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Gefangenen Info Café im Juni 2026 in Berlin - Solidarität mit Andreas Krebs

GI Cafe Juni 2026

Wir laden Euch herzlich zum nächsten Gefangenen Info Café ein!

Montag 8. Juni 2026 von 17-21 Uhr
Info- & Stadtteilladen Lunte

(Weisestr. 53, 12049 Berlin)

 

[HH] Outing von Neonazis Ole Heyn und Jan Hoyer

Jan Hoyer Ole Heyn

 

Wir haben heute Ole Heyn, in Fuhlsbüttlerstraße 539 in Hamburg-Barmbek und Jan Hoyer, in der Pekkwormstraße 9 in Norderstedt einen Besuch abgestattet.

Die Sponti-Kultur

In den letzten Jahren erfreuen sich Spontis einer steigenden Beliebtheit in der linksradikalen Szene. Überall finden sie zu jedem erdenklichen Anlass statt. Eine Genossin wurde verurteilt? Sponti. Die Wehrpflicht soll wieder eingeführt werden? Sponti. Ein linker Feiertag? Sponti.

Trotz einer sinkenden Teilnehmerzahl steigt die Anzahl dieser Spontandemonstrationen. Dieser Text soll die Frage aufwerfen, warum das der Fall ist und welchen Zweck Spontis überhaupt erfüllen.

Aktionstage 10.–12. Juli 2026: Gegen Rheinmetall in Berlin

Aktionstage
10.–12. Juli 2026
Gegen den Start der Waffenproduktion bei Rheinmetall in Berlin

Im Frühsommer soll bei Rheinmetall in Berlin-Wedding die Waffenproduktion starten. Damit würde zum ersten Mal nach dem Zweiten Weltkrieg wieder Rüstung in Berlin produziert werden.

Das werden wir nicht hinnehmen und rufen alle auf, sich dem Protest anzuschließen und selbst aktiv zu werden!

Ob Gaza, Kurdistan, Jemen: Die Waffen von Rheinmetall bringen für Millionen von Menschen weltweit Leid, Elend und Tod. Wir werden uns dieser tödlichen Produktion hier und überall in den Weg stellen. Vielfältige Aktionen und eine bundesweite Demonstration werden deutlich machen:

Geld für den Kiez, statt Waffen für den Krieg!
Schluss mit der Militarisierung und Kriegsvorbereitung! 

Kommt zu unseren Aktionstagen vom 10.–12. Juli 2026!

Als Anlaufstelle bauen wir auf der zentralen Wiese im Volkspark Humboldthain ein Zirkuszelt auf. Dort gibt es:

  • spannende Vorträge und Ausstellungen
  • Musik- und Theateraufführungen
  • kreative Workshops
  • Möglichkeiten zur Vernetzung

Zusätzlich finden verschiedene Protestaktionen zum Mitmachen überall im Wedding statt. Wir halten euch auf dem Laufenden. Außerdem freuen wir uns, euch am Samstag, den 11. Juli, um 14 Uhr am S+U Gesundbrunnen zur Großdemonstration mit Konzert auf der Straße zu sehen!

Fr–So, 10.–12. Juli 2026
Aktionszelt im Volkspark Humboldthain (zentrale Wiese)

Fr, 10. Juli 2026
Protestaktionen zum Mitmachen überall im Wedding. Achtet auf Ankündigungen

Sa, 11. Juli 2026
Großdemonstration »Wedding ohne Waffen! Gemeinsam gegen Krieg!«
14:00 Uhr, S+U Gesundbrunnen

Beteiligt euch, bringt eure Ideen und euren Mut ein!
Werden wir zusammen aktiv!
Gemeinsam stoppen wir die Aufrüstung

Achtet auf weitere Ankündigungen.

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Webseite:
https://keinewaffenproduktionberlin.noblogs.org/aktionstage 

Aufruf zum Boykott des TÜWI: Solidarität gegen Täter-Opfer-Umkehr!

Wir rufen ab sofort zum konsequenten Boykott des TÜWI (Wien) auf. Ein Ort, der sich selbst als linker, emanzipatorischer oder kritischer Freiraum versteht, hat in den vergangenen Vorfällen bewiesen, dass patriarchale Dynamiken und institutionelle Gewalt dort schlussendlich reproduziert werden, anstatt ihnen solidarisch zu begegnen.

Was ist passiert?

