Repression

Kriegszeiten - Eine vorläufige Sammlung beachtenswerter historischer Artikel über Krieg und den Kampf dagegen

Im folgenden dokumentieren wir einige historische Artikel, die wir bezüglich des Krieges im Allgemeinen sowie des aktuellen im Territorium Namens Ukraine für beachtenswert halten. Vor allem, was die Haltung von Anarchistinnen und Anarchisten dazu betrifft. Die Sammlung wird möglicherweise noch erweitert werden, und kann ja vielleicht etwas ergänzendes zur gegenwärtigen Diskussion beitragen. Hinter dieser Dokumentation steht im übrigen (zumindest bisher) keine geplante gedruckte Veröffentlichung, es schien uns aber doch immerhin nicht falsch, der gegenwärtigen Diskussion einige historische Quellen zur Seite zu stellen, nicht zuletzt, um gewissen Wiederholern und Schönredern historischer Fails von Teilen der anarchistischen Bewegung etwas entgegenzusetzen. Die Ansichten und Tendenzen, die wir hier wiedergeben, sind Teils etwas weiter von dem entfernt, was wir normalerweise veröffentlichen würden, die aktuelle Lage und die ahistorische Degeneration anarchistischer Diskussion in Deutschland lassen uns aber hier darüber etwas hinwegblicken.


“Dem Völkerkriege muss man den sozialen Krieg entgegesetzen.” – Der Krieg (1876)

“Man muss den Krieg mit allen seinen Konsequenzen annehmen, oder man muss es wagen, dem Gedanken einer Niederlage ins Gesicht zu sehen.” – Antimilitarismus und Revolution (1905)

“Im Interesse des Proletariats liegt also eher, daß das „Vaterland“ besiegt werde.”Antipatriotismus (1907)

Die Langeweile und der Krieg (1915)

“Nicht mit Sentimentalitäten läßt sich die durch Tradition geheiligte Kriegsbestie beseitigen, sondern nur mit kräftig durchgreifenden Mitteln, wie sie von den Anarchisten schon zu unzähligen Malen empfohlen wurden.” – Pazifismus (1923)

“Die Anarchisten müssen jegliche Verwirrung vermeiden und sich gegen jeden Krieg erklären, wie sehr auch immer er vorgibt, ein demokratischer Kampf gegen Totalitarismus zu sein.”Resolution der Internationalen Anarchistischen Konferenz zum Krieg (1948)

“Und dieses Mittel propagieren die Gehorsamsverweigerer aus Gewissensgründen zur Rettung aller Länder und aller Städte der Welt: Aufgeben jeder militärischen Verteidigungsabsicht!”Gehorsamsverweigerung (1950)

Das System Knast mordet weiter! - Bericht über zwei Todesfälle in der Frauen-JVA Vechta

Laut einer Inhaftierten der niedersächsischen Frauen-JVA in Vechta haben in den letzten zwei Monaten zwei Gefangene beschlossen sich das Leben zu nehmen. Wir wünschen den Angehörigen und Freund*innen viel Kraft und alles erdenklich Gute um mit der Situation einen Umgang zu finden!

Bericht vom 62. Prozesstag im Antifa Ost-Verfahren am OLG Dresden am 04.08.2022

Der Prozesstag umfasste die Befragung des Johannes Domhövers (im Weiteren abgekürzt mit J.D.) durch den Senat. Die Befragungen umfasste dessen Scouting-Tätigkeit sowie seine Teilnahme an diversen Trainings in Leipzig. Zugleich äußerte er sich über sein vermeintliches Wissen zu Sicherheitsstandards innerhalb linker Kontexte. Vor allem seine Einblicke in seine "Politisierung" gaben tiefe Einblicke in sein Denken. Zudem äußerte er sich willfährig und ausschweifend zu Kennverhältnissen zwischen ihm und anderen Personen sowie zwischen anderen Personen. Hierbei gab er nicht nur möglichst viele Namen von angeblichen Freund:innen, Bekannten, Genoss:innen und Locations preis, sondern er war sichtlich bemüht, auch Szenen aus anderen Städten in seine Geschichten einzustricken.

Freiheit für Jo & Dy - Soligrafitti an der A5

Vor einigen Wochen wurde die Revision im „Wasen-Verfahren“ gegen unsere Genossen Jo & Dy abgelehnt. 4,5 und 5,5 Jahre Freiheitsentzug sind somit rechtskräftig geworden.

Dy welcher seit Anfang November 2020 in Stammheim in Untersuchungshaft sitzt wurde nun in die JVA Bruchsal verlegt und Jo bekam seinen Termin zum Haftantritt in der JVA Ravensburg für den 22. August 2022. Egal ob Lina, Findus, Jo oder Dy, wir lassen unsere Genoss:innen nicht im Stich. Wir stehen gemeinsam solidarisch gegen jede Form von Repression.

Aus diesem Grund haben wir in der Nacht vom 16. auf den 17. August an der A5, Richtung Frankfurt, Höhe Durlach ein Graffiti gesprüht um zu signalisieren, dass wir die Gefangenen auf keinen Fall alleine lassen. Denn getroffen hat es einzelne, gemeint sind wir alle.

Antifaschismus bleibt notwendig!

Freiheit für alle Antifas!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Solidarität mit Yannis Michailidis

Vor einigen Tagen hat der in Griechenland inhaftierte Anarchist Yannis Michailidis nach 68 Tagen seinen Hungerstreik beendet, auch wenn die griechische Justiz weiterhin auf Konfrontation setzt und ihn nicht aus dem Knast entlassen möchte.

