München

[M] Pegida-Gegner in U-Haft – Statement der Kampagne NoBagidaMcc

Flagge zeigen gegen Rassismus und Repression – Freiheit für den inhaftierten Antifaschisten

 

Während der Proteste gegen den Münchner Pegida-Ableger am vergangen Montag verhafteten Zivilbeamte der Münchner Polizei einen antirassistischen Demonstranten aufgrund eines angeblichen Verstosses gegen das bayerische Versammlungsgesetz. Der Pegida-Gegner sitzt aktuell noch (Stand Donnerstag, 23.7 15:00) immer in Untersuchungshaft, obwohl das ihm vorgeworfene Delikt eine Bagatelle darstellt.

 

[MUC] G7: Proteste zeigen erste Erfolge!

Entschlossener Protest gegen G7

Am heutigen Donnerstag, dem 4.6. versammelten sich laut Polizeiangaben ca. 34 000 friedliche Aktivist_Innen am Münchener Stacchus um gegen die unerträgliche Troika Politik der G7 zu demonstrieren. Das Anmelder Bündnis geht von bis zu 60 000 Teilnehmer_Innen aus. Bereits gestern konnte durch entschlossenen Widerstand der Münchener Schlachthof für mehrere Stunden lahmgelegt werden, wodurch erfolgreich ein Zeichen gegen die mörderische Konsumpolitik der Fleischindustrie gesetzt wurde. In Garmisch-Partenkirchen erstritten Aktivist_Innen das Recht ein Protest Camp stattfinden zu lassen und somit die Möglichkeit unseren Protest an die Grenzen des G7 Bunkers, auch genannt Schloß Elmau, zu tragen. Solidarisch zeigten sich ebenfalls die streikenden Erzieher_Innen in München und Umgebung.

MUC: Zu den Protesten gegen Bagida am 12.1.15

Mehr als 20.000 Menschen demonstrierten am 12.1.2015 gegen die rassistische Veranstaltung Bagida in München. Antifas und zivilgesellschaftliche Gruppen gingen sehr entschlossen gegen den komplett abgegitterten Marsch und das gewalttätige Polizeiaufgebot vor. Mit 1500 Teilnehmenden  war Bagida de facto der größte hiesige Naziaufmarsch seit 1997. Unter ihnen war auch Andre Eminger, einer der Hauptangeklagten im NSU-Prozess. Neben der Zusammenfassung der Ereignisse wollen wir eine kurze Analyse anreißen.

2015: Siko, EZB, G7 und IMK

 

 

Die Mobilisierung für die Großdemo gegen die NATO-Kriegskonferenz ist gleichzeitig ein Ausblick auf ein Jahr des Widerstands im Reich einer Bestie. Deutschland ist eines der bedeutendsten Industriestaaten der Erde – Krieg und Kapitalismus nehmen von hier aus ihren Weg in alle Welt auf.
Also beenden wir Krieg und Kapitalismus auch genau hier!

Sicherheitskonferenz: FightSiKo ++  Mobilisierungsseite ++ Jugendaufruf ++ Jugendblock >> 7. Februar | EZB: Blockupy ++  Aufruf ++ Wikipedia ++ FAU-IAA  >> 18. März |  G7: Stop-G7-Elmau ++ in der TAZ  >> 6-7. Juni | IMK: Wikipedia ++ NO-IMK ++ Stop-watching-us ++ auf Facebook (!) ++ Bleiberecht >> 10.-11. Dezember

[MUC] Fotos: Hungerstreik-Camp am Sendlinger Tor & Räumung

Das Hungerstreik-Camp der etwa 35 Flüchtlinge wurde am fünften Tag gewaltsam durch etwa 500 Polizist_innen geräumt.

