Repression

BASC – BUDAPEST ANTIFASCIST SOLIDARITY COMMITTEE [Gründungserklärung]

Das Solidaritätsbündnis Budapest Antifascist Solidarity Committee – BASC – hat sich gegründet, um den Betroffenen beizustehen, die im Kontext der Vorfälle in Budapest der Repression ungarischer und deutscher Behörden ausgesetzt sind. Wir möchten die Deutungshoheit über das Geschehene nicht länger staatlichen Institutionen sowie rechten und bürgerlichen Medien, vor allem in Ungarn und Deutschland, überlassen. Uns geht es darum, einer linken Perspektive auf die Vorkommnisse den notwendigen Raum zu geben. Hierbei möchten wir uns, nebst inhaltlicher Analyse und Debattenbeiträgen, auch mit praktischer Unterstützung im Rahmen des kommenden Verfahrens einbringen.

 

Bremen: Überwachungsfahrzeug mit versteckter Kamera enttarnt

 

Am 26.08.23 wurde ein behördliches Überwachungsfahrzeug in Bremen entdeckt. Der weiße VW-Bus beobachtete den öffentlich beworbenen Treffpunkt des Sommerfestes der Kämpfenden Jugend.

 

50 Jahre Widerstand und Repression

1973 Militärputsch, 2019 Aufstand und heute?
Veranstaltung mit Aktivist*innen aus Chile

El Golpe militar de 1973, el Estallido Social de 2019 y el Chile de hoy.
Cinco compañerxs de Chile nos hablan sobre 50 años de resistencia y represión.

Freitag, 29. September, 19 Uhr, Linkes Zentrum Lilo Herrmann

1312 Gründe zu Treten - Graffiti

Graffiti in Augsburg wegen des Prozesses nach der 1312 Demo

„Euer Gericht hält uns nicht auf“ – Prozessbericht vom 25.08.2023

Am 25.08.23 fand ein kurzer erster Prozesstag gegen eine Genossin statt, der vorgeworfen wird, bei zwei von ihr angemeldeten Versammlungen nicht ausreichend auf diese eingewirkt zu haben, um Straftaten zu verhindern. Zuvor erhielt die Angeklagte Strafbefehle in Höhe von 5850 Euro, gegen diese legte sie Widerspruch ein, weshalb es zur Hauptverhandlung kam. Vorschlag des Gerichts war, dass die Angeklagte die Strafe annimmt, aber diese etwas gesenkt wird. Dieses akzeptierte sie und ihre Verteidigung nicht. Nun wird, voraussichtlich ab Frühjahr 2024, ein umfangreiches Gerichtsverfahren folgen.

„Euer Gericht hält uns nicht auf“ – Prozesserklärung vom 25.08.2023

Nachfolgend veröffentlichen wir die Prozesserklärung, welche die Angeklagte am ersten Verhandlungstag abgegeben hat.

 


Heute stehe ich vor Gericht, weil mir meine Tätigkeit als Anmelderin zweier Demonstrationen vorgeworfen wird. Konkret lauten die Vorwürfe, dass ich bei der „Autonomen Antirepressionsdemo“ unter dem Motto „Eure Gewalt hält uns nicht auf“ am 31.10.2020 als Anmelderin zu keinem Zeitpunkt auf die Teilnehmer*innen eingewirkt haben soll, nachdem diese unter anderem Pyrotechnik abgebrannt haben sollen und dass ich bei der Kundgebung „Autonome Kiezdemo: Kampf den Faschist*innen in Uniform“ am 13.12.2020 nicht verhinderte, dass sich aus der Kundgebung heraus Menschen trotz Auflagen in Bewegung setzten und dabei Pyrotechnik abbrannten; außerdem, dass ich bei dieser Gelegenheit im weiteren Verlauf des Abends eine Bierflasche in der Hand gehabt haben soll.

 

Free Jo! - Feuerwerk an der JVA Ravensburg

Seit einem Jahr sitzt der Antifaschist Jo in Ravesburg in Haft. Deshalb waren wir an der JVA Ravensburg um unseren Freund und Genossen mit Feuerwerk zu grüßen.

