Open-Posting

Fotos: Stop Geas! Bleiberecht für alle!

Kundgebung am 12.6.2026 vor dem Roten Rathaus in Berlin

Seit dem 12. Juni gelten die menschenrechtsfeindlichen Regelungen des „Gemeinsamen Europäischen Asylsystems“ (GEAS). Gegen die massive Verschärfung des Asylrechts demonstrierten an diesem Tag mehrere hundert Menschen vor dem Roten Rathaus in Berlin.

»Das war von Anfang an die Marschrichtung«

Daniela Klette vor Gericht in Verden, Mai 2026

Über die Plädoyers und das Urteil im RAF-Verfahren gegen Daniela Klette wegen der Post-RAF-Raubüberfälle

Şehîd namirin - Azad Şergeş - Asya Kanîreş - Koçer Medya

Vor drei Jahren, am 15. Juni 2023 sind die drei Freund:innen Azad Şergeş, Asya Kanîreş und Koçer Medya im Kampf für ein Leben in Freiheit gefallen. Als Teil der kurdischen Befreiungsbewegung waren sie auf dem Rückweg von einer erfolgreichen militärischen Aktion gegen die türkische Armee als sie durch feindliche Angriffe in der Region Xakurkê gefallen sind.

Thomas, bevor er seinen Kampfnamen Azad Şergeş angenommen hat und sich den Reihen der PKK anschloss, verbrachte seine Kindheit und Jugend hier in Süddeutschland. Als Teil der Revolutionären Bewegung kämpfte er gegen faschistische Umtriebe und die deutsche Kriegspolitik. 

Thomas war ein Mensch der Tat. Mit tiefer Überzeugung das eine andere Welt möglich ist. Ein Mensch der Initiative. Jemand der nicht lange zu redet sondern handelt. Immer auf der Suche nach Wegen und Mitteln im revolutionären Aufbau voranzukommen. Und immer das Ziel einer sozialistischen Gesellschaft vor Augen.

Wir sind Thomas tief verbunden. Seinem Leben, seinem Mut, seiner Entschlossenheit, seiner Entscheidung dort hin aufzubrechen, wo die Revolution pulsiert, an die Frontlinie des Krieges für ein freies Leben für alle Menschen. Wenn man sich fragt, was die tiefe Bedeutung von Internationalismus und Genossenschaftlichkeit ausmacht, dann steht Thomas Leben dafür: Den Kampf für eine freie Gesellschaft als einen globalen Kampf zu begreifen, der nicht gebunden ist an die Grenzen von Familie, Freund:innen, Ländern oder Kontinenten. Füreinander einzustehen. Die Bereitschaft aufzubrechen und Wagnisse einzugehen, selbstlos zu sein, Solidarität und Menschlichkeit zu leben – selbst unter Einsatz des eigenen Lebens. Angetrieben von der Wut auf die Verhältnisse und Sehnsucht nach einem Leben in Freiheit.

Mit den Wandplakaten in Stuttgart wollen wir an Azad, Asya und Koçer erinnern. Sie und alle anderen Şehîds werden uns immer begleiten und uns Kraft geben auf unserem Weg des Kampfes, wo immer wir ihn gehen, wo immer wir uns aufhalten. Die Gefallenen sind unsterblich. Şehîd namirin.

Gedenkbroschüre Download

 

Update im sog. Parkbankverfahren - Bewährung für die dritte Gefährtin

Lange war nichts von uns zu hören und zu lesen, die Jahre ziehen ins Land und vermutlich haben viele gedacht, das Verfahren wäre schon abgeschlossen.
Doch dem war nicht so. 
Heute wurde die Haftstrafe unserer Gefährtin ein weiteres mal zur Bewährung ausgesetzt - hoffentlich wars das nun auch endlich!

Warum wir Waffen tragen

Ein kleiner Text zum bewaffneten Arm der Bewegung und was sein Sinn sein kann.

