Katalonien

Katalonien: Innenansichten eines gesellschaftlichen Umbruchs

Radio Aktiv Berlin

Nur wenige Stunden nach der parlamentarischen Abstimmung zur Unabhängigkeit Kataloniens vom spanischen Staat berichtete Hans Laubek am 27. Oktober 2017 im Berliner Lokal der Freien Arbeiter*innen Union (FAU) über seine Eindrücke während des Referendums am 1.10. sowie des darauf folgenden Generalstreiks. Er war in dieser Zeit sowohl  mit Aktivist*innen der linksrevolutionären und nationalistischen Partei CUP als auch der syndikalistischen Gewerkschaft CNT in Barcelona unterwegs, welche beide für sehr unterschiedliche Haltungen stehen. Er gab einen detaillierten Überblick über die Gemengelage der sich teilweise widersprechenden Ansätze, die sich zwischen den extremen Polen Nationalismus und Selbstorganisation bewegen und sich in ihrer Ablehnung der staatlichen Repression und der postfrancistischen Oligarchie treffen. 

FAU-Katalonien-Veranstaltung heute (Freitag) zu „Nationalismus und Emanzipation“

 

Im Moment höchster Aktualität führt die Basisgewerkschaft Freie Arbeiterinnen- und Arbeiterunion (FAU) am heutigen Freitag ab 19:30 Uhr eine Veranstaltung zum Katalonien-Konflikt durch. Referieren wird Hans Laubek, der am 1. Oktober bei dem verbotenen Referendum in Barcelona war.

 

…auch unser Katalonien

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Uns erreichen jetzt täglich neue Informationen und Berichte aus Barcelona, auch von direkt dort beteiligten Aktivist*innen, Freund*innen und Verwandten. Die Berichterstattung der Medien hier spiegelt hingegen leider nur einen kleinen Teil dessen, was da jetzt los war und ist. Und vor allem wird der Konflikt scheinbar unvermeidlich schon Anfang nächster Woche in eine weitere, vermutlich sehr extreme Eskalationsstufe gehen.

 

Anarchist/innen festgenommen

Kasa Muntanya Barcelona

Politisch herrscht kalter Krieg zwischen der spanischen und der katalanischen Regierung, doch wenn es um Repression geht, klappt die Zusammenarbeit nach wie vor hervorragend. Vor Tagen wurden in Barcelona elf Personen festgenommen, sieben Frauen und vier Männer, denen “terroristische Umtriebe“ nachgesagt werden und die u.a. uruguayischer, italienischer und österreichischer Nationalität sind. Ausgerechnet an dem Tag, an dem der ehemalige Ministerpräsident Pujol wegen Steuerhinterziehung angeklagt wurde, fanden die Verhaftungen statt, verbunden mit umfangreichen Razzien. Die Rede war von “anarchistischem Terrorismus“, die Festgeommenen sollen verantwortlich sein für eine lange Reihe von Anschlägen, deren Konsequenzen jedoch an keiner Stelle erwähnt werden. Die Repressionskräfte drangen in drei Sozialzentren ein und nutzten die Gelegenheit, in umfangreichem Stil Material aller Art mitzunehmen, das mit dem Fall mitgroßer Wahrscheinlichkeit nichts zu tun hat. Zudem betroffen waren zwei libertäre Zentren in den Stadtteilen Sant Andreu und Poble Sec.

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