, der IB, Verbindzungen zu den antifemistischen "Marsch fürs Leben". 2001 gewährte die Danubia dem 19-jährigen Neonazi Christoph Schulte in ihrem Verbindungshaus Unterschlupf, unmittelbar nachdem dieser einen 31-jährigen Griechen aus rassistischen Beweggründen schwer verletzt hatte und von den Bullen gesucht wurde. Die Geburtstagsfeier aus dem heraus sich der Überfall heraus entwickelte wurde von einem Mitglied der Danubia organisiert. Infolge der Ermittlungen gegen den Bundeswehroffizier Franco A. kam ans Licht das einige Soldaten aus dem Dunstkreis von Nordkreuz enge Kontakte zur Burschenschaft Danubia haben.
Auch die Versuche der Vernetzung mit dem ultramiltanten Spektrum des Neonazaismus in Europa sind belegt: Im Juli 2018 besuchten Mitglieder der Aktivitas im Rahmen einer „Jungburschenfahrt ins Elsass“ die im April 2019 durch den französischen Staat verbotene rechtsextreme Gruppierung „Bastion Social“. Diese orientierte sich an dem Vorbild der italienischen neofaschistischen Gruppe „Casa Pound“. I
Als im Januar 2024 über 200.000 Menschen in München als Reaktion auf das Potsdamer Treffen zu Remigration, mit Teilnehmer aus AfD, CDU und anderen Neonazis auf einer Kundgebung in Schwabing demonstrierten, stoppten die Bullen eine Spontandemo zum Danubia Haus mit einem Großaufgabot von Bullen an der Münchner Freiheit. Zeitgleich verweilten auf dem Dach des Danubia Hauses Danuben und andere Nazis hinter dem Transparent "Viel Feind - viel Ehr"
Diese Aufzählung ist nur ein Ausschnitt, es gilt als sicher das sie an den Neuorganisierungen von Faschos in München, wie des Stammtisches der "Münchner Patrioten" Danuben beteiligt sind, wie sie auch eine zentrale Rolle bei der "Lederhosen Revolte" spielen.
Genügend Gründe um das nicht unkommentiert zu lassen.
Eine Zunahme solcher Aktionen trifft die Richtigen, macht Spaß - sozusagen, was für jederzeit!
Stay active - know your enemy - fight fascist scum!
FREE MAJA - FREE HANNA - FREE ALL ANTIFAS - BURN ALL PRISONS!
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