Free Mumia: Berliner Soli-Dinner mit Bericht aus den USA
Am 4. Juli fand in dem Berliner Statteilladen Lunte ein 4-Gänge Soli-Menu für den seit 1981 (!) gefangenen Journalisten und Black Panther Mumia Abu-Jamal statt. Zum einen ist es der 44. Jahrestag des politisch motivierten Urteils gegen ihn und zum anderen eine Erinnerung an die kolonialen Verbrechen des Ethnozids und der Sklaverei im nördlichen Amerika, auch wenn der Tag staatlicherseits anders gefeiert wird.
In Mumias Geburtsstadt Philadelphia protestierten Unterstützer*innen am 3. Juli im Stadtzetrum für seine Freiheit. Wir wollten in Berlin auf die gesundheitszerstörende Wirkung der etxrem langen Haft aufmerksam machen und mit einem gesunden Essen klarstellen: die einzige Gensung ist Freiheit für Mumia!
In der Berliner Lunte gab es daher ein veganes Menu. In den Pausen zwischen dem Essen wurden mehrere Texte von Mumia Abu-Jamal vorgelesen, so z.B. "Weihnachten im Käfig", "Spinnen" und "Menschen". Live aus den USA schaltete sich Mumias Genossin Jennifer Black dazu und sprach über Mumia und den Kontext, in dem der Kampf um seine Gesundheitsversorgung und Freiheit derzeit in den USA stattfindet. Wir dokumentieren hier die dt. Übersetzung:
Rede von Jennifer Black
Es ist ein Privileg, mit Menschen zu sprechen, die Mumias Namen, seine Schriften und seinen Kampf jahrzehntelang über die Grenzen der USA hinaus getragen haben. Einige von euch setzen sich dafür schon länger ein als ich. Viele von euch haben seine Arbeiten übersetzt, waren auf der Straße für ihn, haben Filmvorführungen, Vorträge und Demonstrationen organisiert, Briefe geschrieben, sich bei Politikern für ihn eingesetzt und so dafür gesorgt, dass die Welt ihn nicht vergisst.
Jede Art eurer Unterstützung zählt.
Jede Mahnwache.
Jede Demonstration.
Jedes Mal, wenn ihr eine seiner Audio-Botschaften in euren Radiosendern bringt.
Die Worte, die ich hier spreche, sage ich, während die Temperaturen auf der ganzen Welt steigen.
Überall in Europa und den USA werden alle Hitzerekorde gebrochen. Die Luft ist schwül und unangenehm.
Aber zugleich erleben wir auch eine andere Form von Hitzewelle.
Die politische Temperatur steigt.
Überall auf der Welt sehen wir, wie Kritik von Regierungen kriminalisiert, Studenten für Proteste bestraft, Journalisten für ihre Berichte über unangenehme Wahrheiten zur Zielscheibe gemacht werden. Migranten werden dämonisiert und Gefängnisse auch weiter mit jenen gefüllt, die die bestehenden Mächte in Frage gestellt haben.
Die politische Atmosphäre ist ebenso unangenehm wie die Atmosphäre des Wetters, unter dem wir leiden.
Und das ist der Kontext, in dem ich darüber sprechen werde, wer Mumia ist, und was wir tun können, um seine Gesundheit zu schützen.
Wer ist Mumia?
Die offensichtliche Antwort ist:
Mumia Abu-Jamal ist ein Journalist aus Philadelphia. Ein ehemaliges Mitglied der Black Panther Party. Ein preisgekrönter Radioreporter. Ein politischer Gefangener, der nach einem Prozess, der wegen seiner Unfairness weltweit verurteilt wurde, mehr als 40 Jahre hinter Gittern verbracht hat.
Er hat 28 Jahre im Todestrakt überstanden, unter Bedingungen, die die meisten Menschen einschüchtern und zum Schweigen bringen würden: 23 Stunden am Tag in einen Käfig gesperrt. Eine Stunde „draußen“, vielleicht – in einem anderen Käfig, der an einen Hundezwinger erinnert.
Keine menschliche Berührung, keine menschliche Wärme keine Freundlichkeit irgendeiner Art.
Bei sämtliche Besuche von Freunden oder Familie befand sich zwischen ihnen im einen und Mumia in einem anderen Raum eine dicke Plexiglasscheibe, die sie trennte.