Die von der dortigen Justiz gewählte Begründung für die Verweigerung der Freilassung lautet, daß sein gutes Verhalten im Haftalltag lediglich vorgetäuscht sei.

Bericht vom 61. Prozesstag im Antifa Ost-Verfahren am OLG Dresden am 03.08.2022

Bericht vom 61. Prozesstag – Mittwoch, 03.08.2022

Der Prozesstag umfasste die Befragung Johannes Domhövers (im Weiteren abgekürzt mit J.D.) durch den Senat, die Oberstaatsanwältin der Bundesanwaltschaft Alexandra Geilhorn sowie den Neonazi-Nebenklagevertreter Arndt Hohnstädter. Die Befragungen umfassten den Tatkomplex Eisenach II, wobei es vorrangig um die Beteiligung von J.D. an dem Angriff sowie sein Wissen zum Tatablauf, der Planung und weiteren Vorkommnissen im Nachgang ging.

Athens: Claim about arson against COSMOTE service car

 

The last months have been on fire here in the metropolis. Mainly because of all the solidarity actions done for the anarchist hunger striker Giannis Michailidis. He has suspended his hunger strike for the moment but is still waiting to get out of his cage. This dynamic that has been going on this spring, should be kept alive. What better way to spend a summer vacation than to burn some property of the technocrats, to attack the technological prison society. Yes people have gone to the islands, but there is probably things to attack there, too. So when people get back in September we don’t start from zero but from having the fire freshly burning in our hearts.

 

 

Rom: 10 Autos sind nicht genug …

 

In den frühen Morgenstunden des 27. Mai haben wir einen Brandanschlag auf die Enjoy car sharing-Fahrzeuge des multinationalen Unternehmens ENI s.p.a. (nationale Kohlenwasserstoffgesellschaft) im Gebiet Tuscolana-Cinecittà in Rom verübt. Lokalen Zeitungen zufolge wurden 10 Fahrzeuge vollständig zerstört, während vier weitere schwer beschädigt wurden.

 

ENI war immer eine der Säulen des italienischen Kapitalismus, und seine Interessen decken sich mit denen des Staates und folglich auch mit denen der Regierungen, die ihn nacheinander verwalten, unabhängig davon, ob es sich um rechte oder linke Regierungen handelt, denn seine Gewinne und Infrastrukturen sind insofern strategisch, als sie den Staat, in dem sie angesiedelt sind, stärken, da sie in der gegenwärtigen Konfiguration des kapitalistischen Produktionssystems von grundlegender Bedeutung für die Erhaltung der wirtschaftlichen Macht sind.

 

 

Der Kampf geht weiter! Antifaschistisch – offensiv - solidarisch

Die Revision im „Wasen-Verfahren“ gegen Jo und Dy wurde vor wenigen Wochen ohne Vorankündigung und unbegründet abgelehnt. Die Haftstrafen von 4,5 und 5,5 Jahren sind damit rechtskräftig geworden. Dy sitzt bereits seit Anfang November 2020 und damit seit über 640 Tagen im Knast; seit dieser Woche nicht mehr in U-Haft, sondern in Strafhaft in der JVA Bruchsal. Schneller als erwartet bekam Jo nun einen Termin zum Haftantritt in der JVA Ravensburg am 22. August und damit sitzt neben Lina, Dy oder Findus ein weiterer Genosse im Knast. Aber: der Kampf geht weiter!

Antifaschistisch zu kämpfen bedeutet für uns auch, hier solidarisch gegen Repression zu stehen. Es ist klar, dass wir unsere Genoss:innen im Knast nicht im Stich lassen und gemeinsam auf beiden Seiten der Knastmauer weiterkämpfen. Denn, diese Umstände ändern für uns nicht an der Notwendigkeit und Legitimität, einer konsequenten antifaschistischen Politik. Solange Rechte und Faschist:innen sich nach wie vor ungestört organisieren können, ihre Hetze verbreiten und auf die Straße tragen, sowie in letzter Konsequenz morden – solange stellen wir uns ihnen entgegen. Konsequente antifaschistische Politik wird seit Jahren von Staat kriminalisiert und delegitimiert. Knaststrafen stellen dabei das aktuell härteste Mittel der Repression dar. Sie haben zum Ziel, die Gefangenen durch eine Isolation aus einem kollektiven, politischen Prozess zu lösen, sie persönlich zu brechen und abschreckend auf alle anderen zu wirken. Wir lassen das nicht zu! Dem entgegenstellen können wir nur die Fortführung unseres Kampfes:

Antifaschistisch – weil es notwendig ist,

 Offensiv – weil ein zurück in den Schoß des Staates keine Option ist,

Solidarisch – weil wir gemeinsam für eine gesellschaftliche Perspektive kämpfen und zusammenstehen, gerade wenn Einzelne angegriffen werden!

 

Deshalb wird Jo am 22. August nicht alleine nach Ravensburg fahren.

Kommt am Montag, den 22. August um 13:30 Uhr zur Kundgebung vor der JVA Ravensburg!

 

 

 

 

Ein Haufen verfallender Steine: Updates vom Dorf

Wir sind da. Irgendwie. Wir wollen bleiben und suchen nach Lösungen. Denn in der Zwischenzeit ist auf einmal der Eigentümer von Steine, dem über vier Jahre leerstehenden Dorf mit Schlachthofgelände, aufgetaucht. Oder zumindest: eine mutmaßlich verantwortliche Ansprechsperson der Huarong GmbH. Und Verträge gelten ja so lange, wie alle Parteien daran glauben...

Seiten

Repression abonnieren