In diesem Jahr ist viel passiert: neben dem Anlaufen der Spendenkampagne "unbezahlbar" wurde Jo im Rahmen der Silvesteraktivitäten an der JVA Offenburg gegrüßt.

Am 18.03. dem Tag der politischen Gefangenen gab es eine Bustour zu 4 JVAs in Württemberg, darunter der in Ravensburg.

Im April wurde ein Solitattooevent organisiert, bei dem Tätowierer:innen aus verschiedenen Städten in Stuttgart verschiedene Motive stachen, die Spenden kamen dabei Jo zu Gute.

Anfang des Jahres verfasste er zusammen mit 33 anderen Gefangenen einen Brief an die Presse gegen die unhaltbaren Zustände in der JVA.

Mit einer Kundgebung vor den Toren des Knastes unterstützten Aktivist:innen die Forderungen und trugen diese an die Öffentlichkeit.

Die Anstaltsleitung kam auf Grund dessen in Erklärungsnot gegenüber der Presse und ruderte zumindest teilweise zurück.

Dieser Kampf wird auch momentan weitergeführt, da der Knast einige der erkämpften Forderungen wieder rückgängig machen möchte.

 

Jo wurde aufgrund einer Auseinandersetzung mit Faschisten des rechten Betriebsprojekt "Zentrum" im sogenannten "Wasen Verfahren" zu einer 4,5 jährigen Haftstrafe verurteilt.

Unterstützt die Solikampagen "Antifa bleibt notwendig" und spendet Geld an die Spendenkampagne. Denn auch hinter Gittern sind unsere Gefangenen nicht allein!

Post an Jo:

Rote Hilfe Stuttgart

Böblingerstraße 105

70199 Stuttgart

Stichwort Jo

Freiheit nach 27 Jahren!

 

Was für aufregende erste Stunden und Tage in Freiheit. Nach fast 27 Jahren wurde ich am 29.08.2023 entlassen.

 

 

 

Berliner Geheimdienst-Chef beobachtet Putin-Gegner*innen, sagt aber nicht warum

Spektakulärer Showdown im Geheimdienst-Ausschuss des Abgeordnetenhauses: Geheimdienst-Boss Michael Fischer gab zu, dass die Antimilitaristische Aktion Berlin vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Angesichts einer Kundgebung der Antimilitaristischen Aktion Berlin vor dem Abgeordnetenhaus und kritischer Fragen des Abgeordneten Niklas Schrader (Linke) legte Fischer noch einen drauf: Auch seiner persönlichen Auffassung nach seien die im Verfassungsschutz-Bericht aufgeführten Aktionen gegen den russischen Angriffskrieg nicht verfassungsfeindlich. Den eigentlichen Grund für die Beobachtung könne er jedoch nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit im „Geheimraum“ nennen. „Der Geheimdienst-Boss windet sich geradezu peinlich aus der politischen Verantwortung“, sagt Jan Hansen, Sprecher*in der Antimilitaristischen Aktion Berlin, dazu. Was die Gruppe mache, könne man öffentlich auf einem Blog mit fast 200 Beiträgen nachlesen. „Nichts davon begründet eine Beobachtung durch den Inlandsgeheimdienst. Statt das offen zuzugeben, versteckt sich Herr Fischer vor der öffentlichen Kritik lieber im Geheimhaltungsraum."

Das Gefangenen Info 447 ist erschienen!

Titelblatt Gefangenen Info 447

 

Liebe Leserinnen und Leser,

wir melden uns mit der dritten Ausgabe für dieses Jahr... Dass wir im Verzug sind tut uns leid, wir hoffen, dass die satte Zahl von fast 50 Seiten von Euch als Entschuldigung angenommen wird. Wie schon gewohnt drucken wir an dieser Stelle noch ein paar kürzere Meldungen ab und wünschen Euch viel Spaß beim lesen...

 

 

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