Ich habe ihn einmal gefragt, „Mumia, wie hast du den Todestrakt überlebt, und wie hast du es geschafft, unter diesen Bedingungen so viel Arbeit zu leisten?“
Und er antwortete mir: „Naja, Jen, ich habe meine Zelle so betrachtet, als wäre sie mein Büro und als würde ich von Montags bis Freitags dorthin zur Arbeit gehen. Und an den Wochenenden habe ich Wasserfarbbilder gemalt.“
Ich fand es immer so berührend, dass er sich die Zeit nahm, durch künstlerische Tätigkeiten wie Malen an seiner Menschlichkeit festzuhalten. Das umfassende Werk, das er unter so schrecklichen Bedingungen geschaffen hat, überlebt und besteht weiter in der Welt, und vielleicht kennen wir ihn heute durch dieses Werk, das er zustande gebracht hat.
Mumia kam im Alter von 27 Jahren is Gefängnis, nachdem er fälschlich beschuldigt wurde, einen Polizeibeamten getötet zu haben.
Heute, fast 45 Jahre später, schwebt er in der Gefahr, durch das zu sterben, was wir „Tod durch Einkerkerung“ nennen, was gemeinhin als Lebenslänglich bezeichnet wird und was Mumia selbst „Tod in Zeitlupe“ nennt.
Nachdem er 15 verschiedene Bücher, Tausende von Audio-Essays, zahllose Interviews und etliche öffentliche Ansprachen veröffentlicht und Hunderte und Aberhunderte von Briefen mit Menschen auf der ganzen Welt ausgetauscht hat, bleibt Mumia, der jetzt 72 Jahre alt ist, immer noch eingekerkert.
Und schreibt immer noch, nimmt immer noch auf, lehrt uns immer noch Wahrheiten über das Imperium.
Das ist es, was und wer Mumia ist.
Er ist ein Chronist und ein Zeuge.
Lange, bevor die meisten Leute die Masseneinkerkerung als globales System verstanden, dokumentierte Mumia seine menschlichen Konsequenzen.
Lange, bevor der Gefängnisindustrielle Komplex Teil unseres politischen Vokabulars wurde, enthüllte er, wie Rassismus, Kapitalismus, Überwachung und Freiheitsentzug als System ineinandergriffen.
Er verwandelt eine Gefängniszelle in ein weltweites Klassenzimmer.
Er verwandelte Gefangenschaft in politische Bildung und Erziehung.
Er verwandelte Isolation in Beziehung zu anderen.
Obwohl er seine Zelle nicht verlassen kann, reist seine Stimme weiter um die Welt.
Der Staat versuchte, seine Stimme zu begraben.
Stattdessen ist sie um ein Vielfaches hörbarer.
Der Staat versuchte, ihn zu isolieren.
Stattdessen ist er mit Bewegungen auf allen Kontinenten verbunden.
Der Staat versuchte, ihn auf eine Gefangenennummer zu reduzieren: AM 8335.
Stattdessen kennen jetzt Millionen von Menschen seinen Namen.
Die Mauern hielte seinen Körper fest, aber sie beschränkten nie seine Vorstellungskraft.
Und vielleicht sagen wir das nicht oft genug, aber in vielerlei Hinsicht sorgt Mumia für uns. Er sorgt sich um uns. Er sorgt sich um die Geringsten von uns – die, die der Staat als entbehrlich betrachtet, die ohne Stimme und politische Macht, die, die Franz Fanon „Die Verdammten dieser Erde“ nannte.
Und er hat jetzt mehr als 40 Jahre lang Generationen von Aktivisten erzogen.
Er hat uns herausgefordert.
Uns getröstet.
Uns provoziert.
Erfahrungen, die wir kaum beschreiben konnten, eine Sprache gegeben.
Er hat uns daran erinnert, dass Verzweiflung für die Mächtigen politisch nützlich ist – und das daher Hoffnung zu unserem Lehrfach werden muss.
Denkt darüber nach.
Seit 40 Jahren hat Mumia aus dem Gefängnis heraus immer Bewegungen außerhalb der Gefängnismauern unterstützt.
Er kam als junger Mann ins Gefängnis und ist jetzt ein alter Mann.
Und so wir die Frage aus, Wer ist Mumia?“ stattdessen zu „Wer sind wir?“
Wer sind wir, wenn einer von unseren „Ältesten“ hinter Gefängnismauer immer älter wird?
