G20

Neuigkeiten von Loïc Citation - Hamburg G20

Wir dachten, dass französische Gefängnisse in ihrer kafkaesken Absurdität herausragen. Wir haben uns geirrt! Der deutsche Gefängnisdienst scheint in einer guten Position zu sein, um ihnen eine Lektion zu erteilen. Seit seiner Ankunft im Hamburger Untersuchungsgefängnis ist unser Freund täglich der Willkür der Regelwerke ausgesetzt, bei dem ihn die Undurchsichtigkeit mit dem Unglaublichen konfrontiert.
Ein Beispiel: Letzten Monat wurde Loïc mit einer Stunde der Isolation bestraft, weil er den Vögeln, die kamen, um an den Gitterstäben seines Fensters ein Hauch von Freiheit zu pfeifen, Brot gab. Brot, so scheint es, macht die mageren Vögel krank. Aber die guten Gefühle der Schließer führten sie nicht dazu, die Klingen vom Stacheldraht zu entfernen, der überall die Wände des Gefängnisses verziert und auf dem die Körper der manch unglückseeliger Sperlinge ruhen.

"Obwohl es die absurdeste und gemeinste Strafe meines Lebens war, konnte ich mir ein Lachen nicht verkneifen", schrieb Loïc in einem seiner Briefe.

“To our Compas in Buenos Aires“ #3 - about the G20 in Hamburg Now published as book in the 3 bilingual versions

244 pages (A5) with over 200 colored illustrations and many links (with QR-Codes) leading to videos and documents.

Price: 13,40 € including some money for antirepression costs in Buenos Aires. There are special conditions for bookshops (ask directly info@black-mosquito.org )

 

Deutsch / English

https://black-mosquito.org/de/to-our-compas-in-buenos-aires-uber-den-g20-in-hamburg-deutsch-englisch.html

 Français / English

https://black-mosquito.org/de/to-our-compas-in-buenos-aires-uber-den-g20-in-hamburg-francais-englisch.html

 Castellano / English

https://black-mosquito.org/de/to-our-compas-in-buenos-aires-uber-den-g20-in-hamburg-castellano-englisch.html

 

All versions are also free available as e-books

https://crimethinc.com/2018/09/28/to-our-compas-in-buenos-aires-a-full-retrospective-on-the-2017-g20-protests-in-hamburg

 

We also recommend urgently to visit the website of the protest alliance in Buenos Aires and think about solidarity actions during the summit (30.11., 1.12.) https://noalg20.org/

The international call for action has been translated into several languages: https://mejorsintlc.org/decimos-no-a-la-cumbre-del-g-20-en-argentina/

 

The final phrase in our book: We should never forget that it is not only the other side that is capable of unleashing unforeseen forces. We too can expand our strength in a momentum that we did not previously consider possible.

 

Take care Compas

 

“To our Compas in Buenos Aires“ #2 - about the G20 in Hamburg

This time without any short links and with cool readable versions in only one language and the bilingual (with English) versions as well.

Dieses Mal ohne Short links und mit besser lesbaren einsprachigen Versionen. Die mit Englisch kombinierten Versionen sind hier ebenfalls abrufbar,

Zur Auslieferung von Loïc Citation an die deutschen Behörden

 

Auslieferung

Wenn einer fehlt, so soll man ihn bestrafen.
Doch Richter sollens tun,
die ohne Groll die Böcke von den Schafen
zu sondern wissen.
Und die Leidenschaften ruhn. 
 
Wenn einer fehlt, so soll man ihn bestrafen.
Doch nicht vor einem fremden Kriegsgericht,
und nicht nach nationalen Paragraphen.
So geht das nicht.
 
Es rufen Hetzer, Schreier aus dem Kriege
mir viel zu laut.
Durch ihren Wahnsinn stürzt bis auf die Wiege,
was wir gebaut. 
 
Ihr habt den Sieg. Müßt ihr euch in ihm wälzen?
Könnt ihr nicht menschlich sein?
Wir aber rufen euch, kommt ihr zu uns auf Stelzen:
ein glattes Nein!
 
Theobald Tiger
 

 

Von Hamburg nach Bure – der lange Arm der politischen Justiz – Solidarität mit Loic Citation

Von Bure nach Hamburg

Am 18. August wurde unser Freund und Gefährte, Gärtner und Poet, Bruder und Mitstreiter Loic von Sondereinheiten der Bullen in Nancy festgenommen. Diese setzten einen Europäischen Haftbefehl gegen ihn durch, der Aufgrund seiner vermeintlichen Beteiligung an den Hamburger Riots während dem G20-Gipfel verhängt wurde. Nach drei Monaten im Untergrund beendeten die Repressionsbehörden die Freiheit unseres Freundes beim Versuch seine Angehörigen in seinem Heimatort anzutreffen.

