Kolumbien

[Kolumbien] Das ABC der juristischen Inszenierung gegen Jesús Santrich

Mit diesem Artikel wollen wir einen Überblick über die Situation des Genossen und Freundes Jesús Santrich geben, der sich als Führungsperson der FARC wegen einer juristischen Inszenierung in Haft befindet. Diese Situation ist ausschlaggebend für Unmut und Zweifel am derzeitigen Friedensprozess in Kolumbien.

Was bleibt vom Frieden?

Mehr als zwei Jahre nach dem Friedensabkommen der aufständischen Bewegung FARC und der kolumbianischen Regierung zeichnet sich ein düsteres Bild ab. Ein kurzer Überblick vom Solidaritätsnetzwerk Kolumbieninfo.

Ein Kampf um Frieden und Würde

Im Mai vergangenen Jahres gingen in Buenaventura, der wichtigsten Hafenstadt Kolumbiens am Pazifik, Hunderttausende auf die Straße, um für ihre Rechte und gegen die grassierende Korruption zu kämpfen. Zum Jahrestag konnten Felix Broz und Jan Schwab sich ein Bild der Lage vor Ort machen.

Ohne den Staat: Kolumbianische Bauern beseitigen Koka-Pflanzungen

Während der kolumbianische Staat Jahr für Jahr seine hochgesteckten Ziele zur Beseitigung von Koka verfehlt, haben KleinbäuerInnen im Osten Kolumbiens die Beseitigung der Pflanze selbst in die Hand genommen. Ohne Besprühungen mit Chemikalien, ohne Einsatz der Armee und die übliche Gewalt, die mit den staatlichen Offensiven einhergeht, haben sie die Koka-Pflanzungen im Departamento Arauca durch Nutzpflanzen zu ersetzt. Die Regierung war ihnen dabei nicht behilflich, im Gegenteil. Eine Übersetzung von Christopher Altgeld.

Appell: „Frieden steht über den eigenen Interessen“

Der Nationale Politische Rat der Alternativen Revolutionären Kraft des Volkes - FARC mit einem Appell an die Bevölkerung zur Verteidigung des Friedens in Kolumbien

Solidarität mit Jesús! Von Auslieferung bedrohter FARC-Führer im Hungerstreik

Das hochrangige Mitglied der neuen kolumbianischen Linkspartei FARC (Fuerza Alternativa Revolucionaria del Comun) Jesús Santrich wurde am Montag Abend Ortszeit in seinem Haus in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá verhaftet. Ihm wird vom us-amerikanischen Anti-Drogen Geheimdienst DEA vorgeworfen, in der Zeit nach Abschluss des Friedensvertrags mit der Regierung über das Sinaloa-Kartell in Mexiko Kokain in die USA geliefert zu haben. Er soll nun an die USA ausgeliefert werden. Die Führung der Linkspartei FARC und Santrich bestreiten die Anschuldigungen, die sie als konstruiert bezeichnen, um den Friedensvertrag und die in ihm enthaltene Sondergerichtsbarkeit, sowie die politische Beteiligung der neuen Partei zu unterminieren. Die Anschuldigungen fallen zusammen mit dem Besuch des US-Vizepräsidenten Mike Pence am kommenden Sonntag und in die Nähe der Präsidentschaftswahl in Kolumbien in einem Monat. Nachfolgend das Statement der FARC und des Inhaftierten, publiziert via Facebook.  

 

Angriff auf den Friedensprozess in Kolumbien

Am Montag Abend wird der führende FARC-Aktivist Jesús Santrich von der kolumbianischen Staatsanwaltschaft festgesetzt. Er soll an die USA zur Verurteilung wegen angeblichem Drogenhandel ausgeliefert werden. Warum das den Friedensprozess attackieren würde schildert unser Redakteur Jan Schwab.

Eine Niederlage für die gesamte kolumbianische Linke

Die Wahlen in Kolumbien wurden zur Niederlage für die ehemalige Guerilla und jetzige Linkspartei FARC- jedoch auch für die restliche Linke des südamerikanischen Landes. Unser Redakteur Jan Schwab aus Bogota mit einer Analyse zu den gesellschaftlichen Ausgangsbedingungen des Wahlausgangs.

[Kolumbien] Stille der Regierung zu Morden an sozialen Anführern

Trotz eines Friedensabkommens nimmt die Zahl der Angriffe und Morde auf politische Aktivisten zu - die Regierung schweigt

Streik und Repression in Kolumbien

Nach den erfolglosen Gesprächen zwischen den Bauern und der Regierung in den letzten Jahren haben die verschiedenen Gruppen und Bewegungen, vereint im „Cumbre Agraria, Campesina, Étnica y Popular“ nun einen weiteren nationalen Streik ausgerufen. Die Streiks werden mittlerweile im ganzen Land militarisiert.

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