Griechenland

Gewehrsalven gegen Flüchtlinge - Die Junta ist zurück in Griechenland

Fußgängerverbot in Exarchia!

Der Gedenkmarsch in Athen zum Aufstand im Polytechnio 1973 scheint eine weit grössere Beteiligung zu haben als in den letzten Jahren, dreifach größer als letztes Jahr, auch die Blöcke der Antiautoritären und Anarchisten waren 3 Mal stärker, gleichzeitig kam es zu ersten Zusammenstössen mindestens in Patra und Salonika und in Exarchia, als die Bullen ihre Razzien erweiterten und nicht bei Squats stehen blieben, sondern Mieter in ihren Wohnungen rund um den Exarchia-Square überfielen und auf Balkonen und Dächern wüteten. Um den Protest der Bürger Exarchias zu erschweren, haben die Schweine einfach ein Verbot für Fußgängerverkehr in Exarchia erlassen!
Kontinuierliche Ticker Updates die ganze Nacht:
https://translate.google.com/translate?sl=auto&tl=en&u=https%3A%2F%2Fath...

Gleichzeitig wird bekannt, daß die griechische Küstenwache ein Boot mit 37 syrischen und somalischen Flüchtlingen an Bord 200 Meter vor der Küste von Chios 20 Minuten lang mit insgesamt 100 Kugeln beschossen hat
https://enoughisenough14.org/2019/11/17/syrian-refugees-greek-coast-guar...
Dazu wird sich auch was in türkischer Presse finden lassen, denn das Boot ist jetzt in Izmir

Der Bullenstaat wütet und Deutschland schläft wie immer, stellt euch wenigstens vor die Konsulate und schickt Fotos!

No Peace in Greece

Demo in Athens 14.11.2019

Nach der derben Enttäuschung von Syriza haben Anarchisten und Linke massenhaft die griechischen Neuwahlen im Juli boykottiert und damit der CDU/CSU-Schwesterpartei „Nea Demokratia“ zum Comeback verholfen. Viele meinten: Ach, die machen doch eh nur den gleichen Scheiß, ist doch egal wer regiert.... Jetzt wird den Leuten klar: schlimmer geht immer.

     

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First they take Exarchia...

Riotcops, Spezialeinheiten, Hubschrauber: Die rechte Regierung Mitsotakis in Griechenland ließ heute morgen eine staatliche Repressionsarmada im linken Athener Stadtteil Exarchia auffahren, um Besetzungen von Refugees räumen zu lassen. Das Signal für das Wiederaufflammen des Kampfes wurde gegeben.

„Ich werde in Exarchia aufräumen“ Der staatliche Plan gegen die „brutale Anarchie“ im widerständigsten Stadtteil Europas

Hurra, neue Regierung! Alles soll mal wieder anders und neu – vor allem besser werden. Die Wirtschaft soll aufwärts gehen, die jungen Griech*innen, die ins Ausland vor der Krise geflohen sind, wieder ins Land geholt und alte verlorene, durch die linke Parenthese zertretene Werte wieder auf die nationale Agenda gesetzt werden. Und Griechenland soll endlich ein sicheres Land werden. Polizei aufrüsten. Bandenkriminalität bekämpfen. Geflüchtete räumen. Anarchisten verjagen. Wo im Land, in dem die Demokratie erfunden wurde, kann dies besser exemplarisch auf einen Schlag vollzogen werden, als im dunklen Athener Anarcho-und-Junkie Stadtteil Exarchia. Sofortiger Regierungswechsel und wir säubern dieses gottverdammte Loch. Die Operation läuft an. Der Aktionsplan steht. Mitsotakis lächelt in die Kameras. Noch.

Athen: Knickt der Staat vor dem dezentralen Konzept der Bewegung ein?

 

Seit dem 2. Mai befindet sich Dimitris Koufontinas im Hungerstreik gegen das Veto der Staatsanwaltschaft, ihm (erneut) Hafturlaub zu gewähren. Im Gegensatz zu seinem letzten Hungerstreik ist eine extrem massive Welle der Solidarität entstanden. Gründe sind neben seinem schlechten Gesundheitszustand – er ist auf einer Intensivstation – auch der Umstand, dass die Staatsanwaltschaft mit Rechtsmitteln die Lockerungen jeder/s beliebigen Gefangenen blockieren kann.

 

 

Broschüre: Erklärungen aus dem anarchistischen Raum in Griechenland 2018

Übersetzungen von Texten aus einer Phase von Angriffen auf Polizeistationen, den Straßenschlachten am 17. November und 6. Dezember 2018 in Griechenland. Wer sich für die Hintergründe interessiert, kann sich die Broschüre als Pdf herunterladen.

Ein Dezember zum Erinnern, um ihn (damit) zu Vergessen

Der griechische Aufstand von 2008 war ein “Bild aus der Zukunft”. Lag diese Zukunft in der Vergangenheit oder wird sie noch kommen?

