Antirassismus

Wenn Wissenschaft Antifaschismus zum Sicherheitsproblem erklärt - Über ein Gutachten von coreNRW

Die in Bonn angesiedelte Forschungsstelle „coreNRW“ hat in diesem Jahr ein 167 Seiten umfassendes Gutachten mit dem Titel „Linksextremismus im Umbruch“ (als PDF hier abrufbar) vorgelegt. „Connecting Research on Extremism in North Rhine-Westphalia”, also „coreNRW“ bezeichnet sich selbst als ein „wissenschaftliches Netzwerk, das sich mit den Bedingungen und Formen extremistischer Radikalisierung sowie wirksamen Gegenmaßnahmen beschäftigt“. Autor des Gutachtens ist der als „Extremismusexperte“ auftretende Berliner Professor Dr. Tom Mannewitz

Wenig überraschend zeigt sich bei Lektüre des Gutachtens, dass dieses weniger von einem offenen wissenschaftlichen Erkenntnisinteresse als von einer konservativen sicherheitspolitischen Perspektive getragen ist. Linker emanzipatorischer Aktivismus wird von Mannewitz ausschließlich als Beobachtungs-, Präventions- und Gefahrenobjekt analysiert. 

Gesellschaftliche Macht- und Herrschaftsverhältnisse geraten bei ihm aus dem Blick, bzw. werden psychologisiert. Im folgenden soll sich auf drei Kapitel des zwölf Kapitel umfassenden Gutachtens beschränkt werden. Die sprachliche Schlüsselkategorie dieser Versicherheitlichung ist der Begriff der „Entgrenzung“ (S. 42), der sich wie ein roter Faden durch das Gutachten zieht.

Tiefe Erschöpfung- ein Interview mit einer Philosophin - "Politische Bewegungen brauchen nachhaltige Formen des Engagements"

Viele Menschen erleben Krisen, Kriege oder soziale Ungerechtigkeit als einen Dauerzustand. Die Philosophin Dr. Marina Christodoulou beschreibt in ihrem Aufsatz „Zu einer Genealogie der ontologischen Erschöpfung“ einen Prozess, der von Irritation über Empörung bis hin zu einer tiefen Erschöpfung des Weltbezugs führen kann.

Am Anfang stehen Irritation und Empörung, nicht Erschöpfung. Doch wenn diese Empörung immer wieder ins Leere läuft, kann daraus eine tiefere Form der Erschöpfung entstehen. Eine Erschöpfung unseres Bezugs zur Welt und ebenso zum eigenen Handeln. Christodoulou nennt das „ontologische Erschöpfung“. Warum ist das mehr ist als Burnout und weshalb ist gerade die Fähigkeit zur Empörung auch ein Ausgangspunkt für Hoffnung.

RDL sprach mit der an der Constructor University in Bremen unterrichtenden Philosophin Marina Christodoulou über Irritation, Erschöpfung und Hoffnung.

Die Transkription des hier nachhörbaren Interviews, findet sich im folgenden. Die Fragen sowie Antworten sind jeweils auf englisch und deutsch nachzulesen.

 

14. Jahrestag der Revolution in Rojava

Heute am 19. Juli, haben wir uns die Straße genommen um den 14. Jahrestag der Revolution in Rojava zu würdigen. 

 

Diese Revolution hat gezeigt, dass Menschen sich organisieren und für Freiheit, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung eintreten, auch unter schwierigsten Bedingungen. 

 

Ihr Vermächtnis fordert uns heraus, Ungerechtigkeit nicht schweigend hinzunehmen, sondern entschlossen für Solidarität und die Würde aller Menschen zu kämpfen.

 

Antisemitismus auf dem Habitat Festival

Heute Mittag startet das Habitat Festival auf der Elbinsel Wilhelmsburg. Trotz anhaltender und breit geäußerter Kritik hält das Festival unbeirrt am Auftritt von Sama' Abdulhadi fest – und platziert sie ausgerechnet im prominentesten Zeitslot. 

Demo in Gedenken an Ferhat Mayouf

Gemeinsam mit den Genoss:innen von Migrantifa Berlin, Death in Custody, KOP Berlin, Free Mumia Berlin, Rote Hilfe Berlin und dem Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen Berlin rufen wir zur kommenden Demo auf, in Gedenken an Ferhat Mayouf. Wir teilen hier den gemeinsamen Aufruf.

(A-Radio) Libertärer Podcast Junirückblick 2026

Das A-Radio Berlin präsentiert den neuen Libertären Podcast mit dem Junirückblick 2026: unser ernster und satirischer Blick auf die Geschehnisse des Vormonats. Mit News aus aller Welt, Infos zu einem anarchistischen Raum in den sogenannten Philippinen, unserer Politik-Satire, einem Beitrag zur Bedeutung und Praxis von Schutzehen heute, Wo herrscht Anarchie, Musik u.v.m.

Erfolgreicher Protest gegen das faschistische Team Menschenrechte in Gostenhof

Am Montag den 06.07.2026 stellten sich 500 Menschen dem faschistischen Team Menschenrechte (TMR) entgegen. Mit Mehreren Gegenkundgebungen, Demonstrationen aber auch Blockaden, Farbbeutel, Eierwürfen und dem Einsatz von Feuerwerk und Rauch wurde der rechten Provokation eine Absage erteilt.

Erinnerung: Antwort auf „einige Gedanken“ aus der 94

Dieser Text hat u.a. ein spannendes Fazit. Zur Erinnerung, für Leute die ihn vielleicht lesen wollen und bisher nicht kannten.

(....) Es geht nicht darum, die Worte so einzusetzen, dass man den Feind besonders gut herabsetzen und angreifbar machen kann, und dafür den Freund schützens- und liebenswert. Es ist ein politischer Abweg, den Menschen und Geschehnissen in der Welt eine bestimmte Gestalt oder ein bestimmtes Aussehen zu geben, damit wir ihnen auch ein dementsprechendes Wesen geben können. Es ist sinnlos, auf der einen Seite mit „Israel – Apartheid, Zionismus, Siedlung, Genozid – Feind!“ zu arbeiten, als sei das ein Argument, auf der andere Seite dann zu versuchen dem „Israel – Schutzraum, einzige Demokratie, Sicherheit, Garant – Freund!“ entgegenzuhalten. Beides wird einen immer nur blind machen gegenüber dem, was dort passiert und den Menschen widerfährt. 

https://kontrapolis.info/11721/

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