Antirassismus

Aufruf zum Boykott des TÜWI: Solidarität gegen Täter-Opfer-Umkehr!

Wir rufen ab sofort zum konsequenten Boykott des TÜWI (Wien) auf. Ein Ort, der sich selbst als linker, emanzipatorischer oder kritischer Freiraum versteht, hat in den vergangenen Vorfällen bewiesen, dass patriarchale Dynamiken und institutionelle Gewalt dort schlussendlich reproduziert werden, anstatt ihnen solidarisch zu begegnen.

Was ist passiert?

Nach einem patriarchalen Übergriff / Männerangriff in den Räumlichkeiten des TÜWI hat sich eine FLINTA*-Person gegen den Angreifer gewehrt. Anstatt der betroffenen Person im Sinne einer konsequenten Awareness-Arbeit beizustehen und den Angreifer zur Verantwortung zu ziehen, passierte das Gegenteil:

  • Täter-Opfer-Umkehr: Gegen die FLINTA*-Person, die sich gegen die Gewalt gewehrt hat, wurde ein Hausverbot verhängt.

  • Falschbehauptungen: Der Vorfall wurde durch maßlos übertriebene und verdrehte Darstellungen im Nachhinein so umgedeutet, dass die Selbstverteidigung als Aggression denunziert wurde.

  • Kooperation mit den Bullen: Als wäre die Ausgrenzung der betroffenen Person nicht genug, zeigt das TÜWI immer wieder die Tendenz, bei Konflikten die Polizei zu rufen. Wer in vermeintlich linken Räumen die Cops ruft, bricht mit den fundamentalsten Prinzipien von Antirepression und kollektiver Selbstorganisation. Die Polizei schützt keine von patriarchaler Gewalt betroffenen Personen – sie gefährdet sie.

Unsere Forderungen und Konsequenzen

Ein Raum, der sich mit linker Kultur schmückt, aber im Ernstfall FLINTA*-Personen kriminalisiert, Falschbehauptungen vorschiebt und die Repressionsbehörden involviert, hat seinen Anspruch als „Safe Space“ oder solidarischer Ort komplett verspielt.

Wer Täter schützt, Betroffene ausschließt und mit staatlichen Organen kooperiert, muss mit kollektivem Widerstand rechnen. Die jüngsten direkten Aktionen gegen dieses täterschützende Verhalten haben gezeigt, dass die Ignoranz der Verantwortlichen nicht unbeantwortet bleibt – und sie waren möglicherweise erst der Anfang, wenn kein radikales Umdenken einsetzt.

Wir fordern:

  1. Die sofortige Rücknahme des Hausverbots gegen die FLINTA*-Person.

  2. Eine öffentliche Richtigstellung der Falschbehauptungen und eine transparente Aufarbeitung des Vorfalls.

  3. Ein klares, verbindliches und konsequentes Bullen-Verbot im TÜWI – Konflikte und Vorfälle müssen intern, emanzipatorisch und ohne staatliche Repressionsorgane gelöst werden.

Boykottiert das TÜWI!

Bis diese Punkte nicht erfüllt sind und ein grundlegendes Umdenken stattgefunden hat, bleibt das TÜWI für uns kein Raum mehr, den wir unterstützen, besuchen oder unkritisch belassen können.

  • Tragt den Protest hinein: Redet mit den Leuten, die dort arbeiten oder verkehren. Macht den Vorfall öffentlich.

  • Meidet den Konsum vor Ort: Unterstützt keine Strukturen, die patriarchale Gewalt durch Hausverbote gegen Betroffene decken.

Solidarität mit allen, die sich gegen patriarchale Angriffe wehren! Gegen Täter-Opfer-Umkehr und Cop-Kooperation in vermeintlich linken Räumen!

Deutschland: Über rechte Walrettungsversuche, Unterstützer- und Nutzniesser*innen (Abschluss einer Recherche)

Antifaschist*innen sollte es interessieren, wie es rechten Kreisen gelungen ist, sich ein emotionales Thema anzueignen und erfolgreich zu instrumentalisieren.

Digitaler Überwachungsstaat noch vor dem Sommer?

Aufruf zum breiten Widerstand gegen die Überwachungs-Gesetze der Bundesregierung

Die massiven Grundrechtseinschränkungen, die mit den erweiterten digitalen Ermittlungsbefugnissen und der Änderung der Strafprozessordnung kommen sollen, könnten nun als besonders eilbedürftig noch vor dem Sommer beschlossen werden. An den Bundesrat gingen angeblich am 1. Mai bereits die Drucksachen für die drei Gesetzesentwürfe. Nun sind sie öffentlich einsehbar und der Bundesrat ist angehalten, bis zum 12.6. Stellung zu beziehen. Die Innen- und Rechtsausschüsse beschäftigen sich am 27. und 28. Mai damit. Warum jetzt so schnell?