Wer sind wir, wenn jemand, der Jahrzehnte mit der Unterstützung von Bewegungen für Gerechtigkeit verbracht hat, uns jetzt braucht, um ihn zu unterstützen?
Heute liegt die Dringlichkeit in Sachen Mumia nicht nur im Kampf auf rechtlicher Ebene.
Sie ist medizinischer Art, weil Mumias Gesundheit zerrüttet ist.
2017 wurde er nach zwei Jahren Verzögerung auf HEP C behandelt. Dies hat sein Risiko auf Leberkrebs erhöht.
Diese Verzögerungen waren nicht einfach bürokratischer Schlendrian.
Sie brachten sein Leben in Gefahr.
2022 hatte er eine doppelte Bypass-Operation. Seine Lebensbedingungen sind schlecht für eine Genesung: wegen seiner Isolation, wegen fehlender regelmäßiger Bewegung und wegen der Gefängniskost, die zu wenig Obst und Gemüse enthält.
Seine Genesung erfordert gute Ernährung.
Training.
Nachsorge.
Stressreduzierung.
Stabile Bedingungen.
Alles Dinge, die im Gefängnis nur sehr schwer zu haben sind.
Mumia ist auf einem Auge blind, und auch bei dem anderen besteht ein ernstes Risiko auf den Verlust des Augenlichts.
Er leidet unter einem schweren Grünem Star und diabetischer Netzhautschädigung.
Letzte Jahr war er neun Monate lang vollkommen blind.
Die Sehkraft, die ihm noch verbleibt, hängt von etwas sehr Einfachem ab.
Beständiger Versorgung und Diagnose.
Regelmäßigen Untersuchungen.
Sofortiger Behandlung, sobald es Probleme gibt.
Im Gefängnis kann man von alldem niemals ausgehen.
Seine Genesung erfordert von uns, dass wir beständig darauf achten und nicht zulassen, dass die Vernachlässigung durch das Gefängnis zu seinem Tod führt.
Sie erfordert von uns, dass wir Menschen sind, die verstehen, dass Gesundheitsfürsorge im Gefängnis nie einfach eine medizinische Frage ist. Sie ist eine politische Sache.
Und dass wir verstehen, dass die einzige Heilung für Mumia seine Freiheit ist.
Und an dieser Stelle kommen ´wir alle ins Bild.
Jahrzehnte lang war es so, dass Mumia uns getragen hat. Unsere Fragen. Unsere Hoffnungen. Unsere Schwierigkeiten. Unsere Trauer.
Unsere politische Vorstellungskraft.
Seine Worte haben die Ozeane überquert. Sie sind in Dutzende von Sprache übersetzt worden. Sie haben den Menschen geholfen, Gefängnisse nicht als isolierte Institutionen zu verstehen, sondern als Widerspiegelungen der Gesellschaften, die sie gebaut haben.
Er hat sich politisch um uns gekümmert.
Jetzt müssen wir uns der Herausforderung vor uns stellen und uns organisieren, um uns um ihn zu kümmern.
Ich wende mich heute nicht mit einer narrensicheren Strategie an euch, oder einer handlichen Lösung, die garantiert für seine Gesundheit und seine Freiheit sorgen wird.
Das habe ich nicht. Die Zukunft ist noch ungeschrieben und wir können noch nicht wissen, was vor uns liegt.
Wir wissen nicht immer was die wirksamste Strategie ist.
Aber wir wisse sehr wohl, weil die Geschichte es uns lehrt, dass dadurch, dass wir uns organisieren, dass wir zusammenkommen, sich neue Strategien entfalten und neue Taktiken entstehen werden.
Also bitte ich euch, darauf zu achten, was Mumia uns sagt.
Darauf zu achten, was die Bewegung um Mumia herum tut.
Darauf zu achten, was Mumias Anwälte uns ermutigen zu tun.
Wenn ihr euch unseren Strategien anschließen und unsere Aktionen unterstützen könnt, tut das bitte.
Aber ihr müsst nicht auf unsere Anleitung warten. Ihr könnt selbst tätig werden und eure eigenen Strategien entwickeln.
Geht einfach von der Erlaubnis aus, zu tun, was immer in eurem Herzen ist, um unseren Bruder, oder Genossen, oder Freund zu befreien.
Die einzige Heilung für Mumia ist Freiheit.
