Im Rahmen des Aktionstags für die in Ungarn inhaftierte Antifaschistin Maja T. haben wir uns entschlossen, gemeinsam unsere Solidarität mit Majas antifaschistischem Kampf zu zeigen, indem wir ein großflächiges Graffito für die Öffentlichkeit gut sichtbar angebracht haben. In Zeiten von zunehmender Kriminalisierung des Antifaschismus und der Inhaftierung von mehr und mehr Genossinnen in der BRD sehen wir es als legitim und notwendig an, den antifaschistischen Kampf in die eigene Hand zu nehmen. Denn wer gegen Faschismus kämpft, kann sich auf den Staat nicht verlassen. Vor allem nicht auf einen Staat der Klassenjustiz, in welchem den reaktionären und faschistischen Kräften immer und immer mehr Freiheit geboten wird, während rechtswidrige Auslieferungen in rechtsradikale Staaten wie Ungarn geduldet und ignoriert werden. Vor allem für queere Personen wie Maja besteht in diesen Ländern ein besonders hohes Risiko einer Verletzung der körperlichen Unversehrtheit und ihrer Würde.
Majas Berichte handeln von Zwangsentkleidung, Prügel u. Ä. und unterstreichen dies noch einmal. Antifa bleibt daher Handarbeit und autonom. Free All Antifas! Free Maja!