Ein Himmelstoß für die General-SA – Prozesstermine im Zündlumpen-Verfahren für November/Dezember angekündigt

Man könnte von einem M. C. Escherschen Treppenwitz sprechen, wenn man sich den Gang der Dinge im Münchner Zündlumpen-Verfahren über die letzten vier Jahre ansieht. Ohne jeden Zweifel drehte sich die Justiz das letzte Jahr im Kreise. Endlich jedoch soll voraussichtlich im November und Dezember diesen Jahres, kaum 1 1/2 Jahre nachdem uns Eva Firoozis Typoskript ihres Kammertheaterstücks „Wer das liest ist doof“ in einer Vorabfassung vorgelegt wurde, die Uraufführung des Repressionstheaters rund um den Zündlumpen stattfinden. Mit dem Richter Himmelstoß und seiner richterlichen Vereinigung als Protagonisten auf der Bühne. Jene Darsteller also, die zuletzt, nachdem sie das Machwerk Firoozis mit dem Rotstift zusammengestrichen hatten, ganze Akte entfernt und sogar das Genre geändert hatten, ihre Proben auf Eis gelegt hatten, um Eva Firoozi an das Amtstheater zu verweisen, werden nun also von der obersten Theateraufsicht genötigt, das Stück dennoch aufzuführen.

Stellungnahme zu den aktuellen Debatten rund um das AZ und Positionierung im sogenannten Israel-Palästina-Konflikt

Im und um das AZ herum haben in den letzten Monaten viele Konflikte stattgefunden. Uns war es wichtig, die Geschehnisse, in deren Rahmen sich mehrere Gruppen aus dem AZ zurückgezogen und es schlussendlich verlassen haben, erstmal intern aufzuarbeiten. Zudem wollten wir nicht mehr als nötig zu einer seit Monaten und weiter fortlaufend stattfindenden Spaltung der linken Szene (in Aachen) beitragen, indem wir uns öffentlich äußern und kritisieren. Leider hat dies aber auch dazu geführt, dass der gesamte Diskurs sehr einseitig skizziert wurde. Unsere Besucher*innen und politische Gruppen beschäftigen diese Konflikte weiterhin und dementsprechend fühlen wir uns verantwortlich, uns doch dazu zu äußern.

Feurige Abrüstungsmaßnahme bei der Telekom!

Rüstung sei ein neues Geschäftsfeld, das die Telekom erschließen wolle, und er sehe darin hohes Wachstumspotenzial“

Was der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, Tim Höttges, hier als Wachstumspotenzial bezeichnet, bedeutet nichts anderes als: Krieg ist ein lukratives Geschäft und der Konzern will ein Stück vom Kuchen.

 

+++ Fundi-Karren fahrunfähig gemacht +++

Am 30. Mai 2026 haben wir am Rande des christlich-fundamentalistischen „Schweigemarsch fürs Leben“ in Annaberg-Buchholz mehrere Autos von Jesus-Fans sabotiert.

Der „Schweigemarsch“ wird jährlich vom Lebensrecht Sachsen e.V. organisiert. In Annaberg-Buchholz demonstrieren christliche Hardliner und Faschisten für ein vollständiges Abtreibungsverbot. Abtreibung ist Mord – diese zutiefst antifeministische Erzählung zielt darauf ab, die Körper von gebärfähigen Menschen zu kontrollieren und sie auf ihre reproduktive Funktion zu reduzieren. Frauenfeindlichkeit und Queerfeindlichkeit waren schon immer der kleinste gemeinsame Nenner aller rechten Akteure, und dies gilt es zu bekämpfen!

 

Save the date – Waffenmesse DSEI Germany in Hannover 09.-12.03.2027

Die Waffenmesse „Defence & Security Equipment International“ (DSEI) findet seit über 20 Jahren in London statt und ist eine der größten Europas mit etwa 1.600 Aussteller*innen und 45.000 Besucher*innen in 2025. Neben Tokyo expandiert die Messe jetzt auch nach Hannover und wird vom 09.-12.03.-2027 auf dem Messegelände ausgerichtet.

[HB] Solidarität mit den Betroffenen

  

Knastwerbung auf dem Open Airport Freiburg

Freiburger Gefängnis macht kackdreist Werbung auf örtlichem Flughafenfest!

+++ AKTUALISIERT +++ Atommüll-Schiff aus England läuft morgen früh Brunsbüttel an +++

Im Elbehafen von Brunsbüttel ist morgen früh (Dienstag, 16.6.) mit der
Ankunft des Atommüllschiffs PACIFIC GREBE zu rechnen. Es bringt sieben
Castoren mit hochaktiven Abfällen aus England mit Ziel AKW Brokdorf.

