Bochum / NRW

Diakonie und Stadt Bochum setzen Jugendprojekt nach Naziangriffen auf die Straße und brechen ihr Wort

Haldi 47

Als am 15.10.2022 das leerstehende Gebäude an der Haldenstraße 47 durch uns als junge Aktivist*innen besetzt wurde, konnte schnell eine Einigung mit der Diakonie Ruhr als Eigentümerin gefasst werden: Wir dürfen so lange bleiben und den Leerstand nutzen und gestalten bis der Bau eines neuen Diakonie Wohnheim startet. Nachdem es zu Angriffen durch gewaltätige Neonazis – u.a. durch Steven Feldmann – kam, wurde der Baubeginn für den 01.05.2023 angesetzt. Das beliebte und viel genutzte Freiraum Projekt Haldi 47 wurde deswegen – wie abgesprochen – freiwillig durch die Aktivist*innen geräumt. Heute, 4 Jahre nach der Besetzung in 2022, ist nicht viel passiert. Unsere geliebte Haldi 47 wurde dem Erdboden gleich gemacht, aber ein neues Wohnheim der Diakonie entstand nicht. Stadt Bochum und Diakonie haben ihr Wort gebrochen und uns ohne Alternative auf die Straße gesetzt ohne den Raum selbst zu nutzen. Ob dies mit den Angriffen der Neonazis zusammenhängt bleibt fraglich.

[Bochum] Nachlass zu unserem verstorbenen Genossen Uwe

In den frühen Morgenstunden des 03. Februar 2024 ist unser lieber Freund und Genosse Uwe – einigen auch bekannt als Heval Botan – im Alter von 70 Jahren im Hospiz in Herne verstorben. Er war nicht nur Teil der Band Compania Bataclan, sondern auch in mehreren politischen Gruppen engagiert.

Haldi 47 – In Bochum wurde ein Haus besetzt!

Am 15.10.22 haben wir das ehemalige AWO Wohnheim an der Haldenstraße 47 besetzt.

Wir halten diese Besetzung für ein legitimes Mittel auf die derzeitigen Krisen zu reagieren: eine verheerende Wohnraumknappheit, besonders im sozialen Wohnungsbau, steigende Kosten in allen Lebensbereichen, ob nun Essen, Heizung oder Gesundheitsversorgung, eine ungerechte Verteilung der Kosten dieser Krise.
Viele Menschen stehen bald vor der Entscheidung: Eine warme Wohnung oder einen vollen Teller. Von Kultur- und Freizeitaktivitäten, die meist nicht umsonst sind, können viele nur noch träumen.

Diesen Problem wollen wir uns mit direkter Aktion statt komplizierten Maßnahmenpaketen entgegenstellen.
Dieses Haus, das seit Jahren leersteht und von der Stadt Bochum zwar als Unterkunft vorgehalten, aber verfallen gelassen wird, wollen wir ab jetzt mit Euch gemeinsam nutzen.

Zum Beispiel:
als Wohnraum
als Begegnungsstätte der Nachbarschaft
als Raum zur Vernetzung zur gegenseitigen Hilfe in der Krise oder zur Organisation von Protest
als kreativer Freiraum
zum gemeinsamen reparieren, werkeln, gärtnern, Anträge ausfüllen, Hausaufgaben machen etc.
als Ort an dem in Zukunft Lebensmittel geteilt werden und gemeinsam gekocht werden kann
als Treffpunkt für Eure Gruppe
und und und….

Kommt vorbei und gestaltet die Haldi 47 mit uns gemeinsam!

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