Nach einem 5-tägigen Hungerstreik und zugleich am ersten Tag des Durststreiks von etwa 35 Flüchtlingen wurde deren Zeltlager am Sendlinger-Tor-Platz am späten Mittwochabend geräumt. Mehrere Hundertschaften der Bereitschaftspolizei und des USKs stürmten den Platz gegen 22 Uhr, umzingelten die Zelte und kesselten Supporter_innen. Die meisten der Hungerstreikenden waren jedoch bereits kurz vor dem gewaltsamen Zugriff auf nahegelegene Bäume geklettert und suchten dort Schutz vor der Polizei.

Hochaufgelöste Fotos und ausführlicher Bericht hier: https://www.flickr.com/photos/128414175@N07/sets/72157647155801724/

Freising: Anti-Betriebsrat-Seminar gestört

Aktion gegen Schreiner-Seminar

 

 

Wieder mal veranstaltete die einschlägig bekannte Anwaltskanzlei Schreiner am 25.11. eines ihrer Anti-Betriebsrat-Seminare im Dorint Hotel Freising bei München. Und auch diesmal wieder nicht ohne lautstarken Protest von Gewerkschaftsaktivisten vor der Haustür. Solange bis Schluss ist mit den Schreiner-Seminaren!

 

 

MUC: Refugee-Hungerstreik und geplante Nazi-Provokation

Seit Samstag befinden sich am Sendlinger Tor in München etwa 30 Refugees im Hungerstreik. Der verzweifelte Protest richtet sich gegen das restriktive Asylsystem in Deutschland und die Bedingungen unter denen Asylsuchende in Deutschland leben müssen, wie die Unterbringung in sogenannten Gemeinschaftsunterkünften und die Verwehrung grundlegender Rechte. Nun planen Münchner Nazis für Freitag eine Kundgebung in unmittelbarer Nähe durchzuführen.

[MUC] Neonazi-Spitzel enttarnt

Über Monate hinweg verkehrte ein jugendlicher Neonazi, der sich allen gegenüber als "Simon" vorstellte und als Wohnort "Petershausen" angab, insbesondere in Münchner Antifa-Kreisen und auf antifaschistischen Demonstrationen - oftmals an vorderster Front. Er versuchte vor allem, private Kontakte zu Aktivist_innen zu knüpfen und dadurch ebenso private Informationen wie Namen und Wohnorte, aber auch Szeneinterna in Erfahrung zu bringen. Auf dem von der "Freien Netz Süd"-Nachfolgerorganisation "Der Dritte Weg" veranstalteten Neonazidemonstration am Samstag im oberfränkischen Wunsiedel marschierte er nun neben verurteilten Rechtsterroristen wie Karl-Heinz Statzberger (Umzugshelfer aus Markt Schwaben) und Thomas Schatt (Brauer aus München) und hielt ein Hochtransparent des III. Wegs in die Luft.

M: Mitarbeiter_innenzeitung bei MAN aufgelöst

Nach über 4 Jahren Intervention ins Geschehen im MAN-Werk München, haben wir die unabhängige Mitarbeiter_innenzeitung aufgelöst. Aus verschiedenen Gründen ist eine Weiterführung nicht möglich. Was bleibt sind Erkenntnisse, die wir eigentlich schon vorher hatten, ein wenig Hoffnung und Skepsis gegenüber dem Handeln vieler Leute in der radikalen Linken.

Zum 1. Mai 2010 brachten wir die erste Ausgabe raus und bis zuletzt erhöhte sich die Zahl auf 19 Ausgaben und einer Kampagne. Während anfangs vor allem über das MAN interne Geschehen geschrieben wurde und nur eher weniger Aufklärung stattfand, wurde das mit der Zeit anders. Die Schlussfolgerungen, die wir mit der Zeit ziehen konnten, wurden dabei den Leser_innen ebenfalls vermittelt. So zum Beispiel, dass man einfach keine Forderungen stellen braucht, denn man erkennt damit die Herrschenden als solche an und bekommt am Ende nur krumme Kompromisse.