Nach einem patriarchalen Übergriff / Männerangriff in den Räumlichkeiten des TÜWI hat sich eine FLINTA*-Person gegen den Angreifer gewehrt. Anstatt der betroffenen Person im Sinne einer konsequenten Awareness-Arbeit beizustehen und den Angreifer zur Verantwortung zu ziehen, passierte das Gegenteil:

  • Täter-Opfer-Umkehr: Gegen die FLINTA*-Person, die sich gegen die Gewalt gewehrt hat, wurde ein Hausverbot verhängt.

  • Falschbehauptungen: Der Vorfall wurde durch maßlos übertriebene und verdrehte Darstellungen im Nachhinein so umgedeutet, dass die Selbstverteidigung als Aggression denunziert wurde.

  • Kooperation mit den Bullen: Als wäre die Ausgrenzung der betroffenen Person nicht genug, zeigt das TÜWI immer wieder die Tendenz, bei Konflikten die Polizei zu rufen. Wer in vermeintlich linken Räumen die Cops ruft, bricht mit den fundamentalsten Prinzipien von Antirepression und kollektiver Selbstorganisation. Die Polizei schützt keine von patriarchaler Gewalt betroffenen Personen – sie gefährdet sie.

Unsere Forderungen und Konsequenzen

Ein Raum, der sich mit linker Kultur schmückt, aber im Ernstfall FLINTA*-Personen kriminalisiert, Falschbehauptungen vorschiebt und die Repressionsbehörden involviert, hat seinen Anspruch als „Safe Space“ oder solidarischer Ort komplett verspielt.

Wer Täter schützt, Betroffene ausschließt und mit staatlichen Organen kooperiert, muss mit kollektivem Widerstand rechnen. Die jüngsten direkten Aktionen gegen dieses täterschützende Verhalten haben gezeigt, dass die Ignoranz der Verantwortlichen nicht unbeantwortet bleibt – und sie waren möglicherweise erst der Anfang, wenn kein radikales Umdenken einsetzt.

Wir fordern:

  1. Die sofortige Rücknahme des Hausverbots gegen die FLINTA*-Person.

  2. Eine öffentliche Richtigstellung der Falschbehauptungen und eine transparente Aufarbeitung des Vorfalls.

  3. Ein klares, verbindliches und konsequentes Bullen-Verbot im TÜWI – Konflikte und Vorfälle müssen intern, emanzipatorisch und ohne staatliche Repressionsorgane gelöst werden.

Boykottiert das TÜWI!

Bis diese Punkte nicht erfüllt sind und ein grundlegendes Umdenken stattgefunden hat, bleibt das TÜWI für uns kein Raum mehr, den wir unterstützen, besuchen oder unkritisch belassen können.

  • Tragt den Protest hinein: Redet mit den Leuten, die dort arbeiten oder verkehren. Macht den Vorfall öffentlich.

  • Meidet den Konsum vor Ort: Unterstützt keine Strukturen, die patriarchale Gewalt durch Hausverbote gegen Betroffene decken.

Solidarität mit allen, die sich gegen patriarchale Angriffe wehren! Gegen Täter-Opfer-Umkehr und Cop-Kooperation in vermeintlich linken Räumen!

Outcall Henning Bode Grapple&Strike Bremen

Ermutigt durch den Grapple&Strike Outcall (zum Nachlesen hier: https://de.indymedia.org/node/713430) habe ich mich nach langer Zeit dazu entschlossen zu veröffentlichen, was Jan Henning Bode (im Folgenden nur Henning) getan hat und werde nicht länger schweigen. 

Henning ist unter anderem in Bremen als Kampfsporttrainer und Inhaber von Grapple&Strike, Referent an der Universität Bremen und als Security tätig.  

 

Textsammlung: Kritik des (politischen) Antifaschismus

Größere und breite Textsammlung um die Effektivität autonomer oder anarchistischer Gruppen zu stärken. 

Ich fand die Beiträge alle hiflreich, lesenswert und spannend.

Gerne ergänzen!

 

Über die den Hightech-Campus Garching bei München und zwei brennende Strommasten

Am 25. Mai kam es in München-Garching zu einem Brandanschlag auf zwei Strommasten. „Die bisherigen Erkenntnisse deuten klar auf Sabotage hin. Unser Staatsschutz ermittelt mit Hochdruck“, erklärte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag. Obwohl der Brand nur zu einem 45-minütigen Stromausfall führte, fällt auf, wie zurückhaltend die Medien hinsichtlich des Ortes und des Kontextes des Vorfalls sind. „Aufgrund des Tatobjekts und der Tatmodalitäten ist von einer politischen Tatmotivation auszugehen“, erklärte die Generalstaatsanwaltschaft, die die Ermittlungen leitet. Die Medien haben jedoch kein Wort darüber verloren, warum das Ziel zu dieser Schlussfolgerung führt. Die nationalen Medien schweigen sich über den Vorfall völlig aus. Eine kurze Internetsuche macht deutlich, warum der Staat so sicher ist, dass es sich um einen Sabotageakt handelte.