Aktuell (Montag, 14.00 Uhr) sammeln sich am Elbehafen Schlauchboote der
Wasserschutzpolizei. Diese werden zur Unterstützung von größeren
WSP-Schiffen die GREBE in der Elbemündung in Empfang nehmen und
wasserseitig absichern.

 

Wir sehen rot! Ausstellung

Im Widerstand gegen ihre Kriege

 

Unsere Ausstellung geht in die zweite Runde.
Das Eröffnungswochenende ist vom 24.–26. Juli 2026.
In der Maigalerie der Jungen Welt, Torstraße 6, 10119 Berlin

Programm folgt auf der Website.

https://rotesatelier.de/uncategorized/austellung-wir-sehen-rot/

[LE] +Miethaifahrzeug eingefärbt+

Das Jagdhorn blies vor 2 Wochen zum Start der Jagdsaison zur Bekämpfung der fortlaufenden Gentrifizierung.

Neue Verschärfung gegen den Gefangenen Andreas Krebs

Der Knastrebell Andreas teilte uns am Mittwoch , den 11.Juni mit, dass seine

Post von  dem  Vollzugsdienstleister jetzt selbst kontrolliert wird!

Das  betrifft alle Briefe, die ein- und ausgehen.

Das betrachten wir  als Willkür, Verschärfung  und schlussendlich als Zensur, denn Gefangene haben selbst keinen Zugriff zum Internet, kaum  Zugang zu selbstbestimmten, also staatsfernen Medien.

Was Andreas an Infos jetzt erhält, entscheiden die, die ihn einsperren!

 

Aktion gegen die GEAS-Reform

Regionen: 
Landau
Themen: 
Antifa
Antirassismus
Soziale Kämpfe
Menschen fliehen nicht, weil sie wollen, sondern weil sie müssen. Nein zu GEAS und zur Festung Europa! Heute am 12.06.2026 treten in der Bundesrepublik Deutschland zwei Gesetze in Kraft, mit denen die sogenannte GEAS-Reform (Gemeinsames Europäisches Asylsystem) umgesetzt werden soll. Die verantwortlichen Politiker sprechen dabei von "Steuerung, Ordnung und Begrenzung" aber auch von angeblicher "Verantwortung und Solidarität". Doch diese Gesetze sind ein gewaltvoller Pushback gegen die Rechte geflüchteter Menschen, eine klare Absage an die universellen Menschenrechte und die Würde und den Schutz von Menschen in Not.

2026.06.10./ 50. Prozesstag / Antifa-Ost-Komplex

Schwerpunkt des heutigen Prozesstags war die Vernehmung der Zeugin PKZ 10. PKZ 10 war mit dem Mobilen Einsatzkommando (MEK) Dresden beteiligt an der Umfeldobservation des Brian Engelmann am 08.06.2020 in Leipzig. Der Neonazi und inzwischen rechter Szene-Anwalt hätte laut Anklage durch die vermeintliche Vereinigung angegriffen werden sollen.

München: Polizeigewerkschaft mal wieder Opfer

Angriff auf Gewerkschaftsbüro in Haidhausen: Unbekannte zerstören Fensterscheiben

In Haidhausen haben Unbekannte mehrere Scheiben eines Gewerkschaftsbüros zerstört. Durch die kaputten Fenster warfen sie eine Flüssigkeit ins Innere.

Au-Haidhausen – In Haidhausen haben Unbekannte zwischen Mittwoch, 15., und Donnerstagmorgen, 16. April, 8 Uhr, mehrere Fensterscheiben eines Gewerkschaftsbüros zerstört. Wie das Polizeipräsidium München mitteilt, brachten die Täter durch die kaputten Scheiben eine „übelriechende“ Flüssigkeit in die Räume. Mitarbeiter entdeckten die Beschädigung am Donnerstagmorgen und alarmierten die Polizei über den Notruf 110.

Fensterscheiben zerstört in Haidhausen: Täter bringen übelriechende Flüssigkeit ins Gewerkschaftsbüro

Die Feuerwehr rückte ebenfalls aus und konnte eine Gesundheitsgefährdung durch die Substanz ausschließen. Die Polizei führte umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen durch. Das Kriminalfachdezernat 4 der Münchner Kriminalpolizei ermittelt nun wegen des staatsschutzrelevanten Delikts. 