Es ist essentiell, den eigenen Alltag als revolutionären Ort und Zeit anzuerkennen. Wer das Leben in Arbeit, chillen und Politik aufteilt, hat wohl noch nicht begriffen (oder will es nicht begreifen), dass alles was wir machen, in diesem kapitalistischen System passiert. Wer brav arbeiten geht und danach bisschen Politik macht, wird selbst die eigene Lebenssituation in der kapitalistischen Verwertung nicht ändern können. Egal ob in der Fabrik, einem Büro oder im sozialen Bereich, jegliche Lohnarbeit hält das System aufrecht. Wir wollen damit nicht sagen, dass jetzt alle ihre Arbeit kündigen müssen und hartzen sollen, auch wenn das das Konsequenteste wäre. Doch wer meint „Politik“ nur in der Freizeit machen zu können oder aufgrund der Arbeit im sozialen Bereich eine bessere Lohnarbeit zu machen, hat das eigene Sein und Handeln im Kapitalismus nicht verstanden. Die Revolution ist durch unsere Intervention auch nicht ausgelöst worden, aber wir haben die Zeit unseres Lebens in der Arbeit nicht mund- und tatenlos hingenommen und dabei noch vielen Menschen die Augen geöffnet. Es sind eben jene Menschen, die meist lustlos in die Arbeit gehen und ihr Leben als gottgegeben und somit widerstandslos hinnehmen.

Nachdem die Gewinne vieler Unternehmen nicht mehr durch Expansion zu steigern sind, versuchen sie es immer aggressiver durch die Ausbeutung der eigenen Mitarbeiter_innen. Immer mehr Arbeiter_innen wehren sich aber durch passive formen des Widerstands. Nicht nur bei MAN machen viele Menschen krank, um sich eine Verschnaufpause zu gönnen. Bisher findet solch ein Widerstand aber leider nur individualisiert statt und ist für Unternehmen somit auch noch keine Gefahr. Viele Arbeiter_innen wollen nur sich selbst in eine angenehmere Situation bringen, sei es durch einen angenehmeren Arbeitsplatz oder eine hohe Abfindung. Auch die Gruppen, die eigene Listen für die Betriebsratswahl machen wollten, stellten sich bei der MAN als egoistisch heraus, die sich lediglich ein gemütlicheres und sichereres Arbeitsleben erhofft hatten. Und trotzdem geben uns all diese Aktionen Hoffnung. Denn als bei einem Aufruf zum wilden Streik viele mitmachten, war uns klar, dass es immer noch sehr viele Menschen gibt, die sich einen gemeinsamen, organisierten Widerstand wünschen. Die anerzogene Konsumhaltung muss überwunden, ein eigenständiges Denken und gemeinsames Handeln dafür erlernt werden. Und das ist genau der Punkt, wo wir als fortschrittlich und libertär Denkende eingreifen sollten.

Wenn wir es schaffen, dass die Menschen ihre Wut in gemeinsamen Widerstand umwandeln, dann ist das wahrhaftig revolutionär. Doch mit hochgestochenen Texten, Demos durch schicke Innenstadtviertel oder Kampagnen, die nach kurzer Zeit wieder im Sand verlaufen und sich nur mit Symptomen und nicht der Ursache (Saat und Kapital) vieler Probleme auf der Welt beschäftigen, wird sich nichts ändern. Wenn man meint, dass man sich in der eigenen Szene und den Freiräumen vor der Realität verstecken kann, wird eines Tages böse erwachen, wenn die Realität an der eigenen Haustür nicht halt machen wird.

Schluss mit Schreiner-Kündigungs-Seminaren in München-Freising

„Hier lernen Chefs, wie sie Angestellte fertig machen“ - Bisher konnte die bundesweit berüchtigte Kanzlei Schreiner&Partner ungestört ihre gewerkschaftsfeindlichen Schulungen in Freising bei München abhalten. Heute morgen gab es die erste Protestaktion gegen die Unionbusting-Dienstleister vor dem Tagungshotel. Und sicher nicht zum letzten Mal...

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