Bildung

Rechte Adbustings oder die Ambivalenz des Verstehens

Rechte Adbustings sind vermutlich genauso alt wie linke Kommunikationsguerilla. Trotzdem sorgt die Verwendung dieser Aktionsformen auch durch Nazis für Irritationen. Dahinter steckt ein Missverständnis, dass dazu führt, dass linke Politik oft als Subkultur agiert. Handlung und Inhalt werden deshalb oft gleichgesetzt oder verwechselt. Ein selbstkritischer Umgang mit diesem Problem könnte helfen, Vereinahmungsversuchen von Rechts zu begegnen. 

Feuer, Rad und Werbung - Auschnitte aus dem Steinbruch der Geschichte des Adbustings und der Kommunikationsguerilla

Entgegen der üblichen Wahrnehmung sind Adbusting und und Kommunikationsguerilla sehr alt. Diese Aktionsformen gab es schon deutlich vor Postmoderne und Poststrukturalismus. Vermutlich gibt es sie seit es Gesellschaften mit sozialen Hierarchien gibt, in denen die wichtigen Leute auf die Idee kamen, per öffentlichem Aushang mit ihren Subalternen zu kommunizieren. Also so etwa seit 8000 Jahren. Leider führt die fehlende Historisierung emanzipatorischer Kämpfe dazu, dass wir das Rad immer neu erfinden...

Staatsschutzdelikt Adbusting? Kleine Anfrage an den Innensenat

Nach dem Gerichtsprozess im Oktober wegen des kreativen Veränderns von Werbeplakaten hat der Berliner Abgeordnete Niklas Schrader eine Kleine Anfrage gestellt. In der Verhandlung war öffentlich geworden, dass offenbar mehrere Polizist*innen aus verschiedenen Städten an dem Fall arbeiteten. „Der Prozess zeigte, dass Ermittler*innen Fingerabdrücke von einem Plakat in Erfurt abglichen, zahlreiche Adbusting-Videos auswerteten und Mitarbeiter*innen der Firma Wall befragten. Sogar eine Hausdurchsuchung folgte (…) weil jemand ein Werbeplakat überklebt hat“ schrieb die taz (1). Der Prozess endete ohne Urteil mit Einstellung. Unter der Frage „Staatsschutzdelikt Adbusting?“ konfrontierte Schrader den Innensenat mit Fragen zu dem unverhältnismäßigem Ressourcenaufwand der Ermittlungsbehörden. Jetzt ist die Antwort der Regierung da (2).

Umgestaltung von plakatwaenden

Einige riesige Tourplakate der Deutschrockband Freiwild, einige der Bundewehr usw wurde Ziel unserer nächtlichen Verschönerung. Dabei beschmierten/zerstörten wir vor allem Plakatwände die für die leider Ausverkaufte Tour der Band Freiwild warben.

[S] Der Klimastreik am 29. November in Stuttgart

Am 29.11 beteiligten wir uns am Globalen Klimastreik in Stuttgart.

Am Erwin-Schoettle-Platz startete eine der drei Demonstrationen, die in Richtung des Stuttgarter Hauptbahnhof lief. An dieser Demonstration, an der ungefähr 2000 Menschen teilnahmen, beteiligten wir uns mit einem eigenen Bereich. Uns war es wichtig, die Proteste mit Hilfe von Schildern, Transparenten und Redebeiträgen um antikapitalistische Inhalte zu ergänzen. Am Rande der Demonstration wurden Schablonen mit verschiedenen antikapitalistischen Parolen gesprüht. Dem Dauerregen zum Trotz kamen am Hauptbahnhof schließlich um die 6000 Menschen zusammen. Nach Abschluss der Kundgebung zogen wir gemeinsam mit den BündnispartnerInnen vom antikapitalistischen Klimabündnis Kesselbambule los, um einen konkreten Profiteur der Umweltzerstörung stellvertretend für die gesamte kapitalistische Produktionsweise zu blockieren und zu markieren. Dafür zogen wir vor die BW-Bank Filiale auf der Königsstraße. Die LBBW, zu der die BW-Bank gehört, verdient wie alle große Banken (bis auf einige wenige) ihr Geld mit der Finanzierung von Waffenfirmen, Autokonzernen und Kohleenergieunternehmen. Gemeinsam mit 100 Menschen blockierten wir die Filiale und verschütteten Kohle, um auf die dreckigen Geschäfte der Bank aufmerksam zu machen. Ebenfalls wurde Kunstblut verschüttet, die Bank mit Plakaten beklebt und mit einem Stencil besprüht. Die Blockade war von Symbolischem Charakter und wurde nachdem eine Rede gehalten wurde wieder aufgelöst.

