Potsdam-Babelsberg/Brandenburg

Alte Post in Babelsberg soll wieder Hippster-Ort werden

Die "alte Post" in Potsdam-Babelsberg soll mit Leben gefüllt werden, doch darin stecken Gentrifizierung und Turbokapitalismus für einen alten Kiez und eine Person, die genau jenen Turbokapitalismus verkörpert.

20 Jahre Räumung der „Breiti“ in Potsdam-Babelsberg

In wenigen Tagen jährt sich der 20. Jahrestag der Räumung der Breiti. Mit diesem Artikel wollen wir alle motivieren, angemessen an die Breiti und die Räumung zu erinnern.

Gegen Coworking Space und Hippster-Lifestyle

Ideen zum entstehenden Coworking Space in Potsdam-Babelsberg, die einhergehende Veränderung und Verdrängung

Wieder der Reaktion in Potsdam und Überall!

 

Gegen die Dekadenz und Ignoranz!

 

 

 

Die letzten Jahre haben gezeigt dass in Potsdam Stadtentwicklung immer nur gegen die Menschen betrieben wird - egal ob sich Bürgerinitiativen gründeten, es breite Proteste gab, oder massenhafter Zulauf zu Bürgerbefragungen.

 

Demokratische Abstimmungen wurden ignoriert, ihre Ergebnisse ins Gegenteil verkehrt oder einfach gleich gänzlich verhindert.

 

Prominenteste Beispiele dafür sind Garnisonkirche, Stadtschloss und Fachhochschulabriss.

 

Also eigentlich der gesamte Umbau der Potsdamer Innenstadt.

 

Gegen Sachargumente und soziale Aspekte siegte immer das Kapital, was wahrlich nicht sonderlich überraschend ist im Kapitalismus.

 

Besonders pervers sind allerdings zwei Aspekte in Potsdam.

 

Einerseits die scheinbare demokratische Beteiligung mit der sich Potsdam immer wieder rühmt aber zu nichts anderem dient als die Protestierenden mürbe zu machen um darauf zu setzen, dass der Verwaltungsapparat einen längeren Atem hat als lohnabhängige Aktivist_innen.

 

Und andererseits die Unterwerfung jeglicher Stadtgestaltung unter ein rückwärtsgewandtes Geschichtsbild. Also die totale Rekonstruktion der ehemaligen preußischen Residenz- und Garnisonstadt.

 

So als wäre aus dem preußischen Geist nicht der schlimmste Krieg der Menschheitsgeschichte entsprungen, der zu seinem Ende hin quasi an seine Wiege zurück fand und auch hier seine deutlichen Spuren hinterließ.

 

 

 

Nun verlässt die reaktionäre Raserei Potsdams barocke Innenstadt und rückt den Sport- und Erholungseinrichtungen im Babelsberger Park mit Abrissbaggern zu Leibe.

 

Aus ökologischer, ökonomischer und sozialpolitischer Perspektive spricht jegliche Restvernunft gegen die Ausgabe von min. 8 Mio. Euro um einen Weg um 50Meter auf seinen historischen Verlauf zu verschieben.

 

Aber Argumente wurden in den letzten Monaten und Jahren von verschiedenen stadtpolitischen Gruppen zu genüge vorgetragen und perlten an der ideologisch verbohrten Stiftung Preußische

 

Schlösser und Gärten (SPSG) und den verantwortlichen in Politik und Verwaltung ab.

 

 

 

Der Park Babelsberg war ein Projekt des Herrscherhauses Preußens und konnte seine Pracht nur entfalten durch die Ausbeutung der unterdrückten Klassen.

 

Niemand käme aber deshalb auf die Idee dieses architektonische Gesamtkunstwerk zu schleifen und beispielsweise Äcker auf den Flächen einzurichten.

 

Vielmehr ist es zu begrüßen dass er nun zum Wohle und Erholung der gesamten Bevölkerung dient – gerade auch durch die Möglichkeit dort Sport zu treiben und baden gehen zu können.

 

Wenn aber reaktionäre Funktionäre das Rad der Zeit wieder zurück drehen und die ehemals königlichen Parks wieder zu einem elitären Projekt machen und somit die Bedürfnisse der Mehrheit hinten runter fällt, dann ist es Zeit zu kämpfen!

 

 

 

Die SPSG und die Stadt Potsdam seien gewarnt die Parolen der letzten Wochen die im Stadtbild und den Parks immer wieder auftauchten, entfernt und totgeschwiegen wurden, ernst zu nehmen.

 

Ihr seid angreifbar!

 

Seien es eure Büros, Fuhrparks, Tochtergesellschaften oder letztendlich die Schlösser und Parks.

 

Denn welchen Sinn hat die noch so schöne Kunst wenn sie nicht mehr allen zur Verfügung steht?

 

 

 

Strandbadabriss = Schlösserbrand - SPSG sozialisieren!

 

 

 

Autonome Wasserratten

 

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