Berlin

[B] Freiheit für Pablo Hasél - Bericht, Fotos & Redebeiträge von der Kundgebung in Berlin

Am 18. März 2021, zum Tag der politischen Gefangenen, versammelten sich ca. 120 Menschen vor dem vor dem spanischen Kulturinstitut "Instituto Cervantes" um ihre Solidarität mit dem in Spanien inhaftieren Rapper Pablo Hasél zum Ausdruck zu bringen. Aufgerufen hatten die North-East Antifascists [NEA], CDR Berlín und dem Internationalistische Abend. In verschiedenen Redebeiträgen wurde auf die verschärfte Situation in Katalonien, aber auch im gesamten spanischen Staat eingegangen. Begleitet wurde die Kundgebung durch musikalische Beiträge von PTK und Tintenwolf. Im folgenenden dokumentieren wir einen kurzen Bericht, Fotos, Videos und Redebeiträge von der Veranstaltung.
[Spanish & Catalan below]

[B] Auf zur Antifa-Demo! Verschwörungsideolog:innen und Nazis raus aus Ostberlin!

Freitag, 16.04.2021 | 16 Uhr | Cottbusser Platz (U5) | Marzahn-Hellersdorf

keinraumfuernazis.blackblogs.org

 

Marzahn-Hellersdorf hat ein Problem mit Rechten. Seit den Neunzigern gilt der Bezirk als Neonazi-Hotspot. Auch heute sind rechte Sticker und Graffitis, aber auch Pöbeleien und Angriffe keine Seltenheit. Die AfD hat im Bezirk mit die höchsten Wahlergebnisse in ganz Berlin. Und das obwohl der Bezirksverband zu den rechtesten in der gesamten Stadt gehört. Seit einiger Zeit kommen nun auch noch verschwörungsideologische Versammlungen dazu. Sie fordern autoritäre Lösungen der weltweiten Corona-Pandemie, bei denen es vor allem darum geht, die eigenen Privilegien zu schützen. Auf diesen Versammlungen, ob als Auto-Korso oder Lichterlauf, treffen sich rechte Wutbürger:innen, AfD und Neonazis. Anhänger:innen von Verschwörungen fassen selbst in vermeintlich geschützten Institutionen wie der Alice-Salomon-Hochschule in Hellersdorf immer mehr Fuß. Wir sagen: Schluss damit! Wir werden den rechten Vormarsch und die Akzeptanz diskriminierenden Gedankenguts in unserem Bezirk nicht länger hinnehmen!

 

Trauerzug für Alpha Oumar Bah

Alpha Oumar Bah, Geflüchteter aus Guinea, ertrug die zunehmende Bedrohung seines Aufenthaltes nicht mehr und nahm sich am 16. März in seiner Unterkunft das Leben – er wurde 27 Jahre alt. Zu seinem Gedenken fand am 27. März eine Trauer-Demonstration durch Spandau statt.
Fotos: https://umbruch-bildarchiv.org/trauerzug-fuer-alpha-oumar-bah/

Beleidigt? Cops zeigen polizeikritisches Pappschild an

Ist „Rechtsbrecher*in“ eine Beleidigung? Wenn man mehrmals dabei lacht, auf jeden Fall, sagt die Berliner Polizei. Auf einer Guerilla-Pressekonferenz im Dezember hatte das Kollektiv „Polizei abschaffen“ Poster mit Kritik an der Polizei wegen Rassismus und Polizeigewalt vor dem LKA-Gebäude der Öffentlichkeit präsentiert. Dabei störte die Polizei mit Einschüchertungsversuchen. Daraufhin stellte sich ein*e Aktivist*in mit einem Papppfeil mit der Aufschrift „Rechtsbrecher*in“ neben verschiedene Beamte. Das soll nun eine Beleidigung gewesen sein. Aktenteile, die dem Kommunikationsguerilla-Kollektiv „Polizei abschaffen“ zugespielt wurden, zeigen: Die Cops stören sich vor allem an der medialen Verbreitung des Fotomotivs. „Kritik an der Polizei ist keine Beleidigung, sondern eine gesellschaftliche Notwendigkeit“, sagt Barbara Jendro, die Sprecherin der Gruppe. „Das zeigen auch die über 65.000 Klicks allein bei Facebook.“ (1)

Wir feiern die kurdische Freiheitsbewegung - United in Resistance! Bijî berxwedana tevgera azadiya kurdan!

Nicht erst seit dem unermüdlichen Widerstand in Kobane gegen den IS, gibt es eine starke Verbindung zwischen der kurdischen Freiheitsbewegung und unseren Kämpfen hier. Schon lange wird diese besonders sichtbar, wenn Freund*innen von uns, sich auf den Weg machen und in die befreiten Gebiete Kurdistans gehen, um dort zu lernen, sich zu bilden, solidarisch Seite an Seite gegen den Faschismus zu kämpfen, aber auch die Ideologie und Praxis der kurdischen Freiheitsbewegung besser kennen zu lernen und ein tieferes Verständnis dafür zu entwickeln, was das mit den eigenen,unseren Kämpfen hier vor Ort zu tun hat.

