Ökologie

STRONGER THAN CARPITALISM

Soli-Grüße an IAA-Gegner*innen

Eindrücke vomn den Lobau-Protesten

Bislang gibt es noch wenig subjektive Berichte vom Camp und der Besetzung im Zusammenhang mit der Lobau-Autobahn. Seit gut zwei Wochen gibt es in Hirschstetten ein legales Camp. Kurz darauf wurden drei Baustellen besetzt. An anderen Orten wird jedoch die Stadtstraße, die die Südosttangente mit dem neuen Stadtteil Aspern Seestadt und der noch zu errichtenden Lobau-Autobahn verbinden soll, weitergebaut. Momentan ist die Stimmung dort entspannt. Politik und Betreiber*innen warten wohl auf die kalte Jahreszeit in der Hoffnung, dass sich dann nur noch wenige Besetzer*innen dort befinden, und diese sich leicht räumen lassen.

Nachtrag IAA: BMW Niederlassung am Frankfurter Ring angegriffen

Schon am 8. September hat die SUV-Abteilung der BMW-Niederlassung am Frankfurter Ring großflächig Farbe abbekommen. Wir haben BMW während ihrer Greenwashing-Messe IAA als das geoutet was sie sind: Klimakiller und Ausbeuter. Die Bullen konnten ihre Ankündigung alle Autohäuser der Stadt zu schützen nicht einhalten. Auch Streifen im Minutentakt und patroullierende Securitys um die Prestigebauten BMW-Welt, Autohaus und Werk konnten die Aktion nicht verhindern.
BMW selbst hat noch am frühen morgen eine Hebebühne anschleppen lassen um die Fassade neu zu streichen. Trotzdem konnten eine Menge Pendler*innen sehen, dass trotz Belagerungszustand über München Angriffe auf Autokonzerne möglich sind und wir hoffen überstürzte Reinigung und das Streichen hat BMW ordentlich extra gekostet.
Autokapital enteignen!

MUC/IAA: MAN-Zentrale angegriffen

 

Heute, am Abend des Samstag, den 11. September 2021 sind wir mit ca. 30 Aktivist*innen im Kontext der Anti-IAA-Proteste zur MAN Zentrale in München-Schwabing gezogen und haben diese mit einem Dutzend Farbbeuteln angegriffen und eine Parole auf dem Boden hinterlassen.

 

[MUC]: Besuch bei VW-Vorstandsvorsitzendem Herbert Diess zuhause

 

Mitten im Münchener Glockenbachviertel besitzt Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, ein Haus mit Bar und bewohnt eine Wohnung. Im Zuge der IAA haben wir ihm einen Besuch abgestattet.

 

Das Anwesen wurde verschönert und die Anwohner*innen mit einem Plakat auf ihre unangenehme Nachbarschaft aufmerksam gemacht.

 

Sommercamp gegen Atomendlager in Lothringen

Ein Novum für die Umweltbewegung in Frankreich war die Anwendung einer von „Ende Gelände“ inspirierten „Fingerstrategie“, die den Aktionstag vom 21. August prägte. Freilich ohne das Korsett eines sogenannten Aktionskonsens, der in Deutschland gerne bemüht wird um vielfältige Formen des Widerstandes zu reglementieren.

Die IAA in München: Ein postfaschistisches Forum des Grünen Kapitalismus und seiner Technokraten

Werden da überhaupt Autos ausgestellt oder sind es vielmehr die Frauen(körper), die da zum Verkauf stehen? Wo immer die Bonzen-Autohersteller ihre neuesten Männerspielzeuge präsentieren, scheint dies von der Präsentation von Frauenkörpern begleitet zu werden. Kein Wunder, dass weibliche Körper in manchen Männerdomänen als „Fahrgestelle“ beschrieben werden. Da verwundert es fast ein wenig, dass manch ein Exemplar dieses autofanatischen Typus Mann nicht gleich das mechanische Vorbild seiner Phantasie besteigt. Wobei, wer weiß schon, was diese Typen in ihren Garagen den lieben langen Tag so treiben? Doch die Internationale Automobilausstellung (IAA) lässt sich nicht einfach als Forum für diese absonderliche Art von maskulinem Massenfetisch beschreiben. Zugleich stellte sie in der Vergangenheit ebenso ihren Charakter als Forum einer postnationalsozialistischen Politik und Wirtschaft unter Beweis, wie sie sich bereits als ein Instrument nationalsozialistischer Propaganda verdient gemacht hatte. Und während diese Charakteristika die IAA eigentlich durchgehend seit 1933 begleiteten, begannen sich an ihren Rändern schon vor Jahrzenten die weniger konservativen Vertreter*innen der technokratischen Fortschrittsideologie zu versammeln, jene grüne Fraktion an Kapitalist*innen, die uns heute nicht nur mit ihrer „Elektromobilität“ in den Ohren liegt, sondern die sich auch insgesamt anschickt mit ihrer oft transhumanistischen Ideologie so gut wie alle Branchen der Wirtschaft zu erobern und zunehmend auch die Politik hier und anderswo zu bestimmen.

Haan/Wuppertal: Noch stehen im Osterholz alle Bäume

Der Kampf um den Osterholzer Wald geht in seine entscheidende Phase. Waren all die bisherigen Demonstrationen, Informationsveranstaltungen, Waldspaziergänge und auch individuellen Beiträge zum Erhalt des auf Wuppertaler und Haaner Stadtgebiet gelegene Waldstück umsonst? Oder können wir schon bald gemeinsam unseren Erfolg feiern?

Bekenner*innenschreiben: metronom Nulltarifaktion Fake von Aktionsbündnis Freie Fahrt Voraus

Moin moin liebes metronom Team und liebe Fahrgäste,

am gestrigen Morgen, den 30.08.2021 haben wir wohl ein bisschen zu viel Chaos bei euch in euren Betriebsabläufen erzeugt. Neben zahlreichen Gästen haben uns Fahrgastbetreuer*innen, sogar der Betriebsrat des metronom und als Höhepunkt auch noch das LKA Hamburg angerufen. Das wir intern so viel auslösen, hätten wir nicht abgeschätzt und war nicht unsere Absicht.

Linke Solidarität Fluthilfe? Zwei Beiträge aus dem Rhein-Main Gebiet

In den vergangenen Wochen waren wir mit einigen Genoss:innen in den von der Flut betroffenen Gebieten, um konkret vor Ort Hilfe zu leisten und um eine politische Einschätzung zu bekommen. Im Vordergrund stand das konkrete Anpacken bei den Aufräumarbeiten, die Gespräche mit der lokalen Bevölkerung und ein Gefühl für eine der härtesten Katastrophen hierzulande zu bekommen. Das Bild vor Ort war für uns hart und durchweg schockierend. Zerstörte Häuser, Brücken, Autos und Infrastruktur. Die Stadt in der wir waren, wurde mit über 2 Metern innerhalb von 7 Minuten schwer getroffen. Wir hatten die Möglichkeit mehreren Familien beim Ausschaufeln von Kellern und Garagen zu helfen sowie beim Entkernen der Wohnung zur Hand zu gehen. Als organisierte Gruppe von rund einem knappen Dutzend waren wir dabei eine sehr willkommene Hilfe und uns wurde durchweg Dankbarkeit und Offenheit entgegen gebracht. Die Solidarität vor Ort war beeindruckend, überall fuhren Helfer:innen herum, wurden Versorgungsstationen aufgebaut und gemeinsam gearbeitet. 

 

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