Repression

Razzia und Räumung im Waldi45 Aufruf zur Solidarität mit Waldbesetzungen

Seit dem Jahr 2022 gibt es im Wiehengebirge nahe Osnabrück die anarchistische Waldbesetzung Waldi45 welche sich gegen den Ausbau A33 Nord richtet. Vom Beginn der Besetzung an fahren die repressiven Strukturen Niedersachsens, allen voran der Staatsschutz, einen harten Kurs. Mehrere Bodenräumungen, Rodungsangriffe. Personenkontrollen auf den Wegen zur Besetzung und wöchentliche Besuche des Staatsschutz gehören zur Normalität im Wald.

Am 24.05, also parallel zur bundesweiten Großrazzia gegen die letzte Generation, setzten die Repressionsorgane zum bislang heftigsten Schlag gegen die Besetzung: Auf Anordnung des Amtsgericht Osnabrück, kam es an diesem Tag zu einer groß angelegten Durchsuchung aller Strukturen, Beweismittelsicherung und Räumung sowie Personalienfeststellung aller Personen im Wald.

Zwar geht es den Menschen im Waldi45 den Umständen entsprechend gut, aber was härter nachwirkt als die Durchsuchung, ist die ausbleibende Solidarität und Bezugnahme. Während die am selben Tag durchsuchten Reformist*innen der Letzte Generation breite Aufmerksamkeit und Solidarität aus linksradikalen und anarchistischen Kreisen genießen bleibt selbige für die Waldi45 nahezu komplett aus. Ähnliche Erfahrungen mussten auch schon andere von Repression betroffene Waldbesetzungen machen, wie z.B die Moni in der Altmark. Dabei könnte Solidarität und Bezugsnahme kleineren Waldbesetzungen enorm helfen sich gegen Repression zu wehren. Denn wir können mit unserer Solidarität dem Staat Schranken aufweisen, wir können zeigen, dass jeder Freiraum verteidigt wird, dass jede Durchsuchung einen Preis hat und die Cops sich halt nicht alles erlauben können. Gemeinsam können wir so Repression entgegen wirken und unsere anarchistischen Räume schützen.

Die Möglichkeiten Waldbesetzungen und explizit die Waldi 45 zu unterstützen und sich solidarisch zu zeigen sind vielfältig: Von Soli-Fotos, über Mobi Material drucken, zu Materialien besorgen und Demos organisieren bis hin zu militanten Aktionen die den Staat und seine Repression direkter angreifen und ihm Schranken aufzeigen.
Vorbei kommen ist außerdem auch immer eine gute Idee.

Support Forest Occupations – Defend Waldi 45

Für mehr Hintergrund und Kontaktmöglichkeit: www.waldi45.blackblogs.org

Freiheit für alle Antifas – Solidarität lässt sich nicht wegsperren!

Repressionswelle gegen Antifas geht weiter: 10 Antifaschisten sitzen nach den Protesten am Tag X in Leipzig in Untersuchungshaft. Jetzt gilt: Solidarisch sein und antifaschistisch weiterkämpfen!

 

Solifoto zu Tag X

Auch auf den Linken Buchtagen in Berlin wurde sich mit den verurteilten Antifaschist*innen im Antifa-Ost-Verfahren und den Protesten um den Tag X solidarisiert.

Das Gefangenen Info 446 ist erschienen!

Liebe Leserinnen und Leser,

ja wir geben es zu... wieder einmal musstet Ihr Euch zu lange in Geduld üben, bis wir es endlich geschafft haben die neue Ausgabe des Infos an dena Start zu bringen. Dafür hier schonmal eine Ent schuldigung.

Wir hoffen Ihr habt den 1.Mai, den Kampftag unserer Klasse würdig begangen und der im Rahmen dieses Tages bundesweit um sich greifen- den Repression die Stirn ge boten. Aus mehreren Städten war von einer Zunahme an überzogenem Agieren seitens der Bullen zu hören. Diese Vorkommnisse lassen erahnen wohin die Reise für die revolutionäre, klassenkämpferische Bewegung geht. Um so wichtiger ist es für uns alle die Reihen zu schließen und von der Waffe Solidarität Gebrauch zu machen. In diesem Sinne wünschen wir Euch viel Spaß beim Lesen der vorlie- genden Ausgabe und einen kämpferischen Sommer.

Ihr hört von uns...

Eure Redaktion

 

(Mexiko) Aufruf zum globalen Aktionstag am 08.Juni in Solidarität mit den Zapatistischen Gemeinden

Alto a la guerra contra los pueblos zapatistas! – Stoppt den Krieg gegen die Pueblos Zapatistas!

Si tocan a un@, nos tocan a tod@s – Wenn sie eine*n von uns anfassen, fassen sie uns alle an.

 

Gegen die Zustände in der JVA Ravensburg – Kundgebung am 10. Juni

Willkürliche Schikane und Maßnahmen, eingeschränkte Duschzeiten, gestrichene Besuchszeiten, spürbare Inflation, mangelnde Bezahlung, nicht genügend, medizinische Versorgung: die Bedingungen in deutschen Knästen sind eng verbunden mit Schikane, Regel und Zwang, von gebrochen werden und Konditionierung, von Sanktionen und Isolation.

Solidarität und Kritik

 

Das Gerichtsurteil im Antifa Ost-Verfahren ist gesprochen und es gibt eine Welle der Solidarität mit den Betroffenen. Das Verfahren war von Anfang an unfair und das Urteil skandalös. Die Wut auf der Straße und die riesige Solidarität ist gut und richtig, doch spätestens morgen müssen wir kritisch über die Verhältnismäßigkeit von manchen Gewaltpraktiken innerhalb unserer Strukturen sprechen. Kritik und Selbstkritik muss eigentlich Standard in jeder militanten Antifagruppe sein, doch scheint es an der Zeit zu sein, dass es wieder eine breite Gewaltdebatte in der antifaschistischen Bewegung gibt.

 

Repression und Staatsapparat – Überlegungen zu einem weiteren ‚linken Dilemma‘

Die Linke ist im Moment von Repression (arg) betroffen, und das Thema ist auch – wenn auch nicht in unter dieser Bezeichnung – auch in den Medien omnipräsent. Es begann 2017 mit dem Verbot von linksunten in Folge der heftigen Proteste gegen G201.

1 [1] Ich kann mich nicht mehr genau an den Ablauf der Proteste erinnern. Die Reaktion auf die Zerschlagung der autonomen Auftakt-Demo war jedenfalls relativ deutlich – wenn auch vielleicht nur deshalb, weil die schwächelnde deutsche autonome Szene nicht alleine war, sondern Autonome / militante AnarchistInnen aus anderen Ländern da waren und sich vielleicht auch ein paar Jugendliche aus marginalisierten Hamburger Stadtteilen anschlossen.

Gestern, heute, morgen – Feuer und Flamme der Repression!

***Triggerwarnung: Sexualisierte Gewalt***

Im Antifa Ost Verfahren wurde nun nach knapp 100 Prozesstagen das Urteil gesprochen und lange Haftstrafen verhängt. Das ärgert und verunsichert uns, verwundert uns jedoch leider nicht. Der Paragraph 129 wird seit jeher verwendet um Strukturen oder Einzelpersonen, die zu Strukturen konstruiert werden, auszuschnüffeln und zu kriminalisieren.

 

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