TAG X DEMO - 25.03 - 19Uhr - Mauerpark - Route

We meet today, Thursday 25.3 at 19.00 at Mauerpark, Eberswalder str. to demonsttrate against the eviction of Meuterei. We claim the streets against state, cops, investors! We make clear that the fight is not over and that every eviction has it's price! Come prepared! ONE STRUGGLE! ONE FIGHT! INTERKIEZIONALE SOLIDARITY!! Solidarity is our weapon!

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Wir treffen uns heute, Donnerstag den 25.03. um 19:00 Uhr Mauerpark /Eberswalder Straße, um gemeinsam gegen die Räumung der Meuterei zu demonstrieren. Wir nehmen uns die Straßen gegen den Staat, die Bullen und Investor*innen! Wir wollen klar machen, dass der Kampf nicht vorbei ist und dass jede Räumung ihren Preis hat! Seid vorbereitet! ONE STRUGGLE! ONE FIGHT! INTERKIEZIONALE SOLIDARITÄT!! Solidarität ist unsere Waffe!

[B] Wer mit unseren Räumen Geschäfte macht holt sich Probleme ins Haus

Während die Bullen den Kiez um die Meuterei heute zu einer Hochsicherheitszone ausbauen und sich die Beine in den Bauch stehen, haben wir in anderen Bezirken der Stadt unserer Wut Ausdruck verliehen. Eine Wut auf die Stadt der Reichen, auf die Profiteur:innen von Verdrängung und Gentrifizierung.

Im Bezirk Mitte in der Scharrenstraße / Ecke Kleine Gertraudenstraße "direkt am Kupfergraben" haben wir die 8 Erdgeschoßfenster von einem Gebäude mit Hammern eingeschlagen. Der in der Faßade eingelassene Euronet-Geldautomat wurde ebenfalls durch Hämmerschläge unbrauchbar gemacht. Die leerstehende Gewerbeeinheit im Erdgeschoss wird zur Zeit vom Padovicz-Vertrauten Immobilienmakler Benjamin Nudelmann ("Nudelmann & Friends") auf Internetportalen zur Miete feil geboten. Nudelmann versuchte vor kurzem im Auftrag der "Lafone Ltd" die Rigaer94 als bereits geräumte Fläche weiterzuverkaufen.

Auch nicht an uns vorbeigegangen ist, dass "Aden Immobilien" die Ladenfläche des 2017 geräumten Kiezladens Friedel54 auf Immobilienportalen angeboten hat. Die Scheibe ihrer Filiale am Meyerinckplatz muss jetzt ersetzt werden.

Abschiebung nach Afghanistan: Aufruf zu dezentralen Aktionen - Solidarität muss praktisch werden!

Aufruf zu dezentralen Aktionen - Solidarität muss praktisch werden

Erst vor wenigen Tagen erhielten wir die Information, dass von Berlin-Schönefeld aus eine Massenabschiebung nach Afghanistan durchgeführt werden soll. Während der Lockdown im Namen des Gesundsheitsschutzes verlängert wird, hat die deutsche Regierung mehr als je zuvor abgeschoben. Seit November 2020 haben wir 75 Sammelabschiebungen gezählt und fast jeden Tag kommt eine neue dazu.

Wir rufen alle auf, gegen diese und alle Abschiebungen vorzugehen, denn sie sind eine klare Fortsetzung des faschistischen und kolonialen Grenzsystems, in dem wir leben.

Räumungstermin Meuterei 25.03.21 8 Uhr

*English below

 

Räumungstermin Meuterei
25.03.21
8Uhr
Aufruf zu dezentralen Aktionen

 

Seit Kurzem wissen wir, dass die Reichenberger Straße ab Mittwoch 15Uhr im Bereich um die Meuterei weiträumig zur Sperrzone erklärt wurde.

  • Reichenberger Straße zwischen Reichenberger Straße 140 Ecke Lausitzer Straße (einschließlich des Kreuzungsbereiches) und Reichenberger Straße 130 (einschließlich) sowie Reichenberger Straße 61 (einschließlich) und der
  • Lausitzer Straße zwischen Lausitzer Straße Ecke Reichenberger Straße (einschließlich des Kreuzungsbereiches) und Lausitzer Straße Ecke Wiener Straße (einschließlich Gehweg der Wiener Straße im Kreuzungsbereich)

 

Adbustings gegen Mieten- und Räumungswahnsinn

Die Werbevitrinen einer Berliner Bushaltestelle rufen zur #Mietenwahnsinn-Demo am Samstag und zu den Protesten gegen den Räumungsversuch der Meuterei am Donnerstag auf. Die profitorientierte Stadt zerstört Kiezkultur und erschwinglichen Wohnraum.

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