Neonazis und NSU-Unterstützer Ralf Wohlleben auf freiem Fuß

Der zu 10 Jahren Haft verurteilte NSU-Unterstützer Ralf "Wolle" Wohlleben ist wieder frei.

Solidarität mit Daniela Info Nr. 54 / 31.5.2026

  „Die Solidarität lässt für sie, so sagt Daniela, die Sonne aufgehen“

Hallo,

 

am Mittwoch, d. 27.5.2026 ging am 69. Verhandlungstag der Prozess gegen Daniela zu Ende.

Es ist ja euch allen bekannt, dass die Kammer unter dem Vorsitz Engelke am Landgericht Daniela zu 13 Jahren Haft verurteilt hat.

Noch im Prozess haben die Verteidiger*innen Undine Weyers und Lukas Theune Revision eingelegt.

2 Tage später hat die Staatsanwältin Marquardt ebenfalls Revision eingelegt, die ja bekanntlich 15 Jahre Haft gefordert hatte.

Die schriftliche Urteilsbegründung wird im Oktober 2026 erfolgen. Erst dann können die Verteidiger ihren Revisionsantrag innerhalb einer Frist von 4 Wochen schriftlich begründen. Der Bundesgerichtshof wird über die beiden Revisionsanträge entscheiden.

[AC] Aktion gegen Bundeswehr-Werbung in Aachen

 

Mit einem rießigen Werbebanner versucht die Bundeswehr am Sportgelände der RWTH in Aachen für sich zu werben. Im Sinne des Kriegskurses der BRD sollen Studierende für die Dienste der Armee abgeworben werden.

 

Die Universität, welche auch Komplizin im Genozid in Gaza ist, unterstützt dabei die Kriegstreiberei, in dem sie der Bundeswer regelmäßig Raum schafft, um ihre Propaganda an die Studierende zu bringen.

 

 

 

Deutschland: Über rechte Walrettungsversuche, Unterstützer- und Nutzniesser*innen (Abschluss einer Recherche)

Antifaschist*innen sollte es interessieren, wie es rechten Kreisen gelungen ist, sich ein emotionales Thema anzueignen und erfolgreich zu instrumentalisieren.

Gegen Staat, Ohnmacht und die Wiederholung falscher Antworten

Regionen: 
Bremen
Themen: 
Soziale Kämpfe
Damit es weitergeht, auch in den schlechtesten Zeiten.

+++ Banner der Fundis von Lebensrecht Sachsen e.V. abgezogen +++

Im Rahmen des gestrigen 15. sogenannten "Schweigemarschs für das Leben" im sächsischen Annaberg-Buchholz haben die Fundis einige ihrer Banner eingebüßt.

Milliarden ins Militär versenken, während das Zivilleben absäuft – Proteste gegen Bundeswehr-Werbeaktion in der Wolfsburger Karriere-Lounge

Wolfsburg. Angesichts der aktuellen Präsenz der Bundeswehr in der Wolfsburger Innenstadt regt sich Protest. Ein lokales antimilitaristisches Bündnis nimmt die jüngsten Rekrutierungsversuche in der „Karriere-Lounge“ zum Anlass, um auf eine fundamentale gesellschaftliche Schieflage aufmerksam zu machen: Während im zivilen Sektor und bei Volkswagen drastische Einschnitte drohen, fließen Milliarden in die Aufrüstung.

Erfahrungsbericht der Medienstrategie von Lukreta

Als autonome Antifa Struktur in der relativen kleinen Stadt Hildesheim sahen wir uns der Medienstrategie neurechter Akteureausgesetzt. Wir wollen unsere Erfahrungen und Gedanken gern öffentlich teilen, damit andere Gruppen und Antifas sich ein Bild machen und ggfs. besser Vorbereiten können. Wir werden nicht allzu sehr ins Detail gehen, um den Repressionsbehörden kein Futter zu liefern. Wir freuen uns über Support, Kritik und Anmerkungen!

 

Nächtlicher Angriff auf den Freiheitslauf 2026

Foto eines platten Reifens

Aktuell ziehen die Schwurbler*innen wieder vom Hammbacher Schloss nach Berlin. Heute Nacht haben wir sie in ihrem Camp besucht und ihre Infrastruktur angegriffen.