 
Loic sitzt seither im Knast in Nancy-Maxéville. Ihm droht eine Auslieferung aufgrund „schwerer Straftaten“ während der Proteste gegen die mächtigsten VerbrecherInnen, DespotInnen, Wahlfälscher*innen und Kriegstreiber*innen dieser Welt. 
 

„Ermittlungserfolge“, oder viel heiße Luft, Manipulation und Lügengebilde?

Vorwort von Peter L.

Der Folgende Text von Einigen von United We Stand demonstriert, dass die Repression gegen unsere Strukturen nach wie vor auf wackligen Beinen steht. Sie ist mächtig und wirkungsvoll, wenn wir wie Lämmer zur Schlachtbank gehen. Sie ist es nicht, wenn wir unsere Mittel nutzen, um nicht in die Defensive zu gelangen. Im Kampf gegen Repression gehören dazu einige Dinge, die nicht so offen auf der Hand liegen wie solidarische Aktionen. Auch wenn man schon vor Gericht gezerrt wird, ist noch längst nicht alles verloren. Wir können z.B. Verfahren in die Länge ziehen und damit den gesamten Justizapparat blockieren, wie die Genoss_innen im untenstehenden Text eindrücklich aufzeigen. Lasst uns das tun! Auch in Berlin hat sich beim Prozess gegen Isa gezeigt, dass es Sinn macht, Deals nicht anzunehmen, die den Prozess vorzeitig und meist mit hohen Strafen beenden. Ich schlage vor, dass alle Angeklagten bei den G20-Prozessen versuchen, mindestens 3 Gerichtstage in Anspruch zu nehmen. Egal wie unbedeutend der Vorwurf auch sein mag. Unsere Anwält_innen sollen jedes Detail bis ins Kleinste auseinandernehmen.

G20 Hamburg – Fragmentarische Anmerkungen zu Repression, Autonome und Atomisierung

Der Knast ist ein einsamer Ort. Aber auch ein Ort, an dem es möglich ist, neue Verbindungen einzugehen, dem Allzubekannten neue Erfahrungen hinzuzufügen. Verschwörungen aus der Taufe zu heben, sich existentiell ins Verhältnis zum Bestehenden zu setzen. Für manch einen, der anpolitisiert in jungen Jahren Bekanntschaft mit diesem Ort der Reglementierung machte, wohnte in der Folge diesem Ort kein existenzieller Schrecken mehr inne, griff der Abschreckungsgedanke des Systems künftig ins Leere.

HH: Solidaritätsaktion gegen bundesweite Repression

Gestern Abend hat in der Roten Flora in Hamburg, als Reaktion auf die bundesweiten  Festnahmen und Durchsuchungen, eine Vollversammlung stattgefunden.Dort wurde von Teilnehmer*innen beschlossen noch am gleichen Abend ein spontanes Zeichen der Solidarität mit denen, die seit dem G20 Gipfel von Repression betroffen sind und den vier Genoss*innen, die gestern ins Untersuchungsgefängnis gebracht worden sind, zu setzen.

G20 Sonderausschuss, Razzien und Widerstand

Am Dienstag den 29.05. fanden unmittelbar vor einer Anhörung des G20 Sonderausschusses in mehreren europäischen Ländern zeitgleich Durchsuchungen und 7 Festnahmen von linken Aktivist*innen statt. Nach Aussage der Polizei fanden die Durchsuchungen auf Grundlage der Öffentlichkeitsfahndung, der Auswertung von Videomaterial und DNA-Proben statt.
Polizeipräsident Meyer äußerte zur Motivation der Durchsuchungen, ob und wieviele Festnahmen es würden, darauf käme es nicht an: Die Aktion wenige Tage vor dem Sonderausschuss im Schanzenviertel solle vor allem zeigen, dass der Arm der Hamburger Justiz von Deutschland aus durch ganz Europa reiche. Mailand oder Madrid - Hauptsache Italien. Stadtteilaktivist*innen und autonome Gruppen rufen inzwischen dazu auf, am Donnerstag den 31. Mai ab 16:30 zum Ort des Sonderausschusses, dem ehemaligen Ausweichcamp an der Johanniskirche zu kommen und dort auch selbstorganisiert Solidarität mit den Betroffenen der aktuellen Durchsuchungen und Festnahmen in Europa im Zusammenhang mit dem G20 zu demonstrieren. Die Wiese muss wieder zum Zeltplatz werden! Im Folgenden ein Artikel zu den Hintergründen.

Sollen sie doch Kuchen essen

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