Antifa Ost Prozess

Die Stille nach dem Zusammenstoß- zur Situation von Henry aus dem Antifa-Ost-Verfahren

Es war ein sonniger Dienstag im August, wir saßen zusammen, nach einem weiteren von über 50 Prozesstagen im Dresdner Antifa-Ost-Verfahren und Thema war auch Henry A. Er war an diesem Tag nicht zum Prozess erschienen, denn wegen akuter Suizidalität war er in eine Psychiatrie eingewiesen worden. Vier Tage später sollte er von einer S-Bahn überrollt werden.

 

 

05.02.2026 / 18. Prozesstag / Antifa-Ost-Komplex

Der Prozess beginnt um 9:39 und endet ca. 14 Uhr frühzeitig. Es sind ca. 16 solidarische Menschen anwesend, wenig Presse und zwei Neonazis. Bei dem einen handelt es sich um Marvin Wolf, während der andere nicht eindeutig identifiziert werden konnte. Aber es sich wahrscheinlich um Kevin Noeske handelte. Parlamentarische Beobachter*innen waren (zumindest sichtlich) keine vor Ort. Des Weiteren befinden sich im Zuschauer*innenraum rotierend immer ca. 4-5 Justizbeamt*innen. Die Nebenklage ist durch die Anwält*innen Schneidrs, Thomas, Wippert und Hammer vertreten.

26.02.04 / 17.Prozessbericht / Antifa-Ost-Komplex

Die Verhandlung beginnt um 09:35. Zu Beginn wird der Antrag der Nebenklagevertretung auf komplette Akteneinsicht genehmigt. Die Verteidigung legt hiergegen Beschwerde ein. Die Herausgabe der entsprechenden Akten muss warten, bis das Gericht über die Beschwerde entschieden hat. Falls das Gericht wieder zustimmt, besteht die Möglichkeit, eine Beschwerde beim Bundesgerichtshof einzulegen.

Neonazis beim zweiten Antifa Ost Prozess

Zu Beginn des Prozesses ist es auch Zeit über Neonazis im Verfahren zu reden. Einige davon sind bereits im ersten Antifa Ost Prozess beteilligt gewesen, da sich die Vorwürfe teilweise doppeln. Gut aufgearbeitet sind diese Personalien auf der Seite soli-antifa-ost.org.

Nicht mehr in der Anklage enthalten ist Enrico Böhm.

Neben bekannten Beteilligten, die auch schon im ersten Verfahren auftraten, sind neue Gesichter hinzu gekommen. Dazu gehören vier Neonazis aus Dessau-Roßlau, die im Jahr 2019 auf dem Rückweg von einem Naziaufmarsch angegriffen wurden. René Diedering und Alexander Weinert waren am ersten Prozesstag in Dresden mit anwaltlicher Begleitung vor Ort. Und hinzu gekommen sind zwei Mitglieder der neonazistischen Neuen Stärke Partei aus Erfurt, die in der Nähe ihrer Wohnung attackiert wurden.

Zu den bisher bekannten Personen haben wir einige Informationen zusammen getragen.

 

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