 

Noch 300 Meilen nach Gaza - Kyriakos X in der Freedom Flotilla

Das Segelschiff Kyriakos X, welches sich seit mehreren Tagen auf dem Weg Richtung Gaza befindet, ist jetzt zusammen mit vier Booten der Freedom Flotilla vom türkischen Hafen Marmaris aufgebrochen. Außerdem zusammen mit 33 weiteren Booten der Sumud Flotilla ist es derzeit noch ca. 300 nautische Meilen von Gaza entfernt. 

Frühling 2026: Klassenjustiz am Amtsgericht Freiburg

Ja! Sie haben sich entschuldigt. Ja, Ihre Lebensverhältnisse sind schwierig. Ja, Sie sind wohnungs- und arbeitslos. Ja, Sie sind drogenabhängig. Und ja, Sie sitzen schon seit drei Monaten in Untersuchungshaft. Aber Bewährung kriegen Sie trotzdem nicht. Dragoș Costache wird vom Amtsgericht Freiburg für weitere drei Monate in den Knast geschickt: wegen ein paar Flacons Parfum!

Wien: Antifaschistische Kritik an der Anti-ESC-Querfront

 Wir wollen mit diesem Text auf die Entwicklung hin zu einer Anti-ESC-Querfront hinweisen und die beteiligten linken Gruppen in dieser Hinsicht kritisieren.

Antiolympisches Schanzenfest Hamburg

Das Schanzenfest findet am 23. Mai vor dem Referendum zu Olympischen Spielen in Hamburg statt. Neben Ständen von Anwohner:innen und Initiativen gibt es eine Livebühne, Kundgebungen und inhaltliche Veranstaltungen gegen Gentrifizierung, Überwachung und Vertreibung und die Folgen olympischer Spiele. Zudem kündigen wir bereits zum jetzigen Zeitpunkt für den Fall, dass eine Olympiabewerbung nicht bereits durch das Referendum mit einem Nein verhindert werden sollte, ein Schanzenfest zu den Eröffnungsfeiern der Spiele 2036, 2040 oder 2044 an.

Als direkt betroffene Anwohner:innen von Sicherheitsarchitekturen und Umstrukturierungen wird unser Protest und Widerstand gegen olympische Spiele weitergehen. Insgesamt 20 der 33 geplanten Wettkampfstätten liegen direkt im Hamburger Stadtgebiet, 17 davon – also 85 Prozent – in einem Radius von nur sieben Kilometern rund um das Heiligengeistfeld. Was euphemistisch als Spiele der kurzen Wege beworben wird, bedeutet für alle, die hier leben, wochenlange Polizeieinsätze, Hochsicherheitszonen, Kontrollen, Aufenthaltsverbote, Kameras, Hubschrauber- und Drohneneinsätze. Die Wirklichkeit ist weit davon entfernt, ein olympisches Dorf zu sein. Und wir werden dieses nicht in Hamburg willkommen heißen.

Keine Bühne für den Holocaustleugner und Verschwörungstheoretiker Rolf „Ketan“ Tepel am 16.05. in Köln

Am kommenden Samstag, 16.05.2026 ab 19:30 bekommt der Verschwörungstheoretiker und Holocaustleugner Rolf „Ketan“ Tepel als „Talkgast“ bei der Veranstaltung „Wie geht Frieden? Peacewalk“ im Kölner Hinterhofsalon in der Aachener Str. 68 eine Bühne geboten.

Es ist nicht zu akzeptieren, dass hier einem Verbreiter von menschenverachtender, rassistischer und homophober Hetze eine öffentliche Plattform geboten wird.

 

Rolf „Ketan“ Tepel, gegen den wegen der Verbreitung „geschichtsrevisionistischer, antisemitischer und rechtsradikaler Inhalte“ ein lebenslanges Hausverbot für die KZ-Gedenkstätte Buchenwald besteht, fällt immer wieder durch das Teilen menschenverachtender Hetze auf Facebook auf.

Lasst uns nicht hinnehmen, dass dieser Hassprediger am Samstag mitten in Köln eine Bühne geboten bekommt!

 

Verbreitet den untenstehenden Beitrag weiter, fordert vom „Hinterhofsalon“ und „Neue Visionen“ die Ausladung Tepels oder macht vor Ort eurem Unmut Luft

 

 

(AC) Solidarität mit den ULM 5 - Die Kriegsmaschine angreifen -

Banner Mit dem Schriftzug Sabotieren Desatieren Krieg verweigern Free Ulm 5 darum Menschen und Pyrotechnik

 

 

Aus Aachen senden wir solidarische Grüße an die Genoss*innen Daniel, Zo, Vi, Crow und Leandra!

 

 

Buchvorstellung: Indigene Kämpfe in den Americas

Radiointerview mit Michael Koch vom Tokata e.V. aus der Rhein/Main Region über Indgene Kämpfe in den Americas

Seiten

Antirassismus abonnieren