Es gibt eine gute Sache, auf die wir zählen können: Mumia hat ein sehr engagiertes medinisches und Anwaltsteam, das sehr wachsam ist.
Wir bitten euch, mit uns zusammen wachsam zu sein.
Bitte verbreitet auch weiter Informationen übe Mumias Zustand. Euer kontinuierlicher Einsatz und eure Unterstützung für Mumia sind entscheidend:
Jeder Brief, den ihr an einen Amtsträger oder Gefängnisbeamten schreibt.
Jede Versammlung und Demonstration.
Jeder Artikel.
Jedes Mal, wenn ihr eine seiner Audio-Botschaften auf euren Radiosendern spielt.
Jede Spende an sein medizinisches und Anwaltsteam hilft uns, unsere Arbeit zu tun.
Jedes Transparent, das von einer Brücke hängt.
Jede Mahnwache.
Jede öffentliche Versammlung so wie diese hier.
All das übt auf das Gefängnissystem Druck aus.
Öffentliche Aufmerksamkeit ist eine Form des Schutzes.
Internationale Solidarität kann buchstäblich Leben retten.
Wir müssen nicht nur für seine weitere gesundheitliche Versorgung eintreten, sondern auch für seine Freiheit.
Die einzig mögliche Heilung für ihn ist Freiheit.
45 Jahre Haft für ein Verbrechen, das er nicht begangen hat, sind 45 Jahre zu viel.
Verlangt weiterhin regelmäßige Untersuchungen seiner ihm noch verbliebenen Sehkraft.
Besteht weiterhin drauf, dass er ununterbrochen seine Medikation bekommt.
Stellt weiterhin sicher, dass er die Nachsorge für sein Herz bekommt, die er benötigt.
Und zwar nicht nur durch Ärzte und Anwälte – sondern auch durch etwas, was ebenso notwendig ist.
Und das ist unsere Liebe.
Mumia hat mir einmal gesagt, dass er die Liebe für ihn, die es rund um die Welt gibt, spüren kann. Und dass er sie dazu benutzt, sich selbst zu heilen. Denkt darüber nach.
Gefängnisse sind dazu gemacht, Isolation zu produzieren.
Isolation ist kein Nebenprodukt.
Sie ist Teil der Bestrafung.
Der Zweck des Gefängnisses ist nicht nur, den Körper einzusperren, sondern auch, noch vor dem Körper den Geist zu töten.
Die Menschen davon zu überzeugen, dass man sie vergessen hat.
Wir müssen genau das Gegenteil davon tun.
Jeder Brief.
Jede Demonstration.
Jeder Artikel.
Jedes Konzert.
Jede Spende.
Jedes Gespräch.
Jedes Transparent, das von einer Brücke hängt.
Jede Übersetzung.
Jede öffentliche Veranstaltung wie diese hier
Sagen ihm alle ein und dasselbe:
Du bist nicht vergessen.
Das ist wichtiger, als uns manchmal klar ist.
Weil Hoffnung auch eine Form der Medizin ist.
Wenn Druck aus Deutschland und aus der ganzen Welt kommt, nehmen Menschen es wahr.
Nehmen Gefängnisbeamte es wahr.
Nehmen Politiker*innen es wahr.
Nehmen Journalist*innen es wahr.
Internationale Solidarität ist nie bloß symbolisch gewesen.
Sie hat das Ergebnis verändert.
Sie hat medizinische Behandlung erreicht.
Sie hat rechtliche Türen geöffnet.
Sie hat Mumia am Leben gehalten.
Und wir glauben, dass sie das auch weiterhin tun wird.
Es gibt noch einen weiteren Grund, warum diese Arbeit wichtig ist.
Ich bezeichne das manchmal für mich als den Mumia-Effekt.
Wenn wir für Mumia kämpfen, kämpfen wir niemals nur für Mumia.
Sein Fall wirft ein Schlaglicht auf die Bedingungen von Hunderttausenden von eingekerkerten Menschen, deren Namen wir wahrscheinlich niemals kennen werden.
Jeder für ihn gewonnene Sieg schafft Möglichkeiten für jemand anderen.
Jeder Präzedenzfall ist wichtig.
Jedes öffentliche Gespräch erweitert den Bereich des Vorstellbaren.
Als Mumia endlich seine Hepatitis-C-Behandlung bekam, war es nicht nur er, der davon profitierte.
