Erfolgreicher Protest gegen das faschistische Team Menschenrechte in Gostenhof

Regionen: 

Am Montag den 06.07.2026 stellten sich 500 Menschen dem faschistischen Team Menschenrechte (TMR) entgegen. Mit Mehreren Gegenkundgebungen, Demonstrationen aber auch Blockaden, Farbbeutel, Eierwürfen und dem Einsatz von Feuerwerk und Rauch wurde der rechten Provokation eine Absage erteilt.

Bereits eine Stunde vor Beginn des rechten Aufmarschs sperrte die Polizei eine Kundgebungsfläche am Jamnitzerplatz für TMR ab. Ähnlich wie beim letzten Auftreten von TMR am Jamnitzer Platz, mitte Mai wurden auch heute von der Polizei wieder mehrere Straßen mit Gittern abgesperrt und so der Verkehr in der Eberhardshofstraße und in der Unteren Kanalstraße unterbrochen. Die Polizei besetzte im Bereich der Route zwischen Veit Stoß Park und Jamnitzer Platz jede Straßenecke mit USK Sondereinheiten und der berüchtigten Pferdestaffel um Blockaden zu verhindern und schränkte dadurch auch die Bewegungsfreiheit der Bewohner*innen Gostenhofs ein.

Die Demonstration von Team Menschenrechte, welche die Polizei mit so großem Aufwand beschützte hatte die Hauptforderung nach „Remigration“. Gemeint damit ist die gewaltsame Abschiebung von allen Menschen die nach Ansicht der Faschisten „nicht deutsch genug“ oder „produktiv genug“ seien. In einem Viertel wie Gostenhof mit einem hohen Migrationsanteil ist das eine konkrete Bedrohung für viele Menschen. Ziel der Aufmärsche von TMR ist es geschützt durch die Polizei ihre Forderungen zu normalisieren. Wozu rassistische Hetzte führt, zeigt in Nürnberg deutlich das Beispiel der rassistischen Morde durch den NSU.

Trotz des hohen Aufwands, gelang es der Polizei nicht Blockaden zu verhindern. Vor dem Nachbarschaftshaus verzögerte eine Sitzblockade den Aufmarsch und zwang die Rechten zu einem kurzen Stopp. Nachdem es bereits zuvor zu Eierwürfen kam waren die Faschist*innen sichtlich verunsichert als vor dem Nachbarschaftshaus Farbbeutel auf die Straße geworfen wurden.

Danach zog der Aufmarsch geschützt von behelmter Polizei zum Jamnitzerplatz, wo der Aufmarsch an dem gegitterten Zwischenkundgebungsplatz vorbeizog und offensichtlich auf seine geplante Zwischenkundgebung verzichtete. Die Rechte Demo lief geschützt von der Polzei, aber begleitet von Gegendemonstrant*innen zügig zu ihrem Auftaktort zurück, wo sich aber schnell zwei Blockaden bildeten wovon eine gewalttätig geräumt wurde.

Ihre Abschlusskundgebung konnten die Faschist*innen aber auch nicht wie geplant abhalten, da die Polizei sie nicht auf ihren Kundgebungsplatz ließ, da sich mehrere Personen auf dem Dach der Stadtteilbibliothek aufhielten. Das veranlasste einen Teil der Rechten die Abschlusskundgebung von TMR frühzeitig frustriert zu verlassen.

Alles in Allem verlief der Abend weder für TMR noch für ihren Freund und Helfer die Nürnberger Polizei erfolgreich. Dafür sorgte der entschlossene antifaschistische Protest, auf den auch in Zukunft jeder faschistische Aufmarsch in Gostenhof treffen wird.

Bilder: 
Lizenz des Artikels und aller eingebetteten Medien: 
Creative Commons by-sa: Weitergabe unter gleichen Bedingungen