Gender

FLINTA* gehen, Macker bleiben - Eine persönliche Geschichte über Ausschluss, Abwehrmechanismen und das Mackertum in linken Räumen

Dieser Text schildert persönliche Erlebnisse, Eindrücke und Sichtweisen. Die in diesem Beitrag beschriebenen Situationen, Erlebnisse und Handlungen basieren auf meinen subjektiven Erinnerungen. Ich, J., identifiziere mich selbst als FLINTA*. Alle Namen wurden pseudonymisiert. Der Text entstand aus dem Bedürfnis heraus, strukturelle Diskriminierungsmechanismen, Sexismus und Machtstrukturen sichtbar zu machen - vor allem innerhalb vermeintlich feministischer oder linker Räume. Der Text zeigt, dass auch linke Räume, Orte patriarchaler Machtverhältnisse sind und was passiert, wenn FLINTA* sich diesen nicht unterordnen. Die Entscheidung, meine Erfahrungen zu veröffentlichen, ist Ausdruck persönlicher Verarbeitung und politischer Haltung gleichermaßen.

Ich habe lange geschwiegen, mich zurückgezogen, versucht "drüber zu stehen" - aus Angst, zu wütend, zu radikal, zu unbequem zu sein. Aber dieses Schweigen schützt nicht - weder mich noch andere Betroffene. Aber vor allem: Es verändert nichts. Ein stiller Rückzug zementiert genau die Strukturen, gegen die ich mich eigentlich wehre. Schon immer gewehrt habe. Also schreibe ich diesen Text. Weil ich nicht länger akzeptieren will, dass die Aneignung des Feminismus durch männliche Führungspersonen in linken Kreisen einfach hingenommen wird. Weil der Machtmissbrauch, der Sexismus und die psychische Gewalt, die damit einhergehen, nicht weiter ohne Konsequenzen bleiben dürfen.

Videogruß an die Julis NRW

Zum 104. Landeskongress wollen auch wir die Julis aus ganz NRW herzlich „begrüßen“. Weiblich gelesene Personen werden als Ware betrachtet, und die sexistischen, zutiefst patriarchalen Verhaltensweisen, die in diesem Verein an der Tagesordnung sind, grenzen schlicht an Abscheu. Solches Verhalten gehört benannt, kritisiert und konfrontiert.

Bundesweites AfD Treffen in Berlin-Hohenschönhausen bei christlichen Fundis

Heute feiern die "Christen in der AfD" ihr 10-jähriges Bestehen in Berlin. Ab 10 Uhr soll es eine interne Zusammenkunft bundesweiter Mitglieder in Berlin-Hohenschönhausen geben. Als Ort hat der Berliner Prediger Markus Rapp die Räume von "Neues Leben Berlin" in der Warnitzer Strasse 8, 13057 Berlin zur Verfügung gestellt. Wir haben den Eingangsbereich von "Neues Leben Berlin" gestern Abend ein wenig verschönert, um der AfD und Rapp einen kleinen Willkommensgruß zu hinterlassen.

Die Autonomen Besetzungstage in Leipzig (ABeTa) – Gemeinsam gegen Gentrifizierung, Mietwucher und Verdrängung!

Wir können uns das Leben nicht mehr leisten. Wohnen wird immer teurer: Die Mieten steigen seit 2020 so stark wie noch nie, dazu kommen die allgemein steigenden Lebenserhaltungskosten. Gelder für Unterstützung von sozialen Projekten, die uns bei Problemen auffangen könnten, werden gekürzt. Projekte werden verdrängt. Mietverträge werden von Eigentümer*innen gekündigt um mehr Geld durch teurere Wohnungen zu machen. Statt Wohnungen instandzuhalten, werden sie luxussaniert. Leipzig ist eine der am schnellsten wachsenden Städte in Deutschland, gleichzeitig liegen die meisten neuen Wohnungen nicht im bezahlbaren Bereich.

