Während die einen bei Marburg an rote Lahnromantik denken mögen, blicken wir ungetrübter auf die Stadt: Universitäten sind seit jeher Hort antiliberaler, antifeministischer und antisemintischer Positionen. Dutzende Studentenverbindungen wirken als Keimzelle nationalistischen und patriarchalen Denkens.
Unter dem Motto "Rage back the night! - heraus zur emanzipatorischen Vorabenddemo" haben wir uns am Samstagabend die Straße im Leipziger Westen genommen:
Nachdem unser letzter Artikel in Bochum vielleicht für etwas Furore gesorgt hat (sorry für das schlechte Wortspiel, um nicht überhöht zu sein, versuchen wir unser Niveau zumindest etwas in Richtung unserer Gegner*innen anzupassen), wollen wir noch darauf aufmerksam machen, dass es keine Alternative ist anstatt in Bochum zu demonstrieren nach Dortmund zu fahren. Die Demo dort entspringt ebenfalls dem autoritären/staatskommunistischen Spektrum.
Wir wollen einmal darstellen, welche autoritären Kräfte hinter jeweils der Demo in Dortmund und der in Bochum stehen. Grob lässt es sich zwischen dem Block des Party- und Drogen-Bolschewismus und des Bieder-Bolschewismus unterscheiden.
Morgen ist der 8. März. Kein Feiertag und Wahltag, sondern der Kampftag für uns Frauen. Millionen Frauen gehen auf die Straße gegen das Patriarchat. Und wir haben uns schon heute Nacht, am 7. März, die Straße genommen. Gemeinsam mit unseren revolutionären Schwestern.
Die Landtagswahlen stehen an und die Politiker*innen zeigen sich von ihrer „besten“ Seite. Gegen ihre Propaganda, am 8.März für die Frauenrevolution auf die Straße.
In Solidarität mit den Kämpfen unserer Schwestern weltweit gegen Krieg, Ausbeutung und Unterdrückung haben wir der Deutschen Bank einen Besuch abgestattet.
Auch wenn die bürgerlichen Parteien dieses Jahr wieder auf Wählerstimmenfang gehen und uns Frauen erzählen wollen, dass ihnen etwas an der Überwindung unserer Unterdrückung und Ausbeutung liegt, ist uns klar: Frauenbefreiung lässt sich nicht wählen, nur erkämpfen!
Frauen bildet Banden – Eine Spurensuche zur Geschichte der Roten Zora DE 2019, FrauenLesbenFilmCollectif lasotras/ Christine Lamberty, Maria Baumeister, 75 min.
Am 8. März nehmen wir uns die Straßen – gemeinsam, entschlossen und solidarisch. In einer Zeit, in der feministische Kämpfe weltweit unter Druck stehen, ist unser Zusammenkommen notwendiger denn je. Der feministische Kampftag ist ein Moment der Sichtbarkeit, des Widerstands und der Verbindung: ein kämpferischer Aufschrei gegen patriarchale Gewalt, Ausbeutung und Ausschlüsse – hier in Hamburg und weltweit.