Antirassismus

1. Mai in Essen: Polizei rollt Neonazis den roten Teppich aus

Essen, 08.04.26 – Bereits seit Wochen mobilisiert die rechtsextreme Partei „Die Heimat“ zum Neonaziaufmarsch am 1. Mai in Essen. Erwartet werden bis zu 500 gewaltbereite Neonazis, die voraussichtlich durch die Innenstadt ziehen werden. Antifaschistische Bündnisse, Zivilgesellschaft und Gewerkschaften mobilisieren zum Gegenprotest. Die Polizei hält hingegen jegliche Informationen zur geplanten Route zurück. Die Linke Essen als Teil des antifaschistischen Bündisses „Essen stellt sich quer“ verurteilt das Vorgehen der Polizeibehörden.

„Der 1. Mai ist der wichtigste Feiertag für uns Arbeiter:innen. Doch nicht nur Gewerkschaften und Parteien rufen an diesem Tag seit Jahrzehnten zu Protesten auf. Auch unpolitisierte Menschen nutzen den freien Tag um das gute Frühjahrswetter mit ihren Liebsten im Freien zu verbringen“, sagt Co-Kreissprecher Tobias Umbreit und fügt hinzu: „Wer am 1. Mai durch die Innenstadt schlendert, darf nicht unvorbereitet in einen Neonaziaufmarsch hineinlaufen, nur weil Polizeibehörden wichtige Informationen zurückhalten.„

Das Vorgehen der Polizei erinnert an den 15. März 2025. Bereits damals hatte die Polizei im Rahmen eines Neonaziaufmarsches in der Essener Innenstadt Gegenproteste behindert, das Versammlungsrecht eingeschränkt und den Rechtsextremen unter Einsatz von Gewalt den Weg bereitet.

„Dann müssen wir auch darüber reden, ob die Gewerkschaft der Polizei noch Teil des DGB bleiben sollte.“

Erst am 8. August 2025 war es im Rahmen eines Naziaufmarsches an der Landesparteizentrale der Partei „Die Heimat“ in Essen-Kray zu Angriffen durch Neonazis gekommen. Nach Versammlungsende stiegen Teilnehmer der rechtsextremen Veranstaltung in einen Linienbus der Ruhrbahn zu und prügelten unvermittelt auf Teilnehmende der Gegendemonstration ein. Auch Mitglieder der Essener Linken wurden dabei verletzt.

Am 24. November 2025 kam es dann zu einem mutmaßlich rechtsextremen Angriff auf das Parteibüro des Essener Kreisverbandes der Partei Die Linke. Ein Backstein wurde durch das Fenster der Eingangstür geschmissen. Dass die Polizei ihren Umgang mit rechtsextremen Aufmärschen trotz massiv gestiegender Zahlen rechtsextremer Gewalt nicht zu ändern scheint, bezeichnet Umbreit als Beweis dafür, dass im Kampf gegen den Rechtsextremismus auf den Staat kein Verlass sei.

„Wir wissen, dass auch der DGB seit Wochen versucht, nähere Informationen bei den Polizeibehörden einzuholen“, sagt Umbreit, der erst vor kurzem zum neuen Bezirksvorsitzenden der IG BAU Mülheim-Essen-Oberhausen gewählt wurde. „Sollte die Polizei weiterhin aus Bequemlichkeit mauern, um den Gegenprotest möglichst klein zu halten und damit bewusst in Kauf nehmen, dass Neonazis am 1. Mai in Essen in Sicht- und Hörweite einer Gewerkschaftsversammlung auflaufen, dann muss das Konsequenzen haben. Dann müssen wir auch darüber reden, ob die Gewerkschaft der Polizei noch Teil des DGB bleiben sollte.„

Die Linke ruft zum Gegenprotest am 1. Mai in Essen auf

Die Linke im Kreisverband Essen ruft zum lautstarken Gegenprotest auf und will den Neonazis nicht bereitwillig die Straße überlassen. Dass Rechtsextreme ausgerechnet am 1. Mai zum Aufmarsch in die Essener Innenstadt mobilisieren, müsse allen ein Warnruf sein, bekräftigt Umbreit den Aufruf.

Hier wird durch eine laute Minderheit ganz bewusst versucht, Stück für Stück den öffentlichen Raum einzunehmen und Andersdenkende einzuschüchtern. Alle die in der Lage sind, sich am 1. Mai in die Innenstadt zu begeben, sollten sich dem solidarisch entgegenstellen. Nie wieder ist jetzt!„

Gedenkgraffti für Lorenz

In der Nacht auf den 20.4.2025 wurde
Lorenz von der Polizei von hinten
angeschossen und ermordet. Wir
gedenken ihm und allen anderen Opfern
rassistischer Polizeigewalt. 