 

Das schrieb die Presse. Dabei kommen die Opfer selbst nicht zu Wort. Wir wollen ihnen endlich eine Stinme geben:

Die Landesgeschäftsstelle der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) Bayern ist Ziel eines Anschlags geworden. Bislang unbekannte Täter warfen in der Nacht zum Donnerstag mehrere Scheiben des Verwaltungsgebäudes ein und brachten vermutlich Buttersäure in die Räumlichkeiten ein. Es entstand erheblicher Sachschaden.

Die DPolG Bayern verurteilt diesen Angriff in aller Schärfe. "Gewalt und Sachbeschädigung sind keine Mittel der demokratischen Auseinandersetzung. Wer versucht, durch solche vermutlich politisch motivierte Straftaten Einschüchterung zu erzeugen, stellt sich außerhalb des rechtsstaatlichen Diskurses!" stellt der DPolG-Landesvorsitzende Jürgen Köhnlein klar. "Wir lassen uns von solchen Angriffen auch nicht beeindrucken. Wir sind eine sicherheitsrelevante Einrichtung und damit ist dies ein Angriff auf den Rechtsstaat. Die DPolG Bayern steht für die Interessen der Beschäftigten der Polizei und für einen starken Rechtsstaat. Daran wird sich nichts ändern"!

Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an. Die DPolG Bayern setzt auf eine konsequente Aufklärung durch die zuständigen Behörden.

Unabhängig von unterschiedlichen politischen Auffassungen gilt: Der demokratische Diskurs lebt vom Austausch von Argumenten - nicht von Gewalt gegen Sachen oder Personen.

 

Unsere Stimme dazu: ACAB

 

Zelt für Propagandaevent der Bundeswehr antimilitaristisch markiert

In der Nacht vom 9. Juni auf den 10. Juni haben wir das Messezelt für das Propagandaevent der Bundeswehr im Zuge einer Berufsmesse an der TH Köln (Deutz) mit einer antimilitaristischen Parole markiert. Daran konnte uns der abgestellte Security auch nicht hindern. Das Video findet ihr über den beigefügten Link. 

[LE] Halbzeit: Chronik der autonomen Aktivitäten in Leipzig zur Jahreshälfte!

Nach den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 möchten wir im Rahmen der 1. Liga für Autonome veranschaulichen, welche erfolgreichen Aktionen Leipziger Militante bereits umgesetzt haben. Mit diesem indymedia-Post nominieren wir außerdem die Städte Bremen, Hannover, Aachen, München, Berlin und Hamburg, ebenfalls eine Chronik der durchgeführten direkten Aktionen in ihrer Stadt zu veröffentlichen. 

Das sächsische Landesamt für Verfassungsschutz schrieb in seinem Januar-Monatsbericht über das Vorhaben Leipziger Genoss*innen, in diesem Jahr den verliehenen Titel des Randalemeisters (https://de.indymedia.org/node/621749) zu verteidigen, folgendes: "Auch wenn die „Randalemeisterschaft“ als „humoristische“ Aktion verharmlost wird, so ist nach Einschätzung des LfV Sachsen davon auszugehen, dass Leipziger AUTONOME beabsichtigen, sich den „Titel“ mit einem gesteigerten Aktionsniveau auch für 2026 zu sichern. (...) Da Aktionen in das Ranking einfließen, zu denen ein Tatbekenntnis veröffentlicht wurde, ist davon auszugehen, dass in diesem Jahr vermehrt klandestine Aktionen von einem Tatbekenntnis flankiert werden."

Unsere Motivation liegt überraschenderweise weniger im Sieg einer fiktiven Indymedia-Liga, da es für uns doch eine ganze Welt zu gewinnen gibt :^). Jedoch werden Leipziger Autonome die zweite Jahreshälfte selbstverständlich nutzen, um anhaltend zahlreiche direkte Aktionen durchzuführen (und mit etwas Glück erneut zum "Randalemeister" gekürt zu werden..). 

