Weltweit

Es war unser Frühling

Am 16. März 1978 verübten türkische Faschisten einen Anschlag auf die Istanbuler Universität, sieben Menschen starben. Die Folge: Die revolutionäre Linke erstarkte und vertrieb die Faschisten aus Istanbul. Ein Genosse, der den Anschlag überlebte, über eine Generation der Würde.

Covid 19 und Militanz

An alle militanten zusammenhänge, aktivist*innen und menschen mit herz. Erhaltet eure handlungsfähigkeit. Stellt euch auf ausgangsperren ein. Unterlauft sie.

DAS CORONAVIRUS UND DER AUSNAHMEZUSTAND

Es fällt zunehmend schwer in diesem Land noch kritisches, abweichendes von sich zu geben. Abweichend in dem Sinne, dass das was man sagt oder schreibt, überhaupt noch einen Adressaten findet inmitten der allgegenwärtigen Lähmung und Begriffslosigkeit. Angst und Ohnmacht haben sich tief eingeschrieben in die Seelen der (scheinbaren) Gegner des Empires und so wie im Trauma Splitter des Unterbewusstseins von Täter und Opfer verschmelzen, so gibt es nur noch eine Verhandlungsmasse über die Tatsache, die Barbarei nicht allzu schmerzlich ausfallen zu lassen. Angst und Ohnmacht sind nicht nur schreckliche Gefühle, sie produzieren aus der Not heraus, die sich aus ihrer bloßen Existenz, aus ihrem Erleben ergeben, auch jede Menge Dummheit. Wer sich nicht mehr in der Lage sieht, sich zu verteidigen, zu behaupten, wird alles daran setzen, den existentiellen Widerspruch zwischen den eigentlichen Wünschen und Sehnsüchten und dem realen Leben zu negieren, zu verdrängen. Die individuelle Neurose wird zur allgegenwärtigen gesellschaftlichen Realität, die alles auslöschen will, ja scheinbar auslöschen muss, was abweicht. Wobei sich jegliche linke Kritik an der Abweichung in der Regel subtilerer Mechanismen bedient, der oder die Abweichler als Familienmitglied behandeln wird/werden, den oder die man doch in einem höheren Interesse entweder wieder in die Reihen zurückzuholen, oder wenn gar nicht mehr helfen solle, eben zu verstoßen habe.

Umso tröstlicher fällt der Blick über die Grenzen. Nicht nur, weil inmitten des sich etablierenden Pandemie Faschismus Knäste in Brand gesteckt und Massenflüchte organisiert werden (Italien) und das Zusammenrottungsverbot missachtend Tausende durch Paris ziehen und sich über Stunde Kämpfe mit den Bullen liefern, sondern auch und besonders, weil es noch Köpfe gibt, die in der Lage sind, Abweichendes zu denken und zu veröffentlichen. Tiqqun stellte schon vor Jahren die Frage, wo angesicht von Kybernetik und Kontrollgesellschaft jenes Rauschen zu produzieren sei, dass eine Störung zu verursachen in der Lage sei, die nicht als Information – und erst recht nicht als Widerstand – von den Apparaten ausgewertet werden könne.

Dieser Tage erschien nun der Text “Das Coronavirus und der Ausnahmezustand” auf Lundi Matin, die folgende (sinngemäße) Übersetzung erfolgte unter der dankbaren Inanspruchnahme der englischsprachigen Version, die auf autonomie.org erschien:

CORONA-KRISE – LASST UNS DIE SOLIDARITÄT ORGANISIEREN!

Wir brauchen den Kapitalismus nicht, um zu überleben! Es gibt genug Geld, Mittel und Ressourcen, um alle Krisen zu überwinden, ein gutes, gesundes und sicheres Leben für uns alle zu ermöglichen.

Und wenn all das nicht geschieht, dann müssen wir selbst dafür sorgen.

Is Moscow Death Brigade for me?

Russians against Fascism banner in 2019

Moscow Death Brigade (MDB) is a band well known in Germany. Russian antifascists singing against homophobia, sexism, racism and for everything good. I rarely met people from western european left who didn't like them. It became quite annoying to answer every person the question what i think about the band. So the decision was made to write a text.

[S] Kneipenabend zum Tag der politischen Gefangenen

Am 18. März ist der Tag der politischen Gefangenen - in vielen Städten wird er zum Anlass genommen, sich innerhalb der linken Bewegung mit politischen Gefangenen und dem Thema Knast auseinanderzusetzen. Dieser wird für viele AktivistInnen immer aktueller.

Kommt zum Kneipenabend:

Mittwoch, 18.03., 18 Uhr

Linkes Zentrum Lilo Herrmann

(A-Radio) Libertärer Podcast Februarrückblick 2020

Seit dem 12.03.2020 ist der neue Libertäre Podcast mit dem Februarrückblick 2020 online: unser ernster und satirischer Blick auf die Geschehnisse des Vormonats. Mit einem Beitrag zum ersten feministischen Kongress in Polen, einem Interview mit Radio Durchbruch zu ihrer Knastarbeit, einem Beitrag zu Community Accountability und Transformative Justice, Wo herrscht Anarchie, Musik u.v.m.

Eindrücke aus Lesbos / 04.03.2020

Eindrücke einer Krankenschwester auf Lesbos vom 04.03.2020 zur aktuellen Situation vor Ort.

Wütende Bande gegen Macker und Patriarchat

In der Nacht vom 7. auf den 8. März haben weltweit Frauen, Lesben, Inter-, Nichtbinäre- und Trans-Personen den feministischen Frauenkampftag wütend und mit viel Lärm eingeläutet. Auch in Lüneburg haben wir mit etwa 50 FLINTS* unsere Wut entschlossen auf die Straße getragen. 1,5 Stunden sind wir als Sponti vermummt, mit viel Rauch, lärmenden Kochtöpfen und Spaß durch die Innenstadt und angrenzende Wohngebiete gezogen. Auf Transparenten und über Parolen forderten wir “Frauen, Lesben, Inter, Nichtbinär und Trans heraus zum Frauenkampftag”; “riots not diets”; “keine Frau ist illegal, hier und jetzt und überall” und das Ende des Patriarchats.

Angriff auf Vonovia in Nürnberg am 8. März

Inspiriert durch die kämpferische Demo zum Internationalen Frauenkampftag in Nürnberg haben
wir in den Abendstunden des 8. März mehrere Transporter des Konzerns Vonovia angegriffen. In
verschiedenen Teilen der Stadt haben wir Reifen zerstochen und Fahrzeuge großflächig mit Farbe
verziert, um sie fürs Erste unbrauchbar zu machen.

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