Freiräume

Viel Blaulicht um nichts – Durchsucht, diffamiert, aber immer noch da!

Am Abend des 6. September stürmte und durchsuchte die Polizei das Autonome Zentrum Aachen nach einer antifaschistischen Spontandemonstration anlässlich des Wahlsiegs der AfD in Sachsen-Anhalt. Am nächsten Tag wurde die provisorisch verschlossene Tür erneut aufgebrochen und das AZ ein weiteres Mal durchsucht. Wir möchten euch über den aktuellen Stand der Dinge informieren.

Demo gegen die Stadt der Reichen - Für mehr Freiräume!

Es reicht! Wir können uns die scheiß Mieten nicht länger leisten!

Wer als Student*in, Azubi oder Mensch mnit niedrigem bis mittlerem Einkommen in München lebt, sieht sich mit unbezahlbaren Mietpreisen und hohen Lebenshaltungs- kosten konfrontiert. Man kann sich glücklich schätzen, wenn man in München überhaupt eine Wohnung zum Leben findet - geschweige eine, die man sich leisten kann.

Mit 850€ für ein WG-Zimmer ist München die teuerste Stadt für Student* innen in Deutschland! In zentralen Vierteln hat sich der durchschnittliche Mietpreis in den vergangenen 15 Jahren auf über 25 € pro m2 verdoppelt. Damit ist es der höchste Quadratmeterpreis in ganz Deutschland und 10€ über dem Durschnitt in Städten wie Berlin oder Hamburg. Und so kommt es, dass Münchner*innen mittlerweile bis zu 40 % ihres Einkommens für das Wohnen zahlen. Für etwas, was eigentlich ein Grundbedürfnis sein sollte!

Gleichzeitig stehen in München 22.000 Wohnungen und 1.800.000 m² Gewerbefläche leer. Das könnte Wohnraum für bis zu 50.000 Menschen bedeuten. Dennoch steigen die Mieten immer weiter. Doch die Politik schaut dabei zu...

Die ganze Scheiße hat System!
Profitieren tun Vermieter*innen, Immobilienkonzerne und Investmentfonds. Wohnungen dienen als Anlageobjekte, Häuser werden Spekulationsmasse und ganze Stadtteile zur Warer während gleichzeitig Steuern, Regulierungen oder andere Verpflichtungen umgangen werden. Die Politik tut nichts, auch wenn alle Parteien yon CSU bis Grünen Wahlwerbung damit machen, dass sie die Mieten senken ond mehr für kulturelle Vielfalt tun würden. Während kaum öffentlich zugängliche Begegnungsorte geschaffen werden, blockiert die IAA (Internationale Automobil-Ausstellung) einmal im Jahr große Plätze in München und zahlt dafür lediglich 30 Cent pro Quadratmeter am Tag.

Auch bei den teuren Wiesn-Besuchen, den unerschwinglichen Konzerten am Königsplatz oder der Silvestermeile auf der Leopoldstraße, wird deutlich: Die Stadt verkauft offentlichen Raum für kommerzialisierte Events, die sich nur noch die Wohlhabenden leisten können. Konzerne und Investmentfonds ohne Bezug zu unserer Stadt bereichern sich, während diejenigen, die hier leben und arbeiten, sich München immer weniger leisten können.

Von der Maxvorstadt, dem Glockenbachviertel und Westend der 90er Jahre ist kaum mehr etwas übriggeblieben. Was als Aufwertung "vermeintlich günstigerer" oder "strukturschwacher" Viertel dargestellt wird, bedeutet in Wahrheit die Verdrängung von Menschen und die Zerstörung von Räumen für Kreativität, Kultur und alternatives Leben. Investor*innen zerstören den Charakter der Stadt mit neuen Luxusbauten an jeder Ecke. Yuppie-Cafes wie LAP, Plex oder sonstige Ketten breiten sich ber die gesamte Stadt aus.

Aus ehemaligen Kneipen werden Bars 15-Euro- Cocktails. Aus Werkstätten werden Lofts. Aus selbstorganisierten Projekten werden kommerzielle iventlächen. Aus Freiräumen werden Grundstücke mit Renditepotenzial. Was nicht ins Bild passt, wird verdrängt! Pseudo-alternative Räume wie das Bahnwärter Thiel bieten dabei nicht die Antwort auf diese Entwicklung, sondern sind Teil des Problems: Den Viehhof als einstige Freifäche für Kreative gibt es so nicht mehr. Stattdessen nutzt der Bahnwärter Thiel seinen äußerlich subkulturellen Charme, um kommerzielle Ziele zu verfolgen.