AFD MITGLIED VERÜBT MUTMAßLICH BRANDANSCHLÄGE IN FLENSBURG

Rückblick: Am diesjährigen Osterwochenende vom 05.-07. April 2026 wurden auf den Infoladen Subtilus und die Parteibüros der Linken, Grünen, SSW, SPD und der CDU in Flensburg Farb- und Brandanschläge verübt. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Nach antifaschistischen Recherchen könnte es sich bei dem Täter mutmaßlich um das AFD-Mitglied Daniel Lux handeln.

 

Solidarität mit Florentine - Stellungnahme zu den Vorwürfen gegen Henning

Zu den Vorwürfen gegen Henning und dem Statement seiner Freundinnen. Wir positionieren uns solidarisch an der Seite von Florentine und allen Betroffenen sexualisierter Gewalt.

Stellungnahme gegen die Verleumdung von Henning

Wir sind Frauen, die sich Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahren politisiert haben und seither und bis heute in den verschiedensten Projekten, Gruppen und Organisierungen linke Politik machen. Wir lehnen die Vorwürfe des anonymen, auf Indymedia veröffentlichten Schreibens gegen Henning mit aller Entschiedenheit ab.

2026.05.27 / 46. Prozesstag / Antifa-Ost-Komplex

Am 46. Prozesstage waren Zeug*innen zu verschiedenen Tatkomplexen geladen. Von der Nebenklage waren Schneiders und Karisch anwesend. Der Prozesstag wurde durch ca. 10 solidarische Menschen begleitet.

Farbangriff auf LAP (München)

Aus Wut auf die bestehende Gesamtscheiße haben wir am Samstag den 16.05., aus der Krachparade heraus, die LAP-Filale in der Klenzestraße mit roter Farbe angegriffen. LAP steht symbolisch für die immer weiter fortschreitende Gentrifizierung & Aufwertungsprozesse in München. Aus logischer Konsequenz steigen die Mieten seit Jahren ins Exorbitante. Doch dafür das München die Stadt mit den höchsten Mieten in ganz Deutschland ist und nur noch diejenigen die genug Kohle haben, sich das Leben hier leisten können, lassen wir uns all das, schon viel zu langen gefallen.

 

Seit Jahren befinden wir uns als autonome Bewegung an einem historischen Tiefpunkt. Aus Zeiten der Ohnmacht & Vereinzelung gilt es sich endlich zu befreien und neue Kraft für kommende Kämpfe zu schöpfen. Wir haben aus den Erfolgen & Fehlern der 2000ern und 2010ern gelernt. Nun heißt es raus aus der Defensive, rein in die Bewegung und verdfammt nochmal handlungsfähig zu werden. Ob München, Berlin, Frankfurt, Hamburg, Leipzig oder anders wo. Die Nacht ist unsere Freundin, also schließt euch mit Gefährt*innen zusammen und färbt die Yuppie-Läden in euren Kiezen ein, sorgt für klirrende Scheiben und lodernde Feuer.

 

Zeigen wir den Herrschenden, dass die Jahre der Ruhe vorbei sind. In dem Sinne: Viva la Revolte!

 

[S] Freiheit für Daniela – Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart markiert

Gestern Abend haben wir eine Dienststelle der Klassenjustiz – die Genenralstaatsanwaltschaft Stuttgart – aufgesucht und die Parole „Freiheit für Daniela“ neben den Haupteingang gesprüht. Damit wollen wir unsere Verbundenheit mit Daniela sichtbar machen, die gestern Mittag vom Landgericht Verden im ersten Prozess gegen sie zu 13 Jahren Knast verurteilt wurde.

1. Decleration of the Anarchist Bund Leipzig / 1. Erklärung des Anarchistischen Bunds Leipzig

Themen: 
Soziale Kämpfe
Self-Decleration / Selbsterklärung

[S] Kriegstreiber markieren! Farbe für die SPD!

Fassade des Büros

 

Deutschland ist auf Kriegskurs. Riesige Summen werden für die Rüstungsindustrie, das Militär und die militärische Nutzbarmachung der Infrastruktur ausgegeben. Dazu noch die Wiedereinführung der Wehrpflicht. All dies sind Schritte, mit denen sich Deutschland auf den Krieg vorbereitet. Damit soll Deutschland die Fähigkeit erlangen, sich weltweit militärisch an aufkommenden Verteilungskämpfen zwischen den Imperialisten zu beteiligen. Besonders vorangetrieben wird der Kriegskurs von der Regierung aus CDU und SPD. Prominent vertreten durch den Verteidigungsminister Boris Pistorius von der SPD.

 

 

Hausbesuch in Aachen

Ganz Aachen hasst die AfD!