 

Aber scheiß′ drauf - Sponti ist nur einmal im Jahr

Ein anonymer Autor hat eine Kritik an der Sponti-Kultur in Großstädten veröffentlicht und damit aber vorallem Leipzig gemeint. In der Form des Kundenfeedbacks wird sich gewünscht, dass der Adrenalinkick bitte seltener, aber dafür intensiver serviert werden soll. Außerdem wären andere Praktiken deutlich sinnvoller, auch wenn die leider langweilig sind. Nun ist Kritik,  unabhängig von ihrer Form, an sich ja erstmal etwas sinnvolles. Zumal sie nun einmal die Runde gemacht hat und auch in unserem Umfeld nicht nur auf taube Ohren gestoßen ist. Wir nehmen sie hier zum Anlass um miteinzusteigen in die Diskussion um Spontis, den neuen heißen Trend in der radikalen Linken - oder vielmehr was die (angenommenen) 15-30 übriggebliebenen Menschen, die noch an Spontis teilnehmen oder sie organisieren, denn bitteschön besseres mit ihrer Zeit anfangen könnten? Wie auch immer. Die restlichen 200 Autonomen in Leipzig (VS Angaben für 2025)  wollen wohl was geboten bekommen.

Eine Reihe von Sabotagen legt die Produktion bei Rüstungs- und Technologieunternehmen lahm

Während die Polizei in Reutlingen im Dunkeln tappt und nur spekulieren kann, wer das Feuer in einem Umspannwerk gelegt hat, erfahren wir bei einem Blick auf verschiedene Gegeninformations-Blogs, dass es in letzter Zeit in Frankreich und Deutschland eine ganze Reihe von Angriffen auf die Stromversorgung von Rüstungsfirmen und Technologiekonzernen gab, insbesondere auf die Halbleiterproduktion. Für manche dieser Taten ist im Nachhinein ein entsprechendes Bekenner:innenschreiben aufgetaucht, bei anderen bleibt die Urheberschaft ungewiss. Auch wir können nur vermuten, welches Ziel mit diesen anonym durchgeführten Sabotagen verfolgt wurde. Auffällig ist jedoch, dass sich in allen Fällen in unmittelbarer Nähe der Anschlagsorte bzw. in den von den Stromausfällen betroffenen Gebiete Akteure der Kriegs- und High-Tech-Industrie befinden. Dass solche Taten ausgerechnet in Frankreich und Deutschland zunehmend Verbreitung finden, ist auch nicht besonders überraschen. Schließlich sind es diese beiden Länder, die die Militarisierung und Aufrüstung Europas maßgeblich vorantreiben. Gleichzeitig gehören diese zu den größten Exporteuren von Kriegsgerät und profitieren von der Zunahme globaler Kriegsschauplätze.

Wir gehen rein – und die Dokumente gehen raus / Übersichten, Adressen, PDFs und alles was das Herz begehrt!

Angesichts der akuter werdenden Räumungsbedrohung gegen die Rigaer94 diesen Sommer, möchten wir in Solidarität mit dem bedrohten Projekt noch einmal auf ein paar Kleinigkeiten aufmerksam machen. Im August letzten Jahres sind wir in das Büro von Leonid Medved, dem möchtegern-Eigentümer der Rigaer94 eingebrochen, haben alles an Dokumenten mitgenommen was wir tragen konnten und einen Feuerlöscher im Büro entleert. Wenig später haben wir die erste Runde an Dokumenten veröffentlicht und konnten somit Informationen über den ursprünglichen Kauf des Hauses, Leonids Anwält:innen, Verstrickungen mit Politik und Justiz und weiteres ans Licht bringen. In der zweiten Runde konnten wir dann auch ein paar Dokumente über ihre dubiosen Spielautomaten-Geschäfte beisteuern.

HRO Auto von Marcel Ehlert (AfD) angegriffen

AfD Karre in Rostock angegriffen

Das Geschäft mit den Gefangenen: die Massak Logistik GmbH aus Bayern.

Wer im Gefängnis oder der forensischen Psychiatrie landet verliert zwar seine Freiheit, aber nicht die Notwendigkeit, Lebensmittel, Duschgel, Tabak, Kaffee oder Schreibwaren zu kaufen. Für viele tausend Gefangene sowie Patient:innen in Psychiatrien in Deutschland bedeutet das, sie müssen bei der Firma Massak Logistik GmbH (im Folgenden auch einfach „Massak“ genannt) einkaufen. Die Firma aus dem oberfränkischen Litzendorf hat sich in den vergangenen bald drei Jahrzehnten zu einem der wichtigsten Anbieter im sogenannten Gefangeneneinkauf entwickelt. Nach eigenen Angaben beliefert das Unternehmen Justizvollzugsanstalten in allen 16 Bundesländern und ist Marktführer in diesem Bereich.