Video: Bonner FFF Aktivisten* im Hungerstreik

Die drei Bonner Aktivisten* rufen ,,A-Anti-Anticapitalista" und ,,deutsche Panzer raus aus Kurdistan", auf ihren Transparenten steht ,,#NeustartKlima Kapitalismus beenden" und ,,#einschrittweiter FFF Hungerstreik". Diese Slogans gehören zu ihren klima- und umweltpolitischen Standpunkten. Sie rufen dazu auf am 29.11. um 9:30 zum Marktplatz zu kommen, um an der Bonner FFF Demo teilzunehmen. Hier das Statement der drei Bonner:

 

3 weitere FFF-Aktivisten* im Hungerstreik

Am Freitag, den 22. November, sind die Fridays for Future Aktivist*innen Carlos (aus Berlin) und Sarah (aus Frankfurt) bis zum globalen Aktionstag für Klimagerechtigkeit am 29. November in den Hungerstreik getreten.

Wir - 3 FFF-Aktivisten* aus Bonn - solidarisieren uns mit dieser Aktion und unterstützen die Forderungen und den Aufruf das eigene Aktionsniveau zu steigern. Aus diesen Gründen haben wir uns dazu entschlossen, uns dem Hungerstreik für die letzten drei Tage (von Dienstag Morgen bis Freitag Morgen) anzuschließen.

Athen: Bekennung zum Angriff auf die Büros der Nea Dimokratia und der Post in Pefki

ELTA Pefki

 

Wir übernehmen die Verantwortung für Brandanschläge gegen die lokalen Büros der Nea Dimokratia und das Gebäude der Griechischen Post im Gebiet von Pefki in den nördlichen Vororten (von Athen), als feurige Begrüßung für die neue Regierung und ihre Politiker, wie den menschlichen Müll mit den Axt*, der auf den Parlamentssesseln sitzt, und unseren lieben Abschaum Adonis Georgiadis (Entwicklungsminister), eine berüchtigte, lächerliche politische Figur der extremen Rechten.

 

 

Fronten während der Hörsaal-Besetzung

Heute morgen haben wir im Rahmen der Climate Action Week mit anderen politischen Gruppen aus Dresden, darunter vor allem "HSZ fürs Klima" und Ende Gelände das Audimax der TU Dresden besetzt. Als die Information die Runde machte, dass in dieser Woche wohl keine weiteren Vorlesungen im Audimax stattfinden würden, brachen einige Maschinenbau Studis tatsächlich in Tränen aus. Viel deutlicher kann mensch die eigene Unfreiheit kaum demonstrieren. Ihren Protest machten sie zum Ende deutlich, indem mehrere Transparente abgerissen wurden. Versuche, die Transparente zu klauen, waren zum Glück erfolglos.

System change - not climate change (antiKap-Block 29.11 HH)

Kommt am beim nächsten globalen-Klima-Streik am 29.11. in Hamburg in den antikapitalistischen Block "System change - not climate change!"

Dieser wird organisiert von: Antifa Altona Ost, Perspektive Links, Spolek , Ende Gelände Hamburg, Interventionistische Linke Hamburg, Seebrücke Hamburg, Gruppe für den organisierten Widerspruch, Projekt Revolutionäre Persektive

 

Kommt zum´Systemchange - not climate change´-Transpi und seid mit uns laut. Treffpunkt: Rödingsmarkt | Görttwiete vor der Hamburger Feuerkasse | 29.11.2019| 12 Uhr

Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/1042690612739544/

  

 

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