Eine Kritik der Roten Hilfe – Ein verspäteter Geburtstagsgruß

Zuallererst einmal muss festgehalten werden, dass Kritik an der Roten Hilfe (RH) nicht neu ist. Schon 1929 erklärte Erich Mühsam öffentlich seinen Austritt aus der Roten Hilfe und bereits während der Neugründung in den 1970er-Jahren gab es viel Kritik. Auch heute noch existiert ein Netz an Schwarz-(Roten)-Hilfen und Anarchist-Black-Cross Gruppen, die aufgrund der Arbeitsweise der RH lieber eigene Organisationen nutzen. Kritik an der Struktur oder tagespolitischen Entscheidungen der RH hat es also schon immer gegeben.

Aufruf an die Gefährten und Gefährtinnen der Aufstände unserer Zeit

Dezember 2025

In den letzten Jahrzehnten gab es in vielen Teilen der Welt intensive Kämpfe, weit verbreitete Revolten, Aufstände und Momente, die man in einigen Fällen als aufständisch bezeichnen könnte.

Um nur ein paar zu nennen: Argentinien (2001), Griechenland (2008), dann zwischen 2010 und 2013: Tunesien, Ägypten, Syrien, Libyen, Jemen, Slowenien, Türkei, Bosnien, Brasilien; gefolgt von der Welle zwischen 2018 und 2022: Nicaragua, Frankreich, Sudan, Algerien, Guinea, Irak, Hongkong, Libanon, Ecuador, Chile, Kolumbien, Iran, USA, Belarus, Kasachstan, Sri Lanka, Peru; 2024: Kanaky, Bangladesch, Kenia und schließlich 2025 Serbien, Türkei, Nepal, Indonesien, Philippinen, Madagaskar, Marokko, Ecuador, Peru…

 

Fotos: Kreuzberg ist nicht Hongkong

Bewegung am NKZ (Neues Kreuzberger Zentrum Kottbusser Tor). Motiv einer Ausstellung über das Kreuzberg der 90er Jahre

Eine Fotoausstellung über die 90er Jahre in Kreuzberg jetzt auf der Umbruch-Seite. 

Theaterfahrt des Anarchistenvereins anlässlich der Premiere der Debütkomödie der Generalintendantin Eva Firoozi