Es nichts Neues, dass private Unternehmen Dienstleistungen für staatliche Einrichtungen erbringen, doch der Fall „Massak“ wirft Fragen auf. Denn hier geht es nicht um einen normalen Markt, die gefangenen Kund:innen können gerade nicht auf Konkurrenzunternehmen ausweichen. Vielmehr gilt das Motto: friss oder stirb, bzw. zahl’ die Preise die die Firma verlangt- oder übe Dich in totalem Verzicht. Die „Kund:innen" der Firma Massak sitzen nämlich hinter Stacheldraht und hohen Mauern. Sie können nicht zum günstigeren Supermarkt gehen. Sie können keine Preisvergleiche im Internet anstellen und sich anschließend für oder gegen bestimmte Anbieter entscheiden. In der hermetisch geschlossenen Welt der Gefängnisse und Psychiatrien existiert faktisch ein Monopol. Wer Kaffee, Duschgel oder Schokolade kaufen möchte, kann nur jenes Angebot nutzen, das die Anstalt beziehungsweise deren Vertragspartner, hier die Firma Massak Logistik GmbH, vorgibt.

Von White-Power zu Krankenhausaufenthalt: Jugend und Parlament 2026

Ich habe diesen Juni bei dem Planspiel des Deutschen Bundestages „Jugend und Parlament 2026“ teilgenommen. Aus meiner eigenen – kommunistischen Perspektive – ist die ganze Veranstaltung natürlich schon eine moralische Frage für sich. Dieser Bericht soll jedoch keine Kritik am Staatsapparat oder dem Parlamentarismus darstellen, sondern auf die dortigen Vorfälle eingehen.

Machtstrukturen, informelle Hierarchien und die Grenzen der Solidarität in freien Medienprojekten

Themen: 
Medien
Soziale Kämpfe
Plattformen der Gegenöffentlichkeit werben oft mit dem Slogan, man solle „selbst zum Medium werden“, statt etablierte Medienstrukturen nur pauschal zu kritisieren. Doch was passiert, wenn man genau das versucht und dabei feststellen muss, dass der Meinungskorridor in den eigenen, vermeintlich progressiven Reihen oft erschreckend eng bemessen ist?

Zur Einschränkung von Meinungsfreiheit in linken Strukturen – Ein Erfahrungsbericht und Appell

Ich bin verzweifelt. Ich fühle mich in meiner persönlichen Freiheit, insbesondere in der Entfaltung meiner Meinungsfreiheit, zunehmend extrem eingeschränkt. Selbst auf Plattformen wie Indymedia, die propagieren, dass Menschen selbst zum Medium werden sollen, anstatt Medien pauschal zu hassen, werde ich rigoros zensiert und gelöscht. Dies geschieht, wenn meine ausführlichen, ausgearbeiteten Texte nicht um das Doxxing vermeintlicher Neonazis kreisen oder oberflächliche Kritik im Stil linkslibertärer Antikapitalisten betreiben, sondern grundsätzliche Kritik an innerlinken Strukturen üben – etwa im Mediensektor.

Ein zentrales Beispiel sind die vielbeschriebenen „Freien Radios“ oder Bürgermedien. Offiziell handelt es sich um unabhängige, öffentlich geförderte Projekte mit Sendelizenz, die Vielfalt und Bürgerbeteiligung fördern sollen. Hinter vorgehaltener Hand weiß jedoch fast jeder Beteiligte: Viele dieser Sender funktionieren als klar ausgerichtete Agitationsmedien mit einer festen politischen Linie. Sie erreichen primär ein bestimmtes linkes Klientel. Ungerechtigkeiten innerhalb der Vereinsstrukturen, Ausbeutungsverhältnisse zwischen Ehrenamtlichen und Geförderten, sowie ein stark beschränkter Meinungskorridor dürfen offenbar nicht thematisiert werden. Das frustriert mich zunehmend. Ich appelliere daher, diesen Text stehen zu lassen, damit sich jede*r eine eigene Meinung bilden kann.

Hausdurchsuchungen / Raids in Berlin / March 2026 / Statement Houseproject Wedding

*German below*

On 24 March at 6 a.m. the cops attacked our self‑organized house. Besides us, the anarchist library Kalabal!k in Kreuzberg, the L5 Späti in Neukölln and several apartments in Berlin, Hamburg, Düsseldorf and Kyritz (Brandenburg) were raided.

Seiten

Open-Posting abonnieren