Besetzung Henri, Lützner Str 99 – Eröffnung der Autonomen Besetzungstage Leipzig (ABeTa)

Wir haben ein Haus besetzt!

 

Am 10.10. haben wir im Anschluss an die Kundgebung *Gemeinsam gegen Mietenwahnsinn, Verdängung und Vereinzelung* beschlossen, uns ungenutzten Wohnraum zurück zu erobern und die Henri in der Lützner Straße 99, direkt an der Haltestelle Henriettenstraße, zu besetzen. Wir wollen damit auf die immer weiter fortschreitende Gentrifizierung der Stadt, besonders des Leipziger Westens, und die dramatische Lage auf dem Wohnungsmarkt hinweisen.

 

Fotos: Marsch für das Leben 2025 - What the fuck?!

Protest gegen den christlich fundamentalistischen "Marsch für das Leben" am 20.9.2025 in Berlin

Mehrere Hundert Queer-Feminist*innen protestierten am 20.9.2025 bunt und laut gegen einen christlich fundamentalistischen Aufzug mit rund 2.000 Teilnehmenden in Berlin-Mitte. Auf halber Strecke blockierten die Pro-Choice-Aktivistinnen die Straße und wurden von der Polizei an die Seite gedrängt.

Statement zur Delogierung aus dem EKH – Aufruf zum Boykott des EKH-Beisls

Ich wurde aus dem Ernst-Kirchweger-Haus (EKH) delogiert – ohne dass ein Räumungstitel vor Gericht erwirkt wurde. Dieser Schritt erfolgte ohne rechtliche Grundlage, ohne vorherige Anhörung, und ohne die Möglichkeit, mich juristisch zu verteidigen. Ein solcher Umgang widerspricht nicht nur rechtsstaatlichen Prinzipien, sondern auch den Werten, für die das EKH einst stand: Solidarität, Selbstverwaltung und Widerstand gegen Willkür.

Die Umstände meiner Delogierung werfen grundlegende Fragen auf: Wer entscheidet, wer Teil eines selbstverwalteten Hauses sein darf? Welche Machtstrukturen wirken hier – und wem dienen sie?

In diesem Zusammenhang rufe ich zum Boykott des EKH-Beisls auf. Solange dort Menschen ausgeschlossen und ohne rechtliche Grundlage entfernt werden, kann kein solidarischer Betrieb stattfinden. Ein Ort, der sich als politisch versteht, muss sich auch an politische Grundsätze halten – dazu gehört Transparenz, Gerechtigkeit und das Recht auf Mitsprache.

Solidarität heißt nicht Schweigen. Solidarität heißt Widerstand.

 

profeministischer Kongress Berlin

Der Kongress wird aus Lesungen, Diskussionsrunden, Bildungsveranstaltungen und der Möglichkeit zum Austausch und zur Vernetzung bestehen. Wir möchten damit Raum bieten für die (eigene) kritische Auseinandersetzung mit Männlichkeit(en) und um eine (kollektive) profeministische Praxis zu gestalten. Vor allem möchten wir cis Männer ansprechen, um die Suche nach Wegen zur Reflexion des eigenen Verhaltens, dessen Veränderung und der Verantwortungsübernahme zur Beendigung patriarchaler Gewalt, voran zu bringen.
Inhaltlich wollen wir Themenfelder rund um Sorgearbeit, Sexualität, Gewalt, Männlichkeit(en), profeministischen Organisation, Betroffenen-Unterstützung und Interventionsmöglichkeiten, behandeln. Wir möchten voneinander lernen und gemeinsam Antworten auf die Frage »Was tun?« finden. Unser Ziel ist es, die Suche nach Wegen zur Überwindung des Patriarchats lebendig zu halten und unsere Rolle als Profeministen in dieser aktiv gestalten. Unter Profeminismus verstehen wir eine solidarische und (selbst)sorgende Handlungs- und Beziehungsweise, die (queer-)feministische Theorien und Praxen als Leitstern versteht.

Solidarisch und suchend für eine profeministische Praxis!

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