Bundesgerichtshof verhandelt Rickenbach-Fall - War es doch Mord? Revision der Schwester von Mahdi ben Nacer vor Gericht

Ein Jahr nach dem Deal-Urteil im Rickenbach-Fall landet der Mord an Mahdi ben Nacer vor dem Bundesgerichtshof. Das Landgericht Waldshut-Tiengen hatte den Mordvorwurf vor einem Jahr ausdrücklich zurückgewiesen und Patrick E. wegen Totschlags verurteilt. Am 16.12.2025 verhandelte der Bundesgerichtshof die Revision.

Die Schwester des Getöteten, Zouleikha ben Nacer, lässt das Urteil prüfen. Vor dem Bundesgerichtshof wurde sie von dem Hamburger Rechtsanwalt Carsten Gericke vertreten. Dieser wirft dem Landgericht Waldhut-Tiengen gravierende Rechtsfehler vor. In Karlsruhe zeigte sich eine ungewöhnliche Allianz, denn auch die Bundesanwaltschaft hält das Urteil für angreifbar. 

Radio Dreyeckland war in Karlsruhe. Wir hören in dem Beitrag wie die Verhandlung lief und wie Rechtsanwalt Gericke die Revision begründet und was sich Zouleikha ben Nacer vom Bundesgerichtshof erhofft.

Solidarische Aktivist:innen waren vor Ort, im Saal und vor dem Gerichtsgebäude. Sie hatten ein Banner dabei und Plakate mit Mahdis Portrait

Radio Dreyeckland war ebenfalls im Gericht und beleuchtet in zwei Beiträgen die Perspektive der Schwester Zouleikha ben Nacers und der Solistruktur, sowie die juristischen Hintergründe des Falls.

Die Urteilsverkündung ist für Dienstag, den 13.01.2026, um 10:00 Uhr terminiert.

Und schon am Freitag, den 18.12.2025 findet in Freiburg auf dem Platz der Alten Synagoge eine Gedenkveranstaltung statt, die an Mahdis Tod errinert.

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