Weltweit

Albocasser, Spanien: Gefangener in Isolationshaft getötet

Manuel Fernández Jíménez

 

Ein toter Gefangener des Albocásser-Gefängnisses (Region Castellon, Valencia, Spanien) weist Spuren starker (heftiger) Misshandlungen auf. Die Gefängnisverwaltung weigert sich die Familie über die Umstände aufzuklären.

 

 

 

Radiobericht aus Berlin: Demo gegen Repressionshilfe Deutschlands an die Türkei und für die Freiheit von Gülaferit Ünsal

Gefangenenkämpfe verlaufen stürmisch, ähnlich wie das Wetter am vergangenen Wochenende. Trotzdem demonstrierten ca. 100 Berliner*innen am Samstag anläßlich eines rassistischen Übergriffs in der JVA für Frauen in Lichtenberg für die Freiheit von Gülaferit Ünsal. Sie ist eine politische Gefangene, die nach dem Gesinnungsparagraphen § 129b auf Ersuchen der Bundesanwaltschaft von Griechenland ausgeliefert und hier zu 6,5 Jahren Haft verurteilt wurde. Und dass, obwohl sie als anerkanntes Folteropfer aus der Türkei in Griechenland zuvor politisches Asyl genoss. Die Bundesrepublik leistet nach wie vor Gefälligkeitsdienste an den türkischen Machthaber Erdogan und macht sich in Europa zu dessen Repressionshelfer.

Katalonien: Innenansichten eines gesellschaftlichen Umbruchs

Radio Aktiv Berlin

Nur wenige Stunden nach der parlamentarischen Abstimmung zur Unabhängigkeit Kataloniens vom spanischen Staat berichtete Hans Laubek am 27. Oktober 2017 im Berliner Lokal der Freien Arbeiter*innen Union (FAU) über seine Eindrücke während des Referendums am 1.10. sowie des darauf folgenden Generalstreiks. Er war in dieser Zeit sowohl  mit Aktivist*innen der linksrevolutionären und nationalistischen Partei CUP als auch der syndikalistischen Gewerkschaft CNT in Barcelona unterwegs, welche beide für sehr unterschiedliche Haltungen stehen. Er gab einen detaillierten Überblick über die Gemengelage der sich teilweise widersprechenden Ansätze, die sich zwischen den extremen Polen Nationalismus und Selbstorganisation bewegen und sich in ihrer Ablehnung der staatlichen Repression und der postfrancistischen Oligarchie treffen. 

,,Wir können uns darauf einigen, dass wir alle AntirassistInnen und AntifaschistInnen sind‘‘ - Ein Interview mit den GenossInnen von RASH Bogota

Red and Anarchist Skinheads (RASH) ist eine Strömung in der Skinhead-Subkultur, die ihre Ursprünge in der antirassistischen Gegenbewegung Skinheads Against Racial Prejudice (SHARP) aus den USA hat und denen ein schlichter Antirassismus zu wenig war. Weltweit organisieren sich linke Skinheads über politische Grenzen hinweg in kulturpolitischen Gruppen. Auch in Kolumbien, einem Land mit einem 50-jährigen bewaffneten Konflikt zwischen linken Guerilla-Gruppen und dem Staat bzw. seinen ultrarechten paramilitärischen Gruppen, gibt es eine lebendige Skinhead-Szene, in der politische Themen eine besondere Brisanz haben. Während seines letzten Aufenthalts in Kolumbien hatte unser Redakteur Jan Schwab die Möglichkeit, mit einem Mitglied von RASH Bogota ins Gespräch zu kommen.

"Die Revolution ist großartig, alles andere ist Quark"*

Boris Kustodijew, Der Bolschevik (1920)

100 Jahre Oktoberrevolution! Am 25. Oktober 1917 übernahm das Militärisch-Revolutionäre-Komitee Petrograds die Macht in St. Petersburg. Damit wurde der erste große Versuch zum Sozialismus eingeleitet. Wir sagen: Danke! Und richten unseren Blick nach vorne.

Bundesweite Aktionswoche gegen Amazon geplant

Linke Gruppen rufen für die Woche vom 20. bis 26. November zu einer bundesweiten Aktionswoche unter dem Motto „Make Amazon Pay“ auf. Sie wollen mit Veranstaltungen und Aktionen in verschiedenen deutschen Städten die anhaltenden betrieblichen Auseinandersetzungen in verschiedenen Amazon Standorten europaweit unterstützen.

„Sinnlos sterben? Komm zu uns!“ Bundeswehr-Adbustings zum Festakt des Tag des Peacekeepings

Adbusting zu Tag des Peacekeepings

Anlässlich des Festaktes zum sogenannten „Tag des Peacekeepers“ interventionierte das Straßenkunst-Kollektiv „Name bitte hier einfügen“ mit veränderten Bundeswehrplakaten rund um den Veranstaltungsort in Moabit.

[Amsterdam] Oudesiem ist verstorben

Mit großer Trauer haben wir gehört, dass Ouwe Siem, der seit Jahrzehnten in jedem besetzten Haus in den Niederlanden und auch in anderen Ländern bekannt ist, letzte Woche an den Folgen einer Hirnblutung verstorben ist.

Zwischen Faschisierung, Elitenzwist und Widerstand. Die Türkei seit dem Referendum

Weit verbreitet ist die Auffassung, Erdoğans Diktatur würde ewig währen. Wer etwas genauer hinschaut, sieht, dass die Türkei zerrissen wird von Auseinandersetzungen zwischen den Eliten, gesellschaftlichem Widerstand und Krisen. Eine systematische Analyse.

[Rojava]: Tötet die Projektionsflächen in eurem Kopf! - Oder: Eine solidarische Kritik am Mythos Rojava in der deutschen radikalen Linken

 

Um Rojava und die kurdische Bewegung ranken sich in der deutschen Linken einige Mythen. Mal wird der bewaffnete Kampf romantisiert, mal die Selbstverwaltung unter Ausklammerung anderer wichtiger Aspekte der Bewegung verklärt. Redakteur Geronimo Marulanda vom re:volt magazine versucht sich an einer solidarischen Kritik des Mythos Rojava und warnt vor der Wiederholung der Fehler eines vergangenen Internationalismus.

 

Seiten

Weltweit abonnieren