Und genau dagegen müssen wir uns organisieren!
Denn München ist keine Kulisse für die nächste Luxuswohnung, das nächste Bürogebäude oder den nächsten schicken Concept Store. München sind die Menschen, die hier leben. Diejenigen, die hier studieren, in Kneipen jobben, nachts in Krankenhäusern arbeiten, morgens die U-Bahn putzen, Pakete ausfahren, Kinder betreuen, lernen oder Kunst machen.
Wir sind diejenigen, die diese Stadt am Laufen halten. Und wir sind diejenigen denen sie genommen wird.

Deshalb kommt mit uns auf die Straße, denn: Die Stadt gehört uns!Gegen den Ausverkauf unserer Viertel! Gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn! Für selbstorganisierte und solidarische Räume! Für eine Stadt, in der alle leben können!

Sagt euren Freund*innen Bescheid und lasst uns am 16.10. unserer Wut Ausdruck verleihen.
19 Uhr - Josephsplatz 

 

Wir haben gewonnen! Unser Görli bleibt offen!

... Dank der vielen widerständigen Initiativen, Nachbar:innen, Kläger:innen, Nachtaktiven und Osterhäs:innen, die vielfältig, kreativ und unermüdlich dafür gesorgt haben, dass der Görli jetzt nachts wieder für alle offen bleibt. Die letzten 3 Jahre haben gezeigt: Protest lohnt sich und gemeinsam Kämpfen macht Spaß. 

Unser Görli bleibt offen!
Zäune zu Altmetall!
Widerstand lohnt sich!
Und wir bleiben unregierbar!

Das wurde am 01.10. und 3.10. gemeinsam mit dem Bündnis Görli Zaunfrei gebührend in der Kuhle im Görli gefeiert.

Initiative Görli 24/7

 

PS: Nach dem repressiven Bann von Autistici/Inventati (A/I) mussten auch wir umziehen und haben jetzt eine neue Website: https://goerli247.org/

 

Einschüchterungsversuche gegen die A-Tage in München/Ebersberg

Statement zu Einschüchterungsversuchen der Cops bei den A-Tagen München in Ebersberg

 

 

 

 

200 Menschen demonstrieren gegen illegale Räumung des Hugo Haus in Berlin

Nach der kalten Räumung des besetzten "Hugo Hauses" in der Gürtelstraße protestieren

am Samstag Abend die Bewohnenden und ihre Supporter mit dem Aufruf "Gegen jede 

Räumung! Für mehr Hugo-Häuser!" gegen den zunehmenden Druck

durch Immobilienhändler in Berlin. Sie kündigen ihren Widerstand gegen die

fortschreitende Gentrifizierung an. Die Demonstration verlief friedlich.

 

Kommt vorbei! A-Tage Nürnberg 25.09.-04.10.2026

Kommt Anarchistische Tage Nürnberg 2026

Die Liste der Gesamtscheiße die durch die Herrschaft hervorgebracht wird ist lang und die Aufzählung von Repression, Rechtsruck, Militarisierung und Genozid ließe sich noch wer-weiß-wie-lang weiterführen.
Wir glauben nicht, dass es den einen richtigen Weg, die einzige Lösung oder die eine Partei zur Überwindung der Herrschaft gibt, sondern vielmehr, dass es viele unterschiedliche Ideen und Perspektiven gibt die es zu verbinden und von denen es zu lernen gilt.

Die A-Tage Nürnberg 2026 finden vom 25.09 bis zum 04.10.26 statt und sollen dafür eine Plattform bieten.

Wem gehört die Stadt? Gedanken zum Wahlsonntag

Viele Menschen in Berlin sind unbekümmert wählen gegangen, ohne zu wissen, dass Menschen an Orten wie dem Hugo Haus um ihr Wahlrecht gebracht wurden, weil sie um Wohnraum, Freiräume und Selbstbestimmung kämpften. Solidarität mit den Bewohner:innen und den Menschen im Camp der Mahnwache bleibt unverzichtbar.

Sexismus Südkurve Jena

Informationen zum Schriftverkehr mit der Hintertorperspektive.

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