Guy Debord schrieb, dass das Erscheinen von Ereignissen, die nicht von uns verursacht wurden, uns zwingt, uns des Vergehens der Zeit bewusst zu werden. Aber was ist mit dem Verhältnis zwischen dem Lauf der Zeit und den Ereignissen, die wir tatsächlich geschaffen haben? Ich bin versucht zu sagen, dass dies uns stärker belastet. Wie sonst kann man dieses prägnante Gefühl des Unbehagens erklären, wenn ich merke, dass bereits zehn Jahre seit der Revolte vom Dezember 2008 in Griechenland vergangen sind? Ein ganzes Jahrzehnt ist seit dem schicksalhaften Samstagnachmittag vergangen, als ich bei einem Kaffee und Cognac mit einem alten Freund diesen Anruf erhielt: “Ein Kind wurde gerade in Mesologgiou erschossen.”

Griechenland: 10 Jahre nach den tödlichen Schüssen auf Alexis Grigoropoulos – Ein Blick in eine andere Welt

Von dem Moment an als der 14-jährige Alexis Grigoropoulos am 6. Dezember 2008 von einem Bullen niedergeschossen wurde, änderte sich die Gestalt, das Wesen, ja die Erscheinungsform der Gesellschaft in der griechischen Hauptstadt und in vielen anderen Städten sowohl auf dem Festland als auch auf vielen Inseln. Die Dynamik der Wut der Leute auf den Staat und seine bezahlten Killer drückte sich unmittelbar und klar aus: In Athen, einer europäische Metropole, blieb keine Bullenstation unbeschädigt, keine Bankfiliale funktionierte mehr, bei Handelsketten, Banken und öffentliche Gebäude wurden Feuer gelegt. Hunderte von Luxusautos gingen in Flammen auf, die Ausstellungsräume der Autohändler wurden zerstört. Die Straßen waren mit brennenden Barrikaden blockiert worden und Hundertschaften der Aufstandsbekämpfungsbullen wurden von den Revoltierenden in die Flucht geschlagen.

Warum und wie die Goldene Morgenröte unter uns weilt

Der folgende Text war 2015 von Anazopyrosi [ein griechisches Wort, das sowohl Wiederaufleben als auch Wiederauferstehung bedeutet] geschrieben worden (aber erst 2016 veröffentlicht), ein libertäres Kollektiv, das in den beiden Vorstädten Athens Nea Ionia und Iraklio aktiv war, sich 2016 auflöste und wovon wir Teil waren. Wir entschieden uns, ihn auf Englisch zu übersetzen für Genossen im Ausland, da die gängige Erzählung über die Goldene Morgenröte (GM) dazu tendiert, einige Aspekte der GM beiseite zu lassen, die wir für wesentlich halten, um ihren Aufstieg und Niedergang zu interpretieren. Das hat mit den etablierten linken Parteien und Organisationen zu tun und es ist mit den Prozessen gegen die GM klar geworden. Die GM ist in der Tat eine kriminelle Organisation wie es die Linke behauptet. Um diesen kriminellen Charakter der GM zu unterstreichen, sprechen diese Linken allerdings fast nur über ihren illegalen Aktivismus auf der Strasse wie Angriffe gegen Einwanderer und Antifaschisten. Doch die kriminellen Aktivitäten der GM beschränken sich nicht darauf: Ihre zentralen kriminellen Aktivitäten waren jene in Beziehung mit der Mafia, den kriminellen Fraktionen des Kapitals. Die GM scheint in Menschen-, Drogen- und Waffenhandel involviert zu sein. Diese Dimension findet man nirgends im Prozess gegen die GM, weil sie ihre Beziehungen zu einigen der mächtigsten griechischen Kapitalisten und ihre kriminellen Aktivitäten offenlegen würde (hier findet man die Prozessakten des Prozesses gegen die GM, die mafiösen Aktivitäten fallen v.a. durch ihre Abwesenheit darin auf). Die im Prozess involvierten linken Organisationen schweigen grösstenteils zu diesem Aspekt, entweder aus Angst oder aufgrund ihrer jeweiligen politischen Agenda – während vielen Jahren war die antifaschistische Bewegung gegen die GM aufgrund des allgemeinen Rückgangs anderer Aspekte des Klassenkampfes das einzige, was viele linke (und anarchistische und andere) Organisationen am Leben erhielt.

Der Titel des Textes ist eine Parodie einer Bücherreihe eines griechischen rechtsradikalen Verschwörungstheoretikers Warum und wie sie unter uns weilen, die antike Griechen, Ausserirdische, Engel, Illuminati, Juden, Putin, moderne Geopolitik und vieles mehr in einer derart lächerlichen Mischung kombiniert, dass sie einem auf einen Acidtrip mitten im Weltraum katapultiert.

Die Fussnoten waren nicht Teil des Originaltextes. Wir fügten sie hinzu, um einige Dinge einigermassen zu erklären, die in Griechenland als hinlänglich bekannt betrachtet werden.

Ein Freiluftgefängnis am Rande Europas

Faschistische Angriffe auf Refugees, Lesbos

Tausende Menschen auf der Flucht sind auf der griechischen Insel Lesbos eingesperrt und kommen nicht weiter. Die rassistischen und faschistischen Übergriffe und Politiken vor Ort nehmen zu, aber auch die Solidarität mit den Refugees. Der gemeinsame Widerstand muss sich jedoch auch gegen die Verursacher von Kriegen und Krisen richten und ist notwendig antiimperialistisch.

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