Antirassismus

Solidarität mit den hungerstreikenden Menschen im Lipa Camp!

Hunderte Menschen im ausgebrannten Lipa Camp* in Bosnien-Herzegowina haben sich heute Morgen zu einem Protest zusammengeschlossen, um gegen die katastrophalen Lebensbedingungen zu protestieren, in denen sie gezwungen werden um ihr Überleben zu kämpfen. Zudem sind viele der demonstrierenden People on the Move in einen Hungerstreik getreten, um für eine menschenwürdige Behandlung und Unterbringung, offene Grenzen und internationale Medienaufmerksamkeit zu kämpfen. In Anbetracht der ohnehin schon kaum vorhandenen (Essens-)Versorgung scheint dieser mutige Schritt eine der wenigen Möglichkeiten die den Menschen ermöglicht wird um Aufmerksamkeit auf diese humanitäre Katastrophe zu richten. Das Rote Kreuz des Una-Sana Kantons bringt einmal täglich ein halbes Brot, 0,5l Wasser und ein bis zwei 150g Fleisch- und Fischkonserven pro Person. Wie soll ein Mensch davon seit 10 Tagen satt werden, geschweige denn im harschen Winter in den Bergen überleben?!

Eine weitere menschenverachtende Tragödie an Europas Aussengrenzen

Eine Farce nach der anderen trifft die Menschen im (ehemaligen) Lipa Camp nahe der Stadt Bihac im Una-Sana Canton in Bosnien-Herzegowina. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) wurde von der EU anfang des Jahres damit beauftragt und finanziert, das Geflüchtetenlager in Lipa zu errichten, da sich lokale Behörden und Autoritäten der Stadt Bihac zur Schließung des innerstädtischen Bira Camps entschlossen hatten. Die tausenden Menschen, die in Bira gelebt hatten, sollten aus dem Stadtbild entfernt werden und statt dessen ca. 25 km von jeglicher Infrastruktur abgeschnitten in einer entlegenen und unwirtlichen Bergebene ihr Dasein fristen. Das für lediglich 1.200 Menschen ausgelegte Camp hätte offiziell nur als Provisorium dienen sollen - doch aus diesen Versprechungen werden viel zu oft die mitlerweile jahrelang existierenden Abschottungszentren und Gefängnisse der EU.

Binger Bullen vergessen, Antifa ist kein Verbrechen

Zum globalen Klimastreik am 11.12.20 versammelten sich auch in Bingen einige Demonstrant*innen, um an das 1,5 °C Ziel des Pariser Klimaabkommens zu erinnern. Dabei war auch eine Gruppe von Aktivist*innen mit dem Banner "Klimaschutz heißt Antifa".

Da die örtliche Polizei und das Ordnungsamt scheinbar ein persönliches Problem mit Antifaschismus und im speziellen der Abkürzung Antifa haben, versuchten sie, mit hanebüchenen Argumenten das Banner zu verbieten.

(Vor-)Silvesterdemo zum Freiburger Knast

Zum Jahresende 2020 versammelten sich über hundert Linksradikale für eine Gesellschaft ohne Knäste vor der Freiburger JVA. Die selbstverständlich unangemeldete Silvesterdemo wurde mit Blick auf das Versammlungsverbot auf den 30. Dezember vorverlegt und konnte in Begleitung sich zurückhaltender Cops lautstarke Solidarität mit den Gefangenen ausdrücken.

Migrantifa 2020

Halle, NSU 2.0, Hanau, Nazi-Chatgruppen in Polizei und Militär, (k)eine Rassismusdebatte – und dagegen: migrantische Selbstorganisierung! Migrantifas aus Bremen, NRW und Berlin schauen auf das Jahr 2020 zurück und reflektieren über ihre bisherigen Erfahrungen und ihre Praxis.

(B)Uwe-Lieschied-Strasse in Neukölln umbenannt.

Wir konnten die Tage am die Polizei bei einer ungewöhlichen Tätigkeit beobachten. Und haben dies dokumentiert (siehe Fotos). Über dem Straßenschild der Uwe-Lieschied-Strasse in Neukölln in Berlin wurde Name „Kevin S.“ geklebt und die Straße somit umbenannt. Kevin wurde wie Jana L. in Halle ermordet - durch einen Antisemiten, Frauenhasser und Rassisten.

Transparentaktion an Gothaer Haus skandalisiert jahrelangen Leerstand in Göttingen - Video online

Am Montagvormittag, 28.12.20, wurde ein Transparent aus dem seit Jahren leerstehenden Gothaer-Gebäudekomplex in der Göttinger Innenstadt (Weender Straße 80-82) gehängt. Auf dem 24 m2 großen Banner ist zu lesen: "Gegen die Pandemie der Immobilienhaie * besetzen und aneignen * bezahlbarer Wohnraum für Alle! * Jahrzehntelander Leerstand - schämt euch!" Flugblätter, die auf die Straße segelten, machen Passant*innen auf die Leerstandsgeschichte des Wohn- und Geschäftshauses und die skandalöse Wohnraumpolitik der Stadt Göttingen aufmerksam. Die Aktivist*innen fordern eine sofortige Nutzung des Gothaer Hauses für Wohnzwecke. Das Aktionsvideo zeigt die Begehung der Innenräume, die Vorbereitung der Aktion und das Entrollen des Transparents.

Video "Gegen die Pandemie der Immobilienhaie in Göttingen"
ttps://www.youtube.com/watch?v=MRCqXI1USJk
https://vimeo.com/495157079
https://www.dailymotion.com/video/x7ycmrk

Call for Action - Lipa Camp is burning

Two days ago, on the 23rd of December, the Lipa camp near the Bosnian border town of Bihac burned down. The organizations No Name Kitchen, SOS Balkanroute, Medical Volunteers International e.V. and Blindspots urgently call for evacuating the People on the Move and ensuring immediate aid in the region.

l+++ FCK 2020 - FÜR EIN BESSERES MORGEN +++

30.12.2020 // 14 Uhr // Nettelbeckplatz (S+U Wedding) Mit Hygienekonzept gemeinsam gegen die repressiven Maßnahmen der Bundesregierung, gegen Verschwörungsideolog*innen und für eine würdevolle Gesundheit, eine gerechte Bildung, Arbeitsrechte, Arbeitsschutz und Kultur.

[Fürth] Farbangriff auf Kriegerdenkmal

In der letzten Nacht haben wir ein Kriegerdenkmal im Fürther Stadtpark mit roter Farbe markiert. Das Denkmal hat die Aufschrift: "Der Tod für´s Vaterland ist ewiger Verehrung wert". Wie wir mitbekommen haben wurden wohl in unserer Region in letzter Zeit vermehrt Kriegerdenkmäler markiert, bzw wie die Lokalpresse "Nordbayern" schreiben würde: "Besudelt". Wir wollen keine Denkmäler in unserer Region und auch nicht in unserer Stadt die eine Täter/Opfer Umkehr vorantreiben und versuchen die menschenverachtende Ideologie des Faschismus bzw den Monarchismus zu legitimieren und Millionen von wirklichen Opfern des Nationalsozialismus vergessen.

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