„Es war einmal ein Landstrich im bayerischen Osten, der wurde seit Jahrzehnten von einem bösen Alchemist terrorisiert, dem Alchemisten Petrosilius Wackermann. Böden und Brunnen hatte er vergiftet und die Leute geknechtet. Schon von weitem ist der Turm, auf dessen Spitze sich Petrosilius Wackermanns Studierzimmer befindet, zu sehen. Nachts leuchtet er feuerrot, auf dass ein jeder an seine Herrschaft erinnert werde. Eines Tages, da war der böse Alchemist einige Tage verreist, und er übertrug die Aufsicht über seine Geschäfte seinem etwas einfältigen Gehilfen, dem Wachtmeister Dimpfelmoser.
Da dachten sich der Kasperl und der Seppl die Gunst der Stunde zu nutzen. Petrosilius Wackermann nämlich hatte dem Räuber Hotzenplotz die Kaffeemühle der Großmutter abgekauft, und beabsichtigte diese zum nächsten Samhain in vierzig riesige Windmühlen zu verwandeln. Deshalb war er gerade auch auf Reisen, um beim Ministerpräsidenten Dr. Södolf und seinem Hofnarren, dem Zipfelklatscher, um deren Gunst zu werben. Man musste nämlich wissen, dass er plante, die Auenwälder der Unke Amarillys plattzuwalzen, und durch diese fürchterlichen Ungetüme zu ersetzen.
Kasperl und Seppl freilich, beide heimlich verliebt in die Unke Amarillys, und bekanntlich immer zu Streichen aufgelegt, waren es gewohnt, dem Wachtmeister Dimpflmayer auf der Nase herumzutanzen. Es war auch gar zu einfach. Um den Zauberbann zu brechen, mit dem Petrosilius Wackermann die ganze Bevölkerung in einem Wachschlaf hielt, da druckten sie heimlich mittels Kartoffeldrucks – das hatte ihnen die Unke Amarillys während langer Stunden des Kartoffelschälens heimlich beigebracht – ein Hetzblatt.
Und als sie es gerade verteilten, da kam der Wachtmeister Dimpflmeier auf seinem Drahtesel daher. Und wie immer, wenn er Kasperl und Seppl begegnete, musterte er sie misstrauisch von oben bis unten. „Taschen leeren“, blaffte er den Kasperl an, der noch schnell hinter seinem Rücken dem Seppl einen Stapel Hetzblätter zusteckte. Ungläubig musterte er die leeren Taschen des Kasperl. „Nanu!“, wunderte er sich, drehte sich dann aber, als hätte er einen Geistesblitz gehabt, zum Seppl um, der wiederum heimlich den Stapel Hetzblätter dem Kasperl zusteckte. Dummdreist grinste ihn der Seppl an und zog seine Sepplmütze ins Gesicht. „Na los! Du auch!“, herrschte ihn Wachtmeister Dimpflmaier an. „Ich auch was?“, fragte ihn der Seppl mit naivem Gesichtsausdruck. „Taschen leeren!“, schrie der Wachtmeister Dimpflmaier und seine rote Knollennase schwoll auf das doppelte ihrer Größe an. „Wenn’s weiter nichts ist …“, sagte der Seppl, zog seine Taschen heraus und präsentierte sie dem Wachtmeister Dimpflmayer. „Da habt ihr ja noch einmal Glück gehabt“, meinte dieser gewichtig, „und jetzt Marsch ans Kartoffelschälen.“ „Noch einen schönen Tag, Herr Wachtmeister Obermeier“, sagten der Kasper und der Seppl wie aus einem Munde und zogen von dannen.
Aber der Wachtmeister Dimpflmaier traute der Sache nicht. Er schwang sich auf sein Radl und folgte den beiden in gebührendem Abstand. „Was treiben diese beiden denn da schon wieder?“, wunderte er sich, als er sie von einer zur anderen Straßenseite schlendern sah. Ihm war ganz so, als hörte er die Briefkästen klappern. Aber da war nichts zu machen. Denn Seppls Großmutter hatte den beiden wohlweislich ein Amulett mitgegeben. Das war mit einem mächtigen Zauberwort belegt: Beweisverwertungsverbot. So sehr der Wachtmeister Dimpflmeier auch versuchte, etwas in Erinnerung zu behalten, was er da sah, es mochte ihm einfach nicht gelingen.
So gingen die Tage ins Land und bald schon kehrte Petrosilius Wackermann gut gelaunt von seiner Geschäftsreise zurück. „Nanu“, dachte er sich und seine gute Laune trübte sich ein wenig, „es gibt ja gar keine Kartoffeln.“ Überhaupt schien sein Zauberbann gebrochen. Vorbei war es mit der guten Laune. Ungehalten klingelte er nach dem Wachtmeister Dimpflmaier. „Haben Sie etwas bemerkt in meiner Abwesenheit?!“
„Der Kasper und der Seppl …“, hub der Wachtmeister eilfertig zu sprechen an, aber so sehr er sich auch bemühte, er brachte keinen weiteren Ton heraus.
„Ja was denn nun?“, fragte ihn der Alchemist Petrosilius Wackermann. „Der Kasperl und der Seppl …“ und wieder verschlug es dem Wachtmeister die Sprache. Ganz mitleidserregend sah er aus, wie er da so stand und stotterte und stotterte.
„Jetzt raus mit der Sprache, was haben die beiden diesmal ausgefressen?“, dem Alchemist trat eine Schläfe zuckend hervor. „Der Kasperl und der Seppl …“, hob der Wachtmeister erneut an. Und mit letzter Kraft brachte er doch ein Wort heraus: „Beweisverwertungsverbot!“. Schnaufend setzte er sich auf einen Schemel.
„Na dann holen Sie die beiden mal her“, herrschte ihn Petrosilius Wackermann an, „die sperren wir ins Spritzenhaus“.

Es tut uns Leid, aber so oder so ähnlich, beginnt der Erste Akt des Manuskripts, das wir von Generalintendantin Eva Firoozi diesmal zugeschickt bekommen haben. Während wir mit dieser modernen Form der Dramatik wenig anzufangen wissen, scheint sie dem Theaterpräsidenten Dr. Kramer des Amtstheaters Altötting jedoch zuzusagen. Jedenfalls hat er sie zugelassen.

Dieses Stück stellt nun also den prozessualen Auftakt des von der Münchner General-SA inszenierten Repressionstheaters gegen Anarchist*innen dar.

Ob Generalintendantin Eva Firoozi schon Lampenfieber hat? Wir wissen es nicht. Auf eine Anfrage an die Generalintendanz erhielten wir bislang keine Antwort.

Seit 2022 feilt Eva Firoozi an ihren Anklageschriften. Dieses Mal wurde die Anklage immerhin zugelassen. Vor dem Amtsgericht Altötting zwar, aber was soll’s. Wir alle mussten mal klein anfangen.