Dieser Kampf entlarvte ein System, das Tausenden von eingesperrten Menschen eine lebensrettende Behandlung verweigert hatte.
Wenn wir heute eine angemessene Gesundheitsversorgung für Mumia verlangen, verlangen wir zugleich, dass die Gefängnisse aufhören, medizinische Versorgung als ein Privileg statt als Menschenrecht zu behandeln.
Wenn Mumia frei wäre, würde das die Aussichten für die Freiheit von anderen erweitern.
Das ist schon immer der Mumia-Effekt gewesen.
Der Kampf des einen verwandelt sich in eine Öffnung für viele.
Das ist besonders heute von Bedeutung.
Weil die politische Hitze genau wie die Temperaturen draußen steigt.
Autoritarismus gedeiht in einem Klima der Erschöpfung. In dem wir überwältigt werden. Zersplittert.
Aber wir werden weiterhin eine Politik der Standhaftigkeit praktizieren.
Wir weigern uns aufzuhören, immer wieder da zu sein.
Wir weigern uns, Mumia und all die anderen Gefangenen zu vergessen, die zu ungerechten und langen Strafen verurteilt sind.
Wir weigern uns, die Hoffnung aufzugeben.
Wir lassen unsere Leute nicht im Stich.
Nicht nach einem Jahr.
Nicht nach zehn Jahren.
Nicht nach 40 Jahren.
Niemals.
Bitte helft uns, unseren Freund mit Fürsorge und Zuwendung zu umgeben, über Gefängnismauern und Ozeane hinweg.
Weil wir wissen, dass Vernachlässigung eine der ältesten Waffen der Repression ist.
Und Solidarität eine der ältesten Traditionen des Freiheitskampfs.
Wir danken euch, dass ihr uns all diese Jahre beigestanden habt.
Wir werden weiter für jeden medizinischen und Arzttermin kämpfen.
Jede Untersuchung.
Jede Behandlung.
Jede Sicherheitsmaßnahme.
Weil jeder Tag, an dem Mumia weiter lebt, schreibt, denkt, lacht, aufklärt und liebt ein Sieg über das System ist, das versucht hat, ihn zum Schweigen zu bringen.
Aber verwechseln wir dabei nie Behandlung mit Gerechtigkeit!
Medizinische Behandlung ist notwendig.
Wachsamkeit ist notwendig.
Öffentlicher Druck ist notwendig.
Liebe ist notwendig
Aber nichts von alldem ist genug.
Weil die Krankheit Mumias Gefangenschaft selbst ist.
Das Übel ist ein Gefängnis, das einem Mann mehr als vier Jahrzehnte seines Lebens gestohlen hat.
Was der Grund ist, weshalb wir auch weiterhin diese Worte sagen werden - nicht als Slogan, sondern als eine medizinische Wahrheit, eine politische Wahrheit und eine moralische Wahrheit:
Für Mumia ist die einzige Heilung die Freiheit
Das gilt für Mumia und gilt ebenso für jeden Gefangenen, der zu Unrecht eingesperrt ist.
Wir müssen auch weiterhin für Mumias vollständige und uneingeschränkte Freiheit kämpfen.
Ich danke euch.
--
Jennifer Black ist u.a. zusammen mit Mumia Co-Herausgeberin des Abolitionistischen Textbandes "Beneathe The Mountain".
Creative Commons by-sa: Weitergabe unter gleichen Bedingungen

Ergänzungen
Aktuelle Meldungen über Mumia Abu-Jamal
Juli 2026: Aktuelle Meldungen über Mumia Abu-Jamal
https://das-mumia-hoerbuch.de/rundbrief.htm#jul26
Mumias Radiobeiträge auf Prison Radio
Hier werden immer wieder neue Radiobeiträge von Mumia Abu-Jamal veröffentlicht:
https://www.prisonradio.org/correspondent/mumia-abu-jamal/
Soli-Postkarten-Set für Mumia
Wir haben an dem Abend zum ersten Mal ein neues Postkarten-Soli-Set für Mumia verteilt. 4 verschiedene Karten ergeben zusammen gelegt ein Bild.
Wer das Set haben möchte (z.B. für Gefangenenschreib-Workshop oder selbst) bitte an uns wenden - e-mail (gerne mit pgp) steht unter dem Artikel.