Ahaus 21.04.26 Bundesweite Demo gegen Castor Transport - Antifa Support

Wir rufen alle dazu auf, am 21.04.2026 zahlreich nach Ahaus zu kommen und sich aktiv an Aktionen zu beteiligen. 

Auftakt: 18 Uhr Rathaus Ahaus

ca. 19:30 Uhr Demozug Richtung BZA.

Danach umfangreiche Aktionen!

Seid wachsam, entschlossen und reagiert angemessen auf Provokationen der Cops.

Take Back The Night 2026

Call for a feminist demonstration on April 30, 2026; meeting point: 8 p.m. at Schlossplatz; WLINTA* onlyenglish Version below

Die feministische Demonstration zur Walpurgisnacht, gegen Sexismus, patriarchale Gewalt und Unterdrückung!

Kommt am 30.04. mit uns auf die Straße! Gegen alle antifeministischen Arschlöcher auf dieser Welt – für die Zerschlagung des Patriarchats!

Treffpunkt & Route: 20:00 Uhr Schlossplatz – Gomondai-Platz – Alaunstraße – Louisenstraße – Görlitzer Straße – Alaunplatz

 

(A-Radio) Libertärer Podcast Märzrückblick 2026

Das A-Radio Berlin präsentiert den neuen Libertären Podcast mit dem Märzrückblick 2026: unser ernster und satirischer Blick auf die Geschehnisse des Vormonats. Mit Infos zum Einsatz von §129 gegen Jagdsaboteur*innen, einer Buchvorstellung von Women in Exile, unserer Politik-Satire, einer Collage zur Großrazzia in Berlin Ende März, Wo herrscht Anarchie, Musik u.v.m.

Gegen die Bezahlkarte - für eine solidarische und freie Gesellschaft! (Reupload)

Plakate gegen die Bezahlkarte auf einer Litfasssäule. Im Hintergrund Klinkerhäuser. Bildbeschreibung für Plakatmotive im Artikel

Es handelt sich um den Reupload einer aktualisierten Version.

Stell dir vor der Staat gibt dir vor, nur noch 50 Euro pro Monat in bar besitzen zu dürfen. Wirst du dein portioniertes Bargeld in deinem Lieblingskiosk, in deiner Lieblingsbar oder auf dem Flohmarkt ausgeben? Viele Menschen in unserer Gesellschaft müssen sich genau diese Frage stellen! Geflüchteten und Asylsuchenden stehen mit der Bezahlkarte nur 50 Euro Bargeld pro Monat zur Verfügung. Der Einkauf in Läden ohne Bezahlterminal ist damit kaum möglich. Überweisungen und Onlinebestellungen funktionieren nur bei zugelassenen Anbietern, Bezahlungen im Ausland gar nicht.

"Wir werden weiter arbeiten und hinschauen."

 Plakatkampagne zur EU-GEAS-Reform: 0 % Menschenwürde – 100 % Abschottungspolitik

Only local images are allowed.

Only local images are allowed.

Elf Organisationen aus Sachsen wenden sich im April und Mai mit einer überfälligen Kampagne an die Öffentlichkeit: In Dresden und Leipzig informieren sie über die dramatischen Folgen der Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS). Kern der Kampagne sind neun verschiedene Straßenplakate,die die Auswirkungen der neuen Gesetzgebung vor Augen führen. In fünf Veranstaltungen werden GEAS und die sich dagegen richtenden, weiteren Handlungsoptionen besprochen.

 

Aktuelles über Mumia Abu-Jamal

RA Noel Hanrahan and Mumia Abu-Jamal, SCI Mahanoy Prison, February 2026

Hier kommen aktuelle Nachrichten über den seit 1981 (!) inhaftierten Journalisten Mumia Abu-Jamal und aus der länderübergreifenden Solidaritätsbewegung

1. Mai – Unser Tag! Kämpfen gegen Faschismus und Krieg! Kämpfen für die sozialistische Revolution

 

Kriege, Wirtschaftskrisen und die Abschaffung demokratischer Rechte sind ständige Begleiter auf dieser Welt. Am 1. Mai gehen jedes Jahr hunderttausende Menschen auf die Straße, um zu zeigen, dass es aber nicht für immer so bleiben muss. Dieser Tag steht seit Jahrzehnten wie kein anderer für den Kampf gegen das kapitalistische System und für eine sozialistische Gesellschaft.

 

 

Seiten

Antirassismus abonnieren