Man muss Generalintendantin Eva Firoozi lassen: Außerhalb des Gerichtssaals ist ihre Repression deutlich erfolgreicher. Wenn sie etwa im Stile der Bücherverbrennung die Vernichtung von rund 4000 Exemplaren des besagten Hetzblattes anordnet, die unter Leitung des EG Raute Chefs Polizeirat Oehme zuvor auch entgegen der geltenden Pressegesetzgebung selbstherrlich beschlagnahmt worden waren, dann stellt dies eine deutlich effektivere Zensur dar, als das Strafrecht sie als Selbstzensur zu verwirklichen sucht. Auch dass wieder einmal Drucker, andere Herstellungsgeräte für Publikationen und sonstige Publikationen und natürlich allerhand elektronische Geräte und alle möglichen anderen Sachen beschlagnahmt wurden, und ein Drucker jetzt eingezogen werden soll, vermag uns zwar kaum noch zu schockieren, nachdem schon 2022 eine ganze Druckerei geraubt worden war – die dieser Tage übrigens von verkniffen dreinblickenden Oberwachtmeistern des K43 wieder herausgerückt werden müssen –, jedoch sind all dies dennoch effektive Maßnahmen einer demokratischen Zensur. Es lebe der Rechtsstaat! Oder wie andere sagen: Der Linksstaat! Alles einerlei. Grüße gehen raus an Dominik Krause.
Aber wie schon ein altes römisches Sprichwort sagt:

Justus discipuli sunt / „Juristen sind Studenten“

Und wie ein berüchtigter Anarchist immer zu sagen pflegt:

„Was ist der Unterschied zwischen einem Studenten und einem Krokodil? – Es gibt keinen. Beide haben ein kleines Hirn und ein großes Maul.“

Wer Lust hat, sich mit uns die Premiere anzusehen, der kann am 18.06.2026 um 10 Uhr ins Altöttinger Amtstheater in den Sitzungssaal 16 kommen.

Es gilt freie Platzwahl.
Der Eintritt ist frei.
Bring your own booze.

Zum Schluss noch ein paar Pressestimmen:

„Eine moderne Interpretation der Schmierenkomödie rund um den Buback-Nachruf. Grauenhaft!“
– Martin Bernd Stein, Südpreussische Zeitung –

„Eine schlechte Kopie des Bommie Baumann-Mythos.“
– Jochen Übermeier, Nachtanzeiger –

„Das Stück demonstriert auch in seiner praktischen Handhabung, iErg wohl eher Vertrauenskrisen des Rechtsstaats als dessen Stärke.“
– Dr. Thomas Fischer, StGB, 71. Auflage 2024, § 140 Rdn. 2a –

„Sperrt den Kasperl und den Seppl weg!“
– Justus Sommer, Ünfos –

Wer jetzt nur Bahnhof verstanden hat, der komme um 9 Uhr an besagtem Tag zum Treffpunkt am Bahnhof Altötting oder lese unsere langweilige Urfassung dieses Textes im folgenden:

Ende November / Anfang Dezember 2024 wurde im Landkreis Altötting eine Zeitung mit dem Namen „Hetzblatt gegen den Windpark“ verteilt. Das passte den Herren und Damen des K43 in München und der General-SAin Eva Firoozi, die sich dem Kampf gegen die Verbreitung von anarchistischen Ideen offensichtlich zur Lebensaufgabe gemacht haben, ganz und gar nicht. Doch zu ihrem Glück konnten durch die Totalüberwachung und Lauschangriffe, die in dieser Zeit in München stattfand und worüber auch schon in anderen Texten immer wieder geschrieben wurde, schnell vier Beschuldigte ausfindig gemacht werden, was wiederum in der Nacht vom 26. auf den 27. Februar 2025 zu den Hausdurchsuchungen von insgesamt sieben „Objekten“ in München, im Münchner Umland, in Salzburg und dem Salzburger Pongau führte, über die auch schon sehr ausführlich berichtet wurde. Was vielleicht bei dem Ganzen ein bisschen untergegangen ist, das die meisten Durchsuchungen wegen dem „Hetzblatt“ Verfahren stattfanden und die meisten Betroffenen lediglich als „Zeugen“ durchsucht wurden. Später kam eine fünfte beschuldigte Person dazu. Mittlerweile wurde das Verfahren gegen drei Personen eingestellt.

Nun wird also eine Person vor Gericht gezerrt, welche das „Hetzblatt“ gedruckt haben soll. Dass laut Anklage die Zeitung in Salzburg gedruckt worden sein soll und der Person lediglich der Druck vorgeworfen wird, das Verfahren aber trotzdem in Altötting verhandelt wird, scheint bei genauerer Betrachtung zumindest als kurios. Der Vorwurf lautet „Billigung von Straftaten“.

In der Zeitung wurde über insgesamt acht abgefackelte Forstmaschinen im Münchner Umland und in Erlangen, sowie zwei geplättete Forstmaschinen in der Oberpfalz berichtet. Der Titel des Berichts lautet „Rage against the Forstmaschine“ und soll im Zusammenhang mit der Formulierung „dass nicht alle dem Gemetzel der Forstmaschinen hilflos zuschauen würden“ eine Billigung von Straftaten darstellen. Außerdem wurde in der Zeitung über eine versuchte Brandstiftung an einem Windrad in Berg berichtet. Die Formulierung „Das Windrad stand dennoch einige Tage still. Und wenn es sich auch mittlerweile wieder dreht, so bleibt uns das Ganze vielleicht als eine feuereifrige Protestnote der unbekannten Täter in Erinnerung“ soll ebenfalls eine „Billigung von Straftaten“ darstellen.

Außerdem wurden in der Zeitung bundesdeutsche und bayerische Politiker beleidigt. Der ehemalige
Wirtschaftsminister Habeck, der sich nicht von der Fähre traute, als wütende Bauern mit ihm reden wollten, wird als “Waschlappen” und “Feigling” bezeichnet, Hubert Aiwanger als “Arschloch Hubsi”, “Berufs-Zipfelklatscher” und “Windbeutel”. Auch Söder wird als “Windbeutel” bezeichnet. Doch aus den Vorwürden der Beleidigung wurde nichts, denn dafür hätten diese einen Strafantrag stellen müssen, was aber nicht passiert ist. Nur der Aiwanger ließ sich einen Strafantrag offen, doch die Frist dafür ist bereits verstrichen.

Hier noch ein kurzer Kontext zum „Hetzblatt“:

Bayerische Spitzenpolitiker und der Chemiekonzern Wacker wollen gemeinsam mit der Firma Qair im Landkreis Altötting dem dort ansässigen „Chemiedreieck“, welches bekannt dafür ist, die dortige Gegend zu verpesten, ganz im Sinne des „Klimaschutzes“, endlich ein „grünes Label“ verpassen. Nachdem das „Chemiedreieck“ bereits die Böden, die Alz, das Grundwasser und die lokale Bevölkerung vergiftet und Millionen Fische getötet hat, soll nun der Öttinger Forst, der größte zusammenhängende Wald in der Region zum Opfer fallen, um dort bis zu 40 Windräder zu „pflanzen“, welche das „Chemiedreieck“ mit 10%, bzw. angesichts des anzunehmenden steigenden Strombedarfs in den kommenden Jahren mit 5% des Strombedarfs versorgen soll. Doch so einfach, wie sich die Verantwortlichen das vorgestellt haben, ist das ganze doch nicht, denn viele Bewohner der Gegend sind gegen das Vorhaben. Überregionale Schlagzeilen machte das Ganze, als zwei Gemeinden mittels Bürgerbegehren die geplante Errichtung der Windräder auf ihrem Gebiet – insgesamt 13 an der Zahl – mehrheitlich ablehnte. Während die Bewohner, die dagegen gestimmt hatten, in den Medien als rückständige Hinterwäldler und Nazis diffamiert wurden, kippte der stellvertretende bayerische Ministerpräsident und Vorsitzende der Bayerischen Staatsforsten, denen die entsprechenden Waldgebiete gehören, Hubert Aiwanger, die sogenannte “Kommunalklausel”, auf Grundlage derer die beiden betroffenen Gemeinden die Windräder ablehnen konnten, und kündigte an, zu prüfen, wie lange ein derartiges Veto rechtlich bindend sei. Kurze Zeit später tauchte Ende November / Anfang Dezember 2024 die Broschüre mit dem Namen „Hetzblatt gegen den Windpark“ auf, welche in den vom Windpark betroffenen Gemeinden großflächig verteilt wurde.

Und um den ganzen Text ein bisschen abzurunden, hier noch ein kleines Detail aus den Ermittlungsakten: Scheinbar gab es während der Verteilung des „Hetzblattes“ eine Spezialaufgabe für das MEK (Mobiles Einsatzkommando), welche darin bestand, einzelne Zeitungen wieder aus den Briefkästen herauszufischen. Ob sie das mit einer Angel gemacht haben oder nicht, das lässt sich leider nicht sagen.

Bleibt nur noch zu sagen: Viel Glück bei der Premiere, Frau Generalintendantin!

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